Peter Schoenen Der Y psi lonische Grat

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Inhaltsangabe zu „Der Y psi lonische Grat“ von Peter Schoenen

Hubert von Hasten, Lehrer und intellektueller Romancier in spe, schreibt monatelang beflissen an seinem originellen antifaktischen Œuvre. Doch dann die vernichtende Mitteilung: Die Idee hatte schon ein anderer! Na schön. Dann lassen wir uns halt etwas anderes einfallen … Hubert taucht ab. Sein bester Freund, Kommentator und Kritiker macht sich keine weiteren Gedanken um den Gescheiterten. Doch nach Huberts rätselhaftem Verschwinden tauchen plötzlich ominöse Dinge und Gestalten auf, obskure Begegnungen ereignen sich und er erhält Botschaften, die ihm sein weiteres Vorgehen diktieren wollen. Was soll das? Hubert, wo auch immer der sein mag, spielt irgendein absurdes, ja perverses Spiel mit ihm! Eine Art künstlerische Schnitzeljagd, so glaubt er … Doch ob er mitmachen will oder nicht, ob er sich diesem Spiel verweigert oder den Spuren folgt – längst IST er eine seiner Figuren und strudelt durch die mysteriösen Geschehnisse hinein in eine Welt, in der sich die Grenzen zwischen Realität und Fiktion unaufhaltsam verrücken. Damit hat es sich jedoch längst noch nicht. Dieser Roman erzählt Ihnen nicht einfach eine Geschichte, er will nicht bloß von Ihnen gelesen werden. Denn er ist aktiv, erfindet sich von Seite zu Seite, er lügt und führt Sie an der Nase herum – also aufgepasst! Er fordert Sie zum Mitdenken auf, gibt Ihnen Rätsel auf, lässt Figuren auf seine Bühne treten, die Sie kennen oder zumindest zu kennen glauben, er schubst Sie in ein Spiegelkabinett, in dem er sich womöglich selbst schon längst verloren hat … Ob Sie wohl wieder hinausfinden?

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  • Rezension zu "Der Y psi lonische Grat" von Peter Schoenen

    Der Y psi lonische Grat
    Kerry

    Kerry

    26. June 2012 um 19:43

    Hubert von Hasten hat in seinem Leben einiges probiert - erfolgreich darin war er bis dato nicht. Doch jetzt, jetzt weiß er, was er zukünftig machen will: Hubert wird ein Buch schreiben - nicht irgendein Buch, nein, ein Bestseller wird es werden. Hauptberuflich ist er zwar ein im Staatsdienst stehender Pädagoge, aber mal ehrlich, seine Berufsbezeichnung als "Professioneller Wissensvermittler im Rotstiftmilieu" macht schon eher was her. Fakt ist, Fantasie hat er bzw. genügend Flausen im Kopf, jetzt heißt es, sie auf Papier zu bringen. Sein bester (namenloser) Freund ist eher skeptisch - zu oft hat er schon mit angesehen, wie Hubert sich als über Kopf in ein neues Vorhaben gestürzt hat und es genauso schnell wieder aufgegeben hat, immerhin kennen sich die Beiden bereits seit ihrer Schulzeit. Erstaunt muss sein Freund aber feststellen, dass Hubert tatsächlich etwas zu Stande bringt, dass man als Buch bezeichnen könnte. Als bester Freund ist es natürlich seine Pflicht, Hubert nach Kräften zu unterstützen und in der Tat, der Stoff, den er sich erdacht hat, scheint wirklich lesbar zu sein. Doch dann er hält er einen Anruf seines Verlages - seine Romanidee wurde bereits in leicht abgewandelter Form von einem anderen Verlag herausgebracht - noch dazu von einem Bestsellerautoren. Huberts Roman ist also, noch bevor er vollendet wurde, gestorben. Hubert ist am Boden zerstört, er hat förmlich seine ganze Energie in dieses Projekt gesteckt. Er einigt sich mit seinem Freund, dass etwas Abstand vielleicht wieder Ruhe und Optimismus in sein Leben bringen wird. Er wird von seinem Freund daher in den Urlaub geschickt, jedoch mit der Aufgabe, aus einem Satz seines verstorbenen Manuskripts eine neue Geschichte zu erschaffen. Hubert hat zwar Ideen, allerdings sind diese eher durchschnittlich bis unterirdisch, es will einfach nicht gelingen. Dann verschwindet Hubert plötzlich. Sein Freund macht sich auf die Suche, doch diese entwickelt sich eher zu einer Schatzsuche durch Huberts Romanidee. Werden die beiden Freunde wieder aufeinander treffen oder ist Hubert verloren in seiner literarischen Welt. Was für ein überaus faszinierendes Buch! Das Buch selbst wurde in 3 Teile eingeteilt (wie der Untertitel bereits verrät). Der erste Teil widmet sich dem Schaffen von Hubert an seinem Werk und der Faszination seines Freundes an demselben. Doch er verschwindet und es ist im zweiten Teil des Buches die Aufgabe seines Freundes, ihn zu finden. Der dritte Teil ... nein, das verrate ich nicht. Der Plot wurde sehr schön ausgearbeitet, gerade den Aspekt der Entstehung eines Romans durch einen eher chaotischen Menschen fand ich unheimlich faszinierend. Besonders beeindruckt hat mich allerdings der Schreibstil. Bereits beim Intro hatte mich der Autor an der Angel und ich war sehr erpicht zu erfahren, wie es weiter geht und ich war auch vom Schreibstil dermaßen gefesselt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Richtig erstaunt war ich allerdings, als der Autor plötzlich mitten im Buch angefangen hat mit mir, seinem Leser, zu kommunizieren, WOW. Im dritten Teil des Buches hatte ich allerdings so meine kleinen Probleme, ich empfand hier den Schreibstil als eher beunruhigend, sodass ich hier ganz schön am Ball bleiben musste. Alles in allem kann ich sagen, ein sehr schönes Debüt, das in meinen Augen allerdings im dritten Teil etwas nachlässt. Dennoch bin ich schon sehr gespannt auf weitere Bücher des Autoren, denn einen solch faszinierenden Schreibstil möchte ich gerne noch einmal erleben.

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