Peter S. Kaspar Der gute Mensch von Assuan

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Inhaltsangabe zu „Der gute Mensch von Assuan“ von Peter S. Kaspar

Berlin-Kreuzberg, Anfang 2015: Durch Zufall lernt der ägyptische Geschäftsmann und Milliardär Mansur Ghali den aus dem Senegal geflohenen Souliman Traoré kennen. Bald erfährt er, wie kurzsichtig man in Deutschland mit Flüchtlingen umgeht: Statt das Potential teilweise gut ausgebildeter Fachkräfte zu nutzen, werden die Neuankömmlinge mit einem Arbeitsverbot belegt und müssen in Flüchtlingsunterkünften ausharren.

Mansur, der sein Geld mit dem Bau ganzer Städte verdient, beschließt, das Problem auf seine Art anzugehen: In einem heruntergekommenen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern beginnt er, Flüchtlinge anzusiedeln und für den deutschen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Doch das ambitionierte Unterfangen ist alles andere als legal und ruft bald die Mitglieder einer ortsansässigen Kameradschaft auf den Plan, die ihre »national befreite Zone« gefährdet sehen. Auch in der Berliner Lokalpolitik bleibt das Projekt nicht unbemerkt, und bald droht seiner Komplizin, der Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, das Ende ihrer Karriere.

Peter S. Kaspars Roman ist eine spannende Parabel auf die deutsche Flüchtlingspolitik und zugleich ein flammendes Plädoyer für mehr Menschlichkeit.

Ein fesselnde Geschichte über ein sehr aktuelles Thema

— Aaaaa123

Ein Roman darüber, wie Integation von Flüchtlingen und Nazianhängern gelingen könnte, wenn.....

— Waschbaerin

Mein Lesehighlight! Ich war gefesselt, berührt und erschüttert!

— Gina1627

Ein wunderbares Buch über die Möglichkeit, eine Situation als Chance anzusehen als ein Problem

— otegami

Ein Buch über eine Stadt, die gebaut werden müsste.

— Woerterfuchs

Dieser Roman muss viele Leser erreichen ... ein wichtiges Stück Aufklärung!

— engineerwife

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  • Rezensionen
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  • Feind, Todfeind, Parteifreund

    Der gute Mensch von Assuan

    Waschbaerin

    29. January 2018 um 18:49

    Die Wortkombination, die mir in diesem Buch mit am besten gefällt ist: "Feind, Todfeind, Parteifreund". Diese drei Worte habe ich dem Buch "der gute Mensch von Assuan" von Peter S. Kaspar entnommen. Es ist ein Roman über Flüchtlinge, Flüchtlingshilfe und Parteigerangel. Der Ägypter Mansur Ghali kommt 2015 wieder an seinen ehemaligen Studienort Berlin. Durch Zufall lernt er den dealenden Afrikaner Souliman kennen, hört von den Schrecken seiner Flucht auf einem übefüllten Boot. Mansur, ein milliardenschwerer Geschäftsmann sieht das Hilfe gebraucht wird und schon handelt er. Geld hat er genug um seine ehrgeizigen Pläne in die Tat umzusetzten. Es soll ein Selbstversorgerdorf entstehen, in dem Flüchtlinge die dtsch. Sprache lernen und eine Ausbildung bekommen. Doch er hat die Rechnung ohne die Nazigruppe des nahen Dorfes gemacht. Zwar sind die meisten Jugendlichen nur Mitläufer, aber es gibt auch einen "Chef" der Gruppe, der nicht lange redet, sondern sofort zu unrühmlichen Taten schreitet. "Was man nicht ändern kann, muss man umarmen", heißt ein Sprichwort und so macht Mansur auch den Nazis das Angebot, in dem Dorf eine Berufsausbildung  zu erhalten. Diese willigen mehr oder weniger freudig ein. Es bleibt ihnen keine Wahl, als seinem Vorschlag zuzustimmen. Doch was sie dann erleben gibt ihnen Selbstwertgefühle und es ist, als spürten sie erstmals, dass sie ernst genommen werden und Menschen mit persönlichen Werten  sind. Endlich etwas Vernünftiges mit der Zeit anfangen können! Die ersten Bekanntschaften mit Asylbewerbern werden geknüpft und sowas wie zarte Freundschaften geschlossen. Es entsteht ein Geben und Nehmen. Doch es sind nicht nur Flüchtlinge und Nazis, die aufeinander treffen. Da sind auch Parteifreunde, von denen einige schlimmste Verstöße wittern und hoffen, durch das Aufdecken eines Skandals die eigene, politische  Karriere in Schwung zu bringen, mit dem Hintergedanken, einen Stuhl zu ergattern, auf dem derzeit noch jemand sitzt. Die Ideen von Mansur sind gut. Doch so weit, so theoretisch. Die Realität ist oftmals eine andere. Woran es liegt?  Mhh - Menschen sind keine Roboter die man programmieren kann und dann funktionieren/arbeiten sie wie gewünscht. Es gibt unenedlich viele Unabwägbarkeiten, angefangen bei der jeweiligen Kultur, die sich von unserer mitunter ganz gewaltig unterscheidet, bis hin zum Anspruchsdenken von Flüchtlingen, die aus Rentierstaaten (franz.) stammen. Am einfachsten dürfte die Intergration der Flüchtlinge sein, die es als große und einmalige Chance begreifen, sich in Europa ein Leben aufbauen zu können - egal ob sie für immer bleiben oder in einigen Jahren wieder in ihr Land zurückgehen wollen. Doch diese Themen bleiben ausgespart. Viele der Unabwägbarkeiten, mit denen sich Flüchtlingshelfer in der Realität abgeben müssen, konnte der Autor getrost beiseite schieben. Ist es doch ein Roman und kein Sachbuch. Herausgekommen ist ein sehr interessantes und gut lesbares Buch, das ich gerne weiterempfehle. Mit den Sternchen schwankte ich zwischen vier und fünf, entschied mich am Ende dann doch für fünf, da ich mich von der Ausarbeitung des Themas sehr angesprochen fühle.

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  • Der gute Mensch von Assuan

    Der gute Mensch von Assuan

    Aaaaa123

    28. January 2018 um 13:06

    "Sie brauchen jemand. Wie könnte man da nein sagen?"Mit dieser Frage, die sich wahrscheinlich viele Menschen stellen, beginnt der Roman. Das Buch behandelt ein sehr aktuelles Thema und gibt Einblicke in die Flüchtlingspolitik und das Leben von Flüchtlingen. Die Geschichte ist sehr realitätsnah und regt einen zum Nachdenken an. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, wodurch man einen sehr guten Einblick in das Flüchtlingsthema bekommt. Der Schreibstil von Peter S. Kaspar ist flüssig und die Geschichte sehr spannend, wodurch man das Buch förmlich verschlingt und am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte.Es ist ein sehr erschütterndes, berührendes und fesselndes Buch, das ich jedem nur empfehlen kann.

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  • Sind Flüchtlinge eine Last oder vielmehr eine Chance?

    Der gute Mensch von Assuan

    VroniMars

    28. January 2018 um 12:35

    In Peter S. Kaspars Parabelstück "Der gute Mensch von Assuan" wundert sich der ägyptische Geschäftsmann und Milliardär  Mansur Ghali über die Flüchtlingspolitik des deutschen Staates. Warum wendet dieses reiche Land Steuern auf, um Flüchtlinge am Arbeiten zu hindern? Als er durch Zufall den Asyl suchenden Senegalesen Souliman Traoré kennenlernt und dieser über seine schrecklichen Erlebnisse auf der Flucht berichtet, beschließt Mansur, der schon einige Städte geplant hat, in Deutschland ein Projekt zu starten. Ziel ist es, dass sich die Stadt letztendlich selbst finanziert und dass die Flüchtlinge in die "indigene" Bevölkerung integriert werden. Er findet nämlich: „Es ist schlauer Flüchtlinge als Chance zu begreifen, als sie als Last zu betrachten.“Die Geschichte ist ein interessantes Gedankenspiel und hinterfragt speziell die deutsche Asylpolitik. Zudem gibt sie einen Einblick in menschliche Abgründe, zeigt aber auch mutige Menschen, die etwas bewegen wollen. Besonders interessant fand ich den authentischen Einblick in die dramatische Flucht Soulimans. Es steht beispielhaft für das Grauen, das alle anderen auch in Wirklichkeit erleben müssen. Der Sprachstil ist sehr flüssig und locker. Durch die unterschiedlichen Blickwinkel konnte man in die verschiedenen Rollen hineinschlüpfen und versuchen, sie zu verstehen. Die verschiedenen Kapitel werden mit Zitaten aus Bertolt Brechts Drama "Der gute Mensch von Sezuan" eingeleitet. Auch wenn die Handlung komplett verschieden ist, haben die Werke doch gemeinsam, dass sie verschiedene Menschenbilder vorstellen. Reichen gute Absichten, um ein guter Mensch zu sein?Insgesamt kann man festhalten, dass dieser Roman aufgrund seiner Aktualität definitiv lesenswert ist. Es lässt einem selber seine Standpunkte hinterfragen. 

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  • Ein riskantes Projekt

    Der gute Mensch von Assuan

    Siko71

    17. January 2018 um 04:54

    Mansur Ghali, Geschäftsmann aus Ägypten und Milliardär reist nach Berlin. Dort macht er rein zufällig die Bekanntschaft mit Souliman aus Senegal. Er erfährt von ihm die Einzelheiten seiner Flucht und wie es ihm seither in Deutschland ergangen ist. In Mansur's Kopf wächste eine Idee und er setzt diese in die Tat um. Er will ein heruntergekommenes Dorf in MeckPom wiederbeleben und Flüchtlinge zu Fachkräften ausbilden. Allerdings versuchen eine Horde Neonazis, der Schweinewirt aus Holland und einige Politiker die ganze Sache zu verhindern.Ein Projekt, was riskant scheint, aber viel verspricht. Die Geschichte ist auch mit enem Happy End für Souliman gesegnet. Der Schreibstil ist gefällig und die ganze Storry auf unsere heutige Situation in Deutschland bezogen.

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  • Leserunde zu "Der gute Mensch von Assuan" von Peter S. Kaspar

    Der gute Mensch von Assuan

    CarpathiaVerlag

    Eine Geschichte über Flucht, neue Hoffnung – und ein außergewöhnliches Experiment Zusammen mit dem Autor Peter S. Kaspar laden wir zu einer Leserunde seines Romans »Der gute Mensch von Assuan« ein. Klappentext Berlin-Kreuzberg, Anfang 2015: Durch Zufall lernt der ägyptische Geschäftsmann und Milliardär Mansur Ghali den aus dem Senegal geflohenen Souliman Traoré kennen. Bald erfährt er, wie kurzsichtig man in Deutschland mit Flüchtlingen umgeht: Statt das Potential teilweise gut ausgebildeter Fachkräfte zu nutzen, werden die Neuankömmlinge mit einem Arbeitsverbot belegt und müssen in Flüchtlingsunterkünften ausharren. Mansur, der sein Geld mit dem Bau ganzer Städte verdient, beschließt, das Problem auf seine Art anzugehen: In einem heruntergekommenen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern beginnt er, Flüchtlinge anzusiedeln und für den deutschen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Doch das ambitionierte Unterfangen ist alles andere als legal und ruft bald die Mitglieder einer ortsansässigen Kameradschaft auf den Plan, die ihre »national befreite Zone« gefährdet sehen. Auch in der Berliner Lokalpolitik bleibt das Projekt nicht unbemerkt, und bald droht seiner Komplizin, der Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, das Ende ihrer Karriere. Teilnahmebedingungen Für diese Leserunde verlosen wir 15 Print-Exemplare und 15 E-Books. Wir freuen uns über Bewerber, die bereits 2-3 Rezensionen auf Lovelybooks veröffentlicht haben. Bitte gebt bei Eurer Bewerbung an, ob Ihr lieber ein gedrucktes Exemplar oder ein E-Book gewinnen möchtet. E-Books gibt es wahlweise als EPUB, MOBI (für Kindle) oder PDF – schreibt bitte Euer bevorzugtes Format dazu.

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    • 252

    Waschbaerin

    15. January 2018 um 14:32
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  • Das Flüchtlingsprojekt

    Der gute Mensch von Assuan

    Frenx51

    10. January 2018 um 19:50

    Es ist Anfang 2015, die Flüchtlingskrise ist noch nicht ganz gestartet, da lernt der ägyptische Geschäftsmann und Milliardär Mansur Ghali den Flüchtling Souliman aus dem Senegal kennen. Das Thema Flüchtlinge in Deutschland beschäftigt von nun an auch Mansur, der sich vor allem über die fehlenden Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten der neuankommenden Flüchtlinge wundert. Und Mansur hat eine Idee, er baut in einem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern Möglichkeiten, um Flüchtlinge für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Doch schnell kommen auch die Kritiker, allen voran die nationale Kameradschaft. Kann Mansur seinen Plan umsetzen?   Der Autor greift in seinem Buch, ein zum damaligen Zeitpunkt, sehr aktuelles Thema auf. Es gab immer wieder Diskussionen darüber, ob und warum Flüchtlinge nicht arbeiten dürfen bzw. sich überhaupt für den Arbeitsmarkt qualifizieren oder Deutschkurse besuchen dürfen. Mittlerweile hat sich in diesem Hinblick nochmal einiges geändert. Der Autorin geht dieses Thema auf besondere Art und Weise an, indem er eine fiktive Geschichte erzählt, in der die Idee eines Mannes die Lösung für das Problem sein soll. Dadurch will er zum Nachdenken anregen-über Missstände, Möglichkeiten, aber auch das Flüchtlingsthema allgemein, Intoleranz bzw. Nazis aber auch andere Kritiker. Im Buch begegnet man Mansur, einem reichen Geschäftsmann, der mit seinen Ideen schon mehrere Städte aufgebaut hat. Er hat zum einem eine sehr weiche und sympathische Seite, meist aber kommt seine Geschäftsmann-Seite zum Vorschein. Mansur hat das Geld und prahlt in gewisser Weise damit und kauft sich all die Dinge, die er für seine Stadt oder sein und das Glück seiner Freunde benötigt. Doch wie viele Einzelpersonen gibt es die ihm ähnlich sind, die wenigsten würden wohl Städte aus ihren finanziellen Mitteln aufbauen. Der Flüchtling Souliman wird schnell zum Symbol für viele Flüchtlinge, seine Fluchtgründe werden erläutert, ebenso ist ihm auf der Flucht schlimmes passiert, in Deutschland darf er nichts und landet in Berlin auf der Straße, wo er Drogen verkauft. Doch dank Mansur kann Souliman Verantwortung übernehmen, ihn unterstützen und seine eigenen Träume weiter leben. Ihn mochte ich am meisten im Buch, da er ein herzensguter Mensch ist. Und dann gibt’s da noch die Nationale Dorfbewegung, die gegen das Projekt kämpfen will, es werden viele Vorurteile ihnen gegenüber bedient, sie attackieren das Projekt und werden am Ende doch ein Teil davon. Doch wie realistisch ist dies? Allgemein ist für mich schwierig das Buch als Fiktion anzusehen, ich suchte immer wieder nach dem Stück, das man im realen Leben umsetzen kann. Das war leider das Buch durchweg noch in meinem Kopf verankert, sodass das Buch eine schöne Geschichte war, aber sie hat mir selbst keine neuen Erkenntnisse oder Gedanken gebracht. Der Schreibstil des Autors hat mir weitestgehend gut gefallen. Vor jedem Kapitel hat er Zitate vorangesetzt, die passend zum jeweiligen Kapitel gewählt wurden. Das Buch war angenehm zu lesen, die Sprache an manchen Stellen aber etwas schwer, da der Autor auch viele alte Worte nutzte. Ansonsten ließ es sich gut lesen und ich fand es trotz meiner Kritik interessant, was passiert, auch wenn die kleinen Zweifel immer wieder kamen. Ein Buch, das die Qualifizierung von Flüchtlingen auf den Arbeitsmarkt von einer anderen Perspektive und durch fiktive Charaktere und Ideen beschreibt, aber gleichzeitig zum Nachdenken anregen und den Leser ein Stück weit mutiger werden lassen soll.

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  • Wahres Glanzstück

    Der gute Mensch von Assuan

    SiWel

    09. January 2018 um 10:20

    Der gute Mensch von Assuan geschrieben von Peter S. Kaspar ist ein Roman den ich als ebook erhalten habe. Er umfasst auf meinem ebook 351 Seiten.Ein Roman, der einen stark zum Nachdenken anregt. Leider wurde mein Lesefluss durch die vielen Flüchtigkeitsfehler sowie einigen eigenartigen Satzstellungen geschmälert. Trotzdem erhält das Buch von mir die volle Sternezahl. Es ist ein wahres Glanzstück und sollte von jedem informationshalber gelesen werden.Es gibt einem eine Menge an echten Informationen und scheint meiner Meinung nach mit wirklich viel Recherchearbeit zusammenzuhängen.Worum handelt es sich? Das Cover mit seinem idyllischen ruhigen Landschaftsbild und dem Ortsschild mit dem Hakenkreuz machen bereits auf die Geschichte aufmerksam. Flüchtlingspolitik, Nazis, Abwanderungen aus Dörfern, Korruptheit in den Parteien - um einiges vom Inhalt  zu nennen. Der Prolog beginnt auf der Sklaveninsel Gorée, im Anschluss berichtet der Senegalese Souliman von seiner Flucht und der ägyptische Milliardär Mansur Ghali baut ein autarkes Dorf auf.Am Anfang eines jeden Kapitels erscheint ein Brecht Zitat. Passt ganz gut zu der Geschichte, die glaube ich ein tolles Theaterstück abgeben würde.

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  • unkonventionelles Flüchtlingsprojekt

    Der gute Mensch von Assuan

    irismaria

    06. January 2018 um 11:15

    "Der gute Mensch von Assuan" von Peter S. Kaspar spielt zu Beginn der Flüchtlingskrise 2015 in Berlin und Umgebung. Der Umgang mit den vielen Flüchtlingen ist chaotisch, es gibt keine Deutschkurse und Arbeit für Flüchtlinge ist nicht erlaubt. Der geflohene Senegalese Souliman ist verzweifelt und rutscht in die Kriminalität ab. Durch Zufall lernt er den ägyptischen Milliardär Mansur kennen. Aus den Gesprächen der beiden entwickelt sich ein ungewöhnliches Projekt: ein Bildungs- und Wohnprojekt für Flüchtlinge in einem verlassenen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern. Doch dieses Projekt ist nicht nur rechtlich sehr fraglich, sondern stößt auch auf Widerstand vor Ort, zum einen von den ansässigen Neonazis, zum anderen von einem Schweinebaron, der gerne noch mehr Land für seine Massentierhaltung haben möchte. Der Titel erinnert nicht zufällig an das Buch Berthold Brechts, in dem es auch darum geht, unter welchen Bedingung ein Mensch Gutes tun kann. Hier ist es kein armer, sondern ein reicher Mensch, der aber trotzdem mit vielen Schwierigkeiten kämpfen muss. Auch wenn einige der Themen in Bezug auf die Flüchtlingskrise sich inzwischen verschoben haben, ist das Buch doch ein spannendes Gedankenexperiment und die einzelnen Charaktere sind zwar überzeichnet aber doch in ihrer Lebendigkeit gut dargestellt. Ich kann das Buch "Der gute Mensch von Assuan" allen empfehlen, die sich mit der Flüchtlingsthematik und möglichen Lösungsmöglichkeiten auf eine unterhaltsame und spannende Art befassen möchten.

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  • Mein Lesehighlight! Eine faszinierende Möglichkeit fesselnd erzählt!

    Der gute Mensch von Assuan

    Gina1627

    05. January 2018 um 19:54

    „Die Zukunft hängt von dem ab, was wir heute tun“ (Zitat von Mahatma Gandhi)   Dieses Zitat passt perfekt zu den Geschehnissen, die Peter S. Kaspar  in seiner fiktiven  und fesselnden Geschichte über den ägyptischen Milliardär Mansur Ghali erzählt, der eine bahnbrechende Idee in Deutschland umsetzt  und  in einem fast  verlassenen Landstrich in Mecklenburg-Vorpommern einen Ort erschafft, der Hoffnung und Zukunft für viele Menschen bietet. Alles fing damit an, dass ihn die schicksalhafte Begegnung mit dem Flüchtling Soulimann Traoré sehr bewegt hat und in ihm eine Idee reifen lies. Doch ungeahnte Schwierigkeiten mit einer Gruppe von Heimatkameraden, einem eigennützigen Unternehmer und mit der Lokalpolitik von Berlin, stellen ihn immer wieder vor neue Herausforderungen bei seinem nicht ganz legalen Projekt.   Ich war schon lange nicht mehr so unglaublich gefesselt von einer Geschichte, die gerade durch den aktuellen Bezug auf die Flüchtlingsprobleme und die politischen Schwierigkeiten  spannend und authentisch rübergebracht wurde. Peter S. Kaspar hat einen hervorragenden und einfühlsamen Schreibstil und Sprachgebrauch, bei dem man seine journalistische Erfahrung spürt. Die ganze Zeit hat man Kopf- und Gefühlskino durch die sehr bildhaften Rückblicke auf die Flucht von Soulimann und das unglaubliche Leid, die Grausamkeit und die Willkür von Menschen, die ohne Skrupel ihre finanziellen Vorteile suchen. Der Autor hat seinen Charakteren so viel Leben und Liebe eingehaucht, dass man zusammen mit ihnen fiebert, leidet, sich freut und Hoffnung hegt. Mansur Ghali fasziniert einen durch seine unglaubliche Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit  und Nächstenliebe und führt einem vor Augen, was man alles bewegen kann. Hier ist nicht immer nur Geld von Nöten, sondern auch der Wille, der Glaube und  die Zuversicht,  gemeinsam etwas zu erschaffen. Er findet wunderbare Helfer für sein Projekt und man hat immer wieder Ahnungen und Ängste, dass hier etwas schief gehen könnte.   Neider, Widersacher und kaltblütige Menschen erzeugen Horrorvorstellungen und lasse einen den Kopf schütteln.    Für alle Leser  die an Wunder und glückliche Umstände glauben wurde hier auch noch eine herzzerreißende und sehr berührende Szene im Buch mit eingebaut, bei der kein Auge trocken bleibt.   Mein Fazit:   Ich hatte das Glück und durfte diesen sehr besonderen Roman während einer Leserunde kennenlernen und war restlos begeistert. Die Geschichte hat mich gefesselt, berührt und erschüttert! Dieses tolle Leseerlebnis möchte ich ganz vielen Menschen ans Herz legen und spreche eine unbedingte Leseempfehlung für dieses Buch aus.   Verdient vergebe ich 5 Sterne.

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    • 3
  • 'Stupor mundi' (das Staunen der Welt) - eine Lösung trotz aller Widrigkeiten?'

    Der gute Mensch von Assuan

    otegami

    31. December 2017 um 10:59

    'Der gute Mensch von Assuan' besticht durch seine Vielschichtigkeit: sozialer Unternehmergeist, der Schwierigkeiten als Herausforderungen ansieht, trifft auf engstirniges Politiker-Ego, das nur an seinen Posten denkt; Afrikaner, die ihre Lebenssituation verändern wollen und traumatische Überlebenskämpfe auf dem Mittelmeer in Kauf nehmen, treffen auf engstirnige Neonazis in einem ausgebluteten Landstrich in Mecklenburg-Vorpommern, die jedoch nichts verändern wollen. Ein profitgieriger Holländer mit viel krimineller Energie spielt eine tragende Rolle und dann meine Lieblingsprotagonisten: Friedrich, der auf Grund seiner Hautfarbe von vielen total unterschätzt wird, und die Bezirks-Bürgermeisterin Silke - eine sympathische Politikerin aus Fleisch und Blut mit viel Idealismus. Das Buch zeigte wieder einmal so schön: es gibt die einen, die nörgeln und andere mies reden müssen, damit ihr eigenes Ego aufgemöbelt wird und die anderen, die in die Hände spucken und etwas bewegen! Mich hat dieses Werk wegen der Vielseitigkeit total fasziniert, lernte ich doch auch dadurch Fakten kennen, die mir neu waren und Ideen, denen ich wünsche, dass sie umgesetzt werden können! Gewürzt mit viel Humor - köstlich sind die Diskussionen mit Mansur oder Friedrich, die mit Schlagfertigkeit brillieren! Schade, dass nur 5 Sterne möglich sind! Ich möchte es am liebsten jedem in die Hand drücken – unbedingte Leseempfehlung!

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    • 2
  • Eine Geschichte über eine Utopie - und einen Mann, der sie verwirklichen kann...

    Der gute Mensch von Assuan

    Woerterfuchs

    31. December 2017 um 01:19

    Auch wenn ich mit falschen Erwartungen an das Buch heran getreten bin und zwischenzeitlich nur mit Skepsis weiter gelesen habe, konnte mich das Buch mit den zwischen den Zeilen geschriebenen Geschichte überzeugen.Das Buch beginnt mit der Schilderung der Flucht aus Afrika, die grausig und erschreckend realistisch klingt. Danach schwenkt die Kamera zu dem Schwerreichen Mansur in Deutschland, der versehentlich Souliman anfährt. Der Ägypter beschliesst kurzerhand Souliman – und vielen anderen Flüchtlingen – zu helfen. Er will ihnen eine Stadt bauen, denn mit Städte bauen kennt er sich aus. Hier lernen wir unter anderem auch Silke Sperling kennen und die Bürgermeisterin kann sich durchaus für das Projekt begeistern. Die Bühne steht und das Gezeigte macht neugierig.Kurz darauf treffen wir auf ein paar Neonazis. Die Zwielichtige Kameradschaft wird als unsympathische, dumme Bande vorgestellt. Auch ein Holländer taucht auf, der als reicher Schweinefarm-Besitzer davon lebt, Scheisse zu Geld zu machen. Diesen Figuren der Gegenseite fehlte mir eine Menschlichkeit, wie sie zuvor so hervorragend mit Souliman gezeigt wurde. Je weiter ich las, desto mehr sank die Hoffnung auf einen ernst zunehmenden Charakter auf der anderen Seite. Mir fehlte ein Gegenpol, eine Person, die die Gegenseite vertreten konnte, ohne dabei wie ein Strohmann zu wirken. Diese Person kam nicht.Erst als ich mich nicht mehr als stiller Beobachter in einer realistischen Welt, sondern als Zuschauer in einem Theater gesehen habe, konnte ich das Buch wirklich geniessen. Viele Szenen sind bewusst überspitzt dargestellt, reihen sich aber in eine durchaus echt wirkende Handlung ein. Einige der Charaktere stehen mehr für Ideologien als für echte Menschen, und das war für mich gewöhnungsbedürftig. So ernst man die Thematik des Werks auch nehmen sollte, muss man die Geschichte selbst, glaube ich, als ein Schauspiel betrachten, als lehrreiches Theater und nicht als Schilderung von fiktiv-realen Ereignissen – denn dann ist es ein lesenswertes Stück Gegenwartsliteratur.Es hat bei mir etwas länger gedauert, bis ich das Buch so verstehen konnte, wie es verstanden werden wollte. Auch wenn ein starker Charakter mit konservativen Ansichten fehlt und damit Fronten wohl eher verhärtet als aufweicht, so zeigt es doch wie viel Potenzial wir doch durch unsere Engstirnigkeit vergeuden. Für die Stadt, die gebaut werden müsste, gibt es aufgerundete 4 Sterne.

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  • "Stupor Mund"i … eine geniale Idee!

    Der gute Mensch von Assuan

    engineerwife

    30. December 2017 um 15:16

    Schon der Klappentext machte mich unheimlich neugierig, denn hier schien es sich um ein mehr als brisantes Thema zu handeln, das uns inzwischen alle angeht. Der mir bis dahin unbekannte Journalist und Autor Peter S. Kaspar hatte es sich zur Aufgabe gemacht, genau dieses Thema zu einem spannenden Roman zu verarbeiten, den ich gegen Schluss fast nicht aus der Hand legen konnte. Er muss eine sehr ausführliche Recherche betrieben haben, denn ich konnte aus diesem Buch unheimlich viel zur Flüchtlingspolitik lernen und mitnehmen. Er beleuchtet diese aus verschiedenen Blickwinkeln, nämlich aus der der Flüchtlinge selbst, aus der der Politiker, aus der der Neonaziszene und natürlich aus Sicht des Milliardärs Mansur Ghali, dem der tatsächlich lebende reiche Ägypter Samih Sawiris Modell gestanden hat. Mansur schert sich wenig um Regeln und Gesetze und möchte mit seinem Geld Gutes tun um den lernwilligen und wissbegierigen Flüchtlingen Hoffnung und Aussicht auf ein neues erfülltes Leben zu geben. Die Grundidee ist phantastisch und scheint auch nach anfänglichen Schwierigkeiten zu funktionieren. Jedoch machen sich von außen schnell Neid, Hass und Missgunst breit, an denen das Projekt zu scheitern droht. Während sich Beide, Neonazis und Refugees zu arrangieren scheinen, können die Politiker schwer über ihren Schatten springen …Die recht lockere Art zu schreiben, macht den Roman zum reinen Lesevergnügen mit einem tollen Lerneffekt. Er macht aber gleichzeitig auch betroffen, dass so viele Unternehmungen zum Thema Flüchtlinge schlichtweg an der Politik und den hiesigen Regeln und Gesetzen scheitern. Für mich ist dieses Buch Pflichtlektüre für alle, die hierzu Entscheidungen fällen, seien sie offizieller oder privater Natur. Hier wird oft vorschnell ge- und verurteilt. Dieses Buch könnte so manchem die Augen öffnen. Von mir bekommt es eine absolute Leseempfehlung. Ein Jeder bilde sich nach gelesener Lektüre seine eigene Meinung.

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    • 2
  • Esperas ist das Esperantowort für Hoffnung, Peter S. Kaspars zeigt einen Weg dorthin

    Der gute Mensch von Assuan

    Antek

    28. December 2017 um 15:06

    „Warum muss dieses reiche Land Steuern aufwenden, um Flüchtlinge am Arbeiten zu hindern?“ ist nur ein Gedanke der dem ägyptischen Geschäftsmann und Milliardär Mansur Ghali nicht mehr aus dem Kopf will, als er bei einem Besuch seines Studienkollegen Roland Hektor in Berlin durch Zufall den aus dem Senegal geflohenen Souliman Traoré und dessen tragische Geschichte kennenlernt. Mansur, der sein Geld in vielen Ländern mit dem Bau weitgehend autarker Städte verdient, beschließt sich auch hier in Deutschland an ein ähnliches Projekt zu wagen. Warum nicht Flüchtlinge in heruntergekommenen Landstrichen ansiedeln, sie dort gemeinsam mit den verbleibenden Ansässigen  ausbilden und so die Grundlage für eine  erfolgreiche Integration schaffen? Mit der nötigen Portokasse sollte das doch möglich sein! Schnell ist auch ein heruntergekommenes Dorf in Mecklenburg-Vorpommern gefunden, doch Asylgesetze, Bürokratiedschungel und die Mitglieder einer ortsansässigen Kameradschaft, die ihre »national befreite Zone« in Gefahr sehen, sind nur einige der zahlreichen Hürden, die hier mit einem ausgeklügelten Plan und zahlreichen Tricks umgangen werden müssen. Fragwürdige Politik, Bürokratiedschungel in der Asylpolitik, Traumata durch die Flucht, wie wird mit Flüchtlingen in anderen Ländern umgegangen, Auseinandersetzungen zwischen Ausländern und Nazis, Abwanderung und Verödung in Gebieten der ehemaligen DDR und eine geniale Idee wie man Flüchtlinge als Chance begreifen und versuchen könnte sie erfolgreich zu integrieren, all das ist in diesem Roman zu finden. Man darf die schrittweise Verwirklichung eines Projekts, in dem ich ganz viel Potential sehe, hier als Leser miterleben. Der lockere Sprachstil, der sich äußerst flüssig liest, und die angenehme Schriftgröße haben dazu beigetragen, dass ich diesen Roman im Nu verschlungen habe. Der Autor spielt zunehmend und äußerst gelungen mit unterschiedlichen Perspektiven, was auch die Spannung, sobald das Projekt den ersten Spatenstich erhalten hat, immer mehr anheizt. Ich habe regelrecht mitgefiebert, dass alles gut ausgehen wird und das nicht nur vor Ort bei „Stupor Mundi“, wie sich das Projekt in Mecklenburg Vorpommern nennt, vom Autor im Übrigen, wie vieles andere, sehr wohlüberlegt ausgewählt. Gut hat mir gefallen, dass ich auch immer wieder schmunzeln konnte. Da sind Van Dickerens Schweine schon mal „olfaktorisch suboptimal“ und er ein „Käselutscher“, wenn er Mansur „Kameltreiber“ nennt. Auch der eine oder andere spitzzüngige Dialog macht die Geschichte zwischendurch immer wieder amüsant.  Gut gefällt mir zudem, dass trotz allem Leid, das Flüchtlinge auf ihrem Weg zu uns ertragen müssen, trotz vieler unschuldiger Toter, trotzdem es Nazi Deppen gibt und auch die Politik sich oftmals selbst im Weg steht, hier  so viel Hoffnung und Menschlichkeit mitschwingt. Obwohl es sich hier klar um einen Roman handelt, kann man als Leser  überdies durchaus viele interessante Informationen, nicht nur bezüglich der Flüchtlingspolitik, für sich mitnehmen. Ich lerne immer gerne nebenbei auch dazu, weshalb auch das für mich sehr für dieses Buch spricht. Der ägyptische Geschäftsmann und Milliardär Mansur Ghali war mir von Anfang an sympathisch. Auch wenn er mal schnell 2,5 Millionen für zwei Schiffe aus der Portokasse zahlen kann und wohl insgeheim schon hofft, dass mit Geld alles zu haben ist, hat er sich nie überheblich verhalten, im Gegenteil eher umsichtig und mit ganz viel Menschlichkeit und Herz. Souliman steht hier für mich ein wenig stellvertretend für viele Flüchtlinge, die unbeschreibliches Leid ertragen mussten aber trotzdem eben noch ganz viel Kraft und Willen haben, für ein besseres Leben auch aktiv zu werden. Er wird Mansur fast zum Sohn, auch meine Gefühle waren dem sehr ähnlich. Mein heimlicher Favorit war irgendwie Friedrich Waske, der dunkelhäutige 1,98m Mann mit seinen 120 kg, in Deutschland geboren und studiert, hat mich immer zum Schmunzeln und Grinsen gebracht. Der redegewandte, weitsichtige Mann wird oft auf den ersten Blick unterschätzt und auf ein „Was du wollen von mir?“ weiß es stets eine passende spitzzüngige Antwort. Meine Antipathien haben vor allem zwei Personen auf sich gezogen. Einerseits  der selbstverliebte niederländischen Großinvestor Joos van Dickeren, der mich zudem noch mit seinem Gewaltpotential erschreckt hat und andererseits der intrigante Politiker Cetin Özgün, der seiner Fraktionskollegin Silke Sperling, die Mansur unterstützt, das Leben schwer macht. Die Heimatkameradschaft zeigt einen Querschnitt der Nazis, unter denen es richtig gewaltbereite gibt, die auch bei Mord nicht mit der Wimper zucken, solchen, die sich nur groß fühlen, wenn sie andere einschüchtern können, aber auch Mitläufern, die eigentlich gar nichts gegen Ausländer, aber eben aus ihrer Sicht keine andere Option haben, als gemeinsam mit den Kumpels zu schimpfen. Auch alle anderen Nebendarsteller sind gelungen gezeichnet, bei der äußerst kompetenten und umsichtigen Lehrerin Indira angefangen, über Miriam, die Ärztin, die auch einmal Tacheles mit Mansur redet, bis hin zu Moussa, der den Nazi Maik zu seinem Freund auserkoren hat. Sicher ist vielleicht bei der Verwirklichung des Projekts in diesem Roman einiges idealistisch gezeichnet. Es gibt Zufälle, mit denen man in der Realität so nicht rechnen kann, und bestimmt ist es in Wirklichkeit noch um einiges schwerer als hier beschrieben. Aber die Idee ist auf jeden Fall klasse und ich würde mir wünschen, dass es die Politik neben allem Wahlkampf schaffen würde, zumindest einmal einen solchen Versuch zu unternehmen. Dass weitgehend autonome Städte, die auf brachliegenden Geländen entstehen, gelingen können, hat ja der ägyptische Unternehmer Samih Sawiris, der auch als Vorbild für Mansur gedient hat, schon mehrfach bewiesen. Denn, „Es ist schlauer Flüchtlinge als Chance zu begreifen, als sie als Last zu betrachten.“Alles in allem ein spannender, kurzweiliger und äußerst lesenswerter Roman für alle, die sich für Flüchtlinge und Asylpolitik auch nur ein bisschen interessieren. Das Buch wird sicher noch ein Weilchen bei mir nachklingen.

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  • Ein sehr wichtiges Buch!!!

    Der gute Mensch von Assuan

    Achtsamkeit

    26. December 2017 um 09:16

    Das Buch ist zwar ein Roman, der übrigens sehr spannend geschrieben ist, aber dazu werden sehr viele realistische Informationen geliefert, bezüglich der Flüchtlingspolitik. Das macht das Buch besonders wichtig und sollte jedem Politiker einmal in die Hand gelegt werden. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der mehr über das Schicksal von Flüchtlingen erfahren will, der an politischen Zusammenhängen interessiert ist, der offen für noch utopische Ideen ist und jedem der ein interessantes, spannendes Buch lesen möchte.

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  • Leserunde zu "Der Drink des Mörders" von Miriam Rademacher

    Der Drink des Mörders

    MiriamR

    Es ist soweit. Der dritte Colin-Duffot-Krimi ist da.  Und wieder laden der Carpathia Verlag und ich alle  Krimifans zu einer Leserunde ein. Die Fälle bauen nicht aufeinander auf, es ist nicht nötig, die ersten beiden Bände gelesen zu haben. Für den dritten Colin-Duffot-Krimi verlosen wir 15 Printexemplare und 15 E- Books unter den Bewerbern. Klappentext: Ein vergifteter Lakritzfabrikant ist ungefähr das Letzte, das sich Colin Duffot für seinen Job als Vertretungstanzlehrer auf einem Kreuzfahrtschiff gewünscht hat. Doch sein Ruf als Hobby-Profiler ist ihm ohnehin schon vorausgeeilt – warum also nicht zum dritten Mal in einem Mordfall ermitteln? Während er die Passagiere des Schiffs innerhalb und außerhalb seiner Tanzstunden ins Visier nimmt, begeben sich seine Mitstreiter, Pfarrer Jasper und Krankenschwester Norma, in der schottischen Heimat des Ermordeten auf Spurensuche.

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