Peter Schaar Das Ende der Privatsphäre

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Inhaltsangabe zu „Das Ende der Privatsphäre“ von Peter Schaar

Ein kritischer Report über ein Thema, das immer brisanter wird Die rasante Entwicklung der Informationstechnologien geht einher mit einem wachsenden Kontrollbedürfnis. Peter Schaar warnt vor der Tendenz, den Einzelnen als Risikofaktor zu betrachten, der beobachtet, registriert und bewertet werden muss. Er skizziert, wie sich demokratische Staaten aus Angst vor Angriffen von außen und vor den eigenen Bürgern zu Überwachungsgesellschaften entwickeln. Ohne unser Wissen werden immer mehr Daten von uns im Internet gesammelt, zu „Profilen“ verarbeitet und zu wirtschaftlichen und Informationszwecken ausgewertet. Passdaten sollen weitergegeben werden, private PCs werden von Geheimdiensten durchsucht. Ein brisantes Gemisch, das unsere Demokratie im Kern bedroht. Peter Schaar ist seit 2003 Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Zusammenfassung sämtlicher Aspekte auf dem indirekten Weg zu Dystopieverwirklichung

— bibliophilist1985
bibliophilist1985

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  • Rezension zu "Das Ende der Privatsphäre" von Peter Schaar

    Das Ende der Privatsphäre
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. October 2009 um 07:03

    Als Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit ist Herr Schaar ein Kenner seines Faches und beschreibt in seinem Buch, wie weit sowohl Politik als auch die Wirtschaft in die Grundrechte des Bürgers eingreifen, wie wir immer stärker in eine Überwachungsgesellschaft abrutschen, Daten über uns gesammelt und immer detailiertere Täter-, bzw. Kundenprofile erstellt werden. Dabei geht er auch auf die gesetzlichen Grundlagen ein, welche diese Entwicklungen erst ermöglichen. Alles in allem ein lesenswertes Buch für jeden, denn Datenschutz geht uns alle an, nur wird dieses Buch vermutlich eh nur von denen gelesen, die sich damit eh schon auskennen. Eher technisch Versierten, die genauer wissen möchten, wie die Überwachung funktioniert und was technisch schon möglich ist, sei jedoch eher "Ausgespäht und abgespeichert" von Ann-Catherine und Thomas Simon ans Herz gelegt.

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  • Rezension zu "Das Ende der Privatsphäre" von Peter Schaar

    Das Ende der Privatsphäre
    Birgit.Pauls

    Birgit.Pauls

    21. June 2009 um 16:10

    Ein gut geschriebenes, wichtiges Buch, das in keinem Bücherregal fehlen sollte.

  • Rezension zu "Das Ende der Privatsphäre" von Peter Schaar

    Das Ende der Privatsphäre
    Jens65

    Jens65

    01. April 2009 um 21:51

    Ich möchte mit einem Zitat aus dem ersten Kapitel des Buches beginnen, der aus meiner Sicht genau ins Schwarze trifft und im November 2006 von einer Vertreterin einer Bürgerrechtsorganisation ( leider nicht namentlich genannt ) während der internationalen Datenschutzkonferenz in London sehr bildlich geäussert wurde: " ... Ein Frosch, den man in einen Kessel sprudelnd heißen Wassers wirft, springt reflexartig sofort wieder hinaus. Setzt man den Frosch hingegen in einen Topf mit kaltem Wasser und erwärmt ihn allmählich, so bleibt er drin. Zunächst mag das sich erwärmende Wasser sogar recht angenehm sein. Wenn das Wasser weiter erhitzt wird, sind seine Kräfte erlahmt. Wenn es den Siedepunkt erreicht hat, ist er tot. " Anschließend stellt sie die Frage , ob es uns auf dem Weg in die Überwachungsgesellschaft nicht ähnlich ergeht wie jenem Frosch... Das Ende der Privatsphäre, so der Titel des Buches mit dem Untertitel : Der Weg in die Überwachungsgesellschaft. Mein Fazit: Ein gutes und wichtiges Buch , doch aus meiner Sicht fehlt ein wichtigs Kriterium, vernünftige, politisch durchsetzbare Lösungen und Alternativen die einem dem Weg zeigen dem Moloch Überwachungsgesellschaft entgegenzutreten. Den Satz " ... ich habe nichts zu verbergen, also ist es mir egal " kann ich nicht mehr hören. Er zeugt von Ignoranz , Interessenlosigkeit und Unverständnis gegenüber der Situation , dass die Privatsphäre jedes Einzelnen mehr und mehr untergraben und ausgehöhlt wird. Ich denke selbst die mediale Aufbereitung der jüngsten Überwachungs - und Abhörskandale ( Lidl, Telekom, Deutsche Bahn) ist nur ein Puzzleteil und von verantwortlicher Stelle durchaus gewollt. Mit Sicherheit sind die vorgenannten Beispiele nur die Spitze des Eisberges und in den kommenden Monaten und Jahren werden noch weitere dieser Skandälchen :-) auftauchen, die die wahren Hintergründe staatlich sanktionierter Aktionen ( wie z.b. Onlinedurchsuchung, Datenvorratspeicherung , biometrische Passdaten, Videoüberwachung, elektronische Mautgebührenerfassung etc. ) nur verschleiern sollen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, je öfter er etwas hört oder sieht nimmt er es irgendwann als gegeben und notwendig hin. Vielen mangelt es an Sensibiltät, die Hintergründe verstehen zu wollen. Ein kleiner Blick über den Tellerrand täte sicherlich ganz gut. Die ausufernde Datensammelwut von Behörden - und Wirtschaftsunternehmen dient sicherlich nicht dazu die Kapazität von Speichermedien zu testen - oder etwa doch ??? Hier sollte sich jeder fragen, was passiert mit meinen privaten Daten, wer hat Zugriff auf diese Datenbanken. Es werden z.b. aufgrund des Kaufverhaltens im Internet - Persönlichkeitsprofile erstellt. Durch die Unterwanderung und Aufweichung des Datenschutzes wird jeder irgendwann und irgendwie angreifbar. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, ein Grundrecht zu wissen, wer welche Daten über mich gespeichert hat und darüber zu bestimmen, wer welche Daten über mich erheben darf, wird unmerklich immer weiter ausgehöhlt. Diese Rechte einzuschränken führt keineswegs zu mehr Schutz vor Kriminalität oder Terrorismus, sondern nur zu mehr Überwachung und Persönlichkeitsverlust. Durch solche Aussagen sollen nur Ängste geschürrt werden, damit diese Überwachungs- und Kontrollmassnahmen als notwendig und sinnvoll erachtet werden. Ängste zu schüren war und ist schon immer ein probates politisches Mittel der Machthaber, dass Volk kleinzuhalten. Die Privatsphäre ist niemandem mehr heilig. Wir sollten als Bürger aber auch als Kunden wieder mehr darauf achten. Nur wer mit offenen Augen durch die Welt geht und sich von solchen Sätzen wie "Ich habe doch nichts zu verbergen, also ist es mir egal" verabschiedet, wird auch erkennen, das wir einem totalitärem Überwachungsstaat Schritt für Schritt näher kommen. Angesichts der rasanten Entwicklung der Informationstechnologie stellt sich die Frage, wie kann die Privatsphäre des Individuums, die den Kern unserer Demokratie bildet weiter gewahrt bleiben. Nicht nur Deutschland ist auf dem besten Wege ein totalitärer Überwachungsstaat zu werden.

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