Peter Swanson The Kind Worth Killing

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Inhaltsangabe zu „The Kind Worth Killing“ von Peter Swanson

Ted Severson meets a woman at the airport bar. Over cocktails they tell each other rather more than they should, and a dark plan is hatched - but are either of them being serious, could they actually go through with it and, if they did, what would be their chances of getting away with it? (Quelle:'Flexibler Einband/19.02.2015')

Ein nett geschriebener Thriller, mit einigen interessanten Wendungen.

— sallybooks
sallybooks

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  • The Kind Worth Killing

    The Kind Worth Killing
    sallybooks

    sallybooks

    08. September 2015 um 22:44

    Dieser Thriller von Peter Swanson hat das Thema der untreuen Ehefrau und des deprimierten Ehemannes, der aus Frustration und Wut zu allem bereit ist, nicht neu erfunden, aber er hat es sehr gut und ziemlich spannend umgesetzt. Ich konnte mich tatsächlich sehr gut in jede Person in diesem Buch hineinversetzen. In den betrogenen Ted, die geheimnisvolle und ziemlich kaltblütige Lily als auch in Miranda, die sehr raffgierig und verschwenderisch ist und am liebsten alles für sich hätte. Auf ihre spezielle Art und Weise sind die Charaktere also sehr gut nachzuvollziehen und irgendwie auch sympathisch.  Das Buch wartet mit einigen interessanten Plottwists auf und hat mich zum Lesen angeregt. Ich habe es auch meiner besten Freundin empfohlen und sie war auch positiv überrascht. Natürlich ist das Buch nicht total überraschend und völlig neu, aber es hat spaß gemach zu lesen und ich mochte es :)

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    The Kind Worth Killing
    TheRavenking

    TheRavenking

    19. July 2015 um 18:55

    Oje, und so was taugt heutzutage für einen Bestseller! Vielleicht liegt es an mir. Ich sollte einfach die Finger von solchen Büchern lassen. Diese „must read“ Thriller des Jahres scheinen mich in letzter Zeit zu oft enttäuscht zu haben. Ob Gone Girl oder Ich Darf Nicht Schlafen, mehr als ein gepflegtes Gähnen konnten mir diese Bücher nicht entlocken. Und doch habe ich nach Peter Swansons Buch gegriffen, weil ich dachte: Ein modernes Update von Patricia Highsmiths Zwei Fremde im Zug – das klingt doch ganz interessant. Highsmith etablierte damals die Idee eines Mordes über Kreuz. Zwei Menschen, die beide jemanden loswerden wollen begegnen sich zufällig und beschließen, dass jeder jeweils für den anderen morden soll. So nach dem Motto: ich erdolche deinen reichen Großonkel und dafür strangulierst du meine Ehefrau! Kurz danach wurde die Idee auch von Nicholas Blake aufgegriffen, der sie in seinem Roman Ein glühend Messer verwendete. Seitdem hat sich die Welt doch stark verändert und es ist wesentlich schwieriger geworden jemanden abzumurksen ohne irgendwelche Spuren dabei zu hinterlassen. Der technische Fortschritt ist Amateurkriminellen nicht gut bekommen. Ich war also neugierig wie Peter Swanson an die Sache herangehen würde. Wie sich herausstellt auf die denkbar lausigste Weise. Auf dem Flughafen London Heathrow lernt Ted Severson die hübsche Lily Kintner kennen. Der Flug hat Verspätung, man kommt miteinander ins Gespräch, trinkt etwas zusammen und unterhält sich über… Morde. Ted ist verheiratet. Mit Miranda. Und Miranda betrügt ihn. Ted weiß es, er hat sie mit ihrem Freund beobachtet. Ted hasst sie dafür und schwelgt in allerlei Rachephantasien. So verständlich wie banal. Lily ist sehr verständnisvoll. – Was willst du denn nun tun? – fragt sie. -Am liebsten würde ich sie töten! – so Ted. - Eine tolle Idee, - findet Lily. Vielleicht kann ich dir ja helfen! Wir sterben schließlich alle irgendwann, oder? Manche Leute sind so fies und gemein, wenn die frühzeitig abkratzen, kräht eh kein Hahn nach ihnen. Damit tut man der Welt letztendlich einen gefallen. Raymond Chandler, der das Drehbuch zu Alfred Hitchcocks Verfilmung des Highsmith-Romans schrieb, bemängelte, dass es nicht besonders glaubwürdig sei, wenn ein junger Mann, einen anderen völlig Unbekannten bei ihrem ersten Treffen zum Mord anstiftet. Und vermutlich hatte Chandler damit sogar Recht. Doch gelang es Patricia Highsmith durch die Intensität ihrer Erzählung solche Bedenken zu zerstreuen. Bei Peter Swanson hingegen kommt nicht einmal ein Hauch von Glaubwürdigkeit auf. Wir befinden uns von Anfang an in einem künstlichen Konstrukt, und keinem sehr gut gemachten. Bei Highsmith ging es um glücklose, verbitterte Figuren, deren Einsamkeit sie in die Tragödie trieb. Das einzige tragische bei Swanson ist die Unfähigkeit des Autors seine Charaktere interessant zu machen. Sie sind am Reißbrett entworfene, belanglose Gestalten. Ted ist ein wandelndes modernes Klischee: Der wohlhabende IT-Unternehmer. Miranda und Lily sind das typische weibliche Personal mittelmäßiger Thriller: Frauen, die sich vor allem durch ihre Attraktivität definieren, mit dem intellektuellen Horizont und der Ausstrahlung eines Unterwäschemodells. Das alles ist verfasst in einem Stil so schmucklos, simpel und öde, dass es Agatha Christie im Vergleich dazu wie Virginia Woolf aussehen lässt. Darf man für eine höhere Sache töten? Einen wertlosen, gemeinen Menschen auslöschen? Das fragte sich schon Dostojewskijs Raskolnikow in Vebrechen und Strafe. Seitdem geistert dieses Konzept fast ununterbrochen durch die Thriller-Literatur ohne an Aktualität eingebüßt zu haben. „Alles liegt in den Händen des Menschen, und er lässt es sich entschlüpfen, weil er feige ist.“ – hieß es bei Dostojewskij. Kind Worth Killing spielt diese moralisch-philosophische Fragestellung immer wieder in verschiedener Form durch. Da erzählt die Protagonistin z. B. wie sie als Jugendliche ihr kleines Kätzchen vor einem bösen Kater beschützen musste. Das tat sie indem sie dem gemeinen Biest einen schweren Steinblock auf den Kopf fallen ließ. Wenn man zwischen dem hässlichen Nachbarskater oder dem eigenen süßen wehrlosen kleinen Kätzchen entscheiden muss, ist das schließlich nicht besonders schwer. Von da ist es nur noch ein Schritt zur Tötung eines Menschen. Sofern man sich traut. So banal wie diese Anekdote ist auch Kind Worth Killing insgesamt. Man mag diese Leute nicht. Ihre Probleme wirken aufgesetzt und konstruiert. Das moralische Dilemma, in dem sie sich befinden lässt einen kalt. Es ist literarischer Trash von der schlechtesten Sorte: Blöde, aber kein bisschen unterhaltsam. Nun ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Bestseller des Jahres auch auf die deutsche Leserschaft losgelassen wird. Fallen Sie nicht auf den Hype herein!

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