Peter Singer Animal Liberation. Die Befreiung des Tieres

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Inhaltsangabe zu „Animal Liberation. Die Befreiung des Tieres“ von Peter Singer

Ein unglaublich wichtiges, aufrüttelndes Buch - unbedingt lesen!!

— WildRose

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    Animal Liberation. Die Befreiung des Tieres

    WildRose

    14. February 2014 um 17:40

    "Animal Liberation" wurde in den Siebzigerjahren veröffentlicht. Das Buch trug maßgeblich zur Tierrechtsbewegung und ihren bisherigen Erfolgen bei. Der Philosoph Peter Singer liefert stichhaltige Argumente, um den Speziezismus als das aufzudecken, was er ist: Die willkürliche Bevorzugung der eigenen Spezies gegenüber anderen Spezies. Er bleibt aber nicht auf der sehr abstrakten, "moralischen" Ebene, sondern beschreibt in den folgenden Kapiteln auf eine sehr eindringliche und doch sachliche Weise das Leid von Versuchstieren und das Leid von Nutztieren, vor allem in der Intensivtierhaltung/Massentierhaltung. Er geht auch der Mensch-Tier-Beziehung in früherer Zeit auf den Grund und beschreibt den Speziezismus heute. Außerdem gibt er Menschen, die aufgrund seiner Argumentationsweise ihre Einstellung ändern wollen, Tipps für vegetarische Ernährung. Leider konzentriert Peter Singer sich vor allem auf eine vegetarische Ernährung und vertritt wohl die Ansicht, dass der totale Verzicht auf tierische Produkte äußerst schwierig ist. Man darf jedoch nicht vergessen, dass das Buch ja nicht erst 2014 geschrieben wurde und es vor wenigen Jahren  noch weniger Alternativen für Veganer gab. Das Buch ist eindeutig DAS Standardwerk, wenn es um die Rechte von Tieren geht. Jeder, der sich für diese Thematik interessiert, sollte es lesen.

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  • Rezension zu "Animal Liberation. Die Befreiung des Tieres" von Peter Singer

    Animal Liberation. Die Befreiung des Tieres

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. July 2011 um 20:43

    Dieses Buch ist sozusagen die "Bibel der Tierrechtsbewegung", obwohl Peter Singer dies selbst ablehnt und darauf hinweist, dass es auch vor diesem Buch schon Werke gab, die sich mit der Thematik der Tierrechte auseinander gesetzt haben. Peter Singer selbst ist natürlich ein äußerst umstrittener und kontroverser Philosoph, darum bitte ich zu beachten, dass sich diese Rezension ausschließlich auf dieses Buch bezieht, und nicht auf weitere Dinge, die er geäußert hat. Das Buch bietet eine gute Einführung in die Thematik, auch oder gerade für Menschen, die sich noch niemals mit Tierrechten auseinander gesetzt haben. Auch wer sich schon gut damit auskennt, wird wahrscheinlich noch einige neue Denkanstöße finden. Im ersten Kapitel stellt Singer direkt die These auf: "Alle Tiere sind gleich!" und lässt keinen Zweifel daran bestehen, dass mit Tieren hier auch die Menschen gemeint sind. Dies begründet er nun, bzw. legt dar, warum Menschenrechte unbedingt auch auf Tiere ausgeweitet werden müssen. Er erklärt den Begriff des Speziesismus (die Diskriminierung von jemandem aufgrund seiner Spezies) und stellt Parallelen zum Kampf gegen den Rassismus, Sexismus und die Homophobie dar. Die folgenden beiden Kapiteln befassen sich mit Tierversuchen und Schlachtfabriken. Diese beiden Themen werden stellvertretend für alle anderen Zusammenhänge erläutert, in denen Tiere ausgebeutet und getötet werden. Peter Singer verschont hier den Leser nicht und beschreibt die grausamen Vorgänge genauso wie die Profitinteressen und Lobbys, die dahinter stehen. Das vierte Kapitel beschäftigt sich damit, was jeder einzelne tun kann, um die Ausbeutung von Tieren zu vermeiden, in Singers Augen ist dies die vegetarische Lebensweise (zu meiner Kritik an diesem Kapitel komme ich später). Hier verdeutlicht Singer die Zusammenhänge zwischen Fleischkonsum und Hunger in der "Dritten Welt" und Umweltverschmutzung, er geht auf die Mythen ein, dass Vegetarier Mangelerscheinungen entwickeln würden, und beschreibt seinen eigenen Weg zum Vegetariertum. Auch beschreibt er die Hindernisse, die auf diesem Weg liegen können, so vor allem die Gewohnheit und die Reaktionen von anderen, und gibt Tipps für die Ernährungsumstellung. Die beiden letzten Kapitel waren für mich am interessantesten, denn hier beschreibt Singer den Umgang mit Tieren und den Speziesismus in der Geschichte: Von der Antike bis heute. Immer wieder weist er auf große Denker hin, die Vorläufer der heutigen Tierrechtsbewegung sind, und beschreibt den Stand der Tierrechte in der heutigen Zeit. Das Buch ist somit eine kompakte Abhandlung zum Thema Tierrechte, die zum größten Teil sehr einfach zu lesen ist und viele Aspekte umfasst. Jedoch kann ich nicht fünf Sterne vergeben, da es doch zwei Punkte gibt, die mich sehr stören. Zum einen ist eines der Hauptargumente Singers das Argument des Zustandes von behinderten Säuglingen (diese seien weniger intelligent, bewusst und entwicklungsfähig als viele Tiere, somit könne das Töten von Tieren nicht durch deren mangelnde Intelligenz, niederes Bewusstsein und fehlende Entwicklungsfähigkeit gerechtfertigt werden, denn sonst dürfe man behinderte Säuglinge auch töten). Dieses Argument ist zwar sachlich (aus utilitaristischer Perspektive) richtig, ich halte es aber für unangebracht in dieser Diskussion, da es kontraproduktiv wirkt und bei den meisten Menschen eine Abwehrreaktion hervorruft. Solche Argumente sollte man meiner Meinung nach lieber weglassen, denn es gibt genug andere Argumente, auf die man Tierrechte stützen kann und die weniger verfänglich sind und den Menschen besser einleuchten, ohne dass direkt die roten Alarmglocken angehen. Auf der anderen Seite kann ich einfach nicht verstehen, warum Singer zu einer vegetarischen und nicht zu einer veganen Lebensweise aufruft. Ein ganzes Buch lang erklärt er die Notwendigkeit von Tierrechten und zerschlägt dann quasi alles mit der Behauptung, dass eine vegane Lebensweise viel zu aufwendig sei, dass man Bioeier ja ruhig essen könne und dass es zwar gut sei, wenn man Milchprodukte vermeide, aber dass man Produkte mit Milchpulver ja ruhig kaufen könne. An dieser Stelle wollte ich dann mal kurz ausrasten und das Buch in die Tonne werfen. Wie kann ein Tierrechtler nur so etwas schreiben? Erstens ist es nicht kompliziert, vegan zu leben, und in der heutigen Zeit sehr, sehr gut machbar. Zweitens lassen Bioeier und Tierrechte sich null Prozent vereinbaren, da auch bei Bioeiern die Tiere in schrecklichen Bedingungen gehalten und auch dort die männlichen Küken, die bei der Produktion anfallen, getötet (oft vergast oder lebendig geschreddert) werden. Und drittens ist es inkonsequent, Joghurt und Käse abzulehnen, aber Kekse, Süßigkeiten und andere Fertigprodukte zu essen, in denen Milchpulver enthalten ist, das ja aus nichts anderem als Milch besteht. Ich finde es sehr schade, dass Singer am Ende so inkonsequent wird und sich als jemand outet, der seine eigenen Erkenntnisse nicht richtig befolgt und zwar alles wunderbar darlegt, es dann aber aufgibt, da eine Umsetzung der Erkenntnisse im normalen Leben "zu kompliziert" wäre. (Damit dies nicht falsch verstanden wird: Das ist kein Angriff auf Vegetarier. Ich freue mich über jeden, der den Schritt zum Vegetarier macht. Ich schreibe hier lediglich über Peter Singer, der leider in seinem Buch nicht das befolgt, was er vorher dargelegt hat). Leider trübt diese Sache doch etwas den Nachgeschmack des gesamten Buches. Da ich das Buch aber andererseits als jemand gelesen habe, der seit über einem Jahr vegan lebt und sich davor dreizehn Jahre lang vegetarisch ernährte, gehe ich evtl. auch besonders kritisch mit dem Buch ins Gericht. Es wurde ja eher für Menschen geschrieben, die sich gerade erst mit dem Thema der Tierrechte auseinandersetzen. Dies merkt man auch daran, dass Peter Singer immer wieder die typischen Fleischesser-Argumente entkräftet, indem er diese nennt und dann seine Gegenargumente darlegt. Dies hat mir sehr gut gefallen, da ich so auch viele Dinge lernte, die ich selbst noch nicht wusste. Das Buch ist also, bis auf die beiden Kritikpunkte, ein gutes und empfehlenswertes Buch, weshalb ich vier Sterne vergebe.

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  • Rezension zu "Animal Liberation. Die Befreiung des Tieres" von Peter Singer

    Animal Liberation. Die Befreiung des Tieres

    anna092

    09. February 2010 um 18:14

    Animal Liberation - Die Befreiung der Tiere! "Dieses Buch ist kein sentimentaler Aufruf zur Sympathie gegenüber "niedlichen Tieren". Es handelt von der Gewaltherrschaft des Menschen über die Tiere. Es ist ein Versuch, gründlich, sorgfältig und konsequent darüber nachzudenken, wie wir eigentlich mit Tieren umgehen..." - Peter Singer. _____________ Kurzer Inhalt: "Animal Liberation- die Befreiung der Tiere" - ein geniales Werk des australischen Philosophen Peter Singer. Zu Beginn des Werkes erklärt Singer seine These "Alle Tiere sind gleich" und gibt somit Aufschluss, warum das ethische Prinzip, auf dem die Gleichheit aller Lebewesen beruht, von großer Bedeutung ist. In den darauffolgenden Kapiteln erläutert Singer die Einstellung des Menschen gegenüber Tieren anhand einiger Beispiele aus der Welt der Versuchslabore und der Tierfabriken. Anschließend daran zeigt er die vielen Vorteile, sowohl ethische als auch wirtschaftliche, der vegetarischen Lebensweise. Am Ende seines Buches wird der Begriff "Speziesismus" näher erläutert und wie er in unserer Gesellschaft zu tragen kommt. __________________ Meine Meinung: Ich selbst bin begeistert von Singers "Animal Liberation - die Befreiung der Tiere". Auch zahlreiche Bekannte, denen ich Passagen zum Lesen gegeben habe, teilten meine Meinung, auch wenn ihre Einstellung gegenüber Tiere nicht ganz der meinen gleicht. Obwohl Singer einer der großen Tierrechtler unserer Zeit ist, habe ich während des Lesens nie den Eindruck bekommen, dass er ein radikaler Tierschützer ist. Singer schafft es den Leser/die Leserin so dermaßen in seinen Bann zu ziehen, dass man, trotz der vielen Grausamkeiten, welche in diesem Buch manchmal etwas detailliert beschrieben sind, die Fakten sowie auch die entsetzlichen Dinge, welche der Mensch den Tieren zufügt, in sich "hineinschlingt". Damit will ich jedoch nicht sagen, dass das Buch leichte Kost ist. Ganz im Gegenteil: das Buch ist nicht nur anspruchsvoll, sondern geht bei einigen Passagen auch sehr auf die Psyche eines Menschen. Geschockt von dem vielen Tierleid muss sicherlich fast jeder das Buch einmal zur Seite legen und das eben gelesene erst einmal verdauen. ___________________ Dieses Buch öffnet einem die Augen und bringt einem zum Nachdenken! Ich kann es wirklich jedem empfehlen, egal wie seine Einstellung zu nichtmenschlichen Tieren ist!!!!

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