Peter Schmidt Ein Kaktus zum Valentinstag: Ein Autist und die Liebe

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Inhaltsangabe zu „Ein Kaktus zum Valentinstag: Ein Autist und die Liebe“ von Peter Schmidt

Am liebsten betrachtet er Menschen von hinten, weil Hosennähte interessanter sind als Gesichter. Und seine Frau würde er auf der Straße vermutlich nicht erkennen. Denn Peter Schmidt ist Autist. Eine unsichtbare Mauer trennt ihn von seinen Mitmenschen. Er kann sich nicht in andere einfühlen und ihre Mimik nicht deuten. Smalltalk ist für ihn ein Balanceakt zwischen den Fettnäpfchen. All das macht ihn nicht gerade zum Traumprinzen, dem die Herzen der Frauen zufliegen. Dennoch ist er heute ein glücklich verheirateter Familienvater. Wie er die Herausforderung der Liebe trotz vieler Hindernisse und Umwege gemeistert hat, davon erzählt er in seiner ungewöhnlichen Autobiografie. Es ist ein Sprachkunstwerk eines sympathischen Außenseiters und ein Plädoyer für die Vielfalt des Seins.

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  • Ich hatte ab einem Pkt schon schlechte Laune, wenn ich das Buch nur gesehen habe.

    Ein Kaktus zum Valentinstag: Ein Autist und die Liebe
    Daniel89

    Daniel89

    20. March 2016 um 00:35

    Ein Kaktus zum Valentinstag lebt von der Sympathie, die man der Hauptfigur entgegen bringt. Leider fand ich ihn gar nicht sympathisch, nicht nur ihn, sondern fast alle Figuren in dem Buch sind mir zu tiefst unsympathisch. Viele seiner zwischenmenschlichen Entscheidungen oder Verhaltensweisen werden überhaupt nicht hinterfragt und suggeriert es ist z. B. Normal sich bei den Eltern seiner Freundin über deren Kind zu beschweren. Andere wie das Trauern um eine geliebte Person werden als etwas unnatürliches dargestellt. Auch sein Denken ist alles andere als stimmig. Er hält sich für sehr tolerant aber einige seiner Ansichten sind; -Homosexualität ist eine bewusste Entscheidung. -Die Frau ist für die Kinder und den Haushalt verantwortlich, der Mann für die Arbeit und das Geld. ... Alles in allem fand ich den Hauptcharakter sehr anstrengend und es hat mich direkt geärgert, dass keiner seine Ansichten mal kritisch beleuchtet hat oder infrage gestellt hat. Ich habe mich trotz des relativ dünnen Buches durchgequält und würde es eigentlich niemanden emfehlen.

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  • Wie ein Mensch mit Asperger-Syndrom das Leben sieht

    Ein Kaktus zum Valentinstag: Ein Autist und die Liebe
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    31. August 2013 um 21:44

    Mittlerweile gibt es einige Bücher zum Thema Autismus. Das Thema ist spätestens seit dem Film "Rain Man" auch unter Laien bekannt und im Gespräch. Peter Schmidt, der Autor des Buches, weiß lange nicht, dass er das Asperger-Syndrom, eine Form des Autismus, hat. Und genau das macht das Buch spannend. Er beschreibt, wie er die Welt wahrnimmt und wie er versucht ein normales Leben zu führen.  Von seinen Mitmenschen wird er als gefühlskalt wahrgenommen. Das "menschliche" würde ihm fehlen. Und auch er selber fragt sich, was ihn von anderen Menschen unterscheidet... Das Buch beginnt, als Peter Schmidt sein Abitur abgeschlossen hat: Studentenzeit und die Suche nach einer passenden Frau füllen die erste Hälfte des Buches. Auf einer Punkteskala von 0-15 Punkten führt er verschiedene Tests mit den Frauen durch, zum Beispiel, ob die offen und ehrlich sind, aber auch, ob sie tropentauglich sind. Flirten fällt ihm sehr schwer, da er keine Mimik deuten und keine Gesichter erkennen kann. Statt Rosen verschenkt er seine Lieblingsblume, einen Kaktus, zum Valentinstag.  Im zweiten Teil des Buches geht es um sein Familienleben. Immer, wenn eine Frau erwähnt wurde, habe ich mich gefragt, ob das die Frau wird, die er später heiraten wird. Denn das er heiratet, lässt sich an den Fotos von seiner Familie und ihm in der Mitte des Buches erkennen. Sehr gut gefallen hat es mir, dass das Buch nicht wie eine Biographie seine ganze Kindheitsgeschichte erzählt. Der Autor erinnert sich manchmal an Begebenheiten zurück, aber nur, um wichtige Gedanken zu untermauern. Der Erzählstil ist sehr unterhaltsam. Zum einen, weil die Sichtweise eines Menschen mit Asperger-Syndrom uns oft ein Rätzel ist und vielen verborgen bleibt, zum anderen, weil Peter Schmidt seine eigene Sprache hat und eigene Bilder verwendet (z.B. Gesichtsregen für das Weinen). Das Lesen des Buches lohnt sich. Es ist manchmal lustig, manchmal traurig und vor allem sehr interessant.

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