Peter Stjernström

 3.3 Sterne bei 12 Bewertungen

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Das beste Buch der Welt

Das beste Buch der Welt

 (12)
Erschienen am 15.02.2016

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raven1711s avatar

Rezension zu "Das beste Buch der Welt" von Peter Stjernström

Spannend, etwas anstrengend, aber überaus unterhaltsam
raven1711vor 3 Jahren

Inhalt aus dem Klappentext:
Titus Jensen ist erfolgloser Schriftsteller und in höchstem Maße frustriert. Beim Zechgelage mit dem gefeierten Dichter Eddie X kommt ihm jedoch eine glorreiche Idee: Warum nicht einfach mal alles in ein Buch packen, was das Zeug zum Bestseller hat – ein wenig Liebe, ein paar gute Rezepte, ein bisschen Selbstfindung, die effektivste Diätmethode und den ultraspannenden Krimi-Plot?
Sofort macht sich Titus ans Werk und entwickelt ungeahnte Produktivität, auch mithilfe seiner Lektorin, für die er heimlich Gefühle hegt. Schon naht der ersehnte Durchbruch auf der Buchmesse in Göteborg – da funkt ihm auf den letzten Metern Eddie X dazwischen … Ein turbulenter, rasend komischer Roman, der den Literaturbetrieb treffend aufs Korn nimmt und dabei eine absolut bestsellerverdächtige Geschichte erzählt – originell und voller Überraschungen!

Meinung:
Was macht das beste Buch der Welt aus? Es beinhaltet alle wichtigen Themen, ist Sachbuch und Lebenshilfe, bietet Unterhaltung, Spannung und Liebe, sowie Krimi und Kochbuch in einem. Das denkt sich zumindest der Autor Titus Janssen, dessen letzter Romanerfolg schon lang zurück liegt. Seine Lektorin ist begeistert von der Idee, doch strengste Geheimhaltung ist vonnöten. Dumm also, das Titus die Idee schon dem jungen Poetry-Slammer Eddie X mitgeteilt hat. Denn dieser scheint selber auch das beste Buch der Welt schreiben zu wollen. Oder etwa nicht? Steigert sich Titus nur in seine Paranoia oder will Eddie X ihm wirklich die Geschichte klauen?
Titus hat seine beste Zeit eigentlich schon hinter sich. Er ist ständig blau und bringt nichts Vernünftiges mehr zu Papier. Einkünfte bezieht er hauptsächlich nur noch aus Auftritten auf Festivals und Poetry-Slams, wo er aus ihm in die Hand gedrückten Büchern Textpassagen vorliest und sein Publikum eher durch unfreiwillige Komik als durch Talent zum Lachen bringt. Doch Titus scheint seine Chance mit dem besten Buch der Welt nutzen zu wollen und versucht sein Bestes, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen und dem Alkohol zu entsagen. Gänzlich unsympathisch war mir Titus nicht und es hat Spaß gemacht, seinen Weg zu verfolgen. Auch die anderen Figuren im Buch sind sehr humorvoll umgesetzt und wirkten durch die Überzeichnung ihrer Charaktereigenschaften zwar etwas überdreht, aber immer sehr liebenswert.
Die Kapitellänge variiert von sehr kurz bis lang, der Schreibstil ist angenehm und humorvoll, wenn auch manchmal etwas anstrengend, was aber den Charakteren geschuldet ist. Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person aus Titus Sicht.
Als Leser ist man hautnah dabei, wie das beste Buch der Welt entsteht, denn dadurch, dass man Titus bei seiner Arbeit begleitet, bekommt man unweigerlich selber das beste Buch der Welt präsentiert. Der Roman hat also nicht nur eine humorvolle Geschichte, auch ein Krimi, Lebenshilfetipps, ein Kochrezept, eine Liebesgeschichte und andere Verwicklungen finden in diesem Roman Platz. Das Ende des Romans konnte mich sogar richtig überraschen, hat der Autor es doch geschafft, dass ich das Offensichtliche aus dem ersten Kapitel des Buchs übersehen habe. Es kommt selten vor, dass ich mir nach Beenden des Buchs das erste Kapitel nochmal durchlese, hier habe ich es gemacht.
Vielen Dank an den DuMont Verlag für das Rezensionsexemplar.

Fazit:
Das beste Buch der Welt beinhaltet tatsächlich alle Themen, die im Klappentext versprochen werden. Die Handlung ist spannend, wenn auch manchmal etwas anstrengend, kann aber gut unterhalten und überraschen.
Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

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Samy86s avatar

Rezension zu "Das beste Buch der Welt" von Peter Stjernström

Hoher Unterhaltungsfaktor!
Samy86vor 3 Jahren

Inhalt:

Titus Jensen wartet noch auf seinen Durchbruch. Dies jedoch gestaltet sich als schwerwiegendes Unterfangen, werden seine Romane nicht wirklich ernst genommen, hat er es sich als Aufgabe gemacht stattdessen andere Werke mit Gemeinheiten bei Lesungen zu präsentieren und anschließend die Peinlichkeiten im Suff zu ertragen.

Doch auch sein Alkoholkonsum bringt ihn eher noch tiefer in den Engpass seiner finanziellen Situation. So stürzt er sich nach einem Zechgelage mit dem gefeierten Dichter Eddie X in eine glorreiche Idee, die den gewünschten Durchbruch bringen soll : Warum nicht einfach mal alles in ein Buch packen, was das Zeug zum Bestseller hat – ein wenig Liebe, ein paar gute Rezepte, ein bisschen Selbstfindung, die sicherste Diätmethode und den ultraspannenden Krimi-Plot?

Der Kampfgeist ist geweckt und bringt seitens Titus ungeahnte Produktivität zum Vorschein und nicht nur das, denn er hat durch seinen Eifer an der Arbeit zugleich den Absprung vom Alkoholiker - Dasein geschafft. Bei der Buchpräsentation auf der Göteborger Buchmesse möchte er allen beweisen was wirklich in ihm steckt, jedoch hat er die Rechnung ohne den Liebespoet Eddie X gemacht, der genau wie er sich an der fixen Idee zu schaffen gemacht hat und genauso nach Rum und Beachtung giert wie er selbst.

Mit aller Macht stemmt sich Titus gegen das Ansehen seines Mitstreiters und eröffnet den Kampf um das beste Buch der Welt!

 

Meine Meinung:

Mit viel turbulenten & schwarzem Humor, einer rasanten & außergewöhnlichen Story, sowie ein hohes Maß an Charme und Eifer hat Peter Stjernström einen klassiger aufs Papier gemacht, welches nicht nur dem Titel alle Ehre bereitet, sondern wirklich ein Anwärter auf „ Das beste Buch der Welt“ darstellt.

Mir gefällt es richtig gut, wie er nicht nur seinem Hauptprotagonisten einige Steine in den Weg legt, über die er mit einer gewissen Tollpatschigkeit stolpert und sich selbst nicht mit Ruhm bekleckert, sondern mit einem angenehmen Hauch an schwarzen Humor gleich alle seine Gegenspieler mit in den Dreck zieht.

Aber auch an einer tiefgründigen Story fehlt es dem Ganzen absolut nicht und zeigt eigentlich sehr detailliert auf wie schwer das Leben als recht unbekannter Autor sein kann und welche Hürden es zu erklimmen gilt um wenigstens ein wenig Ansehen zu erhaschen.

Auch die alltäglichen Probleme, die das Leben so mit sich bringt, geben der Handlung etwas Realistisches mit auf den Weg.

Titus ist ein angenehmer Charakter, der sich nach einem Durchbruch als Autor sehnt, jedoch bisher eher wenig Aufmerksamkeit mit seinen Romanen gewinnen konnte. Das er eher aus Frust dazu tendiert etwas tief ins Glas zuschauen und sich dann auch noch auf kosten Anderer mit Ruhm bekleckern versucht, macht das Leben für ihn nicht gerade Lebenswerter. Kein Wunder, dass er sich dann an eine fixe und im Suff entstandene Idee klammert, die er witziger Weise noch wirklich gut anschließend umzusetzen weiß. Dumm nur, dass er einen Kontrahenten ungewollt mit an Bord genommen hat, dem zudem noch jedes Mittel recht ist, selbst den gewünschten Erfolg herauszuschlagen und koste es was es wolle.

Das Cover besticht eher durch seinen sofort ins Auge fallenden Titels als mit Details aus dem Buch. Nimmt man den Klapptext zur Hand, zeigt er nur einen klitze kleinen Eindruck von dem was sich dahinter verbirgt und das sollte man sich anschließend wirklich nicht entgehen lassen!

Fazit:

Eine etwas andere Geschichte mit den Schattenseiten als Autor, einer geballten Ladung an Humor und dem Sinn des Lebens.

Lesenswert ja, aber mit Vorsicht zu genießen, denn es trifft beim besten Willen nicht jedermanns Geschmack!

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santinas avatar

Rezension zu "Das beste Buch der Welt" von Peter Stjernström

Vieles nur überflogen
santinavor 3 Jahren

Zum Inhalt:

Titus Jensen war ein erfolgreicher schwedischer Autor bevor er dem Alkohol verfallen ist, mittlerweile tritt er nur noch in der Show von Eddie X auf, der ihm kurz vor seinem Auftritt ein Buch überreicht, aus dem er dann theatralisch vorliest und sich dabei für das Publikum zum Affen macht.

In einer alkoholgeschwägerten Nacht sprechen Titus und Eddie X darüber, was ein Buch haben müsste, um das beste Buch der Welt zu werden.

Titus lässt die Idee nicht mehr los und er vertraut sich seiner Agentin an, die wiederum mit einer Verlegerin spricht. Er erhält die Möglichkeit, genau dieses Buch zu schreiben, allerdings unter der Auflage, die Finger vom Alkohol zu lassen. Die Sache lässt sich gut an, aber Titus hat nicht damit gerechnet, dass auch Eddie X die Idee nun in die Tat umsetzen wird und so beginnt ein Zweikampf um die Veröffentlichung des besten Buches der Welt.

Meine Gedanken zum Buch:

Der Protagonist Titus Jensen möchte möglichst viele Genres in seinem Buch unterbringen, Kochbuch, Diätratgeber, Lebenshilfe, Psychologie, Krimi, Thriller. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, dass der Autor Peter Stjernström diese Liste für sich selbst ebenfalls abhakt, so dass es zu einer Aneinanderreihung von Kapiteln kommt, in denen Titus die Entwicklung seines Traumes verfolgt, die ich aber nicht zu einem Ganzen verbinden konnte.

Nach einem Viertel des Buches habe ich gedacht, dass nun irgendwann der Punkt kommen müsste, an dem mich das Buch fesseln kann, was allerdings nicht der Fall war. Nach der Hälfte des Buches war ich kurz davor, es abzubrechen, aber das Buch gilt in Schweden angeblich als ultimativer Bestseller, also wollte ich wissen, was genau dem Buch diese Bezeichnung verschafft. Daher habe ich zu diesem Zeitpunkt begonnen, die Seite zu überfliegen, anstatt sie zu lesen. Doch auch bei Dreiviertel des Buches wartete ich noch auf den großen Knall, der mich von der Geschichte überzeugen konnte und ich habe lediglich weiter gelesen, weil ich dachte, dass ich es nun sowieso schon fast geschafft hätte. Einzig der „Kriminalfall“ gegen Ende konnte mich ansatzweise an das Buch fesseln, allerdings muss man erst einmal so lange durchhalten.

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