Peter Stamm

 3.7 Sterne bei 972 Bewertungen
Autor von Agnes, An einem Tag wie diesem und weiteren Büchern.
Autorenbild von Peter Stamm (© Sabina Bobst, Zürich)

Lebenslauf von Peter Stamm

Distanzierte Erzählweise und einfacher Stil: Peter Stamm, geboren am 18. Januar 1963 in Kanton Thurgau, ist ein Schriftsteller und Journalist. Der Sohn eines Buchhalters wuchs in Weinfelden im Nordosten der Schweiz auf. Er absolvierte nach dem Schulabschluss zunächst eine kaufmännische Lehre und studiert danach einige Semester die Fächer Anglistik, Psychologie, Psychopathologie und Wirtschaftsinformatik. Nach längeren Aufenthalten in Paris, New York, Berlin und London lässt sich Stamm 1990 als freier Schriftsteller und Journalist in Zürich nieder. Peter Stamm produziert mehrere Hörspiele unter anderem für Radio DRS1, DRS2, Radio Bremen, den WDR und den Südwest Rundfunk. Daneben verfasst er auch Prosa, Theaterstücke und Beiträge für verschiedene Bücher. Als Journalist arbeitet er unter anderem für die Neue Zürcher Zeitung, den Tages-Anzeiger, die Weltwoche und die satirische Zeitschrift Nebelspalter. 1997 wird er Teil der Redaktion der Literaturzeitschrift entwürfe und tritt 2003 dem Verband „Autorinnen und Autoren der Schweiz“ bei. Peter Stamms Debütroman „Agnes“ erschien 1998 im Arche Verlag. 1999 veröffentlichte er im selben Verlag die Kurzgeschichtensammlung „Blitzeis“. 2001 folgte der Roman „Ungefähre Landschaft“ und 2003 ein weiterer Erzählband mit dem Titel „In fremden Gärten“. 2006 erschien beim S. Fischer Verlag der Roman „An einem Tag wie diesem“. 2008 veröffentlichte er gemeinsam mit dem Grafiker Hannes Binder eine neue Bilderbuchvariante von „Heidi“. Peter Stamm unternahm auch einige Lesereisen nach Estland, Mexiko, Russland und in den Iran. Er lebt heute in Winterthur.

Neue Bücher

Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt

 (73)
Erscheint am 23.09.2020 als Hardcover bei FISCHER Taschenbuch.

Marcia aus Vermont

 (9)
Erscheint am 23.09.2020 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

Wenn es dunkel wird

Erscheint am 23.09.2020 als Hardcover bei S. FISCHER.

Warum wir vor der Stadt wohnen

 (1)
Neu erschienen am 29.04.2020 als Hardcover bei FISCHER Sauerländer.

Alle Bücher von Peter Stamm

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Cover des Buches Agnes (ISBN: 9783596511518)

Agnes

 (333)
Erschienen am 10.03.2011
Cover des Buches An einem Tag wie diesem (ISBN: 9783104010250)

An einem Tag wie diesem

 (123)
Erschienen am 15.06.2010
Cover des Buches Sieben Jahre (ISBN: 9783596511914)

Sieben Jahre

 (103)
Erschienen am 08.03.2012
Cover des Buches Weit über das Land (ISBN: 9783596521746)

Weit über das Land

 (72)
Erschienen am 25.04.2018
Cover des Buches Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt (ISBN: 9783596522606)

Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt

 (73)
Erscheint am 23.09.2020
Cover des Buches Ungefähre Landschaft (ISBN: 9783596188246)

Ungefähre Landschaft

 (62)
Erschienen am 01.12.2010
Cover des Buches Blitzeis (ISBN: 9783596512225)

Blitzeis

 (43)
Erschienen am 15.05.2012
Cover des Buches Nacht ist der Tag (ISBN: 9783596189908)

Nacht ist der Tag

 (44)
Erschienen am 11.12.2014

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Neue Rezensionen zu Peter Stamm

Neu

Rezension zu "Warum wir vor der Stadt wohnen" von Peter Stamm

Eine außergewöhnliche, lebendige, fantastische Geschichte über unterschiedlichste Wohnmöglichkeiten und Bedürfnisse
Kinderbuchkistevor 2 Tagen

Eine Geschichte in 18 Stationen, über die Art zu leben, über Bedürfnisse und Wohlfühlen
für Kinder ab 5 Jahren
Euch diese Geschichte näher zu bringen ist gar nicht so leicht.
Wieso?
Ganz einfach sie ist herrlich verrückt und hat doch sehr viel Tiefe.
Es ist eine Geschichte in 18 Stationen, die in sich abgeschlossen sind und von einer inhaltlichen Konstante begleitet werden.
Es ist eine sehr wundersame, wundervolle Geschichte, die uns die Welt um uns herum in vielen Facetten vermittelt und nicht nur die Welt sondern auch den Mond.
Es war einmal eine Familie, die wohnte in einem Haus mit einer blauen Lampe, die Tag und Nacht brannte. Wenn die Sonne schien war es so heiß, das man die Vorhänge zum Schutz zu ziehen musste und bei Regen hörte man das Wasser den Rinnstein hinunter plaetschern.
Eigentlich war alles so wie wir es vielleicht auch kennen.
"Der Vater las vier Zeitungen, die Mutter kaufte drei Stühle, die Großmutter strickte zwei Paar geringelte Socken...…….. und der Großvater verlor eine Sonnenbrille."
Auch das ist Alltag den wir so oder ähnlich kennen .
Doch es gab ein Problem.
Die Schwester war immer traurig.
Und weil sie immer traurig war beschloss die Familie umzuziehen.
Auch das ist vielleicht noch nicht weiter ungewöhnlich denn hin und wieder zieht man aus den unterschiedlichsten Gründen um.
Bislang deutet noch nichts auf die Ungewöhnlichkeit hin, die uns in den nächsten Stationen die Fragezeichen auf die Stirn schreiben wird, denn die Familie wird nicht nur einmal umziehen sondern jede der in sich abgeschlossenen 18 kleinen Geschichten erzählt von einer neuen Wohnform. Zunächst zieht die Familie bestehend aus Vater, Mutter, Großeltern und Kindern in einen Trolleybus. Ich muss gestehen, den Ausdruck kannte ich nicht doch die Geschichte offenbarte nicht etwa eine Wohnbus, wie wir ihn kennen sondern einen ganz normalen Linienbus, der Passagiere von A nach B bringt viele Stationen oder auch nur ein paar. Das war praktisch da mein keine Miete bezahlen musste obwohl so ganz umsonst war es dann auch nicht da Fahrkarten gelöst werden mussten. In dieser Zeit lerne die Mutter vier neue Sprachen, der Großvater verlor drei Zähne, der Bruder fand zwei neue Freunde, und die Großmutter hatte eine Lungenentzündung." Und wieder gab es einen Grund umzuziehen. Nicht etwas wegen der Lungenentzündung der Mutter sondern weil...….
So zogen sie in den Wald und vom Wald auf das Dach einer Kirche, vom Kirchendach in den..... und von dort ins Hotel. Als der kleine Bruder jedoch eines der, täglich neu bereit gestellten, Stücke Seife aß und krank wurde mochten sie auch hier nicht bleiben.
Sie zogen ins Nirgendwo und weil sie da keine feste Anschrift hatten mussten sie die Post selbst von der Post holen. Was später eigentlich auch nicht mehr nötig war denn die Leute vergaßen sie und so bekamen sie auch keine Post mehr.
Sie gingen von nirgendwo nach nirgendwo und lernten dabei alle Straßennamen auswendig. Auch das war nichts von Dauer und sie zogen in ein Haus mit...… . Da wurde es der Mutter allerdings zu laut und sie zogen auf den Mond. Auf dem Mond war es still doch auf ewig war das ebenfalls nicht und so zogen sie in ein...…. Von dort in den..... und …… bis sie irgendwann in ein Haus vor der Stadt zogen. Ein Haus wie viele es kennen und der Alltag der oft viel Gleiches bringt.
Hier scheint es ihnen zu gefallen denn die Geschichte endet mit:

".....und hier wohnen wir, und hier werden wir wohl noch lange bleiben."
Es bedarf zuweilen viel Phantasie des Lesers um dem Geschehen gedanklich zu folgen und sich auf die neue Situation einzustellen. Was ist das für eine Familie? Sind das Menschen wie du und ich oder Winzlinge? Stellen sich zu Begin der Geschichte noch die Fragezeichen ein verliert sich das jedoch schnell und die Phantasie des Betrachters geht mit der Fantasie der Geschichte. Wir fragen nicht mehr nach der Größe der Figuren. Ob Mensch oder Winzling ist völlig egal. Und so erleben wir in jeder der Geschichten eine Wohnform, die viel neues erleben lässt. Vieles ist gut und einiges weniger Gut. Jeder geht mit der Situation anders aus, macht das beste draus und doch gibt es immer wieder einen Grund umzuziehen. Mal wegen der Schwester, mal wegen der Mutter, mal wegen... . Sie scheuen sich nicht auch im Wald zu wohnen und sogar unter Brücken. ES sind Orte an denen wir nicht unbedingt wohnen würden. An einigen könnten wir auch gar nicht wohnen aber das spiel auch keine Rolle denn das was und wie sie in jeder dieser Zeiten leben ist mit Inhalt gefüllt den wir irgendwie auch kennen.
Und so ist diese etwas wundersame und auch poetische Geschichte ein Feuerwerk der Phantasie, das den Leser in andere Welten mit nimmt und uns viel von der Welt erfahren lässt. Aber nicht nur von der Welt sondern auch über Bedürfnisse die jeder hat und nicht bei allen gleich sind. So ist jeder Umzug die suche nach dem richtigen Platz, an dem sich alle wohlfühlen können. Eine Reise mit 16 Stationen und einen Happy End, auch wenn der Großvater unterwegs eine andere Reise antritt.
Ich muss zugeben, als ich das Buch das erste Mal gelesen habe (allein), da wurde mir schummrig . Es war wie als würde man einen Zug besteigen, der zunächst im Bahnhof steht und langsam immer mehr Fahrt aufnimmt. Schneller und schneller, und schneller, und schneller..... .Nur das das Schnelle sich nicht aus der Geschwindigkeit herleitet sondern aus der Fülle an Informationen, die nach und nach immer surrealer werden und immer mehr Fragezeichen auftauchen weil man zu rational in der Geschichte unterwegs ist. Doch dann wird der Zug wieder langsamer man kann die vorbeifahrende Umgebung wieder bewusst wahrnehmen und genießt nur noch den Aus- Einblick- voller Verrücktheiten und Phantasie bis der Zug wieder zum Stillstand kommt und man angekommen ist. Angekommen wie die Familie. Dann steht man da auf der Wiese vor dem Haus und möchte der Familie zum Abschied nur noch zu winken und ihr viel Glück wünschen.
Dieses Bilderbuch hat bei aller Phantasie ganz viele verschiedene tiefe Botschaften und reichlich Einblicke in Lebensformen und Lebenssituationen. Sie zu verstehen ist Kindern ab etwa 5 Jahren gut möglich. Die ganze Geschichte am Stück vorzulesen ist hier nicht angebracht, denn es gibt viel zu viel zu verarbeiten. Vielmehr würde ich zu Beginn etwa drei Stationen mit den Kindern lesen, darüber sprechen und dann entscheiden ob man weiter liest oder erst einmal pausiert. Zwei bis drei Stationen als eine Vorleseeinheit haben sich in unseren Vorleserunden bewährt. Mit Grundschulkindern der dritten Klasse haben wir es auch ganz gelesen.
Jede der 18 Geschichten geht über zwei Buchseite. So finden wir auf dem linken Teil der Doppelseite den Text darunter eine kleine schwarz-weiß Bleistiftzeichnung in der wir viele Umzugsszenen erleben und auf der rechten Seite eine großformatige Illustration. Die Illustrationen scheinen auf den ersten Blick sehr klar, verweilt man jedoch und lässt das Auge schweifen, dann entdeckt man viele kleine liebevoll platzierte Details, die entweder zum besseren Verständnis beitragen oder noch weitere Geschichten am Rand erzählen.
Bilder und Geschichten vereinen sich so zu einem Ganzen, dass realistisch wirkt und doch so phantastisch ist.
Ein zauberhaftes Bilderbuch nicht nur für Kinder.
Ein zauberhaftes, phantasievolles Bilderbuch.
Ein zauberhaftes, phantasievolles, surreales, poetisches...… Bilderbuch, das viel zu erzählen hat, über das man sprechen sollte.

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Rezension zu "Agnes" von Peter Stamm

Agnes
Ava_1104vor einem Monat

Der Roman ist mit seinen 153 Seiten schnell gelesen und lässt einem Hinterher mit lauter offenen Fragen. Peter Stamm schreibt mit einer einfachen und trockenen Sprache, die einem grundsätzlich ein sehr emotionsloses Leseerlebnis bietet. Die Charaktere handeln unverständlich und man kann sich schlecht in sie hineinversetzen oder nur selten ihr Handeln nachvollziehen. Ich hätte mir gewünscht, dass  man mehr über die Personen erfahren hätte und über ihre Motive. 

Während und auch nach dem Lesen des Buchs ist man nie wirklich mit der Handlung befriedigt, da Kapitel einfach so mitten im Kontext aufhören oder man einfach zu viel zwischen den Zeilen lesen muss. Es ist als hätte man ein unlösbares Puzzle, nie passen alle Teile um ein passendes Gesamtbild zu schaffen.

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Rezension zu "Sieben Jahre" von Peter Stamm

ungewöhnliche Geschichte
Petra54vor 3 Monaten

Schon auf der ersten Seite fiel mir unangenehm auf, dass es im Text keine direkte Rede gibt, denn es fehlten die Anführungsstriche. Das machte das Lesen schwierig und störte mich anfangs erheblich.


Die Geschichte selbst ist sehr ungewöhnlich und spannend. Ein Architekt erzählt, dass er als Student eine teilnahmslos wirkende reizlose Polin verführte. Dafür schämt er sich, weil er sie benutzt, obwohl er sie hässlich und abstoßend findet. Trotzdem besucht er sie immer wieder – auch dann, als er sich mit der schönen Sonja verlobt.

Dieser Mann war mir nicht unsympathisch und auf jeden Fall angenehmer als alle anderen Personen in diesem Roman. Sich selbst beschuldigt er als Schwein, doch das ist er keineswegs, denn er hat Andere weit weniger benutzt als sie ihn.


Das etwas düstere Titelbild passt zur Geschichte, die leider für mich etwas unbefriedigend und trotzdem ausgesprochen logisch endete.

Für die o.g. Grammatikfehler gibt es einen Punktabzug, doch insgesamt eine klare Leseempfehlung.

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Gespräche aus der Community

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Zum Thema
Cover des Buches Weit über das Land

Fragerunde mit Peter Stamm zu "Weit über das Land"

Auch in diesem Jahr habt ihr wieder die Möglichkeit, Autoren der Longlist des Deutschen Buchpreises 2016 Fragen zu ihren Werken zu stellen und ihre Bücher zu gewinnen. Welches Buch ist euer Favorit? Hier könnt ihr abstimmen!

Den Anfang bei unserer Fragerunden Aktion zum Deutschen Buchpreis macht Peter Stamm. Sein Roman "Weit über das Land" erzählt die Geschichte, vom Familienvater Thomas und seinem Wunsch, hinaus in die Welt zu gehen und sich selbst zu finden – eine der alltäglichsten und doch wichtigsten Fragen, die wir uns stellen können.

Mehr zum Inhalt
Ist es ein neuer Anfang, wenn man alles hinter sich lässt?
Ein Mann steht auf und geht. Einen Augenblick zögert Thomas, dann verlässt er das Haus, seine Frau und seine Kinder. Mit einem erstaunten Lächeln geht er einfach weiter und verschwindet. Astrid, seine Frau, fragt sich zunächst, wohin er gegangen ist, dann, wann er wiederkommt, schließlich, ob er noch lebt. 
Jeder kennt ihn: den Wunsch zu fliehen, den Gedanken, das alte Leben abzulegen, ein anderer sein zu können, vielleicht man selbst. Peter Stamm ist ein Meister im Erzählen jener Träume, die zugleich locken und erschrecken, die zugleich die schönste Möglichkeit und den furchtbarsten Verlust bedeuten. ›Weit über das Land‹ ist ein Roman, der die alltäglichste aller Fragen stellt: Die nach dem eigenen Leben.


Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!

Gemeinsam mit den S. FISCHER Verlagen verlosen wir unter allen Fragestellern ein Exemplar von "Weit über das Land"! Außerdem haben alle, die an den Fragerunden teilnehmen, die Chance auf ein großes Buchpaket mit allen Titeln, die auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stehen!

Bitte beachtet, dass Peter Stamm eure Fragen am Montag, 05. September zwischen 14 und 18 Uhr beantworten wird und wir die Fragerunde dementsprechend schließen werden!

Ich bin gespannt auf eure Fragen und wünsche euch viel Spaß!

Bitte beachtet auch unsere Richtlinien: http://www.lovelybooks.de/info/richtlinien-lr-bv/

146 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  testmausvor 4 Jahren
Hgw :)
BoBennett
Gut, dass auch Länder Geburtstag feiern ;)! Zum verlängerten (Schwyyzer) Wochenende gehört natürlich auch ein echter Schwyyzer Autor.
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Zusätzliche Informationen

Peter Stamm wurde am 17. Januar 1963 in Kanton Thurgau (Schweiz) geboren.

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