Peter Struck Lernen lernen

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Inhaltsangabe zu „Lernen lernen“ von Peter Struck

Im Jahr 2000 ereilte Deutschland der berühmt-berüchtigte PISA-Schock. Doch schon zuvor und auch danach haben internationale Vergleichsstudien den Deutschen bescheinigt, dass sie keine guten Schulen hätten. Die Folge war, dass in keinem Land der Welt so viel über Erziehung und Bildung geredet wurde wie in Deutschland, in keinem anderen sich aber auch so wenig bewegte. Inzwischen ist das allerdings anders: Die deutschen Schulen haben sich gewandelt in Richtung von mehr Erziehungs- und Bildungseffizienz. Klar ist aber auch, dass eine Schule keine „pädagogische Insel“ ist, sondern dass sie sich im Umfeld des gesellschaftlichen und des familiären Wandels behaupten muss. Bildung ist also nicht unabhängig vom erzieherischen Rahmen zu sehen. Der renommierte Erziehungswissenschaftler Peter Struck bezieht in diesem Buch Stellung zu wichtigen aktuellen Fragen und Trends der Erziehungs- und Bildungsdebatte in Deutschland.

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  • Rezension zu "Lernen lernen" von Peter Struck

    Lernen lernen

    Leserrezension_2009

    25. August 2009 um 17:35

    Auf lehmigem Morast und Sand ist es gebaut, das wohl bekannteste schiefe Gebäude der Welt. Die Rede ist vom Turm zu Pisa. Seine Schieflage entsteht durch den ungeeigneten Untergrund, den das Gewicht des Turmes verformt und die Standhaftigkeit des Gebäudes bedroht. Durch Bleibarren als Gegengewichte und geschickte Erdbohrungen konnte der Turm für die wohl nächsten 300 Jahre gesichert werden. Schief ist er immer noch. Aber gerade das macht ihn ja zum einmaligen, weltweit bekannten Wahrzeichen. Wer denkt wohl nicht an den Schiefen Turm, wenn er von der PISA‐Studie hört. Denn auch diese zeigt eine deutliche Schieflage und Einsturzgefahr auf! Gemeint ist das deutsche Bildungssystem, an dessen Fassade durch oben genannte Studie nicht nur ein paar Schönheitsfehler offenkundig wurden, sondern vielmehr die Frage aufgeworfen wird: Haben wir nur auf Morast und Sand gebaut? Und manch eine(r) ahnt so langsam aber sicher, dass ein paar planlose Tiefenbohrungen, lieblose Bleigewichte und voreilige Schönheitsoperationen hier nicht weiterhelfen werden. Zu allem Überfluss hat diese Schieflage in Bildung und Zukunft unserer Jugend nichts, aber auch gar nichts von einem stolzen Wahrzeichen. Während die einen nun PISA irgendwie schön reden wollen und mit stolz geschwellter Brust sich als Einäugige zum König der Blinden küren, lamentieren die anderen, finden alles nur noch schlecht und malen uns die schwärzeste Zukunft. Unseren Kindern und Jugendlichen freilich hilft weder das eine noch das andere. Einen wunderbaren Beitrag zur Bildungsdiskussion liefert hingegen schon seit längerem der renommierte Wissenschaftler Peter Struck. Als Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg setzt sich Struck seit Jahren mit aktuellen Fragen und Trends im Bildungswesen auseinander und ist eine weithin gehörte und geachtete Stimme in der Bildungsdebatte, die sich unserem Land besonders durch den PISA‐Schock stellt. Die Botschaft im Jahr 2001 war deutlich: Deutschland hat keine guten Schulen mehr, so wie es 200 Jahre lang der Fall war. Seitdem wurde viel diskutiert und tatsächlich auch gehandelt. So jedenfalls diagnostiziert Struck die gegenwärtige Situation und sieht weiterhin noch viel Handlungsbedarf. Seit geraumer Zeit veröffentlicht er seine Gedanken und Ideen unter anderem in der Kolumne „Lerneffekte“ der Zeitung „Schleswig‐Holstein am Sonntag“. Einige dieser Kolumnen hat er nun in einem kleinen Buch unter dem tiefgründigen Titel „Lernen lernen“ zusammengefasst. Wie müssen Bildung und Erziehung nach PISA aussehen? Wie müssen Bildung und Erziehung aussehen, damit unsere Kinder und jungen Menschen eine gute Zukunft haben? In „Lernen lernen“ greift Struck hierzu eine Vielzahl aktueller Fragestellungen auf und bezieht klare Position. Er spricht über Erziehung und Gewalt, denkt über Bildungsstudien und das deutsche Schulsystem nach, bevor er schließlich deutliche und sicher auch nicht wenig schmerzhafte Aussagen zur gegenwärtigen Schuldebatte und der künftigen Lehrerrolle macht. Für Struck ist eines klar: Länder wie Finnland, Norwegen, Schweden oder Kanada haben seit Jahren verstanden, was man in unserem Land bestenfalls vielleicht als Lippenbekenntnis unterstützen mag, leider aber nicht zum Handeln treibt: Nicht Schüler müssen schulfähig, sondern Schulen müssen schülerfähig sein! Schule als Lernwerkstatt, nicht Lehranstalt – Lehrer(in) als Coach – Ganztagesschule – eingliedriges Schulsystem – keine Noten bis zur achten Klasse … Was für uns nach Bildungscomedy klingt, ist in Ländern wie Kanada und Schweden, Norwegen und Finnland Wirklichkeit – und dies mit großem Erfolg! Struck bringt in seinen erfrischenden Kolumnen immer wieder auf den Punkt, woran unsere Bildung krankt, wie aber vor allem die Zukunft der jungen Generation werden kann, wenn wir Mut zur Veränderung haben. Für den Hamburger Erziehungswissenschaftler ist aber klar: Auf die Politik allein kann dabei kein Verlass sein. Es braucht gute Schulleiter(innen), Lehrer(innen) mit Spaß am Beruf und Knowhow in Sachen Pädagogik, engagierte Eltern und eine interessierte Gesellschaft. Ein schiefes Bildungswesen ist wirklich kein Wahrzeichen und es bedroht das Leben unserer Kinder und Jugendlichen. Bildungs‐Neu‐Denker wie Peter Struck können uns Mut machen, nicht nur lieblose Ausbesserungsarbeiten anzusetzen, sondern umzudenken und neu zu handeln, Morast und Sand abzutragen, um ein tragfähiges Fundament zu errichten. Damit die jungen Menschen von Morgen das Lernen lernen und ihr Leben tatkräftig gestalten können. Diese Rezension hat thorlac eingereicht.

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  • Rezension zu "Lernen lernen" von Peter Struck

    Lernen lernen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. July 2009 um 17:52

    Auf lehmigem Morast und Sand ist es gebaut, das wohl bekannteste schiefe Gebäude der Welt. Die Rede ist vom Turm zu Pisa. Seine Schieflage entsteht durch den ungeeigneten Untergrund, den das Gewicht des Turmes verformt und die Standhaftigkeit des Gebäudes bedroht. Durch Bleibarren als Gegengewichte und geschickte Erdbohrungen konnte der Turm für die wohl nächsten 300 Jahre gesichert werden. Schief ist er immer noch. Aber gerade das macht ihn ja zum einmaligen, weltweit bekannten Wahrzeichen. Wer denkt wohl nicht an den Schiefen Turm, wenn er von der PISA-Studie hört. Denn auch diese zeigt eine deutliche Schieflage und Einsturzgefahr auf! Gemeint ist das deutsche Bildungssystem, an dessen Fassade durch oben genannte Studie nicht nur ein paar Schönheitsfehler offenkundig wurden, sondern vielmehr die Frage aufgeworfen wird: Haben wir nur auf Morast und Sand gebaut? Und manch eine(r) ahnt so langsam aber sicher, dass ein paar planlose Tiefenbohrungen, lieblose Bleigewichte und voreilige Schönheitsoperationen hier nicht weiterhelfen werden. Zu allem Überfluss hat diese Schieflage in Bildung und Zukunft unserer Jugend nichts, aber auch gar nichts von einem stolzen Wahrzeichen. Während die einen nun PISA irgendwie schön reden wollen und mit stolz geschwellter Brust sich als Einäugige zum König der Blinden küren, lamentieren die anderen, finden alles nur noch schlecht und malen uns die schwärzeste Zukunft. Unseren Kindern und Jugendlichen freilich hilft weder das eine noch das andere. Einen wunderbaren Beitrag zur Bildungsdiskussion liefert hingegen schon seit längerem der renommierte Wissenschaftler Peter Struck. Als Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Hamburg setzt sich Struck seit Jahren mit aktuellen Fragen und Trends im Bildungswesen auseinander und ist eine weithin gehörte und geachtete Stimme in der Bildungsdebatte, die sich unserem Land besonders durch den PISA-Schock stellt. Die Botschaft im Jahr 2001 war deutlich: Deutschland hat keine guten Schulen mehr, so wie es 200 Jahre lang der Fall war. Seitdem wurde viel diskutiert und tatsächlich auch gehandelt. So jedenfalls diagnostiziert Struck die gegenwärtige Situation und sieht weiterhin noch viel Handlungsbedarf. Seit geraumer Zeit veröffentlicht er seine Gedanken und Ideen unter anderem in der Kolumne „Lerneffekte“ der Zeitung „Schleswig-Holstein am Sonntag“. Einige dieser Kolumnen hat er nun in einem kleinen Buch unter dem tiefgründigen Titel „Lernen lernen“ zusammengefasst. Wie müssen Bildung und Erziehung nach PISA aussehen? Wie müssen Bildung und Erziehung aussehen, damit unsere Kinder und jungen Menschen eine gute Zukunft haben? In „Lernen lernen“ greift Struck hierzu eine Vielzahl aktueller Fragestellungen auf und bezieht klare Position. Er spricht über Erziehung und Gewalt, denkt über Bildungsstudien und das deutsche Schulsystem nach, bevor er schließlich deutliche und sicher auch nicht wenig schmerzhafte Aussagen zur gegenwärtigen Schuldebatte und der künftigen Lehrerrolle macht. Für Struck ist eines klar: Länder wie Finnland, Norwegen, Schweden oder Kanada haben seit Jahren verstanden, was man in unserem Land bestenfalls vielleicht als Lippenbekenntnis unterstützen mag, leider aber nicht zum Handeln treibt: Nicht Schüler müssen schulfähig, sondern Schulen müssen schülerfähig sein! Schule als Lernwerkstatt, nicht Lehranstalt – Lehrer(in) als Coach – Ganztagesschule – eingliedriges Schulsystem – keine Noten bis zur achten Klasse … Was für uns nach Bildungscomedy klingt, ist in Ländern wie Kanada und Schweden, Norwegen und Finnland Wirklichkeit – und dies mit großem Erfolg! Struck bringt in seinen erfrischenden Kolumnen immer wieder auf den Punkt, woran unsere Bildung krankt, wie aber vor allem die Zukunft der jungen Generation werden kann, wenn wir Mut zur Veränderung haben. Für den Hamburger Erziehungswissenschaftler ist aber klar: Auf die Politik allein kann dabei kein Verlass sein. Es braucht gute Schulleiter(innen), Lehrer(innen) mit Spaß am Beruf und Knowhow in Sachen Pädagogik, engagierte Eltern und eine interessierte Gesellschaft. Ein schiefes Bildungswesen ist wirklich kein Wahrzeichen und es bedroht das Leben unserer Kinder und Jugendlichen. Bildungs-Neu-Denker wie Peter Struck können uns Mut machen, nicht nur lieblose Ausbesserungsarbeiten anzusetzen, sondern umzudenken und neu zu handeln, Morast und Sand abzutragen, um ein tragfähiges Fundament zu errichten. Damit die jungen Menschen von Morgen das Lernen lernen und ihr Leben tatkräftig gestalten können.

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