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Soeren

vor 2 Monaten

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Im Grunde genommen geht es um den Autor Lee Harwell, der nicht sicher ist, worum sich sein nächstes Buch drehen soll. Ein neuer Roman oder doch ein Sachbuch? Er entscheidet sich dafür, eine Geschichte über Seance des Gurus Spencer Mallon zu schreiben, an der seine Freunde und Bekannte in den Sechzigern teilnahmen und die nachhaltig ihr Leben veränderte. Also sucht er einem nach den anderen auf und lässt sich von ihnen schildern, was sie von damals noch im Gedächtnis haben. Nach und nach setzt sich so das Puzzle zusammen.

Leider aber ist es nicht wirklich packend, Lee bei seiner Recherche zu begleiten. Auch das mehrmalige Ansetzen an derselben Stelle hilft nicht, die Spannungskurve zu erhöhen, so dass ich mich mehrfach förmlich zum Weiterlesen zwingen musste (was ich auch nur aufgrund von Straubs alten Großtaten machte).  Erst zum Ende hin nahm die Geschichte kurzzeitig Spannung auf, zog aber auch hier nicht alle Register.

Alles in allem bleibt es eine mittelmäßige Geschichte, die zwar gut erzählt ist, mich aber nicht überzeugen konnte. Dass Autor Lee kurz seinen Schriftstellerfreund Tim Underhill erwähnt, ist ein kurzes Highlight, reißt aber auch nichts heraus.

Von einem weiteren Meisterwerk wie „Mystery“ oder „Der Schlund“ bin ich bei „Okkult“ sicherlich nicht ausgegangen, dennoch hatte ich mehr von der 560seitigen Geschichte erwartet. Ich weiß, dass Peter Straub es besser kann bzw. konnte.

 

Autor: Peter Straub
Buch: Okkult
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