Auf die 'EXODUS-Verschwörung' von Peter Schattschneider habe ich mich sehr gefreut. Nicht nur das düstere Cover hat mich in seinen Bann gezogen, auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Da ich sowohl Krimis als Science Fiction mag, schien mir dies eine interessante Mischung zu werden.
Das Buch ist super schön gestaltet. Es ist ein edles Hardcover mit Lesebändchen, das gut in der Hand liegt. Innendrin gibt's ein paar Illustrationen und Spielereien zum Beispiel mit den Seitennummern. Mir gefiel das gut, weil es unglaublich passend zum Inhalt war.
Die Geschichte habe ich sehr gerne gelesen. Am Anfang befindet man sich noch auf der Erde mitten in einer Mordermittlung. Da lernt man Kommissar Oliver Storm kennen, der mir sofort sympathisch war. Es war schön mit ihm miträtseln zu können, obwohl das dann schon ziemlich abrupt zu Ende kam. Dafür befanden wir uns urplötzlich an Bord des EXODUS, der zu einem anderen bewohnbaren Planeten unterwegs ist, um da eine Kolonie zu gründen.
Fasziniert haben mir das Leben an Bord, das Zwischenmenschliche und die vielen physischen Details, die eine wichtige Rolle spielten. Man muss aber kein Wissenschaftler sein, um dieses Buch lesen zu können. Alles wird verständlich erklärt, ohne, dass man das Gefühl bekommt mit Wissen überschüttet zu werden, was vor allem an den freundlichen Physiker Jason Nygard lag, der es schafft, Storm Physik so zu erklären, dass er die Wichtigsten Informationen tatsächlich versteht.
An Bord gibt es ein gut organisiertes Leben und alle haben ihre Funktion innerhalb des Schiffes. Trotzdem gibt es offene Fragen und einige Ungereimtheiten, die zu Spannungen und Verschwörungstheorien führen. Auch Storm hat so seine eigenen Gedanken über das Ganze, die durch einige Vorfälle während der Reise nur noch verstärkt wurden.
Ziemlich früh im Buch hatte auch ich meine Theorie, die dann am Ende genauso bestätigt wurde. Man könnte es ein wenig vorhersehbar nennen, obwohl mich das nicht gestört hat. Im Gegenteil: es blieb spannend, weil ich schon eine Ahnung hatte, was los war, aber nicht wusste, wie es dann schlussendlich ausgehen würde. Würden sie den bewohnbaren Planeten erreichen? Und was danach? Es war ein richtig tolles Gedankenspiel, aber hat auch gezeigt, wie skrupellos manche Menschen sind.
Insgesamt ein spannende, lehrreiche und gut geschriebene Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Es gibt unglaublich viel, worüber man nachdenken kann, sympathische Protagonisten und man bekommt einen tiefen Einblick in das Leben an Bord eines Sternenschiffs. Meiner Meinung empfehlenswert!








