Peter Schnieders

 3.5 Sterne bei 6 Bewertungen

Alle Bücher von Peter Schnieders

Im Spiegel des Bösen

Im Spiegel des Bösen

 (3)
Erschienen am 01.05.2012
Faszination des Bösen

Faszination des Bösen

 (0)
Erschienen am 17.02.2014

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Rezension zu "Faszination des Bösen: Neue Fälle des bekannten Kriminalkommissars" von Peter Schnieders

Die unheimliche Realität
SitataTirulalavor 3 Jahren

Wobei ich zugeben muss, dass ich mit den Jahren eine gewisse Gefühlskälte bei der Arbeit entwickelt habe. Irgendwie ist mir die Fähigkeit mitzufühlen oder mitzuleiden abhanden gekommen. Ich habe das nie mit einem Psychologen besprochen, aber ich vermute, dass es eine Art unterbewusster Abwehrreflex war - des Körpers und auch der Seele.

So viel Ehrlichkeit vor und mit sich selbst habe ich gar nicht erwartet, als ich das Buch zur Hand nahm. Ich habe schon einige vergleichbare Bücher gelesen, natürlich von anderen Autoren, und immer wieder liest man, dass es als Polizist wichtig ist, den Job nicht mit nach Hause zu nehmen. Wenn man in die sieben Kapitel eintaucht, in die Peter Schnieders seine Leser mitnimmt und in denen er mal einen Fall ganz ausführlich schildert, mal recht ähnliche Fälle anreißt, dann versteht man auch, warum. Die meisten von uns haben in ihrem Leben noch keinen toten Menschen gesehen und wenn, dann vielleicht zurecht gemacht vor der Beerdigung. Schnieders aber gehört als sogenannter Todesermittler zu den ersten Personen am "Tatort", so lange auch nur der vage Verdacht aufkommt, dass es sich um einen handeln könnte. Bei allen nicht offenkundig natürlichen Todesfällen wird ein Todesermittlungsverfahren eröffnet, um ggf. ein Fremdverschulden auszuschließen oder aber zu bestätigen. Das bedeutet im Laufe einer so langjährigen Karriere viele hässliche, grausame, dramatische Szenen. Besonders treffen einen die Fälle, in denen es um Kinder geht - und "Das Baby" war auch tatsächlich die Geschichte, die mich beim Lesen am meisten mitgenommen hat.
Solche Dinge MÜSSEN einem nahe gehen. Und vielleicht führen sie auch zwangsläufig zu einer gewissen Abstumpfung als Schutzmechanismus des eigenen Verstandes gegen diese menschlichen Abgründe. Kinder einmal außen vor gelassen, ich finde es schon hart genug zu begreifen, wie jemand ein Menschenleben für einen CD-Player und ein bisschen Geld auslöschen kann. So faszinierend ein Einblick von außen in diese Welt auch sein mag, so ungern würde ich selbst in dieser Rolle stecken und mich Tag für Tag mit solchen Dingen beschäftigen müssen. 

Peter Schnieders gewährt einen guten, wie ich festgestellt habe bereits weiterführenden Einblick in seine langjährige Arbeit bei der Mordkommission. Die Geschichten sind spannend erzählt und manchmal unglaublich, aber in jedem Fall lesenswert. Sobald ich die Gelegenheit dazu bekomme, werde ich auf jeden Fall Schnieders anderes Buch, "Spiegel des Bösen", zur Hand nehmen.

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Rezension zu "Im Spiegel des Bösen" von Peter Schnieders

Rezension zu "Im Spiegel des Bösen" von Peter Schnieders
Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren

"Ein Kriminalkommissar erzählt" lautet der Untertitel des Buches "Im Spiegel des Bösen" und sofort wusste ich: Ich muss es haben.
Es ist immer wieder interessant über das Leben und die Fälle eines Polizistes zu lesen. Zurzeit erscheinen sehr viele Bücher darüber auf dem Markt.
Dieses hier ist meiner Meinung nach besonders gut.
In Zusammenarbeit mit Fred Sellin erzählt der mittlerweile pensionierte Polizist Peter Schnieders von seinen Fällen. 43 Jahre lang war er bei der Polzei in Köln tätig und hat viel erlebt. Das Attentat auf Oskar Lafontaine, ein Phantom, das Frauen in ihren Wohnungen überfällt uvm.
Das Buch ist gut zu lesen und man erhält tiefe Einblicke in die Arbeit der Polzisten. Besonders zu erwähnen ist, dass nicht nur die Fälle erzählt werden. Immer wieder wird versucht eine Antwort auf das große Warum nach jeder Tat zu finden.
Jedem gerne empfohlen.

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M

Rezension zu "Im Spiegel des Bösen" von Peter Schnieders

Rezension zu "Im Spiegel des Bösen" von Peter Schnieders
michael_lehmann-papevor 7 Jahren

Wie die Mordkommission wirklich arbeitet

Manches Mal sind es reine Zufälle, die zur Aufklärung eines Falles führen. Manches Mal akribische, von außen betrachtet her langwierige und „trockene“, Fleißarbeit. Manches Mal, und das gar nicht so selten, gelingt eine Aufklärung gar nicht.

Peter Schnieders, ehemaliger Chef des Kriminalkommissariats K11 (Mordkommission) in Köln, legt in diesem Buch einige Fälle aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz nun gut lesbar vor, die dem Leser einen Einblick in die Realitäten der Arbeit geben, Eine Realität, die bei Weitem anders in der Regel stattfindet, als in den einschlägigen Serien im Fernsehen oft verdichtet gezeigt wird.

Neben den Fakten, die Schnieders einzubringen hat, besticht das Buch in den einzelnen Kapiteln aber auch, und dies ist sicherlich in hohem Maße dem Co-Autor Fred Sellin geschuldet, durch eine hervorragende Lesbarkeit und eine intensive Möglichkeit, sich in die Handlungen und Personen innerlich einzufühlen. So, wie im Kapitel „Die Frau“ minutiös die innere Befindlichkeit einer „in sich weggleitenden“ Frau, die, mit zwei Küchenmessern bewaffnet, sich auf den Weg macht. Eine Frau, die bei behandelnden Ärzten als „unberechenbar“ galt und die sich späterhin auf Oskar Lafontaine stürzen wird. Mit einem der Messer.

Biographische Hintergründe, im Ablauf erzählt fast wie ein Thriller, die polizeiliche Arbeit hier von der Seite her geschildert, die Zusammenhänge im Nachhinein aufdeckt, das ist durchaus anregend und spannend zu lesen. Wie bei so vielen anderen Fällen, wie es die Grundlage der ermittelnden Arbeit ausmacht fast generell ausmacht, Puzzlestein um Puzzlestein wird zusammengetragen, bis sich ein gesamtes Bild ergibt.

Wozu auch Zufälle gehören wie bei dem Mord an einem jungen Mädchen, der letztlich nur durch die Information eines V-Mannes aufgeklärt werden konnte. Aber auch das kommt vor im Buch, dass die Polizei den Täter kennt, durchaus ahnt, wie er vorgegangen ist und dass er schuldig ist, aber letztlich keine wirklich handfesten Beweise vorweisen kann und damit nicht handlungsfähig ist. Dies sind erkennbar und verständlicherweise bittere Momente für Peter Schnieders.

Neben eben auch andern, wie die Jagd auf das „Sex-Phantom“, die Schnieders durchaus packend aus Sicht des Täters und, im zweiten Teil, aus seiner eigenen Perspektive her schildert und in vielen Details nachvollzieht.

Sachlich fundiert, flüssig und nachvollziehbar geschrieben bietet das Buch einen realistischen und interessanten Einblick hinter die Kulissen echter Polizeiarbeit mit ihren vielfachen Verästelungen, Täterprofilen, Motiven und Tatvollzügen. Wobei gerade die intensive Darstellung der Hintergründe der Taten und der inneren Befindlichkeit der Täter den Leer mit in den Bann ziehen.

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