Peter Straub

 3.6 Sterne bei 425 Bewertungen
Autor von Das schwarze Haus, Geisterstunde und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Peter Straub

Eigentlich wollte Peter Straub an der Universität Karriere machen. "Doch in Irland erkannte ich dann plötzlich: Das Problem war, dass ich mich selbst immer als Romanschriftsteller gesehen hatte, wenn ich auch noch keinen einzigen Roman geschrieben hatte. Ich spürte, wie die Geschichten in mir wuchsen, wie Charaktere und Situationen in meiner Vorstellung entstanden, während ich durch die Straßen schlenderte." Damals, Anfang der siebziger Jahre, arbeitete Peter Straub gerade an der Dubliner Universität an seiner Dissertation. Der 1943 in Milwaukee, Wisconsin, geborene Straub hatte nach seinem Studium als Englisch-Lehrer an einer High-School gearbeitet. 1969 ging er nach Irland, um dort zu promovieren und anschließend mit besseren Karrierechancen in die USA zurückzukehren. Doch es kam anders. Straub entdeckte seine Neigung zum Schreiben. 1972 erschien sein erster Gedichtband, 1973 der erste Roman: "Die fremde Frau". Das Buch erntete bei den Kritikern viel Lob. Hohe Verkaufszahlen erreichte er aber zunächst nicht. Während Straub bereits an seinem zweiten Roman arbeitete, bewogen ihn finanzielle Gründe dazu, die Richtung seiner schriftstellerischen Arbeit zu ändern. "Ich wusste, ich würde niemals einer geregelten Arbeit nachgehen können – egal wo: ich würde überall ein unmöglicher Angestellter sein. Ich musste mich am Leben erhalten, indem ich ein Buch schrieb, das tatsächlich Aussicht auf Erfolg hatte." Straubs Agent brachte ihn auf die Idee, einen Horror-Roman zu schreiben. Mit "Julia" feierte er 1975 bereits den ersten großen Erfolg in dem neuen Genre. Der endgültige Durchbruch gelang im 1979 mit dem Bestseller "Geisterstunde". Als einer der ganz Großen unter den Horror-Autoren ging Peter Straub in die USA zurück. Dort entstanden weitere atemberaubende Thriller – darunter "Der Talisman", den er 1984 mit Stephen King zusammen schrieb. Straubs riesige Fan-Gemeinde kann bestätigen, dass seine Entscheidung, die Universitätskarriere an den Nagel zu hängen und seiner Neigung zum Schreiben den Vorrang zu geben, goldrichtig war. Die weltweit über zehn Millionen verkauften Exemplare und die erfolgreichen Verfilmungen mehrerer seiner Romane sind der beste Beweis dafür.

Alle Bücher von Peter Straub

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Peter StraubDas schwarze Haus
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Das schwarze Haus
Das schwarze Haus
 (131)
Erschienen am 01.04.2004
Peter StraubGeisterstunde
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Geisterstunde
Geisterstunde
 (33)
Erschienen am 07.11.2005
Peter StraubHaus der blinden Fenster
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Haus der blinden Fenster
Haus der blinden Fenster
 (26)
Erschienen am 08.02.2008
Peter StraubDer Hauch des Drachen
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Der Hauch des Drachen
Der Hauch des Drachen
 (29)
Erschienen am 01.12.2003
Peter StraubSchattenland
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Schattenland
Schattenland
 (23)
Erschienen am 01.10.2004
Peter StraubWenn du wüßtest...
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Wenn du wüßtest...
Wenn du wüßtest...
 (17)
Erschienen am 01.04.2005
Peter StraubSchattenstimmen
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Schattenstimmen
Schattenstimmen
 (16)
Erschienen am 25.09.2008
Peter StraubDer Schlund
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Der Schlund
Der Schlund
 (13)
Erschienen am 01.07.2005

Neue Rezensionen zu Peter Straub

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HarryWs avatar

Rezension zu "Das schwarze Haus" von Peter Straub

Über das Ziel hinausgeschossen
HarryWvor 7 Monaten

Es hat lange gedauert. Aber jetzt, knappe 15 oder 16 Jahre, nachdem "Das schwarze Haus" Einzug auf meinen Stapel ungelesener Bücher erhielt, habe ich den Roman endlich gelesen. Ich wusste aus vielen Rezensionen und Lesermeinungen, dass er stark polarisiert, und wahrscheinlich ist es genau diese Tatsache, die mich so lange davon abhielt, ihn mir vorzuknöpfen. Vor kurzem nun regte mich eine kurze, eher negativ eingefärbte Diskussion über Kings schwächere Werke in einem Forum an, ihn mir zur Hand zu nehmen.

Der erste Punkt, der polarisiert, ist eindeutig der Stil, in dem der Roman verfasst wurde. Der Präsens ist nicht jedermanns Sache, weil er ungewöhnlich und damit etwas anstrengend zu lesen ist. Aber ich halte es persönlich so: Wenn man sich nur mit einfach fressbarem Fastfood vollstopft, wird man fett und träge. Gleiches gilt für das Gehirn - wenn man es nur mit leicht verdaulichem Zeug füttert, entwickelt es sich nicht weiter. Daher liebe ich literarische Herausforderungen. Der Präsens ist aber noch nicht alles; King und Straub begleiten den Leser persönlich durch die Geschichte und sprechen diesen auch mal direkt an. Fast so, als nähme eine Mutter ihr Kind bei der Hand und erzähle ihm auf einem Spaziergang, was und wem sie begegnen, was sie sehen und erleben. Mir gefällt das gut, aber auch hier scheiden sich die Geister. Bewerten kann man das nur für sich selbst.

Die Geschichte selbst ist prinzipiell spannend. Jack (unser Held aus "Der Talisman") ist erwachsen geworden, arbeitete einige Jahre als Polizist, ging dann frühzeitig in Rente und zog sich aufs Land zurück. Und hier stossen wir wieder auf ihn. Mit seiner ausgezeichneten Spürnase hilft er der Polizei im Fall eines brutalen Kindermörders mit Hang zu Kannibalismus, der (wie wir etwas später erfahren) mit Dingen zu hat, die aus dem Universum des dunklen Turms stammen. Allerdings verstehte man die vielen Bezüge, Metaphern und Andeutung nur, wenn man die "Der Dunkle Turm"-Serie gelesen hat. Auf mehr Inhalt will ich nicht eingehen, denn wirklich viel Handlung gibt der Roman trotz seiner imposanten 830 Seiten nicht her. Die Stärke der Geschichte liegt eindeutig auf der Schilderung der Charaktere und der Chemie zwischen diesen.

So richtig glücklich bin ich mit dem Roman letzten Endes nicht geworden. Das Problem liegt für mich in zwei Dingen. Zum ersten schiessen King und Straub mit allem, was sie in "Das schwarze Haus" machen, weit übers Ziel hinaus. Das wirkt so, als ob sie aus jeder einzelnen Szene, jedem Moment, jedem Gespräch, jeder Schilderung einer Strasse oder eines Hauses, aus schlicht allem eine epische Sache machen wollten. Das kann nur schiefgehen, weil unter so einem Versuch die Dramaturgie der eigentlichen Geschichte leidet. Zudem wird das Buch dabei zu dick, ohne wirklich etwas wichtiges zu erzählen. Wäre der Roman nur schon 100 Seiten kürzer, verlöre er an Trägheit. Das zweite Problem ist eine nervende Menge an Deus ex machina-Momenten, die als "Zauber" getarnt werden, der aus dem Universum des dunklen Turms in unsere Welt dringt und Einfluss nimmt. So etwas erzeugt leider Langeweile.

Fazit: Ich lande bei 3 von 5 Sternen. ABER ... es wären bestimmt nur 2, wenn die grossartigen Charaktere und der Schreibstil (der mir persönlich eben sehr gut gefällt) nicht gewesen wären. Einen dritten Band würde ich begrüssen, da King und Straub mit "Der Talisman" hervorragend bewiesen haben, dass sie gemeinsam eine neue "Erzählstimme" erschaffen können. Aber sie müssten wieder ihre erzählerische Lockerheit finden, die ich in vorliegendem Buch vermisst habe.

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Soerens avatar

Rezension zu "Okkult" von Peter Straub

Langweilig
Soerenvor einem Jahr

Im Grunde genommen geht es um den Autor Lee Harwell, der nicht sicher ist, worum sich sein nächstes Buch drehen soll. Ein neuer Roman oder doch ein Sachbuch? Er entscheidet sich dafür, eine Geschichte über Seance des Gurus Spencer Mallon zu schreiben, an der seine Freunde und Bekannte in den Sechzigern teilnahmen und die nachhaltig ihr Leben veränderte. Also sucht er einem nach den anderen auf und lässt sich von ihnen schildern, was sie von damals noch im Gedächtnis haben. Nach und nach setzt sich so das Puzzle zusammen.

Leider aber ist es nicht wirklich packend, Lee bei seiner Recherche zu begleiten. Auch das mehrmalige Ansetzen an derselben Stelle hilft nicht, die Spannungskurve zu erhöhen, so dass ich mich mehrfach förmlich zum Weiterlesen zwingen musste (was ich auch nur aufgrund von Straubs alten Großtaten machte).  Erst zum Ende hin nahm die Geschichte kurzzeitig Spannung auf, zog aber auch hier nicht alle Register.

Alles in allem bleibt es eine mittelmäßige Geschichte, die zwar gut erzählt ist, mich aber nicht überzeugen konnte. Dass Autor Lee kurz seinen Schriftstellerfreund Tim Underhill erwähnt, ist ein kurzes Highlight, reißt aber auch nichts heraus.

Von einem weiteren Meisterwerk wie „Mystery“ oder „Der Schlund“ bin ich bei „Okkult“ sicherlich nicht ausgegangen, dennoch hatte ich mehr von der 560seitigen Geschichte erwartet. Ich weiß, dass Peter Straub es besser kann bzw. konnte.

 

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Rezension zu "Julia" von Peter Straub

Langweiliger Plot
Soerenvor einem Jahr

Meine Buchkritik:
Trotz so genialer Romane wie "Der Schlund" und "Schattenland" kann auch ein Autor wie Peter Straub mal absolut daneben greifen. Julia ist solch ein Fall. Die Geschichte ist zwar nicht unbedingt langweilig geschrieben, aber spätestens ab der Hälfte hat man den Plot begriffen und weiß, wie alles ausgehen wird. Julia ist wirklich eine Enttäuschung, aber wir wissen, dass Peter Straub es besser kann. Sehr viel besser.

Info:
Trotz meiner bescheidenen Meinung über Julia war das Buch überaus erfolgreich und wurde 1981 mit Mia Farrow in der Hauptrolle verfilmt. Der Original-Titel des Films lautet "Haunting of Julia."

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Zusätzliche Informationen

Peter Straub wurde am 02. März 1943 in Milwaukee (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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