An einem Tag wie diesem

von Peter Stamm 
3,8 Sterne bei121 Bewertungen
An einem Tag wie diesem
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (77):
Alexlauras avatar

Ein Buch mittem aus dem Leben, wo man sich fragt soll es so weitergehen ... tiefgehend und wunderbar erzählt

Kritisch (12):
R

Naja, es plätscherte nur so dahin, nichts besonderes

Alle 121 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "An einem Tag wie diesem"

An einem Tag wie diesem ändert Andreas sein Leben. Ihn packt eine Sehnsucht, die zwischen Heimweh und Fernweh nicht mehr unterscheidet. Er wirft alles hin, verkauft seine Wohnung und kündigt seine Stelle in Paris, um nach einem halben Leben zu der Frau zurückzukehren, die er einmal geliebt hat. Die Gleichheit der Tage war sein einziger Halt, jetzt hofft er auf ein Wunder und darauf, dass alles neu beginnt. Seine Reise führt ihn in die Provinz seiner Jugend und wieder weg bis ans Ufer des Atlantiks, in die Arme einer Frau, deren Liebe er beinah verspielt hatte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596173839
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.12.2007
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.08.2006 bei Parlando ein Imprint von Argon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Xirxes avatar
    Xirxevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch zum Nachdenken - über das Leben an sich und natürlich auch über das eigene Leben.
    Ein normales Leben? Hoffentlich nicht!

    Seit 18 Jahren lebt der Schweizer Andreas als Lehrer in Paris, ein Tag so unspektakulär wie der andere. Seit er die Chance vertan hat, sich seiner Jugendliebe Fabienne zu offenbaren, nimmt er das Leben wie es kommt und verschwendet keine Energien darauf, den Ablauf seines Daseins zu verändern oder Beziehungen zu vertiefen. Nichts berührt ihn wirklich, seine Freundschafts- wie auch Liebesverhältnisse und die Verbindungen zu seiner Familie bleiben oberflächlich, als ob mit der Nichterfüllung seiner Liebe zu Fabienne jegliches Interesse an Anderen erloschen sei. Erst als der Verdacht entsteht, er habe eine ernsthafte Krankheit, beschließt er aus dieser Monotonie seines Lebens auszubrechen.
    Obwohl ich das Buch gerne gelesen habe, fällt es mir nicht leicht, es Anderen zu empfehlen. Die Handlung ist weder übermäßig spannend geschweige denn humorvoll, der Protagonist dröge und eher langweilig - weshalb sollte man es dann lesen? Vielleicht weil es ein Abbild des wahren Lebens ist, gerade in dieser Gleichförmigkeit, wo sich kaum ein Tag vom anderen unterscheidet. Doch letzten Endes liegt es nur an einem selbst, dies zu ändern. Andreas' Krankheit veranlasst ihn dazu: Statt in seinen Träumen weiter zu verharren und den verpassten Chancen nachzutrauern, ergreift er selbst die Initiative und erkennt, dass die Träume nur wenig bis nichts mit der Realität zu tun haben. Das echte Leben befindet sich genau vor ihm, er muss nur den Schritt hineinmachen.
    Ein Buch, das weniger Unterhaltung bietet als Stoff zum Nachdenken.

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    SagMals avatar
    SagMalvor 4 Jahren
    Über die kleinen Dramen des Lebens ...

    Was geschieht, wenn man das Leben ganz ohne Ziel geschehen lässt? Wenn man Möglichkeiten verstreichen lässt, ohne sie aktiv zu nutzen. Kann man dann, wenn man Bilanz zieht, vor sich selbst vertreten, dass das eigene Leben lebenswert war und dass man mit dessen Verlauf zufrieden sein kann?

    Andreas, Protagonist in Peter Stamms "An einem Tag wie diesem", könnte diese Frage wohl nicht hundertprozentig mit "Ja" beantworten. Kurz bevor er eine wichtige Diagnose zu seinem Gesundheitszustand erhalten soll, beschließt Andreas deshalb überstürzt, sein bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Jetzt, da er scheinbar nichts mehr zu verlieren hat, kündigt er seinen Lehrerjob, der ihm nichts bedeutet, lässt Paris hinter sich, in das er eigentlich nur wegen ihr, seiner Jugendliebe Fabienne gezogen ist, und lässt auch all die Affären hinter sich, die sich von ihm weder geliebt noch verstanden fühlen. Andreas fasst kurzerhand den Plan, seine Jugendliebe Fabienne aufzusuchen, für die er noch Gefühle hat. Sie lebt inzwischen jedoch in seiner alten Heimat, der Schweiz, zusammen mit seinem einstigen Freund Manuel ...

    Die Handlung an sich mag nichts Besonderes sein. Schön ist meiner Ansicht jedoch, dass man sich genau deswegen mit ihr so wunderbar identifizieren kann. Hier werden die kleinen Dramen des Lebens widergespiegelt.

    Der nüchterne Schreibstil Stamms unterstreicht die Persönlichkeit des Protagonisten Andreas. Er bringt das Pragmatische, rationale Denken der Hauptperson auf den Punkt, das manchmal schon leicht ins Depressive abdriftet.

    Was für mich bleibt nach diesem Buch, ist auf jeden Fall die Erinnerung daran, dass man sich nicht erst fragen sollte, ob der Weg, den das eigene Leben nimmt, noch der Richtige ist, kurz bevor man eine schlimme Diagnose erhalten könnte. Man sollte sich der Fragestellung regelmäßig stellen und mutiger sein, Möglichkeiten zu ergreifen, wenn diese sich auftun. Nur so kann man das Leben auch intensiv spüren und sich selbst mehr Glücksmomente schaffen.

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    B
    bookscoutvor 5 Jahren
    Prädikat: Wertvoll

    Ganz durch Zufall habe ich "An einem Tag wie diesem" entdeckt, das Cover war mir aufgefallen. 
    Vielleicht sollte es sein - immerhin trägt Peter Stamms Erstlingsroman meinen Vornamen ;-) 

    Wie auch immer. 

    Kaum hatte ich die ersten Seiten des Buches gelesen, war ich gefesselt, fast hätte ich die ganze Nacht kein Auge zugetan. 

    Erzählt wird die Geschichte von Andreas, einem Deutschlehrer mit Schweizer Wurzeln, der in Paris lebt und arbeitet. Seine Tage sind geprägt von einer erschreckenden Gleichförmigkeit, er wirkt gefangen in den immer gleichen Strukturen, der immer gleichen Monotonie. 

    Selbst die Treffen mit seinen beiden Affären Nadja und Sylvie laufen stets nach dem gleichen Schema ab. Eine feste Beziehung hat Andreas nicht, er scheut sich vor Bindung und trauert im tiefsten Herzen immer noch seiner Jugendliebe Fabienne nach, einem französischen Au-Pair-Mädchen, das er einst in seiner Heimat kennengelernt hat. 

    Wie das Leben so spielt, hat sie sich damals jedoch für seinen besten Freund Manuel entschieden. 

    Zum Ende des Schuljahres wird Andreas plötzlich von einer Rastlosigkeit erfasst, lässt sich auf seine deutlich jüngere Kollegin Delphine ein, verkauft seine Wohnung, kündigt seine Stelle und reist gemeinsam mit Delphine in die Schweiz, zu Fabienne. 

    Was er sich von einem Treffen mit Fabienne erhofft, weiß er selbst nicht so genau. Aber er fühlt, er muss es tun. Auch wenn er damit Delphines Gefühle verletzt...  

    Peter Stamm wird nicht umsonst vom Spiegel als "brillanter Erzähler" bezeichnet. Seine Sprache ist selten klar und geradlinig, gerade dadurch kreiert sie eine Spannung und stellt eine unglaubliche Nähe zum Leser her.

    Sicher ist, dass "An einem Tag wie diesem" nicht mein letzter Stamm bleiben wird ;-) 


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    Duffys avatar
    Duffyvor 5 Jahren
    Aus der Mitte des Lebens

    Andreas ist Deutschlehrer an einer Pariser Schule. Sein Leben wird durch Gleichförmigkeit bestimmt, Dieselben Tagesabläufe, dieselben Geliebten, alles eine Routine, die sich etabliert hat. Doch eines Tages kommt er damit nicht mehr klar, will einen Neuanfang, gibt seine Stelle und seine Wohnung in Paris auf. Er begibt sich in sein Heimatdorf und damit auch zu der einzigen Frau, von der er meint, sie jemals geliebt zu haben. Die ist natürlich schon längst verheiratet, doch Andreas sucht diese Begegnung auch, um mit dieser "einzigen" Liebe irgendwie abzuschließen. Die Begegnung findet statt und Andreas kommt ein Stück weiter.
    Peter Stamm ist ein großartiger Erzähler mit einem wunderbaren Stil der genauen Worte. Dabei verliert er sich nicht in ewig langen Satzkonstruktionen, schreibt fast sparsam, aber setzt unaufdringlich die Akzente so, als wären sie selbstverständlich und vollkommen unangestrengt. Das Leben seiner Hauptfigur, an einem kritischen Punkt angelangt, erscheint so transparent, dass man dessen Entscheidungen und nächste Schritte ohne zu hinterfragen akzeptieren, und sich daher auf das Wichtigste, die dabei empfundenen Emotionen, konzentrieren kann. Das macht den Roman zu einem ungetrübten Lesegenuß, denn wenn man sich auf die Essenz konzentriert, dann hat man ein wunderbares Buch, sensibel, voller kleiner Erkenntnisse und Erblebnisse, die man vielleicht auch bei sich selbst schon beobachten konnte. Kein Buch über den Sinn des Lebens in der Mitte des eigenen
    Daseins, sondern ein Buch direkt aus der Mitte des Lebens. Voller Gefühl und passender Worte.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "An einem Tag wie diesem" von Peter Stamm

    Ein wundervolles buch, sehr schön geschrieben, verträumt, tiefgründig und sehr nachdenklich. Ein buch in dem man sich leicht verlieren kann.

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    Masaihtts avatar
    Masaihttvor 6 Jahren
    Rezension zu "An einem Tag wie diesem" von Peter Stamm

    An einem Tag wie diesem ist ein Buch, das man schnell durchgelesen hat; nicht, weil es nichts zu sagen hat oder oberflächlich belletristische Gewichtslosigkeit an den Tag legt, sondern weil Stamm eine klare, direkte, einfache Sprache verwendet, er ist ein Erzähler im besten Sinne. Es gibt kaum verschachtelte Nebensätze, auf deren Pfaden man erstmal Dickicht beiseite schlagen muss, man ist von Beginn an nah am Geschehen und an den Protagonisten, wenngleich Stamm eher distanziert deren Empfindungen zu Wort kommen lässt. Vielleicht ist es Stamms grundsätzlicher Stil, ich kann mich an vor vielen Jahren gelesene Erzählungen von ihm nicht mehr erinnern; oder er ist dem Wesen des Protagonisten Andreas geschuldet, der selbst vor allem im ersten Teil der Geschichte in fatalistisch betrachtender Distanz zu seinem Leben in Paris durch dieses schreitet und sich dabei dem immer wiederkehrenden Lauf der alltäglichen Dinge und Abläufe hingibt, manchmal hat dies fast resignierte Züge. Dann geht er zum Arzt, weil ein anhaltender Husten ihn dazu drängt, und es wird ein Schatten auf der Lunge festgestellt. In Angst, sich dem anstehenden Befund zu stellen, beginnt er aus seinem Leben auszubrechen, bricht mit Liebschaften und beendet ohne Umschweife seine Arbeit als Lehrer an einem Pariser Gymnasium. Er lernt Delphine kennen, die um viele Jahre jünger ist, sie entwickeln eine zu Beginn noch undeutliche Liebe, die nie wirklich ausgesprochen wird, die aber bis zum Ende des Buches mehr und mehr an Bestand gewinnt. Delphine begleitet Andreas auf einer Reise zu seinen Kindheitswurzeln.
    Er betrachtete die Häuser, die Straßen und Bäume, als müssten Spuren an ihnen zu finden sein von seinem früheren Leben. Aber er sah nur stumme, gleichgültige Oberflächen. Er lehnte sich an einen der alten Kastanienbäume auf dem Marktplatz, fuhr mit seinen Händen über die schmutzig graue Rinde. Er sah sich als Kind hier vorbeigehen, er war auf dem Schulweg, auf dem Weg in die Musikstunde, dem Weg nach Hause. Der Platz war leer, und es war sehr still, aber die Luft schien wie belebt. Andreas war auf seltsame Art glücklich, vielleicht war das die Erinnerung, dieses flüchtige Gefühl von Glück, das verschwand, sobald man versuchte, sich darauf zu konzentrieren. Er wollte an nichts denken, doch es gelang ihm nicht.
    Dort, in einem Schweizer Dorf, lebt sein Bruder und auch noch immer Fabienne, die er die letzten 20 Jahre in sich getragen hat, eine unerfüllte Liebe, die noch einmal einen Erfüllungsakt und den realistischen Blick durch Konfrontation im Hier und Jetzt braucht, um im Guten losgelassen werden zu können. Auch eine vorsichtige Wiederannäherung an den Bruder beginnt während des Versuchs, das Schwingen der Erinnerungen und des Vergangenen mit der Identität des Heutigen zu verbinden.
    In dieser zweiten Hälfte nach dem vorübergehenden Bruch mit dem alten Leben bis zu einem schönen, gereinigten Ende, werden die Emotionen der Distanz ein wenig mehr enthoben, man fühlt direkter das Hadern, das Suchen, das sentimentale Wehen, das Andreas umgibt, bis hin zu einem erlösenden Ausbruch der Tränen auf einem Rastplatz, allein in seinem 2CV sitzend.
    Ich habe die Erzählung sehr gerne gelesen, es wird nicht mein letzter Stamm gewesen sein.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "An einem Tag wie diesem" von Peter Stamm

    _An einem Tag wie diesem_ ist ein Buch, das man schnell durchgelesen hat; nicht, weil es nichts zu sagen hat oder oberflächlich belletristische Gewichtslosigkeit an den Tag legt, sondern weil Stamm eine klare, direkte, einfache Sprache verwendet, er ist ein Erzähler im besten Sinne. Es gibt kaum verschachtelte Nebensätze, auf deren Pfaden man erstmal Dickicht beiseite schlagen muss, man ist von Beginn an nah am Geschehen und an den Protagonisten, wenngleich Stamm eher distanziert deren Empfindungen zu Wort kommen lässt. Vielleicht ist es Stamms grundsätzlicher Stil, ich kann mich an vor vielen Jahren gelesene Erzählungen von ihm nicht mehr erinnern; oder er ist dem Wesen des Protagonisten Andreas geschuldet, der selbst vor allem im ersten Teil der Geschichte in fatalistisch betrachtender Distanz zu seinem Leben in Paris durch dieses schreitet und sich dabei dem immer wiederkehrenden Lauf der alltäglichen Dinge und Abläufe hingibt, manchmal hat dies fast resignierte Züge. Dann geht er zum Arzt, weil ein anhaltender Husten ihn dazu drängt, und es wird ein Schatten auf der Lunge festgestellt. In Angst, sich dem anstehenden Befund zu stellen, beginnt er aus seinem Leben auszubrechen, bricht mit Liebschaften und beendet ohne Umschweife seine Arbeit als Lehrer an einem Pariser Gymnasium. Er lernt Delphine kennen, die um viele Jahre jünger ist, sie entwickeln eine zu Beginn noch undeutliche Liebe, die nie wirklich ausgesprochen wird, die aber bis zum Ende des Buches mehr und mehr an Bestand gewinnt. Delphine begleitet Andreas auf einer Reise zu seinen Kindheitswurzeln.
    _Er betrachtete die Häuser, die Straßen und Bäume, als müssten Spuren an ihnen zu finden sein von seinem früheren Leben. Aber er sah nur stumme, gleichgültige Oberflächen. Er lehnte sich an einen der alten Kastanienbäume auf dem Marktplatz, fuhr mit seinen Händen über die schmutzig graue Rinde. Er sah sich als Kind hier vorbeigehen, er war auf dem Schulweg, auf dem Weg in die Musikstunde, dem Weg nach Hause. Der Platz war leer, und es war sehr still, aber die Luft schien wie belebt. Andreas war auf seltsame Art glücklich, vielleicht war das die Erinnerung, dieses flüchtige Gefühl von Glück, das verschwand, sobald man versuchte, sich darauf zu konzentrieren. Er wollte an nichts denken, doch es gelang ihm nicht._
    Dort, in einem Schweizer Dorf, lebt sein Bruder und auch noch immer Fabienne, die er die letzten 20 Jahre in sich getragen hat, eine unerfüllte Liebe, die noch einmal einen Erfüllungsakt und den realistischen Blick durch Konfrontation im Hier und Jetzt braucht, um im Guten losgelassen werden zu können. Auch eine vorsichtige Wiederannäherung an den Bruder beginnt während des Versuchs, das Schwingen der Erinnerungen und des Vergangenen mit der Identität des Heutigen zu verbinden.
    In dieser zweiten Hälfte nach dem vorübergehenden Bruch mit dem alten Leben bis zu einem schönen, gereinigten Ende, werden die Emotionen der Distanz ein wenig mehr enthoben, man fühlt direkter das Hadern, das Suchen, das sentimentale Wehen, das Andreas umgibt, bis hin zu einem erlösenden Ausbruch der Tränen auf einem Rastplatz, allein in seinem 2CV sitzend.

    Ich habe die Erzählung sehr gerne gelesen, es wird nicht mein letzter Stamm gewesen sein.

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    michella propellas avatar
    michella propellavor 7 Jahren
    Rezension zu "An einem Tag wie diesem" von Peter Stamm

    es scheint wie das aufrichtige porträt eines mannes der erst in der mitte des lebens dessen sinn und die liebe findet. sein pariser alltag als deutschlehrer erfüllt ihn wenig, eine ewige jugendliebe verhindert eine feste bindung zu anderen frauen. er weiß um die leere in seinem leben und schafft es schwer aber plötzlich bestimmt einen neuanfang zu wagen. eine einfache, klare sprache und die ungeschönte erzählweise fesseln bis zum ende.

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    brouls avatar
    broulvor 7 Jahren
    Rezension zu "An einem Tag wie diesem" von Peter Stamm

    Ist ein Leben, in dem man nur Affären, aber keine dauerhafte Partnerschaft vorzuweisen hat ein verpfuschtes Leben? Überhaupt ein Leben? Was ist, wenn man plötzlich "alt" und totkrank ist und die Bilianz seines Lebens ziehen muss? Ist die Jugendliebe die einzig wahre Liebe, die man je hatte? Hat sie einen liebesunfäig zurückgelassen?
    Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Protagonist dieses Buches. Eine Suche nach den Antworten, eine Reise an deren Ende man sich selbst findet? Endet dieses Leben, dass so traurig erscheint, in einer Tragödie oder doch mit einem Hoffnungsschimmer?
    Die große Kunst dieses Buches liegt darin, dass man beim Lesen vergisst, was für schwierige Fragen da gewälzt werden. Das Buch liest sich unheimlich gut und flüssig und ich hatte es ausgelesen fast ohne zu merken, dass ich gelesen hatte.
    Ich bin froh es gelesen zu haben, obwohl es eigentlich gar nicht so sehr mein Thema ist.

    Kommentare: 3
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    ninchen1809s avatar
    ninchen1809vor 8 Jahren
    Rezension zu "An einem Tag wie diesem" von Peter Stamm

    In diesem Roman geht es um einen einsamen Mann namens Andreas. Er ist in der Schweiz aufgewachsen und lebt seit fast zwanzig Jahren in Paris als Deutschlehrer. Mehrere Affären bzw. sexuelle Beziehungen zu verschiedenen Frauen, auch gleichzeitig, bestimmen seinen Alltag. Eine ernsthafte Beziehung zu einer Frau hatte er bisher noch nie. Es gab nur eine einzige Frau, die er je geliebt hat: Fabienne seine Jugendliebe, die er nur einmal Mal geküsst, aber nie vergessen hat.

    Eines Tages, „an einem Tag wie diesem“ lässt er sein altes Leben zurück, verkauft seine Wohnung, kündigt seinen Job und fährt in die Schweiz um Fabienne zu sehen. Delphine, eine seiner Affären, ist in Andreas verliebt, hat sich während einer Erkrankung um ihn gekümmert und begleitet ihn in die Schweiz. Doch er empfindet sie lediglich als Störung, er muss vorerst mit einer anderen Sache abschließen…

    Peter Stamm gelingt es sehr gut die Einsamkeit, welche Andreas umgibt, zu beschreiben bzw. auszudrücken. Seine Unfähigkeit zu lieben und geliebt zu werden, der Wunsch nach einem „normalen Leben“, wird von Peter Stamm eindrucksvoll zur Geltung gebracht. Sein Schreibstil ist klar und schnörkellos. Der Charakter „Andreas“ ist äußerst realistisch und in unserer Gesellschaft häufiger anzutreffen.

    Das war mein erstes Buch von Peter Stamm und bestimmt nicht mein letztes…

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