Peter Stamm Seerücken

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Inhaltsangabe zu „Seerücken“ von Peter Stamm

»Ein brillanter Erzähler.« Der Spiegel»Was das Scheitern anbelangt, das leise Scheitern im Alltag, dem kein dramatisches Leiden folgt, darin ist der 1963 geborene Schweizer Peter Stamm ein literarischer Meister. (...) Auf geradezu prekäre Weise sind die Erzählungen auch darin stimmig, dass sie die Verzagtheit zum natürlichen Lebenszustand der Menschen erklären.« Karl-Markus Gauss, Die ZeitPeter Stamm erzählt ungeheuer kunstvoll und scheinbar so einfach von Leben, die nicht gelebt, die aufgeschoben, erinnert und schließlich verpasst werden. In lakonischen Sätzen und unauffällig stimmungsvollen Szenen findet er – leicht lesbar, aber schwer verdaulich – die kaum spürbaren Eruptionen, die sich im Rückblick als Erdbeben erweisen. Die Einsamkeit im gemeinsamen Urlaub. Ein verlassenes Hotel in den Bergen. Ein Mädchen im Wald. Ein Pfarrer, der die Vögel füttert. Die erste Liebe mit Gewicht.Peter Stamm zeigt sich auch in »Seerücken« wieder als Meister der Kurzgeschichte.

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  • Melancholische, sprachlich präzise Geschichten...

    Seerücken
    Creed

    Creed

    03. July 2016 um 12:13

    Der renommierte Schweizer Schriftsteller präsentiert hier 10 Geschichten, die eines gemeinsam haben...einen traurigen, melancholischen Unterton. Stamm erzählt stets mit klarer, auf's Nötigste verdichteter Prosa; sauber gearbeitete Sätze, die trotz ihrer Kargheit vieles beschreiben und durchaus Atmosphäre aufbauen. Die Stories enden oftmals recht plötzlich, einige sogar fast surreal. Man muß ein Freund von offenen Enden sein, von der Möglichkeit, die Fortsetzung der Plots selbst zu erdenken. Formal abgeschlossene Geschichten sind auf jeden Fall nicht Peter Stamms bevorzugter Stil. Ein fast verlassenes Hotel in den Bergen, ein desillusioniertes Paar im Italienurlaub, eine Klavierlehrerin mit einbrechender Existenz, eine im Wald lebende Schülerin...der Schweizer Autor findet immer wieder interessante Schauplätze Charaktere, denen das Leben ein Bein stellt. Sein Schreibstil trägt dazu bei, den Geschichten zusätzlichen Realismus zu verleihen. Meine fünf Favoriten des Buches sind: 1. Siebenschläfer 2. Der letzte Romantiker 3. Der Lauf der Dinge 4. Sweet Dreams 5. Sommergäste Fazit: Ein sehr schöner, klarer und durchdachter Schreibstil. Wer keine Vorbehalte vor offenen Story-Enden hat, ist mit "Seerücken" gut und intelligent bedient.

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  • Lesetipp

    BoBennett

    BoBennett

    31. July 2014 um 19:44

    Gut, dass auch Länder Geburtstag feiern ;)! Zum verlängerten (Schwyyzer) Wochenende gehört natürlich auch ein echter Schwyyzer Autor.

  • Rezension zu "Seerücken" von Peter Stamm

    Seerücken
    Duffy

    Duffy

    13. March 2013 um 18:47

    Zehn Geschichten, in denen Peter Stamm einmal mehr zeigt, dass er in der 1.Liga der Kurzgeschichtenschreiber und Erzähler schreibt. Wie auch in seinen Romanen beherrscht er den kurzen, prägnanten Stil, legt aber darin so viel Gefühl und so viel Wortreichtum, dass man sich ihm gerne anvertraut, sich von ihm an die Hand nehmen und durch eigentlich recht banale und unaufgeregte Situationen führen lässt. Alles, jeder Moment, der einfach nur so vergeht, kann bei Stamm etwas Besonderes werden und genauso wie bei Carver findet auch er immer wieder aus den Geschichten sanft hinaus und hinterlässt zwar einen nachdenklichen, aber nie verstörten Leser. Meisterhaft.

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  • Rezension zu "Seerücken" von Peter Stamm

    Seerücken
    salome44

    salome44

    12. December 2011 um 21:46

    Geschichten von Geschichten von Ideen, die auf der Straße liegen Der neue Erzählband „Seerücken“ von Peter Stamm Eines der Mädchen schafft den Anschluss nicht, fällt immer mehr zurück. Es scheint nicht aufzufallen, dass sie zurück bleibt. Die anderen sind längst außer Sichtweite. Das Mädchen bleibt stehen, schaut sich um. Von Wald umgeben, ringsum Stille. Die vor ihm liegende Nacht wird die erste von vielen im Wald sein. Drei Jahre werden es, bis der Jäger das Mädchen bemerken wird. Es heißt Anja und ist die Protagonistin in einer der zehn Erzählungen aus Peter Stamms „Seerücken“. „Immer hatte Anja versucht, jemanden einzuholen“ charakterisiert der Autor sie in einer einzigen Zeile, die nachgerade als Quintessenz der Geschichte gelten kann. Anja wird die anderen nicht einholen, auch wenn sie sich dafür anstrengt. Hatte sie ehemals im Wald oder in Büchern der Beengtheit entfliehen können, so gelingt ihr dies zunehmend weniger. Anja zieht sich in sich selbst zurück, erschafft sich eine eigene Welt, in der ihr noch einmal der Jäger begegnen wird. Anja ist nicht die einzige Figur mit Fluchtbereitschaft in den Erzählungen von Stamm. Da gibt es in „Eismond“ den Pfeife rauchenden Pförtner Albert Biefer, der als Rentner nach Kanada auswandern möchte, um dort ein Blockhaus zu bauen. Das Grundstück hat er längst gekauft, der Visumantrag wird bewilligt. Doch kurz nach seiner Pensionierung sitzt Biefer dann doch wieder im Pförtnerhaus des alten Fabrikgeländes. Was wird aus seinen Plänen? Was wird aus ihm? Oder Hermann, der den Koffer für den Krankenhausaufenthalt seiner Frau Rosmarie packt. Nach einem hirnchirurgischen Eingriff liegt sie in einem künstlichen Koma, heruntergekühlt. „Sie haben sie kalt gemacht“ denkt er bei ihrem Anblick. Den gepackten Koffer soll er wieder mitnehmen, seine Frau brauche nichts, wird ihm gesagt. So kommt es, dass er mit dem Koffer den erstbesten Zug nimmt und flieht. Weg vom Krankenhaus, der leeren Wohnung, fort von seiner Frau, von der er nicht weiß, ob sie den Koffer je noch brauchen wird. Diese Fluchten, dieses Entrinnenwollen aus dem Alltag, einer Notlage sind, wenn nicht von Verzweiflung, dann doch von Resignation, Verlorenheit oder Wehmut begleitet. Aber es gibt auch die Flucht nach vorn. Sara, die ehrgeizige Klavierlehrerin, die endlich kurzerhand die Luftwurzeln ihres ausufernd wuchernden Philodendron zerschneidet und sich Raum schafft, nachdem sie gerade eine jahrelange Freundschaft beendet hat. „Weglaufen als eine heruntergekommene Form der Befreiung“ formulierte es der Kultursoziologe Heinz Steinert im Zusammenhang mit repressiven Verhältnissen. Fast wäre auch Lydia geflohen, wenn der menschenscheue Gemüsebauer Alfons nicht doch noch Worte gefunden hätte. „Geh nicht, flüsterte er, geh noch nicht.“ In dieser Liebesgeschichte taucht der poetische Titel „Seerücken“ zum ersten Mal auf, der Name eines vom See abgewandten Gebietes in Bodenseenähe. Diese Erzählung hat ein gutes Ende, manch andere auch, doch die meisten haben ein offenes und lassen Fragen zurück. Doch dies ist ja gerade Sinn und Zweck des offenen Endes: die Geschichten spinnen sich im Kopf weiter, sind uneindeutig und können nicht so einfach ad acta gelegt werden. Sie machen unruhig, gar ratlos und bei manchen blättert man zurück, liest wiederholt, stutzt, ob man vielleicht etwas übersehen oder falsch verstanden hat. Die Erzählung „Im Wald“ schweift fast ins Mystische ab, verlässt den vorherigen Erzählrahmen, in dem alles noch nachvollziehbar, wenn auch seltsam eigen ist. Ist das Ende gar nur ein Traum? Eine Vorstellung? Ausdruck einer Psychose, einer verrückten Wahrnehmung? Oder doch Realitätsschilderung? Diese Fragen bleiben und sie dürften intendiert sein, schließen aber auch Missdeutungen, Missverständnisse ein, nämlich dann, wenn man sich vor einem klaren Ende scheut, wie Peter Suhrkamp einmal bemerkte. Das muss hier nicht zutreffen, aber ein wenig Unzufriedenheit ob der Lesart bleibt doch Allen Erzählungen gemein ist das Motiv des Wassers, das sich durch das ganze Buch zieht. Schon im Titel klingt es mit, ist aber auch als See, Meer, Bach oder einmal als Schwimmbad präsent. Wasser als Quell des Lebens, als Teil und Kraft der Natur, wie auch der Wald, der mehrfach eine Rolle spielt. Als Gegensatz dazu das Neubau- und Industriegebiet in Autobahnnähe durch das Anja streift oder das alte Fabrikgelände am See, das von Investoren besichtigt wird, die bereits mit „großspurigen Handbewegungen ganze Gebäude abreißen und neue aufstellen.“ Natur und Landschaft usurpieren mittels Geld. Eine Form der Gewalt, die sich schon in der einen Geste auszudrücken vermag. Eine subtile Kritik aktueller Geschehnisse. Überhaupt beschreibt Peter Stamm sehr präzise, knapp, unprätentiös und nüchtern, ohne feine Details auszulassen, die für die Handlung, die Charaktere von Belang sind. Die letzte Erzählung “Coney Island“ mutet fast wie eine Aufgabe, eine Fingerübung in einem Kurs für kreatives Schreiben an. Sie hat ein anderes Tempo als die übrigen. Nicht nur minutiös, sondern nahezu in Zeitlupe beschreibt sie das Rauchen einer Zigarette. Der Verdacht kommt auf, dass diese sehr kurze Geschichte noch hinzugenommen wurde um zehn beisammen zu haben. Bestärken könnte dies die exakte Datierung im Text, sofern diese nicht fiktiv ist: „Es ist zwanzig vor drei am einundzwanzigsten Oktober Zweitausendundzwei.“ Seit diesem Zeitpunkt nämlich hat Peter Stamm bereits vier weitere Bücher veröffentlicht, „Seerücken“ ist nun sein neuntes. Man ist dabei, bei den Geschehnissen von Stamms Erzählungen. Aber es bleibt immer eine wohltuende Distanz – selbst dann, wenn diese in der ersten Person verfasst sind. Man ist zugegen, aber nie so nah, dass man keine Sicht mehr auf die Figuren hätte. Schließlich ist in „Sweet Dreams“ gar der Autor selbst anwesend, als Mitfahrer ihm selben Bus wie Lara und Simon. Ein kurzer Blickwechsel mit Lara beim Aussteigen. Am Abend wird sie den Mann auf dem Monitor wieder erkennen, er ist Autor. Er berichtet von einem Paar, das er im Bus gesehen hat. Ein selbstreferenzieller Bezug, ja fast eine „Mise en abyme“. Auf die Frage des Fernsehmoderators nach den Ideen seiner Geschichten, sagt der Autor: “Die lägen auf der Straße.“ Das sagt auch der Schweizer Schriftsteller Peter Stamm in einem Interview im Internet. Glauben wir ihm. Peter Stamm: Seerücken. Erzählungen. S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2011. 192 Seiten, 18,95 Euro

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  • Rezension zu "Seerücken" von Peter Stamm

    Seerücken
    squirrel03

    squirrel03

    22. June 2011 um 13:22

    Hier halte ich nun endlich den sehnlichst erwarteten neuen Erzählband von Peter Stamm in den Händen. Das Werk trägt den Titel: „Seerücken“ (benannt nach einem `Hügelzug im Kanton Thurgau`[wikipedia]). Peter Stamm ist ein Schweizer Autor, Jahrgang 1963, der 1998 mit seinem Roman „Agnes“ debütierte. Er hat keine geradlinige Vita (nachzulesen auf seiner Homepage) sondern sein Leben ist eher durch verschlungenen Lebenspfade gekennzeichnet: kaufmännische Lehre, einige Semester Anglistik, Psychologie und Psychopathologie und diverse Auslandsaufenthalte. Er schreibt neben Erzählungen unter anderem auch Romane, Hörspiele und Theaterstücke. Ein sehr vielseitiger Autor also. Das Buch beinhaltet 10 Erzählungen. Keine gleicht der anderen. Auf dem Einband steht „...das leise Scheitern im Alltag..“. Ein Mann mietet sich in einem einsamen Hotel ein um einen Text fertig zu schreiben. Es gibt eine unhöfliche Wirtin, keinen Strom, kein fliessend warmes Wasser, kalte Ravioli aus der Dose und ungepflegte Zimmer. Am Ende ist nicht sicher, ob die Wirtin nur in der Einbildung des Mannes existierte. Oder die schüchternen Annäherungsversuche eines Biogemüsebauern an eine wenig attraktive aber doch sehr nette Frau. Eine andere Erzählung behandelt ein junges Paar, ihre Zweisamkeit, ihren Umgang miteinander und die ungewisse Zukunft, die keiner vorhersehen kann. Was ist nun das Verbindende zwischen den Erzählungen? Es sind Menschen, die ihre Wunschvorstellungen vom Leben mit der Realität abgleichen, die manchmal resignieren, manchmal einfach auch nur das nehmen was kommt oder die auch nur einfach gewisse Zweifel verspüren. Peter Stamms Stil ist wie immer schnörkellos. Er schafft es Stimmungen zu beschrieben, die Raum für die Fantasie des Lesers lassen. Eine Geschichte hat mir überhaupt nicht gefallen. Es ist die zweite mit dem Titel „Der Lauf der Dinge“. Das mag daran liegen, dass ich als Mutter keinen Zugang zu Texten habe, in denen ein Kind zu schaden kommt. Die absolut schreckliche Reaktion der Urlaubsnachbarn auf den Tod des Kindes hat mir dann den Rest gegeben. Die anderen neun Erzählungen sind aber durchaus lesenswert. Seit „Agnes“ habe ich alle Romane und Erzählungen von Peter Stamm gelesen. Mein absoluter Favorit ist und bleibt „Ungefähre Landschaft“. Da nach Erzählbänden bei dem Autor immer wieder Romane folgen, bin ich gespannt auf sein nächstes Buch.

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  • Rezension zu "Seerücken" von Peter Stamm

    Seerücken
    Greta

    Greta

    10. April 2011 um 21:49

    clemens jott setz hat ein sonderbares verhältnis zu sätzen. es ist schwer zu sagen, ob er sie hasst, weil er ihre enden so weit hinauszögert wie möglich (eine buchfrage: gibt es denn schon ein buch, das nur aus einem satz besteht?). oder ob clemens jott setz sätze liebt, weil er sie so lang und kunstvoll wie möglich gestaltet. der erste satz seines buches "die liebe zur zeit des mahlstädter kindes" reicht über 24 zeilen. besser, aber witzloser, wäre wohl: clemens jott setz mag keine punkte. andere satzzeichen mag er lieber, kommas und simikolons und doppelpunkte vor allem. clemens jott setz' punkt-phobie ist praktisch, man weiß für sich selbst nach dem lesen der ersten seite, dass es sich nicht lohnt, das weiterlesen. . peter stamm ist das alles vermutlich ein bisschen egal, das sind nur die satzlängen der anderen. es gibt ein neues buch, auf dem sein name steht, die sätze darin hat er mit aller kraft zurechtgestutzt daheim und auf reisen, hat aufgepasst, dass sich kein schmuck und keine eitelkeit darin verirrt, dass der leser keines der lästigen, aber notwendigen adjektive in einem buch oder einem internet nachschlagen muss (höchstens mal namen von versteckten landschaften). . währenddessen zwingen die zeitungen den leser zu einem geständnis: ja, ich als leser gehöre zu der zielgruppe, auf die peter stamm gewiss nicht mutwillig zuschreibt, aus eventuell wirtschaftlichen gründen. ich gebe einen ladenpreis aus für ein buch, das den preis der leipziger buchmesse nicht erhielt. für ein buch, in dem es ums scheitern geht, oder um das ausbleiben des scheiterns, um das, was nicht passiert ist. ich bin zu keiner kritik an peter stamms büchern fähig. peter stamm darf alles, sogar erzählungen mit sex oder tod beenden, solange der stil bleibt. an die genauen inhalte kann ich mich zwei tage später ohnehin nicht mehr erinnern. das blatt, auf dem ich jede erzählung kurz zusammenfasste, weil ich im zug saß und noch etwas zeit hatte, habe ich verloren. es hätte auch keinen nutzen gehabt. . mit der restenergie meines sonntags habe ich aber eine statistik erstellt: . auf seite 1 (jetzt keine spitzfindigkeiten!) von "seerücken": 17 zeilen. 14 sätze. 14 punkte. 15 kommas. kein simikolon. kein doppelpunkt. 4 fragezeichen. . auf seite 1 von "die liebe zur zeit des mahlstädter kindes": 22 zeilen. kein satz. kein punkt. 23 kommas. 2 simikolons. 3 doppelpunkte. kein fragezeichen. . da muss jeder selbst entscheiden, was er schöner findet.

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  • Rezension zu "Seerücken" von Peter Stamm

    Seerücken
    variety

    variety

    04. April 2011 um 18:13

    Peter Stamm schafft es wieder einmal, in seinen neuen Erzählungen die grossen Themen rund um die Liebe zu streifen. Ausser der letzten Geschichte ("Coney Island") gefallen mir alle anderen. Besonders packend waren für mich "Sommergäste" (wo die Hauptfigur als Gast in einem einsamen Hotel logiert und das Ende wunderbar offen ist), "Sweet Dreams" (eine Art Hintergrundstory für eine seiner Erzählungen, wunderbar) oder "Der letzte Romantiker" (gemeint ist nicht die Hauptfigur, sondern ein Komponist, der aber hier auch eine Rolle spielt). Stamms Sprache ist wie immer knapp gehalten, wichtig ist immer, was er zwischen den Zeilen weglässt. So kann jede/r Leser/in den eigenen Gedanken nachgehen. So muss gute Literatur sein.

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