Peter Richter 89/90

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Inhaltsangabe zu „89/90“ von Peter Richter

Sie sind der letzte Jahrgang, der alles mitmachen durfte damals in Dresden vom Sommer vor der Wende bis zur Wiedervereinigung: Es ist die Zeit der lauen Freibadnächte und des FDJ-Rock, der Katz-und-Maus-Spiele mit den Flics auf der Rue und der montäglichen Abende im kirchlichen Jugendtreff, der Punkkonzerte, Hausbesetzungen und Prügeleien mit Skinheads in Doc-Martens-Stiefeln und Bomberjacken. Peter Richter zeigt eine andere, unbekannte Seite der DDR: Er beschreibt in seinem autobiographischen Roman die Jahre 1989/1990 aus der Perspektive eines damals 15-Jährigen: direkt, authentisch und sprachlich brillant.

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    89/90
    Ginevra

    Ginevra

    23. September 2015 um 17:32

    Peter Richter, geb. 1973, berichtet in seinem autobiographischen Roman von den spannendsten Jahren der jüngeren deutschen Geschichte: die Jahre kurz vor, während und nach dem "Mauerfall". Peter erlebt eine ganz normale Jugendzeit in der DDR. In vielem herrscht Mangel, doch die meisten Menschen haben sich irgendwie damit arrangiert, nehmen die langen Schlangen mit Humor und zeigen ein erstaunliches Improvisationstalent. Dann geschieht es: Peter verbringt genau einen Tag in einem militärischen Jugendlager, dann zerfällt die DDR, und alles steht Kopf. Die ganze Gesellschaft wandelt sich - dafür sorgen nicht nur der vielgelobte, und dann doch eher enttäuschende Geschmack importierter Bananen. Die Reisefreiheit sorgt dafür, dass sich der Freundeskreis aus dem alten Freibad sehr schnell auflöst. Auf einmal teilen sich die Jugendlichen in zwei Lager: die Nazis und die Linken. Der eher pazifistische Peter zählt automatisch zu den "Linken", bewegt sich in der Hausbesetzerszene, und wird regelmäßig von den Nazis angegriffen und zusammengeschlagen. Mit ähnlichem Fatalismus und Zynismus betrachtet er dies, wie ein unausweichliches Schicksal. Langsam entwickelt sich sein eigener Lebensweg - wie sich auch das frischgeborene, wiedervereinigte Deutschlands auf die Socken macht... Ich habe mich für die gekürzte Hörbuch- Version entschieden, gelesen vom Autor selbst. Und was soll ich sagen? Ich fand es kurzweilig, interessant, sogar ziemlich spannend, aber auch sehr bedrückend (wenn es um die Gewaltbereitschaft bestimmter politischer Gruppierungen ging). Peter Richter liest richtig toll - das ist bei Autoren leider nicht immer der Fall! Flott, aber nicht hastig, heiter bis deprimiert - man spürt beim Hören Richters innere Beteiligung, auch die Skepsis und Verbitterung, die sich oft hinter dem locker-flapsigen Tonfall verbirgt. Für mich eine sehr unterhaltsame Zeitreise in eine Epoche, die ich selbst noch in guter Erinnerung habe. Vom Thema her muss Richter sich allerdings leider bei mir mit Lutz Seilers "Kruso" messen, den ich stilistisch doch um einiges variantenreicher und berührender fand.  Deshalb 4 von 5 Sternen von mir, aber eine Leseempfehlung für alle, die den Mauerfall und die Zeit danach aus der Perspektive eines Dresdners noch einmal miterleben möchten!

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