Weil du böse bist

von Peter Sultani 
3,7 Sterne bei12 Bewertungen
Weil du böse bist
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Trikerins avatar

Dieses Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven.Totaler Hardcore.

psy-borgs avatar

Spannend, gut geschrieben. Der Täter wird erst auf den letzten Seiten ermittelt. Echt super Buch!

Alle 12 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Weil du böse bist"

In München treibt ein grausamer Mörder sein Unwesen. Sein erstes Opfer wird in einer Villa gefunden: Die nackt auf dem Boden liegende tote Schwangere wurde brutal aufgeschlitzt, der Fötus ist verschwunden. Am Tatort finden die Spezialisten der Polizei keine kriminaltechnisch verwertbare Spuren - lediglich eine Botschaft des Täters wird entdeckt: "NK Ich bin mitten unter euch." Im Umfeld der ermordeten Frau weist nichts auf das Mordmotiv hin. Wahnsinn und Bösartigkeit Der Münchener Hauptkommissar Robert Craan, der in diesem bizarren Mordfall ermitteln soll, stößt schon bald auf einen Abgrund aus Wahnsinn und Bösartigkeit. Allerdings verfolgt Craan den Plan, den Medien und den Menschen zu verheimlichen, um was für einen grausamen Mord es sich hier handelt, um so den Täter zu provozieren, ihn vielleicht aus der Reserve zu locken und zu Fehlern zu zwingen. Gegenüber den Medien wird deshalb nur von einem Einbruchmord gesprochen. Dabei begeht der Kommissar selbst den Fehler, den Täter zu unterschätzen. Bald schon steht auch er auf der persönlichen Liste des Killers. Der verübt weitere Morde, wobei er sich mehr und mehr als Künstler sieht und immer verrücktere Szenarien gestaltet.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783955698607
Sprache:
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:528 Seiten
Verlag:Weltbild
Erscheinungsdatum:01.01.2015

Rezensionen und Bewertungen

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    Lucciolas avatar
    Lucciolavor 4 Jahren
    Guter Thriller mit einigen Schwächen

    Ein Schlitzer treibt sein Unwesen in München, er nennt sich selbst "Der Imperator". Für ihn sind seine Morde Kunstwerke, die er mühevoll und kunstvoll inszeniert. Ohne dabei Spuren zu hinterlassen, versteht sich. Die Ermittler stehen vor einem großen Problem: Wer ist der Täter? Und wie sollen und können sie ihn schnappen?

    In der Geschichte gibt es mehrere Perspektivenwechsel, was ich sehr ansprechend finde. Das gibt dem Buch das gewisse Etwas. Außerdem ist es nicht so vorhersehbar wie andere Bücher. Als Leser hat man teilweise eine Ahnung, wer der Täter sein könnte, nur um kurz danach vom Gegenteil überzeugt zu werden. Es gibt viele tolle Wendungen und so bleibt das Buch durchweg spannend.

    Peter Sultani beschreibt alles sehr detailliert. Das ist einerseits ein Pluspunkt, z.B. werden die Leichen und was ihnen angetan wurde genau beschrieben. Natürlich ist das nichts für schwache Gemüter, aber für mich gehört sowas einfach zu einem richtigen Thriller oder Krimi dazu. Der Satz: "Es liegt eine tote Frau auf dem Boden" bringt ja nicht wirklich einen Gruselfaktor mit sich ... Andererseits ist diese detaillierte Schreibweise ganz schön nervig, wenn es um total Belangloses geht. Man könnte Craan beinahe mit dem Finger auf einer Landkarte folgen, wenn er in seinem Auto irgendwohin fährt, so genau ist alles beschrieben. Auf Dauer ist das ganz schön anstrengend. Ich wohne ja selbst in München, daher weiß ich größtenteils, wo und was die Orte sind und es ist wirklich manchmal witzig, wenn man genau über diesen Platz geht oder durch diese Straße und dann an die jeweilige Szene im Buch denkt, aber hier wird es doch etwas (viel) übertrieben. Etwas weniger Straßennamen und weniger Detailiertheit an manchen Stellen würde diesem Buch nicht schaden, im Gegenteil, es würde es deutlich verbessern. 

    Ich mag den Humor, der sich immer wieder zwischen die tragischen Ereignisse schleicht. Ich glaube, als Mordkommissar oder Rechtsmediziner oder andere Leute mit ähnlichen Berufen, muss man sich diesen trockenen, dunklen Humor erhalten, um nicht verrückt zu werden. Mir gefällt es, dass man von einer schlimm zugerichteten Leiche liest und wenig später ein Lächeln im Gesicht hat, weil Craan wieder mal etwas seltsames denkt. Das macht es zu einem nicht ganz so düsteren Thriller. Allgemein finde ich, dass dieser "Thriller" doch recht harmlos ist, es ist kein knallharter Thriller wie z.B. die von Tess Gerritsen. Dank der doch sehr detailreichen Beschreibung der Leichen aber wohl nichts für allzu schwache Gemüter. Zumindest nicht für diejenigen, die eine besonders große Vorstellungskraft haben ;)

    fazit

    Alles in allem hat mich das Buch überzeugt. Es handelt sich um einen netten Thriller, eine tolle Geschichte und interessante Personen. Dennoch gingen mir die vielen unwichtigen Details irgendwann auf die Nerven und mit dem Ermittler Craan konnte ich leider auch nicht ganz warm werden. Aber ich musste doch oft lachen (ja, seltsam für einen Thriller) aufgrund der seltsamen inneren Monologen des Ermittlers oder anderen Situationen und die Morde sind auch nicht gerade ohne. 4 von 5 Punkten.

    Die ganze Rezension findet ihr hier: http://lucciola-test.blogspot.de/2014/06/rezension-weil-du-bose-bist-peter.html

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    N9erzs avatar
    N9erzvor 4 Jahren
    Trotz guter Story nicht packend genug

    Ein grausamer Schlitzer treibt sein Unwesen in München. Sein erstes Opfer: eine schwangere Frau wir brutalst ermordet, aufgeschlitzt und ihr Fötus wird ihr entnommen. Am Tatort werden keinerlei verwertbare Spuren gefunden. Die Polizei und Hauptermittler Robert Craan stehen vor einem Rätsel.

    Doch Craan hat einen Plan, er will den Medien und den Menschen verheimlichen, um was für einen bestialischen Mord es sicher hierbei gehandelt hat und so den Täter in Rage bringen zu Fehlern zwingen. Doch er hat den Täter unterschätzt, denn schon bald steht auch er auf der persönlichen Liste des Mörders - in einem Abgrund aus Wahnsinnigkeit und dem puren Bösen.
    -----
    So weit so gut klingt der ganze Trhiller ja gar nicht schlecht. Wirklich
    grausame Morde und ein ziemliche kranker Psycho der hinter dem ganzen
    steckt. Wie schon zu Eingang erwähnt eigentlich genau meines -
    eigentlich.

    Denn irgendwie bin ich so gar nicht in den Thriller hineingekommen.


    Der Hauptermittler war mir weder symphatisch noch wirklich
    unsympathisch, er war mir schlicht und einfach ziemlich neutral
    gestimmt. Stellenweise ist er mir jedoch auch ziemlich auf die Nerven
    gegangen und hat sich in meinen Augen recht unprofessionell angestellt.
    Denn immerhin sollte er sich auch ohne einen Anhaltspunkt auf der Suche
    nach dem Mörder nicht zu spontanen Aktionen vor der Presse oder
    Ausrastern bei Pressekonferenzen hinreißen lassen. Da sind ihm schon hin
    und wieder sehr stark die Pferde durchgegangen.


    Außerdem waren mir die Beschreibungen der Umgebung und vor allem der
    Wege die oftmals (zumeist mit dem Auto) zurückgelegt werden zu
    langwierig und genau beschrieben. Stellenweise kommt man sich an
    Navigationsanweisungen eines GPS Gerätes erinntert vor, was vielleicht
    für diejenigen die die Straßen in München kennen wirklich interessant
    sein mag. Für Nicht-Kenner der Gegend allerdings ziemlich überflüssig zu
    erfahren, dass irgendwer aus Straße X in Straße Y  abbiegt und dann an
    der zweiten Ampel wieder nach links in Straße Z weiterfährt. Das mag
    hier jetzt stark übertrieben dargestellt sein, allerdings hatte ich
    manchmal echt dieses Gefühl.


    Wirklich gut und herausragend waren dafür die (leider wenigen) Kapitel
    aus dem Kopf des Killer. Hier hat man echt die Gänsehaut gespürt wenn
    man die kranken Phantasien des Mörders aus erster Hand erfährt. So etwas
    hätte ich mir viel öfter und mehr gewünscht!


    Ein wenig enttäuschend war dann leider auch das Ende. An manchen Stellen
    zu vorhersehbar an anderen wiederum zu sehr einfach mal so eine Idee
    zur Ermittlung aus dem Hut gezogen. Die richtige Nase und das Gespür
    eines Kriminalpolizisten in Ehren, aber manachmal scheint das schon zu
    herbeigezaubert. Zusätzlich muss ich sagen (und hier muss ich kurz mal
    ein wenig *Spoilern* - also ewr das nicht lesen möchte einfach beim
    nächsten Absatz weitermachen) hat mir ein wenig Information zum Schluss
    gefehlt. Was die ganze Sachen mit den Föten auf sich hat ist immer nur
    ein Beitrag am Rande, was aus den Protagonisten nach dem Finale wird
    bleibt auch ziemlich in den Sternen hängen. Da hätte ein wenig mehr
    Ausschmückung ruhig sein dürfen.


    Ein relativ kurzweiliger Read zwischendurch, allerdings nicht ganz nach
    meinem Geschmack. Nicht wirklich langweilig aber eben auch nicht packend
    genug. Ich glaub was Thriller angeht bin ich mittlerweile wirklich
    schon ziemlich verwöhnt und pingelig.

    Darum auch leider keine besonders gute Bewertung.

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    Irves avatar
    Irvevor 4 Jahren
    *+* Der Imperator schlägt zu *+*

    * Der Imperator schlägt zu *

    Inhalt:

    Die junge Frau lag nackt auf dem Boden, mit dem Rücken in einer riesigen Blutlache, Augen und Mund weit aufgerissen.
    .
    In einer Münchener Villa liegt eine tote Schwangere. Sie wurde aufgeschlitzt, der Fötus ist verschwunden. Der Täter hinterlässt die Botschaft: NK – Ich bin mitten unter euch. Es finden sich keinerlei kriminaltechnisch verwertbare Spuren, auch im Umfeld der Toten weist nichts auf das Mordmotiv hin. Der Münchener Hauptkommissar Robert Craan wird mit den Ermittlungen beauftragt und stößt schon bald auf einen Abgrund aus Wahnsinn und Bösartigkeit.
    .
    Dieser Thriller garantiert Ihnen schlaflose Nächte!

    Jetzt als eBook: „Weil du böse bist“ von Peter Sultani. dotbooks – der eBook-Verlag. (Quelle: dotbooks)
    .
    Meine Meinung:
    Ich bin ganz schön aufgeregt, denn ich habe mich ganz klammheimlich Teresa von Rautenstein an die Fersen geheftet. Sie ist ein Medium. Gerade tappt die Polizei völlig im Dunkeln, denn ein Verrückter hat eine weitere schreckliche Tat vollbracht. Er hat einer hochschwangeren Frau den Bauch aufgeschlitzt, den Fötus entnommen und, nein, ich erzähle lieber nicht weiter. Es ist einfach schrecklich, was passiert ist. Teresa ist sehr mutig, denn sie verbringt freiwillig zwei Nächte am Tatort, in der Hoffnung, die Schatten der Vergangenheit, die Schwingungen des Tatherganges, zu empfangen. Solch ein Täter gehört gefasst, und zwar schnell!
    .
    Man weiß ja nie, was in solchen Köpfen vor sich geht. Umso interessanter war es für mich, den Gesprächen der Kommissare zu lauschen von wegen Täterprofil, Motiven etc. Ja, ich gebe es zu, auch bei der Polizei habe ich Mäuschen gespielt.
    Das mache ich gerne, wenn es gerade einen spannenden Fall aufzuklären gilt und mir die Charaktere, die damit zu tun haben, sympathisch sind. Diese Theresa mochte ich ja sofort, aber auch Kommissar Craan und seine Kollegen waren ganz nett. Und netten Menschen helfe ich gerne.
    Ehrensache, dass ich mir zu den Geschehnissen so meine Gedanken machte. Ich hatte auch schon schnell eine Spur dachte ich. Sie war mir irgendwie logisch und beharrlich verfolgte ich sie weiter. Aber jedoch ist der Autor ein ganz Ausgefuchster. Er macht es und Lesern gar nicht so einfach. Ich war tatsächlich einer falschen Fährte gefolgt. Und diese war nicht die einzige, die Herr Sultani gelegt hatte.
    Zum Schluss kriegte aber selbst ich die Kurve und durchschaute plötzlich, was überhaupt los war. Das hat der Herr Schriftsteller sich wirklich gut überlegt….erst Holzwege in alle Richtungen bauen und dann zum Finale legte er seinen Ermittlern die richtige Idee in die Hände und die Post ging ab.

    .

    .

    Der Thriller ist zurecht diesem Genre zugeordnet. Der Fall rund um den Psychopathen ist spannend, stellenweise undurchsichtig geschrieben. Man wird indirekt animiert mitzudenken und zu rätseln, ob einem der Verrückte schon untergekommen ist, oder ob eventuell noch ein Unbekannter aus dem Ärmel geschüttelt wird.

    Der Verlauf ist gut durchdacht, wie gesagt sind auch einige falsche Fährten gelegt. Die Aufklärung und das Motiv des Täters werden plausibel dargelegt.
    Die Spannung wurde noch dadurch forciert, dass aus zwei Erzählperspektiven berichtet wird. Den größten Teil nehmen die Ermittlungen der verschiedenen Personen ein, aber der kleinere Erzählstrang lässt den „Imperator, wie sich der Psychopath selbst bezeichnet, zu Wort kommen. Und das war wirklich ein sehr individueller Erzählstil.
    Nur anhand der stilistischen Umsetzung im Buch wusste ich schon immer nach wenigen Sätzen, ob es im entsprechenden Abschnitt um die Ermittler geht, oder ob ich mal wieder in die Psyche des Verrückten blicken würde.
    .

    Kleine Abstriche gibt es für mich nur bei einigen zu ausgeweiteten Beschreibungen und der extremen Wiederholung einer von Craans Eigenschaften.
    .
    Mein Fazit:
    Unterm Strich zeigt mein Daumen klar nach oben und ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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    Infos zum Buch:
    „Weil du böse bist“ von Peter Sultani ist im Mai 2014 unter der ISBN-Nr. 978-3-95520-415-0 als Ebook erschienen. Es umfasst ca. 543 Seiten.
    .
    Infos zum Autor:
    Peter Sultani, geboren 1953, wuchs in Westfalen auf. Nach Abschluss seines Studiums der Literatur- und Geschichtswissenschaft in München und Berlin gönnte er sich eine einjährige Reise durch die Türkei, den Iran und Afghanistan, danach rockte er als Bassist in einer Band und arbeitete als Taxifahrer, Rechercheur und Deutschlehrer. Heute lebt Peter Sultani mit seiner Frau, einer Afghanin, die er allerdings nicht am Hindukusch, sondern in München kennengelernt hatte, in der bayerischen Landeshauptstadt und ist als Autor und Deutschlehrer tätig. (Quelle: dotbooks)

    Kommentare: 1
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    MikkaGs avatar
    MikkaGvor 4 Jahren
    Es ist definitiv Mord - aber ist es Kunst?

    Ich sags direkt: das Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven! Der Autor gönnt dem Leser nur wenige Verschnaufpausen, denn wir folgen Kommissar Craan und seinem Team auf einer wilden Jagd nach einem Killer, der an Perversion und Grausamkeit kaum zu überbieten ist.

    Dass die (meisten) Opfer ausgerechnet schwangere Frauen sind, das geht an die Nieren, und man wünscht sich immer wieder, man könnte ins Buch reisen und den Verlauf der Dinge ändern... Hier wird nichts beschönigt: die Leichen und Tatorte werden detailliert beschrieben, und man kann gut verstehen, dass dem ein oder anderen Polizisten kotzübel wird. Denn der Täter inszeniert seine Morde als abartige Kunstwerke, bei denen ich zumindest wünschte, ich könnte das Kopfkino abstellen. Hätte ich jemals den Wunsch verspürt, Teil einer Mordkommission zu sein - nach diesem Buch bin ich heilfroh, dass ich es nicht bin.

    Viele Szenen wirken wie direkt aus einem Actionfilm gegriffen, mit rasantem Tempo und viel Kollateralschaden. Verfolgungsjagden, Schießereien, gibt es alles - und dennoch lag für mich die wahre Spannung des Buches in der kranken Psyche des Täters (der sich selbstherrlich "Der Imperator" nennt) und der zunehmend verzweifelten Ermittlung. Als hätte Komissar Craan nicht schon genug Druck - er will diesen "Schweinehund" zu fassen kriegen, wie er noch nie zuvor einen Täter fassen wollte -, bekommt er auch noch von der Presse und seinen Vorgesetzten die Daumenschrauben angelegt.

    Die Geschichte ist klassisches Thriller-Material, und ich war ein klein wenig enttäuscht über die Motivation des Täters. Zum einen habe ich schon sehr schnell erraten, warum er tut, was er tut (und mich dann gewundert, warum die Polizei nicht drauf kommt), und zum anderen schien mir der Grund ein wenig zu simpel. Womit ich aber nicht sagen will, dass der Fall an sich vorhersehbar ist! Der Autor legt eine ganz Reihe an falschen Fährten, auf die ich kläglich hereingefallen bin.

    Craan ist ein Thriller-Held der alten Schule: wenn es um Leben und Tod geht, streift er die Samthandschuhe ab und greift durchaus auch zu Mitteln, die so nicht ganz legal sind... Aber er ist auch jemand, dem nach 20 Jahren als Mordkommissar an Tatorten immer noch schlecht wird, und er ist ein liebender Vater und ein einsamer Mann. Und sein Gegenspieler, der Imperator - der ist einerseits bedrohlich und abgrundtief böse und andererseits ein ganz erbärmliches Würstchen. Oft fand ich seine Gedankengänge unfreiwillig komisch, wenn seine Allmachtsfantasien mit seinem Alltag kollidieren. Und ich denke, der Autor hat diesen bitterbösen, schwarzen Humor durchaus beabsichtigt.

    Zum Schreibstil: nach den ersten paar Seiten war ich schon sehr beeindruckt - der geht runter wie Butter und bedient sich dabei origineller, interessanter Bilder und Formulierungen!

    Aber. Leider gibt es ein Aber. Ich habe das Buch mit viel Vergnügen gelesen, aber so nach und nach fiel mir eine Sache sehr unangenehm auf: der Autor neigt zu Wiederholungen, und das sehr extrem. Zum einen gibt es Wörter, die immer wieder und wieder vorkommen: zum Beispiel ist in diesen Buch wirklich alles "prächtig". Und dann werden ganze Phrasen und Beschreibungen nur leicht verändert wiederholt, vor allem Ortsbeschreibungen. Diese Wiederholungen hätte man einfach weglassen können, und das hätte meiner Meinung nach dem Buch nicht geschadet, im Gegenteil.

    Inhaltlich fand ich das Buch meist schlüssig und glaubhaft, es gab nur so ein paar kleine Dinge, die ein leichtes Stirnrunzeln verursachten. Eine Verhörszene zum Beispiel, bei der zwei Polizisten dermaßen übertrieben "Guter Cop - Böser Cop" spielen, dass der Verhörte schon extrem dumm sein müsste, um darauf reinzufallen. (Außerdem versuchen sie ihm weiszumachen, dass es im zweiten Keller unter dem Präsidium eine Folterkammer gibt. Nee, schon klar.)

    Fazit:
    Das Thriller-Debüt von Peter Sultani überzeugt mit bluttriefender Spannung, rasantem Tempo und glaubhaften Charakteren. Der Schreibstil krankt etwas an penetranten Wiederholungen, liest sich aber trotzdem süffig runter, und trotz kleiner Schwächen hat mich das Buch gut unterhalten. Ich werde die Augen offenhalten nach weiteren Büchern des Autors!

    Kommentare: 2
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    Trikerins avatar
    Trikerinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Dieses Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven.Totaler Hardcore.
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    psy-borgs avatar
    psy-borgvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, gut geschrieben. Der Täter wird erst auf den letzten Seiten ermittelt. Echt super Buch!
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    solifer2606s avatar
    solifer2606vor 5 Monaten
    wischus avatar
    wischuvor 5 Monaten
    arkkars avatar
    arkkarvor einem Jahr
    Thrillergirls avatar
    Thrillergirlvor 2 Jahren

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