Peter Rothe Die Erde

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Inhaltsangabe zu „Die Erde“ von Peter Rothe

Übersichtlich und ohne Vorkenntnisse verständlich bietet der erfahrene Sachbuchautor Peter Rothe eine Geschichte der Erde und die dafür notwendigen geologischen Grundlagen. Zahlreiche Grafiken, Karten und Fotos, ein Glossar und das großformatige Poster „Erdgeschichte auf einen Blick“ ermöglichen einen schnellen und einfachen Zugang.

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  • Rezension zu "Die Erde" von Peter Rothe

    Die Erde
    HeikeG

    HeikeG

    12. August 2008 um 12:51

    "Die Gegenwart liefert uns den Schlüssel für die Vergangenheit" - Einer der wichtigsten Denkansätze der Geologen wird unterhaltsam und lehrreich durch Peter Rothe aufgegriffen - "Wer fragt sich nicht beim Anblick der Ereignisse und Wunder einer Berglandschaft, woher diese Schlünde und Höhlen der Abgründe kommen? Wie konnten diese Gipfel sich bis zu den Himmeln erheben? Woher diese sanften Abhänge und die trotzigen Felsen? Woher kommen die Granitkolosse, die schwer auf der Ebene lasten? Woher die aus dem Meer stammende Beute, die wir in den Bergen vergraben finden?" Dies fragte sich der Schweizer Zeichner und Novellist Rodolphe Töpffer (1799 -1846) in seinen "Genfer Novellen" (1841). "Fragen an die Erde sollten eigentlich alle interessieren, die auf diesem Planeten leben.", stellt über 160 Jahre später der deutsche Geologe und Autor mehrerer geologischer Fachbücher Peter Rothe (emeritierter Ordinarius für Geologie an der Universität Mannheim) treffend fest. In seinem neuen Buch "Die Erde" versucht er eine Antwort zu geben. Die Erde - ein weiter Begriff. Doch wenn man die Profession von Peter Rothe kennt, dann ist die Thematik schnell umrissen: "Alles über Erdgeschichte, Plattentektonik, Vulkane, Erdbeben, Gesteine und Fossilien". Ein enormes Feld, wo jeder Bereich für sich allein mindestens ein Buch wert wäre. Daher wird verständlich, dass 172 Seiten, nur die Oberfläche unseres Planeten bzw. das Verständnis für selbigen anreißen können. Der Autor versteht seine Abhandlung weder als Fachbuch für ausgebildete Geologen, noch als Lehrbuch, das systematisch die Zusammenhänge vermittelt - auch wenn er bedauert, dass die Zeiten bereits lange vorbei sind, als Geologie sogar als eigenes Schulfach unterrichtet wurde -, sondern er wendet sich an Menschen, die an der Natur interessiert sind; "als Anleitung zum Beobachten, um schon Gewusstes zu vertiefen, oder um ganz andere Denkweisen kennenzulernen.", so Rothe. "Die Erde" ist ein kleines, in Inhalt und optischer Qualität hochwertiges Kompendium, das in ausgewählten Beispielen Beobachtungen erklärt, die "Jedermann" in der Natur machen kann. Mit Hilfe zahlreicher Aufnahmen, unzähliger Skizzen und Abbildungen von Fundstücken sowie einfacher Erklärungen, ist dieses Buch gleichfalls für interessierte Schüler geeignet. Temperaturwechsel sind eine Begleiterscheinung erdgeschichtlicher Prozesse In fünf Kapitel hat er sein Werk untergliedert. Nach einer kleinen Einführung, in der er auf die Entstehung und frühe Entwicklung der Erde und des Lebens eingeht sowie einem Abriss der einzelnen erdgeschichtlichen Zeitabschnitte - hier dürfte wohl den meisten auf Grund des Dinosaurierzeitalters das Jura und vor allem die Kreide ein Begriff sein -, kommt Peter Rothe wohl zum interessantesten Abschnitt: der "Dynamik, die von innen kommt". Plattentektonik, Gebirgsbildung, Vulkanismus und Erdbeben sind die Themen, die der Autor interessant zu vermitteln weiß. In den beiden letzten Kapiteln behandelt Rothe sein eigentliches Fachgebiet. Er erklärt an ausgewählten Beispielen wie Minerale und Gesteine entstehen und wie die darin gefundenen Fossilien zu ihrer Alterseinstufung beitragen. Interessant dürfte hier - gerade im Zuge steigender Bezinpreise - der Abschnitt "Gesteine aus Organismen" sein, wird doch das Entstehen und Erkennen von Erdöllagerstätten näher betrachtet. Es wäre doch grandios, seine ganz persönliche Ölquelle zu erschließen. Auch auf unsere angebliche Klimaerwärmung und dem von uns selbst verursachtes "Kippen" des Klimas geht Peter Rothe ein. Er vertritt jedoch eine ganz andere Meinung. Seiner Ansicht nach sollte man die geologischen Umstände nicht außer Acht lassen. So hatten es die altsteinzeitlichen Menschen vor 130.000 bis 115.000 Jahren schon wärmer als wir und die Gletscher waren wesentlich stärker abgeschmolzen als heute. "Was wir gegenwärtig als Katastrophenszenario in den Medien serviert bekommen, ist in der Erdgeschichte keine Ausnahme, sondern die Regel: Temperaturwechsel sind eine Begleiterscheinung erdgeschichtlicher Prozesse. (…) Längerfristig betrachtet leben wir nämlich in einer Zwischeneiszeit. (…) Um es einmal ins Positive zu wenden, könnte die gegenwärtig beobachtete Erwärmung uns kurzfristig vielleicht vor einer neuen Eiszeit bewahren, die nach den aus der Geologie ableitbaren Gegebenheiten eigentlich bevorsteht." In Inhalt und optischer Qualität hochwertiges kleines Kompendium für den Laien Erfreulicherweise belässt es Rothe nicht bei weitschweifigen Schilderungen längst vergangener Ereignisse, sondern jedes Kapitel offeriert Exkursionshinweise, wo man selbst heute noch Erscheinungen aus der Vergangenheit besonders gut beobachten und bewundern kann (z. Bsp. Deutsche Vulkanstraße in der Eifel oder verschiedenste Besucherbergwerke). Mittels anschaulicher Vergleiche weiß der Autor chemische Reaktionen und physikalische Vorgänge anschaulich zu erläutern. Der folgende Textausschnitt, der die besonders zerstörerischen seismischen Oberflächenwellen erläutert, gibt ein gutes Beispiel: "Man kocht einen Wackelpudding in einer flachen Schale, zieht ihn mit den Fingern seitlich in entgegengesetzte Richtungen und schneidet kurz darauf einen kleinen Ritz in die Puddingoberfläche. Dieser wird sich schnell nach beiden Seiten ausbreiten und den Pudding entlang einer Linie in zwei Hälften trennen. Sobald man loslässt, springen sie wieder in ihre Ausgangslage zurück und man kann zusehen, wie dabei Erschütterungen den ganzen Pudding durchlaufen; genau das passiert auch bei einem Erdbeben." Dem Buch liegt ebenfalls ein großes Poster bei, das optisch anschaulich die verschiedenen geologischen Zeitalter der Erde darstellt. Auf einem Zeitstrahl sind neben den einzelnen Epochen, herausragenden Einzelereignissen, den wichtigsten Fossilien, Kurven zur Temperatur- und Meeresspiegelhöhe, auch Beispiele mit typischen Gesteinen in Deutschland und seinen Nachbarländern angegeben, denen Fotografien der Region beigefügt sind. Manches Mal wünscht man sich jedoch weiterführende und tiefgehendere Erläuterungen zu einigen äußerst interessanten Themen, aber das würde wohl den Rahmen des Buches sprengen. Doch auch hier hat Peter Rothe "weitergedacht". Nach jedem Kapitel gibt er Literaturempfehlungen zur behandelten Thematik. Fazit: "Man sieht nur, was man zu sehen gelernt hat." Peter Rothes Buch ist ein erster Schritt dazu. "Die Erde" ist ein spannendes, kompetentes und unterhaltsames, in sich stimmiges, übersichtlich gegliedertes und vor allem reich illustriertes Buch über die geologische Entwicklung unseres Planeten, das wenig oder keine Sachkenntnis voraussetzt.

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