Peter Stamm Blitzeis

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Inhaltsangabe zu „Blitzeis“ von Peter Stamm

'Wir haben viele Jahre gejammert, dass es keine Kurzgeschichten gibt. Jetzt haben wir einen Autor, der das Lebensgefühl der absoluten Vereinsamung, der Sprachlosigkeit ausdrückt.' (Verena Auffermann )

Sie sind jung und unabhängig, einsam oder ein scheinbar perfektes Paar. Sie sind auf der Suche nach etwas und finden doch nichts, ihr Leben gerät für einen Moment in Bewegung oder steht plötzlich still. Einziger Beobachter ist der Ich-Erzähler: kühl und distanziert, abwartend, rauchend. Peter Stamm zeichnet in seinen Erzählungen scharfe Momentaufnahmen eines flüchtigen Glücks und der Sehnsucht nach Veränderung. ›Blitzeis‹ erzählt Liebesgeschichten in bewegten Bildern, Geschichten, die unsere Zeit einfangen.

Mich hat nur die letzte Geschichte ergriffen. Der rest war sehr monoton.

— Ann-KathrinSpeckmann

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    Blitzeis

    Ann-KathrinSpeckmann

    16. August 2016 um 17:23

    Inhalt:Schwer zu sagen, da es eine Kurzgeschichtensammlung ist.Meine Meinung:Wir mussten während des Abis Agnes lesen. An dem Buch fand ich vor allem das Ende recht gut gemacht. Deswegen habe ich mir diese Kurzgeschichtensammlung besorgt. ich studiere jetzt seit fast 2 Jahren, d.h. dieses Ebook lag drei Jahre lang herum. Ich habe immer mal wieder versucht es zu lesen, bin aber nie allzu weit gekommen. Jetzt habe ich es endlich durch.Der handwerkliche Kram stimmt und hat bestimmt viel Arbeit gemacht. Aber kaum eine der Geschichten kommt an mich ran. Die meisten waren vergessen, bevor ich die nächste anfangen konnte. Es ist vielleicht das, was manche als "Literatur" bezeichnen. Und man kann mit Sicherheit ganz toll so einiges reininterpretieren. Aber Lesevergnügen hatte ich nicht.Insgesamt:Nicht mein Fall.

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  • Traurig, wahrhaftig, schön.

    Blitzeis

    Eiseisbaby

    31. October 2013 um 11:24

    BLITZEIS ist das erste Buch, das ich von Peter Stamm gelesen habe. Es wird garantiert nicht das Letzte sein. Eigentlich bin ich kein großer Freund von Erzählbänden, ich lese normalerweise lieber Romane. Aber weil der Titel für mich unheimlich stark klang und es ja auch Spaß machen kann, ein paar kurze Geschichten zwischen zwei Büchern einzuschieben, griff ich zu. Stamms Prosa hat mich sehr berührt und mitgenommen. Die melancholischen Beobachtungen sind in einer schlichten, präzisen Sprache verfasst. Wie kaum ein anderer beherrscht der Autor die Kunst des Weglassens, ohne einfältig oder abgemagert rüberzukommen. Die Bescheidenheit des Ich-Erzählers geschieht nicht aus Koketterie. Sie schafft Raum für Identifikation. Selten war ich beim Lesen auf eine derart angenehme Weise so nah an einer Stimme dran, fast schien es mir, als hätte Stamm sie mir wie ein leichtes, viel zu dünnes Regencape über die Schultern gelegt, um mich hinauszuführen, auf einsame Strände, in regnerische Straßen oder über einen sonnigen Fluss und in die schattigen Wälder. Egal ob New York, Schweden, Deutschland: es gelingt ein sehr naher, unverstellter Blick auf die Protagonisten, die mit großer Natürlichkeit die großen Themen im Kleinen verhandeln: Nähe, Distanz, Liebe, Hass, Freundschaft, Verrat unter Bekannten, Freunden, Paaren und Fremden. Peter Stamm beobachtet mitfühlend und klug und zum Glück nie belehrend oder allwissend. Man tastet sich mit ihm gemeinsam durch alltägliche Schicksale. Es ist eine leise, enttäuschende Sinnsuche, die mich nachdenklich und ruhig zurückgelassen hat. Am Ende bleibt einem in all dem Suchen, Versuchen und Scheitern vielleicht nur das Wissen um eine mysteriöse, unveränderbare Ordnung.    Ein System der Dinge und Wörter, das plötzlich, schleichend, schnell und eiskalt über uns hereinbrechen kann und uns ratlos zurücklässt. Blitzeis eben. Traurig, wahrhaftig, schön.            

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  • Rezension zu "Blitzeis" von Peter Stamm

    Blitzeis

    Duffy

    08. January 2013 um 16:19

    Auf den Schreibstil von Peter Stamm dürften nicht wenige Kollegen sehr neidisch sein. Auch in den hier vorliegenden neun Erzählungen besticht seine knappe und prägnante Sprache. Seine Geschichten lassen den Leser ein Stück weit in die Welt seiner Hauptfiguren, um ihn dann ohne großen Showdown wieder daraus zu entlassen. In diesen Abschnitten erfahren wir alles, was wir wissen müssen, um die Geschichten zu geniessen. Dabei vermisst man nichts, denn obwohl Stamm kein Wort zu viel schreibt, hat er doch alles gesagt. Ein Großer in der Disziplin Kurzgeschichte, der ganz nah am König dieser Disziplin, Raymond Carver, herankommt. Ein Genuss!

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  • Rezension zu "Blitzeis" von Peter Stamm

    Blitzeis

    damentennis

    15. January 2009 um 22:34

    "Blitzeis" ist nicht nur ein ähnlich schönes Wort wie "Hungerast", sondern tauchte auch ebenso plötzlich im Sprachgebrauch auf. Der Hungerast wurde bei der Tour de France extra für Jan Ullrich erfunden, vor Blitzeis wurde irgendwann - wahrscheinlich von einem Ministerium - gewarnt, wie später dann vor Anthraxbriefen. Das hat natürlich nichts mit dem Buch zu tun, das ich mir aber wegen des Titels gekauft habe. Nein, das ist nur die halbe Geschichte: Ich war verzückt, dass Peter Stamm ein Buch mit diesem Titel geschrieben hat und war mir schon im Buchladen sicher, dass es mir sehr gut gefallen wird. Zuhause dann, wie man sich das so vorstellt, in der Leseecke mit Tee und leichten Drogen, Wolldecke und Räucherstäbchen aus der Abi-Zeit, wurde diese Erwartung erwartungsgemäß erfüllt. Ganz flott las ich dieses Büchlein durch. Eine junge Frau, in die man sich schon nach sechs Seiten weitestgehend verliebt (seien Sie als Leser also bitte nicht mehr überrascht, wenn es passiert!), lebt in einem tristen Kleinstdorf irgendwo am Arsch des Polarkreises. Sie hat ein Kind, das sie zwar mag, für das sie sich aber nicht so recht begeistern kann und die Männer im Ort kennt sie zwar alle, aber auch da tut sie sich schwer mit der Begeisterung. Generell begeistern sich in diesem Buch wenig Leute für etwas, aber das ist ja nichts Neues bei Peter Stamm. Sie beschließt, ihre Heimat zu verlassen und will jemanden besuchen, den sie vage kennt, und der in Dänemark (oder war es Norwegen?) wohnt. Dann geht es für Peter Stamms Verhältnisse fast chaotisch zu: Es entwickelt sich eine "rasante" und "verrückte" Geschichte über die Frau und "ihre Männer", ein Schiffskapitän ist "mysteriös" verschollen, sie ver- und entliebt sich wieder und kommt nach alldem zu keinem Schluss. So in etwa geht es zu in Peter Stamms schöner, ruhiger, überschaubarer und freundlich-beängstigender Welt. Was in dem Buch nicht passiert, sondern gelogen ist: Am Ende der Geschichte kehrt der verschollene Schiffskapitän wieder zurück, aber als junger, gutaussehender Mann und heiratet die Frau, die zwischenzeitlich seinen seit seinem Verschwinden vakanten Kapitänsposten aushilfsweise, aber zur Zufriedenheit aller, übernommen hatte. Gemeinsam wollen sie sich auf nach Nowosibirsk machen, um dort (haha) in den Hafen der Ehe zu schippern. Diese Rechnung haben sie aber ohne der Exmann der Frau gemacht, einen streitsüchtigen Bierkutscher, der den gerade erst wieder aufgetauchten Kapitän in der Nacht vor der geplanten Abfahrt aus Versehen im kalten Meer ersäuft. Das hätte ja auch kein Mensch lesen wollen, so einen Quatsch.

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