Peter Schneider Die Lieben meiner Mutter

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Inhaltsangabe zu „Die Lieben meiner Mutter“ von Peter Schneider

Jahrzehntelang haben ihre Briefe aus der Kriegs- und Nachkriegszeit ungelesen im Schrank gelegen. Als Peter Schneider sich endlich entschließt, die in Sütterlin geschriebenen Briefe seiner Mutter transkribieren zu lassen, stößt er auf eine unglaubliche Geschichte - eine offene Dreiecksbeziehung. Eine aufwühlende Recherche beginnt. Peter Schneiders Erinnerungen an die Jahre, die er mit seiner Mutter und seinen Geschwistern nach der Flucht im bayrischen Dorf Grainau unterhalb der Zugspitze verbrachte, sind noch sehr lebendig - aber sie kreisen um jemand anderen. Willy, der sieben Jahre ältere Jugendliche, schlug Peter und seine Schwester in seinen Bann, weil er ihnen etwas Großes versprach: Dank seines guten Drahts zum Erzengel Michael würde er sie das Fliegen lehren. Während die Geschwister den Erzengel mit Geld und gestohlenen Naturalien aus dem Vorrat der Mutter gnädig zu stimmen versuchten, bewegte sich ihre Mutter in ganz anderen Sphären. In ihren Gedanken und ihren Briefen war sie beim fernen Ehemann, einem Komponisten und Dirigenten - und bei ihrem Geliebten, einem bekannten deutschen Opernregisseur, der in den Nachkriegsjahren mit aufsehenerregenden Inszenierungen Furore machte. Aus ihren Briefen und seinen Erinnerungen rekonstruiert Peter Schneider seine Kindheit und entwirft das vielschichtige Porträt einer faszinierenden Frau, die ohne Rücksicht auf die Konventionen der Zeit ihren Leidenschaften folgte und viel zu früh starb.

Die Rekonstruktion des Lebens der Mutter und der eigenen Kindheit. Obwohl es autobiographisch ist, liest es sich wie ein Roman. Lesenswert!

— hannipalanni

Hat mich sehr berührt! Eines der besten Bücher der letzten Zeit.

— franzvonfeld

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  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 755
  • Lieben einer Mutter

    Die Lieben meiner Mutter

    bookie2010

    16. September 2013 um 22:15

    Peter Schneider entdeckt bündelweise Briefe seiner Mutter. In der alten deutschen Schrift, die er nur mit Mühe entschlüsseln kann. Mit Hilfe einer Freundin gelingt es ihm, die Inhalte der Briefe zu entschlüsseln. Seine Mutter hat in geradezu unverfrorener Offenheit neben seinem Vater weitere Geliebte gehabt. Einer ist dabei, dem sie bedingungslos ihr Herz schenkt, in Briefen vertraut sie sich ihrem Mann an. Neben dieser Liebesgeschichte liefert dieses Buch auch ein anrührendes Stück Zeitgeschichte. Eine junge Frau flüchtet während des zweiten Weltkriegs mit ihren vier kleinen Kindern aus Königsberg in den Westen ins bayrische Grainau. Währenddessen kämpfen ihr Ehemann und ihr Geliebter an der Front. Ein lesenswertes Buch, in das ich mich stilistisch anfangs erst einlesen musste. Gerne empfehle ich es weiter.

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  • Leserunde zu "Letzte Ernte" von Tom Hillenbrand

    Letzte Ernte

    DieBuchkolumnistin

    Lange mussten wir darauf warten - endlich wieder ein Lesechallenge-Buch rund ums Essen. Wir präsentieren Euch im Juli Tom Hillenbrand mit "Letzte Ernte" - dem inzwischen schon dritten kulinarischen Krimi rund um Ermittler Xavier Kieffer: Ein Glas Wein, Rieslingspastete und danach ein Stück Quetschetaart mit Sahne – auf der Luxemburger Sommerkirmes lassen es sich der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer und seine Freundin, die Gastrokritikerin Valerie Gabin, richtig gut gehen. Doch in einem Bierzelt drückt ihm ein Fremder plötzlich eine Magnetkarte in die Hand und verschwindet. Am nächsten Morgen wird der Mann unter der Roten Brücke tot aufgefunden. Warum hat er Kieffer diese Karte gegeben? Was hat es mit den Computercodes darauf auf sich? Und warum sind plötzlich so viele Leute hinter ihm her? Der Luxemburger Koch steht plötzlich im Zentrum einer Verschwörung und erkennt, dass seine Freundin in höchster Gefahr schwebt. Leseprobe Über den Autor Tom Hillenbrand:Tom Hillenbrand wurde 1972 geboren, studierte Europapolitik, volontierte an der Holtzbrinck-Journalistenschule und war Ressortleiter bei Spiegel Online. Der begeisterte Hobbykoch und Foodie verliebte sich während eines mehrmonatigen Luxemburger EU-Praktikums in das Großherzogtum. Seine ersten beiden Kriminalromane standen monatelang auf Platz eins der Luxemburger Bestsellerliste. Zuletzt veröffentlichte er unter dem Namen Tom König das Sachbuch: »Ich bin ein Kunde, holt mich hier raus. Irrwitziges aus der Servicewelt«. Tom Hillenbrand lebt und isst und genießt in München. Zusammen mit dem Verlag Kiepenheuer & Witsch vergeben wir 50 Leseexemplare, für die Ihr Euch bis einschliesslich 07. Juli 2013 hier mit einem Kommentar bewerben könnt. Teilnehmen kann bei der Challenge aber jeder, wenn er denn das Buch oder Ebook hat. Jede Woche warten neue, spannende Aufgaben zum Buch auf Dich und wer am Ende des Monats am meisten Punkte hat, der erhält einen KOBO GLO E-Reader. Die weiteren neun Plätze erwartet ein spannendes Buchpaket von Kiepenheuer & Witsch! Auf die Challenge, fertig, los!!! Hier liest Tom aus seinem Erstling "Teufelsfrucht": 

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    • 1755
  • Später Versuch an eine Annäherung an die früh verstorbene Mutter

    Die Lieben meiner Mutter

    UteSeiberth

    29. July 2013 um 16:40

    Diese späte Erinnerung Peter Schneiders an seine Mutter und an seine Kindheit nach der Flucht nach Bayern hat mich sehr angesprochen!Der Anlass zu diesen biographischen Buch waren die ungelesenen Briefe der Mutter,die Schneider jahrelang mit sich herumgetragen hatte.Er hatte sie früher nicht gelesen weil er die damalige Sütterlin-Schrift nicht entziffern konnte und dabei erst Hilfe brauchte. Danach fallen ihm viele Situationen ein die er mit Mutter und 3 Geschwistern in Grainau in Bayern erlebt hatte.Die Mutter, die als "höhere Tochter" offenbar in Königsberg geboren wurde und einen vom Vater nicht akzeptierten  Mann geheiratet hatte, wurde von den Kriegs- und Nachkriegswirren aus ihrer ursprünglichen Lebensplanung gerissen.Sie musste in  dieser harten Nachkriegszeit sich mit 4 Kindern von Königsberg bis nach Grainau in Bayern durchschlagen und versuchen ,in dieser schlechten Zeit sich und die Kinder durchzubringen.Sie hat auf der Flucht Unglaubliches geleistet, hadert aber gleichzeitig mit dieser Situation, weil sie sich etwas anderes gewünscht hätte.In dieser frustrierenden Situation versucht sie mindestens zwei Liebesbeziehungen nebeneinander aufrecht zu erhalten,die mit Oper und klassischer Musik zu tun hatten.Vor ihrem bewunderswerten Mann hatte sie keinerlei Geheimnisse,sie informierte ihn über ihre Liebesverhätnisse,die ihren Wunschträumen in den schlechten Zeiten nahe kamen und sie durchhalten ließen.Sie scheint eine rücksichtslos ehrliche Frau gewesen zu sein die ihren Frust oft auch an den Kindern abreagiert hat.In diesem Punkt ist sie mir überhaupt nicht sympathisch, kann aber ihre Flucht in diese Wunschträume zum Teil verstehen und das versucht Peter Schneider auch.Ich finde , das ist ihm sehr gut gelungen ohne die Mutter anzuprangern und zu verurteilen.Das rechne ich ihm hoch an!

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  • Von der möglichen Tiefe der Gefühle

    Die Lieben meiner Mutter

    michael_lehmann-pape

    07. June 2013 um 13:26

      Das ist schon eine ganz besondere Person, die Peter Schneider Schritt für Schritt nach langer Anlaufzeit in seinem Leben entdeckt. Ein mühsames Entdecken schon in der Form (Sütterli kann er kaum lesen), aber auch in dem, was sich da vor seinen Augen offenbart.   Die eigene Mutter als leidenschaftlich Liebende zu entdecken (und das nicht nur in Bezug auf den Vater....), eine ungeschützte Tiefe der Gefühle zu lesen und, durchaus, auch vor der Erotik nicht die Augen verschließen zu können. Jeder kann sicherlich nachvollziehen, dass dies ein befremdender Vorgang ist, ein mit starken Emotionen einher kommendes Erleben.   Eltern, gerade die Mutter, das sind doch in den Augen der Kinder fast geschlechtsneutrale Wesen. Mütter eben, nicht Geliebte im erotischen Sinn, nicht leidenschaftlich „Verfallene“. Eine leidenschaftlich Verfallene dann auch anderen Männern gegenüber und sogar nicht nur „einem Fehltritt“ ausgeliefert (denn man mit Mühe verstehen könnte)? Immer wieder zeigt Peter Schneider im buch seine eigene, innere Reibung mit jenem Bilder der Mutter, die „ganz und gar für die Kinder lebte“. Die Mutter, die er bis dato eben kannte.   Schon das ist etwas Besonders, dieses Trauen und Wagen der Mutter. Eine Frau, die Liebe und Leidenschaft an sich in sich trägt, Emotionen, die sich entzünden dann an dem ein oder anderen konkreten Mann neben dem eigenen Ehemann. Die sich selbst wagt. Unverholen.   Und das zu einer Zeit, die in ihren moralischen Ansprächen und Standards nichts mit einem liberalen Leben der Gegenwart zu tun hatte. Die harten Auseinadersetzungen mit der Schwiegermutter und das, ohne sich zu verleugnen, ohne zu verschweigen, erhobenen Hauptes, das zeugt von Mut. Wie auch andere Zeilen der Briefe aufzeigen, dass es hier um „die Natur“ der Mutter ging, nicht um eine willentliche Böswilligkeit oder reine Egomanie. Es geht um „Blitzschläge der Liebe“, wie Peter Schneider es benennt.   „Manchmal, wenn ich versuche, nüchtern zu sein, begreife ich nichts mehr. Aber ich kann nicht nüchtern sein. Hinter allen dunklen Fragen....... steht eben immer unerschüttert mein Glaube daran, dass  dies nicht alles umsonst ist“. Dass diese Lieben und Leidenschaften das Leben selbst sind.   So intensiv lebt die Mutter Peter Schneiders ihre Lieben, dass sie sich völlig hingibt, dass sie „ihr Leben in Deine Hand“ gibt. Und das alles  im Übrigen auch in härtesten Zeiten, im Krieg, auf der Flucht. Eine unglaubliche Energie ist es auch dem Leben an sich gegenüber, die aus den Zeilen des Buches, den Briefen, den eigenen Erinnerungen Peter Schneiders an die eigene Kindheit heraus im Buch deutlich wird. Eine Energie und Kraft, die sich eben auch (und vor allem) immer wieder ungeschützt in die Liebe wirft, so sie den Weg kreuzt. Ohne sich Konventionen, Widerstand, Missmut anderer dabei unterzuordnen. Die aber auch den Widrigkeiten und Härten des Lebens sich entgegenstellt.   Und das alles gelingt der Mutter zudem noch, in einer bewegenden, tiefen, die eigenen Gefühle auf den Punkt und im ungeschützten Moment der Leidenschaft auszudrücken.   So erschließt sich dem Leser allein bei der Lektüre der Briefe eine intensive Ahnung, davon, was Liebe sein kann, wie tief Leidenschaften reichen und wie bereichernd das alles für ein leben sein kann. Ein Leben, dass den Mut zur persönlichen Freiheit braucht, damals übrigens wie heute, um solche Intensitäten zuzulassen.   Das Peter Schneider selbst da hin- und hergerissen sich wiederfindet, dass dies für ihn als Sohn, der nur mehr kindliche Erinnerungen an die früh verstorbene Mutter in sich trägt wirklich ein schwerer Angang ist, auch das liest sich ungeschminkt aus dem Buch heraus.   „Dem Sohn, dem verspäteten Leser, sträuben sich die Haare. Er möchte seiner Mutter ins Wort fallen. Stopp. Streiche diesen Satz. Wie soll diese Liebe gut gehen. Du lieferst Dich diesem Liebaber, diesem Götterliebling, wie Du ihn nennst, mit Haut und Haaren aus, du bettelst ihn an, du kniest vor ihm“.   Ein faszinierendes Zeugnis einer faszinierenden Frau, eine Ode an die leidenschaftliche Liebe mit „Haut und Haaren“, den Mut immer wieder zu eigenen, starken und stärksten Gefühlen und ein Blick auf den Sohn, der dies alles zu verarbeiten hat. Ein bewegendes Buch.

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  • Krieg und Liebessehnsucht. Eine Familienstudie

    Die Lieben meiner Mutter

    Clari

    04. May 2013 um 14:59

    Peter Schneider geht weit zurück in seinen hier vor liegenden Erinnerungen. Er  beschreibt das Leben seiner Eltern und seine eigenen ersten Jahre während und nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem er 1940 geboren wurde. Viel weiß er nicht über seine Eltern. Doch anhand von Briefen seiner Mutter kann er aufschlüsseln, dass sie neben ihrem Mann Heinrich einen zweiten innig liebte und mit diesem auch zusammen war. Beide Männer waren an der Oper tätig, die aus Gründen der Propaganda seitens des Reichspropagandaministers Goebbels noch bis weit in das Kriegsjahr 1943 mit ihren Spielplänen erhalten geblieben war, bevor auch das letzte Aufgebot an Männern an die Front geschickt wurde. Andreas war Regisseur, Peter Schneiders Vater Heinrich war Dirigent.    Die Mutter hatte den Vater jung geheiratet und bekam insgesamt nach einander vier Kinder. Dass sie dafür eigentlich zu schade war, bescheinigt ihr der Liebhaber Andreas. Es bleibt klar, dass die Mutter zwei Männer liebte. Diese waren Freunde und duldeten einander. Peter Schneider erfährt von den Liebschaften seiner Mutter wohl erst durch ihre spät gelesenen Briefe.    Aus seinen Impressionen und Recherchen schält sich ein Künstlerleben heraus, in dem häufig finanzielle Not herrschte. Die Kriegsjahre überstand die Familie einigermaßen unbeschadet nur mit Hilfe der Näharbeiten seiner Mutter.     Die aufgefundenen Briefe sind aufschlussreich im Hinblick auf die Toleranz aller Beteiligten in den Dreiecksbeziehungen. Andreas liebte seine Freiheit, Heinrich liebte seine Frau über alles, und Schneiders Mutter liebte beide gleichzeitig. Für die Sitten und Moral in jenen fernen Zeiten ist das eine seltene Konstellation.   Die Form der Biographie, in der hier berichtet wird, ist ungewöhnlich. Aus dem facettenreichen Leben der Mutter kann der Sohn sich zusammenreimen, wie sie ihr Eigenleben neben der Arbeit und der Fürsorge für ihre Kinder gestaltet hat. Da gab es Hingabe, Entsagung und die Gabe, sich fröhlich zu vergnügen. Es gab aber auch die Schwermut, die zuletzt das Leben dieser liebessehnsüchtigen Frau zu zerstören schien.   Zwei Themen werden hier abgehandelt: die Kindheit als Flüchtlingskind in einem Dorf in Bayern und die Sehnsüchte einer liebebedürftigen Mutter. Die Endzeitstimmung des Zweiten Weltkriegs wird authentisch wiederbelebt. Untergang und Flucht aus der zerstörten Stadt Dresden unter unglaublichen Kriegsbedingungen werden so hautnah beschrieben, dass man glaubt, man wäre dabei gewesen. Eine Frau mit vier kleinen Kindern brauchte Energie, Kraft und Lebensmut, um diesem Zumutungen standzuhalten. Daneben konnte sich die Mutter wohl nur durch ihre Liebesbriefe und eine unersättliche Leidenschaft zu verschiedenen Männern am Leben halten. Dass ihr eigener Mann durch alle Widrigkeiten und Nebenliebschaften zu ihr gehalten hat, war Trost und  Hilfe für die geplagte Mutter.   Peter Schneider gehörte einst zu der so genannten 68 sechziger Generation, die scharf mit der Elterngeneration abgerechnet hat. Erst spät erfährt er, dass sein Vater zwar kein Nazi war aber doch stillgehalten hat, um seine Position an der Oper nicht zu gefährden.   Vermutlich ist es nicht leicht, einer Mutter mit diesem bewegten Innen- und Außenleben die angemessene Würdigung entgegen zu bringen. Peter Schneider ist das gelungen.

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