Peter Sís

 4 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Die Konferenz der Vögel, Robinson und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Peter Sís

Peter Sís wurde 1949 in Brünn geboren, studierte in Prag und London Kunst und lebt seit 1982 in den USA in der Nähe von New York. Seine Bücher sind in viele Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet worden, u. a. mit dem Hans- Christian-Andersen-Preis für Illustration, den Bologna Ragazzi Award und den Deutschen Jugendliteraturpreis. Zu Robinson inspirierte ihn ein Erlebnis in seiner Kindheit. www.petersis.com

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Nicky & Vera (ISBN: 9783836961516)

Nicky & Vera

Erscheint am 01.01.2022 als Hardcover bei Gerstenberg Verlag.

Alle Bücher von Peter Sís

Cover des Buches Der Träumer (ISBN: 9783848921058)

Der Träumer

 (17)
Erschienen am 31.01.2018
Cover des Buches Die Konferenz der Vögel (ISBN: 9783848900022)

Die Konferenz der Vögel

 (2)
Erschienen am 15.03.2013
Cover des Buches Tibet (ISBN: 9783446194427)

Tibet

 (1)
Erschienen am 10.08.1998
Cover des Buches Der Pilot und der kleine Prinz (ISBN: 9783848900039)

Der Pilot und der kleine Prinz

 (1)
Erschienen am 26.09.2014
Cover des Buches Robinson (ISBN: 9783836956970)

Robinson

 (1)
Erschienen am 01.01.2019
Cover des Buches Ein Hund für Madlenka (ISBN: 9783446201835)

Ein Hund für Madlenka

 (0)
Erschienen am 16.09.2002
Cover des Buches Die Mauer (ISBN: 9783446208926)

Die Mauer

 (0)
Erschienen am 15.09.2007
Cover des Buches Die drei goldenen Schlüssel (ISBN: 9783446183186)

Die drei goldenen Schlüssel

 (0)
Erschienen am 01.01.1995

Neue Rezensionen zu Peter Sís

Cover des Buches Der Träumer (ISBN: 9783848921058)Bibliomanias avatar

Rezension zu "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan

Das Werden des Pablo Neruda
Bibliomaniavor 2 Jahren

Pablo Neruda war schon als Kind ein Träumer. Ein Sammler der kleinen, unauffälligen Dinge, wie Muscheln, Steine, Äste oder Glasscherben. Immer war er mit dem Kopf in den Wolken und ein kreatives Köpfchen. In diesem Buch, das 2015 den Jugendliteraturpreis gewonnen hat, wird Nerudas Kindheit erzählt und liebevoll illustriert, wie er zu dem geworden ist, der er später wurde, der große Dichter Pablo Neruda.

Pablo Neruda, der ursprünglich Neftalí Reyes hieß, hat neben vielen Naturmaterialien vor allem auch Wörter gesammelt. Er hat Geschichten und Gedichte geschrieben, Berichte und sogar bei seinem Onkel in der Zeitungsagentur mitgearbeitet. Trotz des strengen Vaters, der aus ihm einen Arzt oder Eisenbahner machen wollte, ist Neruda sich treu geblieben und hat sich gegen seinen Vater aufgelehnt. Keine leichte Kindheit in Südamerika, aber große Ideen und Visionen haben ihn zu einem der meistgelesenen Dichter der Welt gemacht.

Das Buch, das im Aladin Verlag erschienen ist besticht durch die schönen Bilder und kleineren Gedichte. Schön ist auch, dass die Schrift in grün gehalten ist (ein wenig musste ich an die unendliche Geschichte denken). Eine schöne Geschichte, die Nerudas Biografie aufzeichnet, mit seinen Höhen und Tiefen und vor allem seinem Festhalten an Träumen.

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Cover des Buches Robinson (ISBN: 9783836956970)SternchenBlaus avatar

Rezension zu "Robinson" von Peter Sís

Zauber und Traurigkeit der Kindheit
SternchenBlauvor 2 Jahren

Weil Kinder so intensiv fühlen, wünschen wir uns als Erwachsene, dass sie immer glücklich sein mögen. Aber natürlich sind sie nicht immer glücklich und manchmal auch unglücklich. In diesem grandiosen Bilderbuch liegen Glück und Traurigkeit ganz eng beisammen. 

Der Druck der Freunde

Peter und seine Freunde spielen gerne Piraten und so legen sie fest, dass sie sich zum Kostümfest als Piraten verkleiden. Doch Peter liebe Robinson Crusoe und so wird das sein Kostüm. „Robinson“ spielt in einer zeitlosen Welt, aber der Protagonist Peter muss das erleben, was „Peer Group Pressure“, Gruppenzwang, ist. Keine „neue Erfindung“, denn in der Geschichte verarbeitet der Autor Peter Sís (Jhg. 1949) eine eigene Kindheitserinnerung. Als ihn seine Freunde auslachen, fühlt sich der Protagonist einsam und flüchtet in eine Phantasiewelt auf Robinsons Insel. Dieses Kinderbuch ist so besonders, weil sich die Themen wunderbar stimmig und mühelos ineinander fügen. Daniel Defoes Roman „Robinson Crusoe“ von 1719 ist schließlich eine der archetypischen Erzählungen über die Einsamkeit und die Isolation des Menschen und Peter erlebt eine ganz eigene Form des Alleinseins und der Isolation. Die Sprache ist reduziert und wundervoll poetisch: 

„Ich wälze mit hin und her. Ich fühle mich verloren. Ich schwebe davon.“

Wundervolle Illustrationen mit Entdeckersinn 

Der klassische Roman beeinflusst die Geschichte in so vieler Hinsicht und in einem Bild verwandelt sich ein Buch in jenes Schiff, mit dem Peter zu Robinsons Insel segelt und seine eigene Robinsonade beginnt. Jedes Einzelbild ist ein Kunstwerk. Wenn Peters Mutter sein Kostüm schneidert, sehen wir in einem Rahmen rund herum in vielen kleinen Bildern Peters Verwandlung zu seiner Lieblingsfigur. Obwohl die Illustrationen sehr klar sind, bieten sie viel Raum für Entdeckungen, fast wie ein Wimmelbuch. Jedes Bild bietet neue Überraschungen. Einmal öffnet sich die Perspektive nach oben, wenn wir die Straßensäume in der Vogelperspektive sehen und Peter und seine Mutter von vorne. 

Traurigkeit und Bewältigung

Im ersten Moment war ich enttäuscht, dass Peter den Streit mit seinen Freunden nicht in der Realität lösen kann. Aber oftmals denke ich, dass es falsch ist, wenn in Kinderbüchern alles in Friede-Freude-Eierkuchen endet. Die Verletzungen als Kind lassen sich nicht immer lösen. Umso stärker wirkt für mich als Leser dann der Wunsch des Protagonisten, den er im Traum zeigt: In einer Welt zu leben, in der er seinen Freunden zeigen kann, was er mag – und damit so akzeptiert wird, wie er ist. In der Kindheit des Autors hat sich das Auslachen vermutlich auch nicht harmonisch gelöst. „Robinson“ zeigt so die Flucht in den Traum oder die Literatur als mögliche Bewältigungsstrategie für Kinder. Die Welt der Bücher ist damit auch ein Ort, wo die Traurigen oder gar Ausgestoßenen Frieden und Glück finden können.

Schön fand ich zudem, dass es in der Runde der fünf Freunde einen Jungen mit dunkler Hautfarbe und ein Mädchen gibt.

Literatur-Hommage

Peter, der ins Bett geht und von dort eine Reise in eine fremde Welt antritt, das hat uns schon beim Lesen ein Bisschen an „Wo die wilden Kerle wohnen“ erinnert. Das ist nicht zufällig, wie ich herausgefunden habe, nachdem ich etwas recherchiert habe. Zeit-Rezensent Thomas David, der den Autor Peter Sís in New York getroffen hat, schreibt, dass „Robinson“ nicht nur eine Hommage an Daniels Defoes titelgebenden Roman ist, sondern auch an den Kinderbuch-Klassiker „Wo die wilden Kerle wohnen“ von Maurice Sendak, einem Mentor von Sís. Übrigens: In Deutschland erschien das Buch 300 Jahre nach Daniel Defoes Erstausgabe von „Robinson Crusoe“. 

Fazit

Meinen 7jährigen Sohn hat dieses Bilderbuch ebenfalls total begeistert und war sehr stolz, dass er die Kapitälchen-Schrift, die ja eigentlich nicht für Erstleser*innen gedacht ist, selbst vorlesen konnte. Außerdem – das soll ich unbedingt noch schreiben – versteht er nun, wenn „Drei Fragezeichen Kids“ sagen, dass es aussehen würde wie bei „Robinson Crusoe“. Als begeisterte Leser*innen finden wir immer wieder Hommagen.

Ich möchte dieses wundervolle Kinderbuch jedem ans Herz legen und vergebe begeisterte 5 Sterne.

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Cover des Buches Der Träumer (ISBN: 9783848920075)Gelindes avatar

Rezension zu "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan

Der Träumer
Gelindevor 4 Jahren

Der Träumer, von Pam Munoz Ryan (mit Zeichnungen von Peter Sis)

Cover:
Ein bisschen geheimnisvoll.

Inhalt:
Die Geschichte eines kleinen Jungen, Neftali.
Er lebt im Süden von Chile, ist ein Außenseiter und auch seinem Vater kann er nie etwas recht machen und muss deshalb viel böse Worte und Schikane einstecken.
Derweil ist er nur mit den Gedanken immer schon weiter, einen Schritt voraus und zu allem und jedem macht er sich Gedanken.
Aber Neftali gibt nicht auf und aus dem schüchternen Jungen wird ein berühmter Dichter.

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen, es ist interessant, aber ich glaube ich hätte es mir nicht gekauft.
Es ist sehr poetisch aufgebaut und es gibt reichlich Zeichnungen und schöne Illustrationen im Buch.
Die Geschichte um den kleinen Jungen ist sehr anrührend aufgebaut, aber wie gesagt, die poetische Schreibweise ist nicht so mein Ding.

Der „Tenor“ des Ganzen ist (meiner Meinung nach), man sollte zu seiner Meinung stehen und auch alles andere (und andersartige) auf der Welt achten.

Das Schriftbild (Druck) ist sehr groß, deshalb kann man das Buch auch locker in einem oder zwei Tagen lesen.

Autorin:
Pam Munoz Ryan hat mehr als 30 Bücher für junge Leser geschrieben und sich nicht nur durch ihre Bücher um den interkulturellen Dialog verdient gemacht. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von San Diego.

Mein Fazit:
Für Liebhaber von poetischen Geschichten mit zahlreichen Zeichnungen bestimmt ein tolles Buch.
Meinen Geschmack hat es nicht so getroffen.
Für die Geschichte selber 3 Sterne.


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