In Kalabrien

von Peter S. Beagle 
4,4 Sterne bei19 Bewertungen
In Kalabrien
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Positiv (17):
quatspreches avatar

Peter S. Beagle hat natürlich nicht einfach eine Fortsetzung geschrieben, sondern ein ganz spezielles Buch geschaffen.

Kritisch (1):

Fantasie wird nie mein Favgenre werden..

Alle 19 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "In Kalabrien"

Claudio lebt zurückgezogen in den Bergen Süditaliens, fernab von allem modernen Leben. Allein seine Katzen, Kühe und Ziegen leisten ihm Gesellschaft. Eines Tages geschieht etwas Unfassbares: Ein Einhorn taucht in dem Weinberg hinter seinem Haus auf.

So atemberaubend und wunderschön das Einhorn ist, das urplötzlich vor ihm steht, es stellt Claudios Leben auf den Kopf. Der Plan, die Existenz des geheimnisvollsten aller Tiere geheim zu halten, scheitert. Und richtig gefährlich wird es, als neben aufdringlichen Journalisten auch gewalttätige Vertreter der Mafia sein abgeschiedenes Gut heimsuchen. Wie soll er, der nur den Postboten und seine anarchische Schwester als Freunde hat, das Einhorn schützen?

»In Kalabrien« ist eine grandiose Liebeserklärung des weltbekannten Fantasyautors Peter S. Beagle an sein schönstes Geschöpf!

»Peter S. Beagle ist ein sagenhafter Schriftsteller, ein Räuberprinz, der unterwegs ist, um die Herzen der Leser zu stehlen.«
Tad Williams

»Mit seiner eigenen und besonderen Magie lässt Peter S. Beagle Alltägliches wie Geister, Einhörner und Werwölfe in neuem Licht erstrahlen. Seit Jahren schätzt eine treue Leserschaft ihn als einen Wanderer in den Herzensgründen, die die Vernunft nicht kennt.«
Ursula K. Le Guin, Autorin von »Der Magier der Erdsee«

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783608962178
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:164 Seiten
Verlag:Klett-Cotta
Erscheinungsdatum:10.02.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    quatspreches avatar
    quatsprechevor einem Monat
    Kurzmeinung: Peter S. Beagle hat natürlich nicht einfach eine Fortsetzung geschrieben, sondern ein ganz spezielles Buch geschaffen.
    In Kalabrien

    Nachdem sein Meisterwerk Das letzte Einhorn mich so sehr bezauberte, musste ich auch sein neustes Buch lesen. Doch Peter S. Beagle hat natürlich nicht einfach eine Fortsetzung geschrieben, sondern ein ganz spezielles Buch geschaffen. Es spielt in einer abgelegenen Region in Italien: In Kalabrien.

    Okay diese Geschichte ist etwas anders. Ich glaube so ein Buch habe ich noch nie gelesen. Ich kann es auch ganz schlecht irgendwo einordnen.

    Es geht um einen in die Jahre gekommenen Mann, der einen Hof im abgelegenen Teil von Kalabrien bewirtet. Er hat ein paar Kühe, Ziegen und Katzen und lebt seit Jahren allein.

    Plötzlich und ohne Vorwarnung erscheint ihm ein Einhorn. Und es ist nicht alleine unterwegs. Ab diesem Zeitpunkt ändert sich sein ganzes Leben. Er wird aktiver, sein Herz beginnt wieder für die Schönheit des Lebens zu schlagen. Aus dem Eigenbrötler wird ein stolzer, liebender Mann, der mit seiner Vergangenheit abschließen kann.

    Und doch passiert noch so viel mehr. Ist es das Einhorn? Ist es verantwortlich für all die Veränderungen? Oder kommt das Einhorn zu den Menschen, die im Begriff sind sich zu verändern und das Potential dafür in sich tragen?

    Der Leser sollte jedenfalls keine Fortsetzung erwarten, sondern eine einzigartige Geschichte über einen Mann, der ein Einhorn sah.

    Originalbeitrag: In Kalabrien

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    Cat_Crawfields avatar
    Cat_Crawfieldvor 2 Monaten
    In Kalabrien

    In Kalabrien, eine homage von Peter S. Beagle an sein schönstes Geschöpf. Es geht um einen jungen Mann der vergessen hat wie man richtig lebt. Er kämpft mit seiner Vergangenheit und den Verlusten die er erlitten hat. Und als dann plötzlich ein Einhorn auftaucht, macht er sich Gedanken über all das. Über sein Leben, seine Vergangenheit und seine Zukunft. Er erlebt anhand des Einhorns, das er sein Leben ändern, das Ruder rumreißen kann. Claudio begibt sich auf eine Reise, bei der nur das Einhorn weiß wo und wann sie enden wird.

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    Shellan16s avatar
    Shellan16vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Magische, ruhige Geschichte, zum Schluss hin mit Portion Dramatik und Action
    Magische Geschichte

    Inhalt:

    Claudio Bianchi lebt als Bauer in Kalabrien auf einem kleinen Hof. Gesellschaft leisten ihm seine Tiere, etwas Abwechslung bietet der Besuch des Postboten am Freitag. Eines Tages entdeckt er ein weibliches Einhorn. Offensichtlich sucht das Tier die Nähe von Claudio und bringt damit das Leben, das der Bauer bisher geführt hat, gehörig durcheinander.

    Meine Meinung:

    Peter S. Beagle kannte ich als Autoren von "Das letzte Einhorn" und so musste ich bei einem neuen Roman von ihm unbedingt zugreifen, zumal auch das Cover wirklich wunderschön ist.

    Das Einhorn, das eines Tages im Schatten eines Baumes auf dem Hof von Claudio auftaucht, reisst ihn aus seiner Lethargie und aus seinem von Hoffnunglosigkeit und Verbitterung geprägten Leben. Man fragt sich, warum das Einhorn die Nähe zu Claudio sucht. Wie auch andere Tiere in bestimmten Situationen die Nähe zum Menschen suchen, hat das Einhorn einen triftigen Grund.

    Claudio will auf jeden Fall verhindern, dass jemand dieses magische Geschöpf sieht, leider gelingt ihm das nur eine Zeit lang. Mit dem ruhigen, beschaulichen Dasein hat es bald ein Ende, die Dorfbewohner, die Presse und auch profitgierige Menschen machen sich auf den Weg zu Claudio. In dieser Situation wächst der Bauer über sich hinaus. Seit das Einhorn in der Nähe ist, findet Claudio seine Lust am Schreiben von Gedichten zurück und nun will er das Einhorn auf jeden Fall beschützen, denn die Nähe des Tieres verändert ihn.

    Das Buch lebt von einer anfangs ruhigen feinen Geschichte, die ich mit Erstaunen und grossem Genuss gelesen habe. Der Autor schreibt mit einer Leichtigkeit, die den Leser sich zurücklehnen lässt und als das Einhorn auftaucht denkt man nur, ach wie schön. Mit der Schwester des Postboten bahnt sich im Laufe der Zeit eine kleine Romanze an und im Leben von Claudio scheint sich einiges zu Positiven zu ändern.

    Dann tritt allerdings die Öffentlichkeit auf den Plan und die Geschichte entwickelt eine Spannung und Dramatik, die ich so nicht erwartet hatte. Claudio wächst über sich hinaus und stellt sich schützend vor das Einhorn.

    "In Kalabrien" hat mich berührt. Der Schreibstil von Peter S. Beagle ist zart, einfühlsam und ruhig. Die Geschichte ist wunderschön und zum Ende hin von einer Dramatik, die mich mit leichtem Herzklopfen mitgerissen hat.

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    MmeBlaustrumpfs avatar
    MmeBlaustrumpfvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Wer "Das letzte Einhorn" mochte, wird "In Kalabrien" lieben.
    Ein Märchen in der Moderne

    Das Einhorn sucht Bianchi auf, weil es seine Hilfe braucht; tatsächlich ist es aber das Einhorn selbst, das Bianchi hilft. Die Begegnung mit dem Fabelwesen verändert sein Leben und seine Lebenseinstellung: er ist inspiriert, er öffnet sich und kommt aus seinem Schneckenhaus. Bianchi wird in seiner Weltabkehr weder durch den Erzähler, noch durch den Leser kritisiert. Als Leser ist man von Anfang an seiner Seite, fühlt und leidet mit ihm. 

    In einer fast schon poetischen Sprache beschreibt Beagle in seinem neuen Buch die Begegnung zwischen Einhorn und Mensch. Deutlich ersteht vor mir bei der Lektüre die Landschaft Kalabriens. Ich fühle den Wind und die Sonne auf meiner Haut. Diese Sprache, die nie kitschig oder platt, sondern in einfachen Sätzen fesselnd und ausdrucksvoll ist, trägt die märchenhafte Erzählung.

    Es ist diese Art der Erzählweise, die die Bücher Beagles zu einer Besonderheit der Fantasyliteratur macht. Bereits der Roman Das letzte Einhorn ist dadurch gekennzeichnet. Der Stil harmoniert mit dem Motiv des Einhorns: er ist weder wild, noch chaotisch oder gewöhnlich. Er ist ebenso besonders wie das Einhorn, das immer Magie und Ruhe ausstrahlt. 

    Dabei enthält das Buch durchaus Kritik an den modernen Verhältnissen, etwa am Umgang mit der Schöpfung. Beagle zeigt auf, warum das Einhorn in unserer modernen Welt nicht bestehen könnte - ja, vermutlich sogar schon ausgerottet wäre: Dem Menschen genügt nicht das Wissen um Schönheit, er will sie besitzen. So stellt Bianchi einem der Einhornjäger, die auf seinem Grundstück Jagd auf das Wesen machen wollen, die Frage, warum sie das Einhorn nicht einfach nur fotografierten oder filmten und so eine Erinnerung schaffen würden. Er erhält die Antwort, dass der eigentliche Triumph, die eigentliche Errungenschaft aber doch nur die Trophäe an der Wand sei. 

    Und so verschwindet das Einhorn am Ende wieder so geheimnisvoll aus der Welt wie es sie betreten hat. Aber es hat doch Spuren in Bianchis Herzen hinterlassen. 

    Ein modernes Märchen, das dürfte In Kalabrien beschreiben. Aber vielleicht auch eine Parabel. 

    Auf jeden Fall fand ich das Buch sehr lesenswert. Eine Fantasygeschichte, aber doch anders als jene, die ich sonst lese. Die Magie, die ich bereits in Das letzte Einhorn gefunden und geliebt habe, kommt hier zurück. Ein Buch, dass mich voll und ganz überzeugen konnte. 

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    gsimaks avatar
    gsimakvor 7 Monaten
    Wer Einhörner liebt, wird an dieser Geschichte nicht vorbeikommen.

    Hätte mir vor dem Lesen des Buches jemand erzählt, dass man das fabelhafte Einhorn mit der Mafia in Verbindung bringt, hätte ich an dem Verstand der Person gezweifelt. Das kommt zum einen davon, dass ich noch nie etwas über Einhörner gelesen habe,-  zum anderen, weil ich nicht wusste, wie flexibel Einhörner eingesetzt werden können. 
    Diese komplexe Geschichte enthält alles, was das Leserherz begehrt. Der Eremit Claudio fühlt sich wohl in der Abgeschiedenheit seines Bauernhofs. Das Setting hat bei mir ein bisschen Urlaubsfeeling ausgelöst. In den Bergen Süditaliens lässt es sich bestimmt gut aushalten.
    Claudio fand ich sehr sympathisch. Seine ruppige Art konnte nicht über sein gutes Herz hinwegtäuschen. Einhörner sind Wesen, die man nicht so leicht zu sehen bekommt. Ein Einhorn zu berühren ist nicht empfehlenswert. Sie kommen dem Menschen normalerweise nicht zu nah. Und doch hat ein Einhornweibchen den Weg zu Claudios Hof gefunden. Claudio ist von dem ruhigen Wesen fasziniert. Sein Ruf klingt wie das leise Rauschen eines Flusses. Bald merkt Claudio, dass das Einhorn seine Hilfe braucht. Eine Hilfe, die in seinem früheren Leben schon einmal fehlgeschlagen ist. Dieses Ereignis hat aus dem traurigen Mann einen Einzelgänger gemacht.
    Claudio schreibt Gedichte und liebt seine Tiere. Seine Ziegen, Kühe und Katzen sind ihm die liebste Gesellschaft. Das Einhorn akzeptieren die Tiere, da es ja genügend Abstand zu ihnen hält.
    Zu dem Briefträger unterhält er ein freundschaftliches Verhältnis. Natürlich zeigt Claudio das nicht. Vielmehr kommt da seine schroffe Art zum Einsatz. Der Briefträger lernt seine Schwester an, die nun jeden Freitag den beschwerlichen Weg auf sich nimmt, um Claudio die Post zu bringen. Die junge Frau fühlt sich zu dem wesentlich älteren Mann hingezogen. Entdeckt Claudio dabei, wie er sich um ein Einhorn kümmert.
    Claudios Leben steht nun auf dem Kopf. Reporter und die Mafia machen ihm das Leben zur Hölle. Claudio muss nicht nur um sein Leben bangen. Er zeigt sich stur. Will seinen Hof nicht verlassen.
    Fazit
    Wer Einhörner liebt, wird an dieser Geschichte nicht vorbeikommen. Sie wird in einer wunderschönen poetischen Sprache erzählt. Ein Einhorn, in den Bergen Süditaliens, hat mein Herz berührt. 
    Gedichte und der Flair Italiens verzaubern und erzählen von einer verlorenen Liebe.
    Alle Protagonisten fügen sich wunderbar in das Geschehen ein. 
    Ich habe nun ein Einhorn kennengelernt. Gerne möchte ich noch weitere Bekanntschaften mit diesen Fabelwesen machen. 

    Danke Peter S. Beagle. 

    Lieblingszitat
    >>Weißt du eigentlich, bist du dir je bewusst, wie unmöglich und wunderbar du mein Leben gemacht hast?<< (Seite 89)

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    Kathrin_Schroeders avatar
    Kathrin_Schroedervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch ist magisch!
    Ein Buch, das nur mit dem Herzen gelesen werden kann!

    Peter. S. Beagle, In Kalabrien, Erscheinungstermin 10.2.2018
    gelesen im März 2018 als ebook (Kindle) dank Netgalley
    Genre: Fantasy, Einhörner
    Ja, natürlich kenne ich "Das letzte Einhorn" und vor über 30 Jahren war ich ein großer Fan von Hobbitpress und hatte alle damals erschienen Bücher in meinem Regal (und mehrfach gelesen).
    Aber dann brach das Leben und andere Bücher über mich herein und die magischen Bücher wurden seltener in meinem Leben.
    Dies Buch erzählt eine kleine Geschichte von einem einsamen Bauern in Kalabrien, der sich alt fühlt, bis auf seinem Hof, zwischen seinen Tieren, ein Einhorn erscheint.
    Wichtig ist nicht so sehr, was dann geschieht, wie seine Nachbarn, Feinde und Freunde reagieren, wichtig ist eigentlich nur, dass er sein Leben und sein Herz für die Magie des Einhorns öffnet.
    Das Buch erklärt nicht, erzählt nicht, wie Magie funktioniert oder warum was wie geschieht.
    Es läßt Magie einfach geschehen.
    Mich hat das Buch verzaubert zurück gelassen.
    Für alle Menschen, die sich verzaubern lassen, uneingeschränkt zu empfehlen.
    #InKalabrien #NetGalleyDE

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    gagamauss avatar
    gagamausvor 8 Monaten
    magisch und märchenhaft

    Das neue Buch „in Kalabrien“ von Peter S. Beagle hat mich zu einer kleinen aber feinen nächtlichen Lesesession veranlasst. Wenn man erst mal begonnen hat mit dieser Geschichte, kann man das kleine Büchlein nur schwer wieder aus der Hand legen. Das märchenhafte Cover gibt bereits einen kleinen Ausblick auf den Inhalt; ein Einhorn spielt nämlich eine zentrale Rolle.


    Claudio Bianchi ist ein alleinstehender Bauer, der in den Bergen Kalabriens lebt und am liebsten seine Ruhe und Einsamkeit genießt. Gestört wird diese nur durch den Postboten, der zweimal die Woche bis  hinauf zu seinem abgelegenen Hof kommt und so den einzigen regelmäßigen Kontakt zur Außenwelt darstellt. Claudio ist sich selbst genug. Er arbeitet tagsüber auf seinen Feldern, schreibt manchmal kleine Gedichte, die er dann seinen Kühen, seinem alten Fast-Wachhund oder der dreibeinigen Katze vorliest. In dieses Idyll tritt eines Tages völlig überraschend und still und leise ein weißes Einhorn. Aufgewühlt und sprachlos wirft es ihn aus seinem gewohnten Alltag. Das märchenhafte Tier besucht ihn von da an oft, wandert über seine Felder, steht auf einer Wiese. Es dauert eine Weile, bis er begreift, was das Fabelwesen bei ihm will. Aber was er sofort weiß ist, dass er es geheim halten muss. Leider funktioniert das nicht lange und er muss sich bald der Frage stellen, was er tun will, wenn Menschen kommen, um das Einhorn zu sehen, zu fangen oder gar Schlimmeres mit ihm vorhaben.


    Claudio ist ein schrulliger Mitvierziger. Ein ungewöhnlicher Held in einer stillen und elegisch angehauchten Geschichte. Das Einhorn rüttelt ihn aus seiner etwas lethargischen Lebensphilosophie und bringt frischen Wind und neue Menschen in sein Universum. Überrascht hat mich nicht nur, in welcher Gestalt die Liebe bei Claudio Einzug hält, sondern auch, dass eine sehr bedrohliche und reale Gefahr sich in die Handlung schleicht, die tatsächlich in einer Art Showdown mündet.



    Beagle versteht es zu erzählen. Vor allem die unterhaltsamen und lebensklugen Dialoge bringen das Tempo, wohingegen die Beschreibungen wie ein ruhiger beschaulicher Fluss daherkommen. Das magische Wesen bewegt sich dabei sehr unaufgeregt und natürlich durch die Geschichte. Ich musste immer wieder an Bilder aus dem Film „Legende“ denken. So ähnlich habe ich mir auch Beagles magische-schönes Einhorn vorgestellt.


    Ein kleines feines Büchlein, welches den Leser mit einem guten Gefühl zurücklässt. Ein bisschen wie ein Märchen mit einem Schuss realem Leben.

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    FrauTinaMuellers avatar
    FrauTinaMuellervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Magisch, fabelhaft, einfach grandios
    In Kalabrien

    Ihr kennt doch sicher den wunderbaren Kinofilm "Das letzte Einhorn", oder? Der Autor dieser famosen und herzerwärmenden Geschichte hat jetzt mit "In Kalabrien" eine neue Einhorn-Geschichte in die Jetzt-Zeit verlegt. Und das ist ihm meiner Meinung nach grandios gelungen!

    Claudio Bianchi, ein 47-jähriger Bauer, lebt schon lange sehr zurückgezogen mit seinen Tieren in Kalabrien. Er hat einen sehr eigenwilligen Ziegenbock, drei Katzen, natürlich einen Hund und einige Kühe. Claudio schreibt sehr gerne Gedichte und außer dem Postboten hat er kaum Menschenkontakt. Dies ändert sich jedoch schlagartig, als er eines Tages ein weibliches Einhorn auf seinem Grundstück findet.  Ja genau, ein Einhorn! Ein Fabelwesen! Ab sofort ist in Claudios Leben nichts mehr wie es war und das Einhorn sorgt wahrlich für ordentlich Trubel und Aufregung in seinem Leben, vor allen ab dem Zeitpunkt, wo er sich der Schwester des Postboten offenbart. Er möchte das magische Fabelwesen auf jeden Fall beschützen und keiner Aufregung aussetzen, vor allen Dingen, weil das Einhorn auch noch ein Junges erwartet!!!  Doch lest das Buch unbedingt selbst - es lohnt sich sehr und stimmt auf positive Weise sehr nachdenklich! 


    Peter S. Beagle erzählt diese grandiose, märchenhafte Geschichte in einem angenehmen und der Geschichte und der Umgebung wohltuenden Tempo. Empathisch taucht er in die Welt des Claudio Bianchi, des Eremiten ein, der plötzlich mit Fabelwesen und einer jungen, temperamentvollen Frau konfrontiert wird ... Und die Entwicklung Claudios vom Einzelgänger zum empathischen Helden und Beschützer seiner Fabelwesen (Mutter und Sohn ;-)) ist so bezaubernd und herzerweichend, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen konnte. Ganz große Erzählkunst und das auf nur 164 Seiten ... Man muss nicht episch breit schreiben, um emotional das Maximum aus einer Geschichte herauszuholen ... Peter S. Beagle ist das ganz wunderbar gelungen. Ich wünsche diesem kleinen zarten Buch sehr viele Leser!

    Zu Beginn habe ich mich noch gefragt, warum ausgerechnet Kalabrien, aber im Laufe der Geschichte habe ich verstanden, warum ;-). Die Landschaft passt einfach hervorragend ... 

    Fazit: David gegen Goliath in Kalabrien - herzerwärmendes, feines kleines Büchlein über die Kraft, die in jedem von uns steckt, um für das Gute, Lichtvolle und Zauberhafte zu kämpfen. Sagenhaft und mit viel Liebe und Herzblut geschrieben. Für eine bessere Welt - wir haben es in der Hand. Unbedingt lesen!

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    Miramisvor 8 Monaten
    Phantastischer Leckerbissen

    Der kalabrische Bauer Claudio Bianchi lebt sein einsames Leben auf einem Einsiedlerhof in den Bergen, grantelt vor sich hin und beschäftigt sich mit seinem Land und seinen Tieren. Eines Tages geschieht etwas Unfassbares: ein Einhorn taucht in dem Weinberg hinter seinem Haus auf. Und in Claudios Leben ist plötzlich nichts mehr wie vorher. Peter Beagle ist bekannt für seinen Roman „Das letzte Einhorn“, ein Klassiker der phantastischen Literatur. Auch weit weniger bekannte Romane aus seiner Feder habe ich schon gelesen, zum Beispiel „Das Zauberhaus“. Umso überraschter war ich angesichts dieser Neuerscheinung, die wiederum das Thema Einhorn behandelt und von Klett-Cotta in der deutschen Übersetzung herausgegeben wurde. Schon alleine die Aufmachung dieses Buches verdient ein großes Lob, vor allem das wunderbare Cover, das sehr gut zum Inhalt passt und ein echter Hingucker ist. Sprachlich empfand ich die Lektüre als Hochgenuss. Der ruhige Erzählstil mit seiner feingeistigen und poetischen Wortwahl traf genau meinen Lesenerv; und bei dieser Gelegenheit geht auch ein großes Lob an den Übersetzer Oliver Plaschka, der den Ton der Geschichte perfekt getroffen und in die deutsche Sprache transportiert hat. Inhaltlich erkannte ich ebenfalls den Stil von Peter Beagle wieder. Er setzt nicht unbedingt auf spektakuläre und opulente Szenen, sondern lässt seine Geschichte viel mehr in kleinen Begebenheiten sich entwickeln. Dazu zählen Dialoge, aber auch genaue Beobachtungen des alltäglichen Lebens; sehr bald hatte ich ein Bild von Claudio Bianchi, der sich aus dem Leben und aus der Gesellschaft weitestgehend zurück gezogen hat. Seine Bemühungen, sich die Menschen vom Hals zu halten und sich eher den Tieren, noch lieber aber seinen selbstverfassten Gedichten zu widmen, haben mich auf eine melancholische Art und Weise berührt. Das Einhorn bedeutet eine Zäsur in seinem Leben - plötzlich ändert sich alles, sowohl zum Guten als auch zum Schlechten. Berührt durch das magische Fabelwesen, rückt er plötzlich in den Fokus von vielen Menschen und muss sich mit ihnen auseinandersetzen. Dass damit auch eine neue Liebe, aber auch Feindschaften entstehen, muss er aushalten und verkraften. Außerdem sieht er sich gezwungen, sich mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen, wodurch zwar alte Wunden aufgerissen werden, aber auch heilen. Das Einhorn ist dabei über die gesamte Handlung hinweg gar nicht so sehr präsent; ab und zu knabbert es zwar an den Blättern in Bianchis Garten, viel mehr dient es aber ein Symbol für das magische Wunder der Liebe, die Claudio erlebt. Die Handlung erfährt am Ende sogar noch eine tüchtige Portion Action; aber selbst die empfand ich nicht als Bruch im Konzept. Peter Beagle versteht es perfekt, die Geschehnisse zu verschleiern und trotzdem einen eindeutigen Ausgang der Geschichte zu liefern; aber auch, der spekulierfreudigen Leserschaft Stoff zum Nachdenken über die Symbolkraft des Einhorns zu geben und Parallelen der realen und phantastischen Handlungsebene aufzudecken. Dass das Setting in Kalabrien angesiedelt ist, wirkt ebenso überraschend wie genial. Die süditalienische Atmosphäre ist wunderbar getroffen und ich hatte das Gefühl, nirgendwo anders hätte dieser Roman seinen Schauplatz haben können. Auch die Nebenfiguren konnten mich vollkommen überzeugen, und insbesondere Claudios Tiere hatte ich sehr schnell ins Herz geschlossen, denn sie sind sehr lebensecht und individuell gezeichnet. Mein Fazit: Ein brillantes Stückchen Lektüre aus der Feder des Altmeisters der phantastischen Literatur - das darf man sich als Fan des Genres einfach nicht entgehen lassen!

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    seschats avatar
    seschatvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Wer sich einmal auf insgesamt 164 Seiten verzaubern lassen und lesen möchte, der sollte zu diesem Buch greifen.
    Ein Einhorn ändert alles

    INHALT
    Der 47-jährige Bauer Claudio Bianchi lebt seit Jahren zurückgezogen in den kalabrischen Höhen. Außer seinen treuen Tieren - Ziegenbock, drei Katzen, Wachhund und Kühen - lässt er abgesehen vom Postboten niemanden an sich ran. Das Dichten ist seine wahre Passion. Bis eines Tages ein weibliches Einhorn sich auf seinen Hof verirrt und damit sein eingeschlafenes Leben gehörig auf Trapp bringt. Fortan möchte er das überirdische und noch dazu schwangere Fabelwesen vor der Welt beschützen. Doch die junge Schwester des quirligen Postboten ist schneller und wird Zeuge des zauberhaften Spektakels auf dem Bianchi Hof. Und man fragt sich, wie lang wird Claudio die Existenz des Einhorns vor den neugierigen Dorfbewohnern geheimhalten können?

    MEINUNG
    Peter S. Beagles kleiner Fantasyroman entführt den Leser in die malerische Landschaft Kalabriens und feiert das einfache, bäuerliche Leben im Einklang mit der Natur. Claudio Bianchi gibt den Eremiten, der sich trotz unterdrückter Emotionen von einem mythischen Tier und einer jungen Frau verzaubern lässt. Mit viel Feingefühl und in gemäßigtem Tempo erzählt Beagle eine märchenhaft leichte Geschichte, die einerseits an ein Heimatmärchen und andererseits an antike Bukolik erinnert, wobei die Lyrik natürlich nicht zu kurz kommen darf. Die Wandlung Claudios vom Sonderling zum einfühlsamen Mann hat mich inhaltlich am meisten angesprochen. Die Liebelei mit der wesentlich jüngeren Schwester des Postboten wäre ohne das Einhorn wohl nicht möglich gewesen, spielte sich aber mehr am Rande ab. Dreh- und Angelpunkt bildete das weibliche Einhorn und sein Junges. Zu lesen, wie respektvoll Tier und Mensch (gemeint ist Claudio) mit diesem Zauberwesen umgingen, war spannend. Auch Claudios besondere Gabe, die Gedanken seiner Tiere lesen zu können, erinnerte mich unwillkürlich an den Orpheus-Mythos. Mein persönliches Highlight bildete jedoch der fulminante Schlussakkord, bei dem Claudio auf dem Einhorn der Mafia davonritt und dann wie Ikarus vom Himmel fiel. Zum vollmundigen Abschluss wollte einzig die erwähnte Alibi-Mafia-Staffage nicht passen. 

    FAZIT
    Wer sich einmal auf insgesamt 164 Seiten verzaubern lassen und lesen möchte, wie ein einfacher Bauer Goliath gleich um ein Einhorn kämpft, der sollte zu dieser kleinen, aber feinen Erzählung greifen, die jegliches Alltagsgrau sofort mit sich hinfort nimmt. 

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    »Eine Geschichte, die einen einfach entzückt, wenn man bereit ist, das Unwahrscheinliche an sich heranzulassen.«
    Elena Gorgis, Deutschlandfunk Kultur, 02.2018

    »Und so schenkt uns der Einhornflüsterer und Fantasy-Altmeister ein neues magisches Einhornbuch, das zugleich zeitlos und modern daherkommt und eindrucksvoll unterstreicht, wie gut Peter S. Beagle mit knapp 80 Jahren immer noch ist.«
    Christian Endres, Geek!, 20.02.2018

    Das neue Buch von Bestsellerautor Peter S. Beagle

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