Peter Straub

 3.6 Sterne bei 432 Bewertungen
Autor von Das schwarze Haus, Geisterstunde und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Peter Straub

Eigentlich wollte Peter Straub an der Universität Karriere machen. "Doch in Irland erkannte ich dann plötzlich: Das Problem war, dass ich mich selbst immer als Romanschriftsteller gesehen hatte, wenn ich auch noch keinen einzigen Roman geschrieben hatte. Ich spürte, wie die Geschichten in mir wuchsen, wie Charaktere und Situationen in meiner Vorstellung entstanden, während ich durch die Straßen schlenderte." Damals, Anfang der siebziger Jahre, arbeitete Peter Straub gerade an der Dubliner Universität an seiner Dissertation. Der 1943 in Milwaukee, Wisconsin, geborene Straub hatte nach seinem Studium als Englisch-Lehrer an einer High-School gearbeitet. 1969 ging er nach Irland, um dort zu promovieren und anschließend mit besseren Karrierechancen in die USA zurückzukehren. Doch es kam anders. Straub entdeckte seine Neigung zum Schreiben. 1972 erschien sein erster Gedichtband, 1973 der erste Roman: "Die fremde Frau". Das Buch erntete bei den Kritikern viel Lob. Hohe Verkaufszahlen erreichte er aber zunächst nicht. Während Straub bereits an seinem zweiten Roman arbeitete, bewogen ihn finanzielle Gründe dazu, die Richtung seiner schriftstellerischen Arbeit zu ändern. "Ich wusste, ich würde niemals einer geregelten Arbeit nachgehen können – egal wo: ich würde überall ein unmöglicher Angestellter sein. Ich musste mich am Leben erhalten, indem ich ein Buch schrieb, das tatsächlich Aussicht auf Erfolg hatte." Straubs Agent brachte ihn auf die Idee, einen Horror-Roman zu schreiben. Mit "Julia" feierte er 1975 bereits den ersten großen Erfolg in dem neuen Genre. Der endgültige Durchbruch gelang im 1979 mit dem Bestseller "Geisterstunde". Als einer der ganz Großen unter den Horror-Autoren ging Peter Straub in die USA zurück. Dort entstanden weitere atemberaubende Thriller – darunter "Der Talisman", den er 1984 mit Stephen King zusammen schrieb. Straubs riesige Fan-Gemeinde kann bestätigen, dass seine Entscheidung, die Universitätskarriere an den Nagel zu hängen und seiner Neigung zum Schreiben den Vorrang zu geben, goldrichtig war. Die weltweit über zehn Millionen verkauften Exemplare und die erfolgreichen Verfilmungen mehrerer seiner Romane sind der beste Beweis dafür.

Alle Bücher von Peter Straub

Sortieren:
Buchformat:
Das schwarze Haus

Das schwarze Haus

 (134)
Erschienen am 01.04.2004
Geisterstunde

Geisterstunde

 (36)
Erschienen am 07.11.2005
Haus der blinden Fenster

Haus der blinden Fenster

 (26)
Erschienen am 08.02.2008
Der Hauch des Drachen

Der Hauch des Drachen

 (29)
Erschienen am 01.12.2003
Schattenland

Schattenland

 (23)
Erschienen am 01.10.2004
Wenn du wüßtest...

Wenn du wüßtest...

 (17)
Erschienen am 01.04.2005
Schattenstimmen

Schattenstimmen

 (17)
Erschienen am 25.09.2008
Der Schlund

Der Schlund

 (13)
Erschienen am 01.07.2005

Neue Rezensionen zu Peter Straub

Neu

Rezension zu "Schattenstimmen" von Peter Straub

Spannend, aber irgendwie zäh...
_kleinhase_vor 2 Monaten

Zuerst einmal finde ich den Klappntext zu der Handlung nur ähnlich. Denn wenn man den so liest und das Buch kennt, könnte man auch denken es wäre ebenfalls für eine andere Geschichte geschrieben. Kurz gesagt, passt aber auch irgendwie nicht.  Anfangs hatte ich mich wieder schwer getan mit dem lesen. Es wurden die Charakteren vorgestellt, ihr Vergangenheit bis zum jetzt. Und das im wechsel. Alles sehr wichtig und auch einiges spannend, aber irgendwie recht zäh. Als das vorbei war und die Handlung im "jetzt" blieb, wurde es aufregend und ich konnte es kaum erwarten das sich die Hauptcharakteren treffen. Nun war es soweit, es war recht nüchtern. Aber ihre gemeinsame Reise war dennoch spannend und aufregend. Trotzdem finde ich den Schluss etwas verwirrend und es bleiben einige frage und wünsche offen.

Kommentieren0
2
Teilen

Rezension zu "Geisterstunde" von Peter Straub

Geister ...
Unzertrennlichvor 5 Monaten

Schreibstil

Nun habe ich Halloween genutzt, um endlich einmal ein Buch von Peter Straub zu lesen. "Geisterstunde" lag hierbei schon ewig auf meinem Sub und ich war immer etwas abgeschreckt über die doch recht negativen Meinungen über die Komplexität der Geschichte.

Und ja, ich muss hier auch gestehen, dass ich furchtbar schwer in die Geschichte reingekommen bin. Es kommen gefühlt 60 Personen vor, die ich beim Lesen unmöglich zuordnen konnte. So hatte ich leider kein klares Bild vor Augen und musste mich sehr anstrengen, der eigentlichen Handlung überhaupt zu folgen.

Ich weiß an dieser Stelle natürlich nicht, ob die Übersetzung auch ihren Teil dazu beigetragen hat, dass ich dieses Buch nicht genießen konnte, aber es war tatsächlich so, dass ich das Buch sehr oft frustriert und mit Kopfweh beiseite legen musste, da es doch sehr anstrengend zu lesen war.

Charaktere

An dieser Stelle kann ich keine Charaktere näher beschreiben, da es keine Hauptpersonen in dieser Geschichte gibt. Es wird aus so vielen Sichten erzählt und so viele Namen genannt, dass mir auch an dieser Stelle die Zuordnung sehr schwer fällt!

Wir haben natürlich die vier Herren, die sich gegenseitig Geschichten erzählen, dann eine geheimnisvolle Frau, die in die Stadt kommt und dann natürlich die Einwohner selbst. Während Stephen King seine Charaktere sehr genau beschreibt, bleiben sie bei Peter Straub nur Namen ohne Aussehen und ohne Persönlichkeit, weswegen ich leider nicht tief genug in die Geschichte eindringen konnte.

Meine Meinung

Ihr merkt sicher, dass ich mich recht schwer mit meinem allerersten Buch von Peter Straub getan habe. Ich habe mich leider über große Teile durchgequält. Meine Notizen zu dem Buch sind wirr, einfach weil kein roter Faden zu erkennen ist. Die Geistergeschichten, die im Klappentext angesprochen werden, stehen leider auch nicht im Fokus des Ganzen. Viel mehr geht um das kleine Städtchen, das plötzlich scheinbar von den Geistern der Verstorbenen heimgesucht wird.

Ich muss zugeben, dass ich schon nach wenigen Seiten vollkommen überfordert war. Peter Straub springt auch sehr gerne zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, was mich als Leser noch mehr verwirrt hat. Irgendwann habe ich mich zwar halbwegs in die Geschichte eingefunden, aber auch dann gabs es noch Charaktere, die zuvor noch nicht vorkamen.

Lange Zeit blieb mir auch unklar, worauf die Geschichte denn hinaus will. Geht es um den Tod von Edward, einem Freund der Altherrengesellschaft? Um die ganzen privaten Problemchen der Bewohner? Oder doch um die "Selbstmorde", die gerade geschehen? Bis sich der Nebel dichtet, dauert es hier tatsächlich furchtbar lange. Nur eine Sache hat mich durchhalten lassen: Ich wollte unbedingt wissen, wie das Buch zu Ende geht!

Das Ende ist dann wirklich gelungen, auch wenn die Geschichte für mich einen intensiveren und vor allem flotteren Anfang gebraucht hat. Peter Straub hat seine erschaffene Welt selbst absolut im Griff, hat es aber nicht geschafft, mich ebenfalls in sie abtauchen zu lassen! Es gab viel zu viel Nebensächlichkeiten und leider keinen roten Faden! Die Idee hinter dem ganzen ist echt gut, aber das Buch erfordert enorm viel Aufmerksamkeit und ließ mich einfach nicht abschalten beim Lesen ...

Fazit

"Geisterstunde" war für mich leider eine sehr zähe Lektüre. Die Geschichte besaß für mich leider viel zu viele Charaktere, die ich mir allesamt nicht so wirklich vorstellen konnte. Das Buch war sehr schwer zu lesen und deswegen blieb auch die erhoffte Gruselatmosphäre leider aus ... 




Kommentieren0
3
Teilen

Rezension zu "Das schwarze Haus" von Peter Straub

Über das Ziel hinausgeschossen
HarryWvor einem Jahr

Es hat lange gedauert. Aber jetzt, knappe 15 oder 16 Jahre, nachdem "Das schwarze Haus" Einzug auf meinen Stapel ungelesener Bücher erhielt, habe ich den Roman endlich gelesen. Ich wusste aus vielen Rezensionen und Lesermeinungen, dass er stark polarisiert, und wahrscheinlich ist es genau diese Tatsache, die mich so lange davon abhielt, ihn mir vorzuknöpfen. Vor kurzem nun regte mich eine kurze, eher negativ eingefärbte Diskussion über Kings schwächere Werke in einem Forum an, ihn mir zur Hand zu nehmen.

Der erste Punkt, der polarisiert, ist eindeutig der Stil, in dem der Roman verfasst wurde. Der Präsens ist nicht jedermanns Sache, weil er ungewöhnlich und damit etwas anstrengend zu lesen ist. Aber ich halte es persönlich so: Wenn man sich nur mit einfach fressbarem Fastfood vollstopft, wird man fett und träge. Gleiches gilt für das Gehirn - wenn man es nur mit leicht verdaulichem Zeug füttert, entwickelt es sich nicht weiter. Daher liebe ich literarische Herausforderungen. Der Präsens ist aber noch nicht alles; King und Straub begleiten den Leser persönlich durch die Geschichte und sprechen diesen auch mal direkt an. Fast so, als nähme eine Mutter ihr Kind bei der Hand und erzähle ihm auf einem Spaziergang, was und wem sie begegnen, was sie sehen und erleben. Mir gefällt das gut, aber auch hier scheiden sich die Geister. Bewerten kann man das nur für sich selbst.

Die Geschichte selbst ist prinzipiell spannend. Jack (unser Held aus "Der Talisman") ist erwachsen geworden, arbeitete einige Jahre als Polizist, ging dann frühzeitig in Rente und zog sich aufs Land zurück. Und hier stossen wir wieder auf ihn. Mit seiner ausgezeichneten Spürnase hilft er der Polizei im Fall eines brutalen Kindermörders mit Hang zu Kannibalismus, der (wie wir etwas später erfahren) mit Dingen zu hat, die aus dem Universum des dunklen Turms stammen. Allerdings verstehte man die vielen Bezüge, Metaphern und Andeutung nur, wenn man die "Der Dunkle Turm"-Serie gelesen hat. Auf mehr Inhalt will ich nicht eingehen, denn wirklich viel Handlung gibt der Roman trotz seiner imposanten 830 Seiten nicht her. Die Stärke der Geschichte liegt eindeutig auf der Schilderung der Charaktere und der Chemie zwischen diesen.

So richtig glücklich bin ich mit dem Roman letzten Endes nicht geworden. Das Problem liegt für mich in zwei Dingen. Zum ersten schiessen King und Straub mit allem, was sie in "Das schwarze Haus" machen, weit übers Ziel hinaus. Das wirkt so, als ob sie aus jeder einzelnen Szene, jedem Moment, jedem Gespräch, jeder Schilderung einer Strasse oder eines Hauses, aus schlicht allem eine epische Sache machen wollten. Das kann nur schiefgehen, weil unter so einem Versuch die Dramaturgie der eigentlichen Geschichte leidet. Zudem wird das Buch dabei zu dick, ohne wirklich etwas wichtiges zu erzählen. Wäre der Roman nur schon 100 Seiten kürzer, verlöre er an Trägheit. Das zweite Problem ist eine nervende Menge an Deus ex machina-Momenten, die als "Zauber" getarnt werden, der aus dem Universum des dunklen Turms in unsere Welt dringt und Einfluss nimmt. So etwas erzeugt leider Langeweile.

Fazit: Ich lande bei 3 von 5 Sternen. ABER ... es wären bestimmt nur 2, wenn die grossartigen Charaktere und der Schreibstil (der mir persönlich eben sehr gut gefällt) nicht gewesen wären. Einen dritten Band würde ich begrüssen, da King und Straub mit "Der Talisman" hervorragend bewiesen haben, dass sie gemeinsam eine neue "Erzählstimme" erschaffen können. Aber sie müssten wieder ihre erzählerische Lockerheit finden, die ich in vorliegendem Buch vermisst habe.

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Peter Straub wurde am 02. März 1943 in Milwaukee (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Peter Straub im Netz:

Community-Statistik

in 617 Bibliotheken

auf 36 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 4 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks