Peter Robinson

 4 Sterne bei 294 Bewertungen
Autor von Das verschwundene Lächeln, Wenn die Dunkelheit fällt und weiteren Büchern.

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Das verschwundene Lächeln

Das verschwundene Lächeln

 (24)
Erschienen am 01.05.2002
Wenn die Dunkelheit fällt

Wenn die Dunkelheit fällt

 (20)
Erschienen am 01.02.2005
Ein seltener Fall

Ein seltener Fall

 (19)
Erschienen am 12.01.2006
Augen im Dunkeln

Augen im Dunkeln

 (19)
Erschienen am 01.04.2007
Die letzte Rechnung

Die letzte Rechnung

 (18)
Erschienen am 01.07.2003
Kein Rauch ohne Feuer

Kein Rauch ohne Feuer

 (17)
Erschienen am 07.12.2007
Ein unvermeidlicher Mord

Ein unvermeidlicher Mord

 (16)
Erschienen am 11.01.2008
Kalt wie das Grab

Kalt wie das Grab

 (17)
Erschienen am 01.12.2003

Neue Rezensionen zu Peter Robinson

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Ingrid_Daviss avatar

Rezension zu "When the Music's Over: DCI Banks 23" von Peter Robinson

Neuanfang!
Ingrid_Davisvor 5 Monaten

Nach einer enttäuschten Pause nach Band 20 fand ich den hier wieder richtig gut. Interessanter Fall, interessant geschrieben - nur die penetranten Musikreferenzen nerven mich immer noch. Ich glaube, das ginge auch mit ein bisschen weniger, ohne dass man Banks deswegen für weniger musikaffin hält. aber ansonsten Daumen wieder hoch für Banks!

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P_Gandalfs avatar

Rezension zu "Augen im Dunkeln" von Peter Robinson

Netter, gut zu lesender Krimi
P_Gandalfvor 2 Jahren

Kein schlechter aber auch kein wirklich umwerfender Roman. Robinson entwirft einen Plott, der im ländlichen England spielt und die Eigenarten der Bevölkerung aufgreift. Insofern ein liebevoll gezeichnetes Bild.


Chief Inspector Alan Banks, verheiratet, 2 Kinder ist ein sympathischer Typ, der jedoch ein wenig blass bleibt. Der Fall - eine Mischung aus einen perversen Spanner, Raub, Raubmord und Vandalismus - ist nicht schlecht konstruiert. Es fehlt ein wenig die Spannung.


Sprachlich erfrischend mit einigem guten Wortwitz und einwandfrei übersetzt, schafft es das Buch trotzdem nicht mich vollkommen zu überzuegen.


Daher nur 4 Sterne.

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oszillierens avatar

Rezension zu "Before the Poison" von Peter Robinson

Eher schwach
oszillierenvor 2 Jahren

Ein mittelmäßiges Buch. Es ist keine absolute Zeitverschwendung, aber ich empfehle es auch nicht ausdrücklich.

Die Handlung:

In einem abgeschiedenen Landhaus in den englischen Yorkshire Dales stirbt im Januar 1953 Ernest Fox  an einem Herzanfall. Zunächst sieht alles nach einem natürlichen Tod aus. Als herauskommt, dass seine Ehefrau Grace eine Affäre mit einem sehr viel jüngeren Mann hat und eine Zeugin aussagt, sie habe die beiden beim Schmieden eines Mordplans belauscht, wird Grace verhaftet, verurteilt - und exekutiert.

50 Jahre später kauft der Komponist Chris Lowndes das Haus der Familie. Als er von  Graces Geschichte hört, ist er sofort fasziniert … von dem Kriminalfall und der Frau selbst. Schnell vermutet er, dass Grace unschuldig war.  Auch um sich von der Trauer über den Tod seiner kürzlich verstorbenen Frau abzulenken, macht Chris sich daran, den Fall neu aufzurollen.

 

Es sei vorab gesagt, dass es sich weder um einen Thriller noch um eine Geister-/Horror-/Gruselgeschichte handelt, wie man vermuten könnte. Es ist ein mäßig spannender Kriminalroman mit Ausflügen in die britische Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

Zum Protagonisten:

Chris ist Komponist von Filmmusik, Anfang 60, wohlhabend, hat lange in Kalifornien gelebt und vor kurzem seine Frau Laura verloren. Seine Kinder sind aus dem Haus. Er beschließt, in seiner ursprünglichen Heimat England ein neues Leben zu beginnen. Er verbringt die Tage damit zu komponieren, Wein zu trinken, sich mit Bekannten in Pubs zu treffen—und mit dem Versuch, Grace Foxes Unschuld zu beweisen.

Chris ist außerdem total flach und austauschbar. Der Autor hat ihn nicht mit Leben gefüllt, sondern ihm nur Eigenschaften gegeben. In 400 Seiten ist mir der Hauptcharakter weder sympathisch geworden noch irgendwie unter die Haut gegangen. Er war mir egal. 

Gute Charaktere zu erschaffen, scheint wirklich nicht Peter Robinsons Stärke zu sein. Die Menschen in diesem Buch sind alles Abziehbilder und klingen identisch. Egal ob alteingesessener Dorfbewohner, in Frankreich lebender Engländer, Kunstmaler hohen Alters—alle sind wohlhabend, schöngeistig veranlagt, lieben teuren Wein & gutes Essen. Ich wollte manchmal nur noch gähnen.

 

Meine Hauptkritikpunkte:

 

1.      … warum eigentlich?

Während fast des gesamten Romans konnte ich nicht nachvollziehen, warum Chris sich so sehr für Grace interessiert. Schließlich handelt es sich nicht um einen ungelösten Fall oder ein riesiges Mysterium, das Wellen in die Gegenwart schlägt. Chris hat Geld, Kinder, Freunde, einen Beruf und muss den Tod seiner schwerkranken Frau verarbeiten. Und dann bürdet er sich das noch auf?

Zwar erfährt der Leser am Ende, dass es eine Parallele zwischen Chris und Grace gibt, die diese Anziehung verständlicher macht. Dies tröstet jedoch nicht über die Frustration hinweg, die man vorher die ganze Zeit verspürt hat.

 

 

2.      Die Zeitzeugen

Um mehr über den Todesfall in Erfahrung zu bringen, befragt Chris in England, Frankreich und sogar Südafrika Zeitzeugen von damals, die Grace nahe standen. Diese Herren sind ca. 80 Jahre alt und haben alle ein perfektes Gedächtnis, da sie sich bis ins Details daran erinnern können, was sich damals in den 1950ern zugetragen hat ... Zudem sind sie gegenüber Chris—einem für sie Wildfremden--komplett offen und freundlich, fast schon naiv eingestellt. Chris meldet seine Besuche nicht an und klingelt einfach bei den Leuten an der Tür. Die lassen ihn gleich in ihr Haus, bieten ihm (wie immer alkoholische) Getränke an, und gehen nach wenigen Minuten dazu über, einem völlig Fremden intime Geschichten aus ihrer Vergangenheit zu erzählen. Einmal wird er danach sogar zum Essen in ein Luxusrestaurant eingeladen und bekommt Teile einer privaten Kunstsammlung gezeigt, die vorher noch kein einziger Mensch gesehen hat. Und im Dorfpub sitzt er natürlich auch immer rein zufällig neben jemandem, der ihm bereitwillig und ausführlich „von damals“ erzählen kann.

(„Beyond the Poison“ ist eigentlich das Gegenstück zu A.S. Byatts „The Biographer’s Tale“, wo der Protagonist eine Biographie über jemanden schreiben will und letztendlich feststellt, wie schwer es ist, an authentische Informationen über einen Verstorbenen zu gelangen.)

 

Natürlich gibt es im wahren Leben wie auch in Romanen immer mal Begegnungen zwischen zwei Menschen, die sich von der ersten Sekunde an perfekt verstehen und spüren, dass sie einander (ver)trauen können. Aber Chris passiert das ständig und das ist einfach unglaubwürdig. Die Erklärung dafür lässt sich nicht im Text, sondern natürlich nur auf der Metaebene finden. Der Autor stand vor folgendem Problem: der Tod von Graces Ehemann liegt  Jahrzehnte zurück. Nur mithilfe des Berichts über den Gerichtsprozess und offiziellen Dokumenten wäre es schwer möglich gewesen, im Nachhinein Licht ins Dunkel zu bringen. Der Autor brauchte diese gesprächigen  und auf Abruf verfügbaren Zeugen als Informations-Download für den Leser.

Dass Chris zumindest *einem* mürrischen Alten begegnet, der die Sache mit Grace einfach nur vergessen will (und sie nach einem bewegten Leben und Jahrzehnten im Ausland vielleicht auch schon vergessen hat!), wäre ungleich realistischer gewesen—aber dann hätte der Roman nicht funktioniert. Meiner Meinung nach *kann* ein Roman, der so konzipiert ist wie „Beyond the Poison“ leider auch nicht funktionieren.

 

Zwei kleine Anmerkungen noch:

-        Es taucht ein Tagebuch von Grace auf. Als jüngere Frau erlitt sie einmal Schiffbruch und trieb mit mehreren Menschen tagelang im Meer auf einem Wrackteil, ohne Sonnenschutz und ohne Vorräte. Jeder kann sich ausmalen, was das bedeutet. Die Kinder sterben zuerst, dann die Erwachsenen. Und was macht Grace? Schreibt in ihr Tagebuch. Ich wollte einfach nur schreien und muss mich auch jetzt zurückhalten, um nicht in Caps Lock auszubrechen … Menschen, die am Verhungern und Verdursten sind, hätten noch nicht einmal die Kraft, den Stift zu halten, geschweige denn die Muße, einen Tagebucheintrag zu verfassen. Vor lauter Not hätte man das Papier schon längst gegessen.

 

-        Apropos: In diesem Roman dreht sich alles ums Trinken von Alkohol und Essen. Auch ich bin beidem nicht abgeneigt (;-P), aber ich wollte, dass es mit der Handlung vorangeht. Da ist es mir egal, wer im Pub welchen Burger bestellt hat und dass mal wieder eine Flasche Rotwein geköpft wird. Unnötig! Genauso wie der ganze Handlungsstrang mit der Maklerin … aber ich schweife ab.

 

Fazit:

Im Grunde eine interessante Geschichte, die jedoch an ihrem eigenen Ehrgeiz scheitert. Vielleicht hätte ein talentierterer Autor es geschafft, aus diesem Plot ein gutes Buch zu machen. Das Ende ist nicht unbefriedigend, nimmt mir im Nachhinein jedoch nicht die Frustration über die zahlreichen unglaubwürdigen und realitätsfernen Elemente.

 

 

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