Peter Schneider

 3,8 Sterne bei 73 Bewertungen
Autor von Die Lieben meiner Mutter, Lenz und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Peter Schneider

Unermüdlich politisch engagiert: Peter Schneider wurde 1940 in Lübeck geboren und ist der Sohn eines Dirigenten und Komponisten. Er studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Freiburg und München und ist seit jeher wortführend in der Politik. So schrieb er 1965 für das Wahlkampfteam von Willy Brandt Reden, engagierte sich bei der Berliner Studentenbewegung in den Sechzigerjahren und mobilisierte Kräfte für den Aufbau einer proletarischen Linkspartei. Aufgrund seines politischen Engagements wurde im zunächst das angestrebte Referendariat verwehrt, was jedoch später zurückgenommen wurde.

Als freier Schriftsteller schrieb er bereits zahlreiche Erzählungen, Romane, Drehbücher, Reportagen und Essays. Er ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und wurde 2009 mit dem Schubart-Literaturpreis ausgezeichnet. Als Gastdozent lehrte er an der Stanford University und der Princeton University und lehrt seit 1996 als Writer in Residence an der Georgetown University in Washington.

Neue Bücher

Cover des Buches Das schlimmste Geräusch ist die Stille (ISBN: 9783947233526)

Das schlimmste Geräusch ist die Stille

Neu erschienen am 29.04.2021 als Buch bei Scholastika-Verlag.

Alle Bücher von Peter Schneider

Cover des Buches Die Lieben meiner Mutter (ISBN: 9783462045147)

Die Lieben meiner Mutter

 (17)
Erschienen am 16.05.2013
Cover des Buches Lenz (ISBN: 9783462039887)

Lenz

 (10)
Erschienen am 25.02.2008
Cover des Buches Rebellion und Wahn (ISBN: 9783462039764)

Rebellion und Wahn

 (9)
Erschienen am 26.02.2008
Cover des Buches Peter Schneider, wie wird eine Ehe schön? (ISBN: 9783037631003)

Peter Schneider, wie wird eine Ehe schön?

 (9)
Erschienen am 24.09.2018
Cover des Buches Vivaldi und seine Töchter (ISBN: 9783462052299)

Vivaldi und seine Töchter

 (4)
Erschienen am 07.11.2019
Cover des Buches Paarungen (ISBN: 9783499134937)

Paarungen

 (4)
Erschienen am 01.01.1994
Cover des Buches Die Wette und andere Erzählungen (ISBN: 9783880221864)

Die Wette und andere Erzählungen

 (2)
Erschienen am 01.05.1988

Neue Rezensionen zu Peter Schneider

Cover des Buches Normal, gestört, verrückt (ISBN: 9783608400311)sabatayn76s avatar

Rezension zu "Normal, gestört, verrückt" von Peter Schneider

‚Neue Diagnosen, wie das ‚psychosis risk syndrome‘ [...]'
sabatayn76vor einem Monat

‚Neue Diagnosen, wie das ‚psychosis risk syndrome‘, mit dem das erhöhte Risiko von Jugendlichen diagnostiziert wird, an einer Psychose zu erkranken, oder die Diagnostizierbarkeit einer Depression bereits zwei Wochen nach dem Verlust eines geliebten Menschen erweitern - so die Kritik - die Möglichkeiten der Pharmaindustrie, nicht nur die wehrlosen Patienten in den psychiatrischen Kliniken mit Pillen vollzustopfen, sondern auch eigentlich völlig Gesunde.‘

Peter Schneider beantwortet in ‚Normal, gestört, verrückt‘ die Fragen, worauf sich psychiatrische Diagnosen beziehen, warum sie sich über die Jahre hinweg oft so stark verändern, wie Psychotherapie, Hypothesen über Ursachen von psychischen Störungen, veränderte soziale Bedingungen etc. auf die Systematik von Diagnosen einwirken.

Schneider erzählt unter anderem von Biomarkern und klinischen Diagnosen, DSM-5 und Normalität, Mill‘scher Krankheit und Modediagnosen, Wahn und Spiritualität, Burnout und Depression, Eugen Bleuler und Schizophrenie, Lobotomie und Elektrokonvulsionstherapie, Suchterkrankungen und Rückfälle, Ödipus und Psychoanalyse, LGBT und Konversionstherapie, kosmetischer und rekonstruktiver Chirurgie, ADHS und Ritalin, komplizierter Trauer und Verbitterungsstörung, Placebos und Psychopharmaka, Deinstitutionalisierung und Autismus-Spektrum-Störung.

Ich bin schon seit sehr vielen Jahren in der Psychiatrie tätig und habe mich intensiv mit dem Thema Psychiatrie beschäftigt. Ich habe trotz meiner bereits tiefen Einblicke ins Thema durch Schneiders Buch dazugelernt und Neues erfahren.

Einige Kapitel fand ich etwas zu theoretisch und trocken, dadurch weniger fesselnd und zu langatmig, den Großteil des Buches fand ich aber sehr gelungen, obwohl Psychoanalyse sehr häufig Thema ist und ich verhaltenstherapeutisch arbeite.

Alles in allem hat mir das Buch spannende und hilfreiche Impulse gegeben, so dass ich es allen empfehlen kann, die sich näher mit den Themen Psychiatrie und psychiatrischen Diagnosen beschäftigen möchten.

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Cover des Buches Vivaldi und seine Töchter (ISBN: 9783462052299)Ariettas avatar

Rezension zu "Vivaldi und seine Töchter" von Peter Schneider

Ein Leben voller Höhen und Tiefen.
Ariettavor 2 Jahren

Vivaldi und seine Töchter 


Inhaltsangabe: Quelle Kiwi Verlag 




Vivaldis unerhörte Geschichte.




Zu Lebzeiten war er eine Berühmtheit, heute zählen seine Kompositionen zu den meistgespielten weltweit. In der Zwischenzeit aber war Antonio Vivaldis Werk bis zu seiner Wiederentdeckung vor 100 Jahren komplett vergessen. In diesem virtuosen Roman erzählt Peter Schneider die Geschichte des musikalischen Visionärs und begnadeten Lehrers.




Peter Schneider begibt sich auf die Spur des geweihten Priesters und Musikers im barocken Venedig. Und was er dabei entdeckt, ist ein nahezu unbekanntes Werk des Maestros: Sein ganzes Leben lang hat der »prete rosso« an einem Waisenhaus gearbeitet und mit den musikalisch begabten Mädchen das erste Frauenorchester Europas gegründet. Für sie schrieb er einen großen Teil seiner Konzerte, mit ihnen brachte er sie zur Aufführung.Peter Schneider zeigt sich als umsichtiger Erzähler, der der Versuchung der Fiktion nie ganz erliegt, sondern immer wieder fragend bleibt und seine Recherche miterzählt. »Vivaldi und seine Töchter« porträtiert den Komponisten als Mann seiner Zeit, der sich gegen die Verdächtigungen der Kirche, aber auch gegen seine eigenen Versuchungen zu behaupten hat. Seine »amicizia« mit der jungen Sängerin Anna Girò wird zum Stein des Anstoßes und zur Quelle seiner Inspiration. Er hat Fiktives mit wahrem hervorragend verbunden.




Meine Meinung zum Autor und Buch:


Es ist mein erstes Buch von Peter Schneider, das ich von im Lese, das Thema Vivaldi hat mich sehr neugierig gemacht, ein Großer und begnadeter Komponist, dessen Musik ich liebe aber wenn über ihn wusste. Ich finde er hat ihm mit diesem Buch ein Denkmal gesetzt. Es ist in Wirklichkeit kein Roman, eher eine Biografie, das der Geschichte keinen Abbruch tut. Sein Schreibstil ist spannend, sehr Bildhaft und alles ist hervorragend recherchiert. Zu verdanken haben wir das Buch dem Kameramann Michael Ballhaus, der dem Autor den ersten Anstoß gab. Ein Buch das mir hervorragend gefallen hat, und mir Vivaldi näher gebracht hat, er gewährt uns tiefe Einblicke in das Leben von ihm, seiner Familie, Venedig und der damaligen Zeit.


Es war wunderschön mit Antonio Vivaldi zusammen durch die Lagunenstadt Venedig zu spazieren, ich liebe diese Stadt. Ich erfahre hier zum ersten mal, das er ein Priester war, und das erste  Mädchenorchester in Europa gegründet hatte. Er führte wahrlich kein leichtes Leben, wurde Angefeindet auch von der Kirche, ich denke es war der Pure Neid. Besonders mit seinem weiblichen Schützling „ Anna Giro „ einer begnadeten Sängerin, erregte er Missmut in der Katholischen Kirche. Sie ist nun mal seine Muse und Inspiration, was man alles über die beiden munkelt und ob es wahr ist, erfahren wir vielleicht beim Lesen.


Besuchen das Opernhaus in Venedig und erleben, Intrigen, Korruption die es damals wie heute gab. Feiern mit ihm seine Erfolge und Misserfolge, ein Leben voller Höhen und Tiefen.

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Cover des Buches Vivaldi und seine Töchter (ISBN: 9783462052299)Claris avatar

Rezension zu "Vivaldi und seine Töchter" von Peter Schneider

Ein Musikerleben zur. Zeit des Barock in Venedig
Clarivor 2 Jahren

Eingerahmt von der Freundschaft zu dem außergewöhnlichen Kameramann Michael Ballhaus erzählt uns Peter Schneider die Geschichte von Antonio Vivaldi. 


Angeregt durch seinen Freund hat er sich auf die Spuren dieses hoch geschätzten und beliebten Komponisten begeben, um sich mit seiner Zeit, seiner Musik und seinem Leben auseinanderzusetzen.




P. Schneider eröffnet uns das Panorama Venedigs zum Ende des 17. und Beginn des 18. Jahrhunderts.




Antonio Vivaldi (1678 -1741) war Zeitgenosse Johann Sebastian Bach. Seiner roten Haare wegen wurde er „prete rosso“ genannt, denn er war Priester der römisch-katholischen Kirche. Er war einer der meist gehörten Komponisten, Violinisten und Musiker des Barock zu seiner Zeit in Italien.




In Venedig, dieser wunderschönen Stadt, lebte er und wurde von seiner Mutter schon in jungen Jahren zum Priester ausersehen. Die Eltern waren arm und hatten viele Kinder. Das Priestertum versprach regelmäßige Einkünfte, mit denen Antonio Vivaldi seine Familie unterstützen konnte.




Doch früh schon liebte er die Musik und geriet als Lehrer an ein Waisenhaus. Die Schüler, in der Mehrzahl Mädchen, wurden von ihm in Musik unterrichtet. Er gab jeder/ jedem ein Instrument. Aus diesen zahlreichen Musikanten bildete er das erste Frauenorchester Europas. Hier konnte er seine vielseitigen Kompositionen zur Aufführung bringen. Natürlich musste und wollte er sein Priesteramt ruhen lassen, was nicht immer zur Zufriedenheit der hohen Geistlichkeit geschah.




In Venedig bildete das bunte Treiben in den Gassen, die Gondolieri und die Kirchen mit ihren geistlichen Oberhäuptern in der Beschreibung des Autors ein eindrucksvolles Bild, das man lebhaft vor Augen zu haben meint.




In intensiven Forschungen führt uns Peter Schneider das Leben Vivaldis teilweise fiktiv und teilweise historisch vor.




Die Armut, die Musik und das Geld sind die Triebfedern von Vivaldis Handeln. Er schäumt über vor musikalischer Begeisterung, und komponiert ein Konzert und eine Oper nach der anderen. Das Ränkespiel um Posten, Ansehen und immer wieder die Geistlichkeit mit ihrer weitreichenden gebieterischen Macht bestimmten in großen Teilen das Leben der Armen und Abhängigen. Sich zwischen diesen Mächten, unter ihrer Korruption und dekadenten Lebensweise einen Weg zu bahnen, der ihn komponieren, musizieren und überleben lässt, ist das Wunder, das Vivaldi fertigbringt. Er wird berühmt, reist durch Europa und genießt hohes Ansehen.




Am Ende seines Weges aber ist er alt, arm und aus dem Land seiner Väter verstrieben. In Wien, seinem letzten Fluchtort, bekommt er wie so viele Musiker vor und nach ihm ein Armenbegräbnis.




Das Buch nennt sich zwar Roman, gleicht aber in weiten Teilen einer historischen Biographie. Zahlreiche regierende Häupter sind genannt, Komponisten und ihre musikalischen Entwicklungen werden erläutert, Finanzgebaren und Lebensweisen aufgeführt, so dass man sich in die Zeit zurückversetzen kann, um sich eine Vorstellung zu machen, wie Leben damals war.




Dass Vivaldi erst etwa Mitte des vergangenen Jahrhunderts wiederentdeckt wurde, hat der Musikwelt neue Türen zur Barockmusik geöffnet.




Peter Schneider gebührt Anerkennung für diese so gut recherchierten Erinnerungen an einen Mann, der mit seinem vielseitigen Werk der Musikwelt zur Freude gereicht!

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