Peter Schneider Club der Unentwegten

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Inhaltsangabe zu „Club der Unentwegten“ von Peter Schneider

Für Roland, Privatgelehrter mit Forschungsstipendium an der NYU, ist die Sache mit den Frauen eigentlich kein Thema mehr. Doch als er bei einer Trauerfeier in Manhattan der deutlich jüngeren Leyla begegnet, sieht plötzlich alles ganz anders aus. Leyla bringt Roland dazu, sich in eine Beziehung zu werfen, die ein enormes Glückspotenzial besitzt, aber auch in unlösbare Konflikte führt. Während er zwischen seinem New Yorker Appartement und seinen Lehrverpflichtungen in Berlin hin- und herpendelt, hat er genügend Zeit, Leyla zu vermissen und seine Prinzipien infrage zu stellen. So entsteht ein Beziehungspanorama, das äußerst überraschend, sehr lehrreich und extrem unterhaltsam ist. Peter Schneider fasst eines der ganz großen Themen der Literatur, die wechselvollen Verhältnisse zwischen Männern und Frauen, in eine moderne Liebesgeschichte. Um sie herum ereignen sich weitere Liebesabenteuer und -katastrophen, von denen sich Roland und seine Freunde in ihrem »Club der Unentwegten« erzählen. Faszinierende Geschichten darüber, was Männer und Frauen miteinander erleben, wenn sie sich aufeinander einlassen.

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  • Genaue psychologische Schilderung

    Club der Unentwegten
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    07. June 2017 um 11:55

    Genaue psychologische Schilderung„Es war vorbei. Er lebte längst in einer anderen Zeit – jenseits des Wunsches auf ein letztes Reiseabenteuer…..jenseits der Hoffnung auf eine unerhörte Begegnung mit dem anderen Geschlecht, jenseits alter Leidenschaften“.Zunächst also gehört jener Akademiker, der in New York einen Lehrauftrag wahrnimmt und in Berlin daher, mit kleinen Abstrichen, beurlaubt ist, keineswegs irgendeinem „Club der Unentwegten“ an. Eher im Gegenteil, Was sich ändern wird.Denn der alternde Mann lernt eine rassige, deutlich jüngere Frau kennen, die überaus unkompliziert eine Affäre mit ihm beginnt.An deren Rande Peter Schneider aber nicht nur die inneren Abläufe in Roland, dem Akademiker und in der Beziehung sorgfältig filetiert dem Leser vor Augen führt, sondern wie nebenbei einiges vom modernen Wahnsinn des Lebens auf den Punkt schildert.Und das nicht nur in Bezug auf die Tennisplätze vor dem Fenster der New Yorker Bleibe des Dozenten und nicht nur im Blick auf die Größe von Wohnraum in dieser Stadt in Relation zum Mietpreis.Dennoch, diese Leidenschaft jener alternden Männer, die in ihrer Jugend die „Wilde Freiheit“ internalisiert haben, die einerseits zwar mit deutlichen körperlichen Zeichen des Alterns sich konfrontiert sehen, die aber letztendlich immer noch, wenn auch vermeintlich mit Skrupeln und widerstrebend, den „Jungbrunnen“ einer attraktiven Frau in den Mittelpunkt setzten (wenn sich die Gelegenheit ergibt), der geht Peter Schneider (der altersgemäß selber zu diesem „Club“ gehört) mit feiner Sprache und genauer Beobachtungsgabe lesenswert nach.Und das bei Weitem nicht im Sinne eines reinen Stereotyps „alter Mann – junge Frau“ im rein erotischen Sinne oder als „Schmuckstück“, sondern Schneider vollzieht die innere Hoffnung, das langsam wieder ineinander greifen eingerosteter Zahnräder in Richtung einer „Verschmelzung“, einer ersehnten „seelischen Symbiose“ nach, die teils abschreckend, teils anrührend im Buch ihren Platz findet.Was im Gesamten gesehen als Thema nicht unbedingt viel Neues hergibt, was zwar anregend und mit leichter Hand erzählt und so gelesen werden kann, letztlich aber nicht genügend Zugkraft in sich trägt, den Leser wirklich zu bannen.Denn so ganz nimmt man den älteren Herren im Buh diese jugendliche ´Frische in Liebesdingen nicht ab und vermisst ein wenig auch die „Weisheit des Alters“, die eigentlich mit Genuss, aber ohne ständige Überhöhungen solche „Geschenke der Leidenschaft“ hinnehmen sollte. Und gut wäre es.Anregend verfasst, sprachlich nuanciert, vom Thema her nicht von Anfang bis Ende fesselnd bietet der Roman dennoch einen guten Einblick in „merkwürdige“ Seiten des „modernen Alterns“ von Männern einer konkreten Generation. 

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