Kritik der zynischen Vernunft

von Peter Sloterdijk 
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Kritik der zynischen Vernunft
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Wie immer überraschend und luzide geschrieben - aber nicht das beste Buch des Autors.

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Inhaltsangabe zu "Kritik der zynischen Vernunft"

Kritik der zynischen Vernunft§200 Jahre nach dem Erscheinen von Kants 'Kritik der reinen Vernunft' sieht sich jede Kritik, die Aufklärung in der Gegenwart einlösen will, mit einer neuen Form des falschen Bewusstseins konfrontiert. Dieses falsche Bewusstsein beruht weder auf Lüge noch auf Irrtum, es ist auch nicht durch die auf eine "Kritik der politischen Ökonomie" gestützte Ideologiekritik aufzulösen. "Zynismus ist das aufgeklärte falsche Bewußtsein. Es ist das modernisierte unglückliche Bewußtsein, an dem Aufklärung zugleich erfolgreich und vergeblich gearbeitet hat. Es hat seine Aufklärung gelernt, aber nicht vollzogen und wohl nicht vollziehen können. Gutsituiert und miserabel zugleich fühlt sich dieses Bewusstsein von keiner Ideologiekritik mehr betroffen, da seine Falschheit bereits reflexiv gefedert ist." Den Gehalt dieses selbst zynischen Satzes sucht der vorliegende Essay zu entwickeln, in einer Form, die sich der Verfahrensweisen des antiken Kynismus bedient: des Lachens, der Beschimpfung, der Angriffe. Aufgezeigt wird - in einem einleitenden Abschnitt - wie die verschiedenen Strategien aufklärerischer Kritik von den jeweiligen Gegenmächten umgebogen wurden und schließlich in unserem Jahrhundert in den modernen Zynismus münden. "Der zynische Herr lüpft die Maske ein wenig, zumal man ohnedies versucht, sie ihm herunterzureißen, lächelt seinen schwächeren Gegenspieler an - und unterdrückt ihn doch. Sachzwang, Machtzwang! Wissen ist Macht, auch so. Die Vormacht lüftet in ihren Zynismen ein wenig ihre Geheimnisse, treibt sozusagen ein bißchen Selbstaufklärung und 'plaudert aus der Schule'. " Die verschiedenen Ausprägungen dieses Zynismus läßt Sloterdijk in einem zweiten Abschnitt Revue passieren. Im letzten Teil seiner Untersuchung analysiert der Autor eine Epoche, in der der moderne Zynismus das politische und kulturelle Bewusstsein zum ersten Mal deutlich prägte: die Weimarer Republik, deren erstes Erbe der Faschismus und dessen zweiter Spross unsere Zeit ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518110997
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:959 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:13.01.2010

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren
    Rezension zu "Kritik der zynischen Vernunft" von Peter Sloterdijk

    Was heißt das überhaupt: Zynismus? „Dumm sein und Arbeit haben, das ist das Glück“, sagt Gottfried Benn. Intelligenz macht also unglücklich. Warum? Weil der Schlaue das Elend dieser Welt erkennt. Dummheit beruht auf Ignoranz. Gelobt sei das Nichtwissen, das uns in Ruhe schlafen lässt.
    Das unglückliche Bewusstsein ist ein Produkt der Aufklärung, die Illusionen zerstört und für Ernüchterung sorgt. Ein Zyniker weiß zu viel. Sein Humor wirft einen Funken Wahrheit in ein falsches Leben, das er gnadenlos durchschaut und verachtet, ohne es ändern zu können.

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    NicolasDierkss avatar
    NicolasDierksvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Wie immer überraschend und luzide geschrieben - aber nicht das beste Buch des Autors.
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    wikingr
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    Nebulon
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    anna_wittigvor einem Jahr
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    Aliknechtvor 2 Jahren
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    Sokratesvor 4 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
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    netzbewohnervor 10 Jahren

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