Peter Temple Die Schuld vergangener Tage

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Inhaltsangabe zu „Die Schuld vergangener Tage“ von Peter Temple

Mac Faraday glaubt nicht, dass sich sein Freund Ned das Leben genommen hat. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, denn wenn es nicht Selbstmord war, muss es Mord gewesen sein. Faradays Nachforschungen führen ihn zu einer Erziehungsanstalt. Dabei entdeckt er eine Mädchenleiche in einem stillgelegten Bergwerksschacht. Nach und nach kommt Faraday denen auf die Spur, die zahllose Mädchen aus der Erziehungsanstalt missbraucht haben. Je näher er der Wahrheit kommt, desto mehr bringt ihn seine Recherche selbst in Gefahr.
Präzise und lakonisch zeigt Temple die dunklen Seiten des fünften Kontinents.

Die Handlung klingt wie schon oft gelesen und gesehen, aber es ist deutlich komplexer. Außerdem stilistisch sehr ordentlicher Thriller.

— Gulan

Spannender Fall wo keine Zeit zum atmen blieb

— MissNorge

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  • Rückfall in alte Zeiten.

    Die Schuld vergangener Tage

    Gulan

    22. December 2016 um 19:19

    Weißt du, welchen Ausdruck ich in den alten Zeiten immer gehasst habe?“, sagte ich. „Insider sein. Nun, ich will nicht wieder Insider sein.“ Berglin zündete sich die Zigarette an, Handfläche vor der Flamme, schmale Augen im Licht. „In diesem Fall sind nur du und ich die Insider, Mac“, sagte er. „Wenn du nicht mitmachst, solltest du dir überlegen, den netten jungen Burschen wegzuschicken, den Hund in Pflege zu geben und dich samt der großen Knarre zum Schlafen unters Bett zu legen. Die alten Zeiten sind noch nicht vorbei.“ (S.235) Ned Lowey, Nachbar und Freund von Mac Faraday, wird erhängt in seinem Schuppen aufgefunden. Mac nimmt Neds Enkel Lew bei sich auf. Er zweifelt am vermeintlichen Selbstmord seines Freundes. Auch die Polizei ist nicht völlig überzeugt, hat Mac sogar kurzzeitig unter Verdacht. Mac beginnt der Sache auf den Grund zu gehen. Ein Zeitungsartikel in Neds Unterlagen über den Fund einer Mädchenleiche in einem alten Bergwerksschacht und dessen Arbeitsunterlagen bringt ihn auf eine heiße Spur zu einer Erziehungsanstalt für straffällige weibliche Jugendliche. Bei seinen Nachforschungen stößt Mac auf diverse Ungereimtheiten Mitte der 80er Jahre – ungefähr der Zeitraum, in dem das Mädchen aus dem Schacht zu Tode gekommen sein muss. Schließlich erfährt Mac, dass auch der damalige Arzt der Anstalt, Dr. Ian Barbie, vor kurzem auf gleiche Weise aus dem Leben schied. Es riecht nach alten Missbrauchsfällen und nach Mord. Peter Temple ist einer der bekanntesten australischen Krimischriftstellern. In Südafrika geboren, lebt er erst seit 1980 in Australien. Ursprünglich Journalist, veröffentlichte er erst 1996 im Alter von 50 Jahren seinen Debütroman. Seitdem ist Temple international erfolgreich, er gewann fünfmal den australischen Ned Kelly Award, einmal den Dagger Award und auch einmal den Deutschen Krimi Preis. Auch für mich war Peter Temple kein Unbekannter: „Kalter August“ und „Shooting Star“ hatte ich bereits von ihm gelesen. „Die Schuld vergangener Tage“ ist übrigens kein neuer Roman, seit „Wahrheit“ (aus dem Jahr 2009) hat Temple nichts Neues mehr veröffentlicht. „An iron rose“ (so der Originaltitel) ist Temples zweiter Roman aus dem Jahr 1998, der nun erstmals ins Deutsche übersetzt wurde. Ich wechselte das Thema. „Du musst noch jemandem für mich finden.“ „Meine Güte, ich halt's im Kopf nicht aus.“ Pause. „Wen?“ Ich gab ihm die nötigen Infos: Gabriele Elaine Makin, geboren 1967 in Frankston, ehemalige jugendliche Straftäterin, letzter bekannter Wohnort Cairns. Nicht im Telefonbuch. „Hoffentlich überlebt sie dein Interesse“, sagte Berglin. „Ruf mich nicht an.“ (S.203) Missbrauch in einer Erziehungsanstalt? Darin involviert sogenannte Stützen der Gesellschaft? Zugegeben, das klingt irgendwie als hätte man so etwas schon mehrfach gelesen oder gesehen. Aber so ganz so einfach macht es Temple nicht, denn es entwickelt sich ein durchaus komplexer Plot, bei dem Mac Faraday von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Ich-Erzähler Mac Faraday arbeitet als Schmied in einer ländlichen Region des Bundesstaates Victoria in der alten Schmiede seines Vaters. Er lebt allein, besucht regelmäßig den lokalen Pub und spielt im örtlichen Club Australian Football. Ein Mann auf der Suche nach Normalität, der aber sein altes Leben nicht abschütteln kann. Denn Mac war mal bei den Feds, der Bundespolizei, als Drogenfahnder tätig. Doch dann ging ein Einsatz richtig schief, eine Informantin und die Zielperson wurden quasi vor seinen Augen liquidiert. Mac war der Sündenbock, einige andere Kollegen profitierten. Wie das damals passieren konnte, wurde nie aufgeklärt, doch Mac erhält über die Nachforschungen zu Neds Selbstmord unerwartet die Gelegenheit, auch seinen alten Fall wieder aufzurollen. Peter Temple erzählt diese düstere Geschichte mit einem guten Gespür für Tempo und Timing, mit trockenem Humor, präzise und realistisch. Auch wenn zwischen Erstveröffentlichung und Übersetzung ins Deutsche achtzehn Jahre vergangen sind, hat das Buch keinen Schimmel angesetzt – im Gegenteil: „Die Schuld vergangener Tage“ ist richtig gut abgehangen.

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    • 5
  • Ein gelungener humorvoller Thriller

    Die Schuld vergangener Tage

    LeseKatze

    16. December 2016 um 17:50

    Inhalt;Mac Faraday glaubt nicht, dass sich sein Freund Ned das Leben genommen hat. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln, denn wenn es nicht Selbstmord war, muss es Mord gewesen sein. Faradays Nachforschungen führen ihn zu einer Erziehungsanstalt. Dabei entdeckt er eine Mädchenleiche in einem stillgelegten Bergwerksschacht. Nach und nach kommt Faraday denen auf die Spur, die zahllose Mädchen aus der Erziehungsanstalt missbraucht haben. Je näher er der Wahrheit kommt, desto mehr bringt ihn seine Recherche selbst in Gefahr.Meine Meinung.Dies war mein erster Thriller vom Autor Peter Temple ich wurde durch dieses Buch aufmerksam als ich denn Klappentext durch las wurde ich neugierig was mich darin erwarten wird. Ich war recht überrascht als ich die Story gelesen habe, weil ich habe mir ein Thriller erwartet und nicht etwas humorvolles, was aber auch was ganz neues für mich ist. Denn diese Kombination humorvoller Thriller habe ich bisher noch nicht gelesen.Das Buchcover ist recht schlicht schwarz gehalten mit einer roten Schrift.Es lässt einen erahnen das es sich hier um ein Thriller handelt.Der Hauptprotagonist Mac Faraday ist ein Detektiv und ein Frauen Held. Ich fand ihn recht sympatisch weil er viele Sprüche auf Lager hatte. Was ich noch toll fand wie er denn Fall zu Lösen versuchte, mit der ich nicht gerechnet habe,welche Wendung die Geschichte aufnimmt.Der Schreibstil an sich war leicht und flüssig zu Lesen, aber ein Kritik Punkt hätte ich schon weil es kamen recht viele Personen darin vor das ich beim Lesen durcheinander kam, weil ich einfach nicht wusste welche Personen darin für eine Rolle spielen. Gehören sie zu denn Guten oder zu den Bösen? Aber dennoch kam ich auf meine Kosten ich habe während dem Lesen mit gefiebert gelacht und mit gerätselt.Ich werde definitiv noch mehr Bücher von Peter Temple lesen wollen.Fazit: Ein gelungener Thriller den ich weiter empfehlen würde.

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  • Die beiden Leben des Mac Faraday

    Die Schuld vergangener Tage

    Patno

    30. November 2016 um 10:21

    Nachdem "The Times" Peter Temple als einen der besten Spannungsautoren der Welt bezeichnete, war mein Interesse geweckt. Obwohl sein Thriller "Die Schuld der vergangenen Tage" bereits 1998 veröffentlicht wurde, ist die Deutsche Erstausgabe erst 2016 erschienen. "...Mac, sagte die Stimme. Ned ist tot." Mit diesem Satz beginnt der Thriller. Alles sieht nach Selbstmord aus, doch Mac Faraday glaubt nicht daran, dass sich sein Freund Ned umgebracht hat und beginnt mit der Spurensuche. Dabei stolpert Mac in Ned's Nachlass über mehrere Zeitungsartikel, in denen von der Leiche einer jungen Frau in einem alten alten Bergwerk berichtet wurde. Mac's Ermittlungen führen in einer Erziehungsanstalt, für die Ned zeitweise gearbeitet hat. Was ist hier bloß passiert? Alles deutet auf Missbrauch von jungen Mädchen hin, die in dieser Anstalt beherbergt wurden. Mac stößt auf weitere scheinbare Selbstmorde. Ich muss zugeben, dass mir der Einstieg in dieses Buch nicht gerade leicht gefallen ist. Man wird mit einer Unmenge von Namen konfrontiert. Da ist es echt schwer den Überblick zu behalten. Außerdem schweift der Autor gern vom Thema ab, ist plötzlich mitten in der Gestaltung eines Gartens oder schmiedet mit dem Hauptakteur Tore und andere merkwürdige Gegenstände. Das wirkt mitunter etwas ermüdend. Anderseits hat mich Temples versteckter Humor bisweilen köstlich amüsiert. (wie z.B.: "...Die Datensicherung war so gut wie ein gehäkeltes Kondom...") Die Grundidee des Buches ist nicht neu, aber die Verpackung einzigartig. Mac Faraday ist ein interessanter Charakter - starker Mann, kein Kostverächter und Frauenschwarm, sowohl Schmied als auch verdeckter Ermittler. Die Handlung spielt überwiegend in der Gegenwart (in den Neunziger Jahren), zwischendurch lässt Peter Temple den Leser auch in Macs früheres Leben zurückblicken. Peter Temples Art zu schreiben ist eigenwillig, erfordert konzentriertes Lesen. Mir fehlte jedoch das Tempo in der Handlung und die Spannung ließ lange auf sich warten. Doch wer bis zum Ende durchhält, bekommt ein interessantes und völlig unerwartetes Finale. "Die Schuld der vergangenen Tage" dürfte die Leserschaft spalten. Für mich war es eine ungewöhnliche Leseerfahrung, fasziniert von der Schreibkunst des Autors, doch enttäuscht vom fehlenden "Thrill", insgesamt leider nur Mittelmaß.

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  • Mord oder Selbstmord ?

    Die Schuld vergangener Tage

    MissNorge

    22. October 2016 um 10:44

    Dies war mein erster Thriller vom Autor Peter Temple und der Mann kann es einfach. Ein Schreibstil zum Niederknien und er beschreibt Situationen bzw. auch Dinge, die er in Nebensätze mit anderen Sachen vergleicht, wo ich nicht weiß, wie der Mann darauf kommt.Hier ein paar Beispiele, die ich gerne zitiere:"Die Nacht war schwarz und absolut still, dann überquerte in der Ferne ein schnelles Fahrzeug die Schwelle zum Hörbaren."Sehr lachen musste ich beim Vergleich, als ein junger PC-Nerd sich in die Datenbank des Sozialamtes hackt und so kinderleicht an wichtige Informationen kommt, dies beschreibt Temple dann so:"Die Datensicherung war so gut wie ein gehäkeltes Kondom." Das hat, trotz des spannenden Falles, bei mir zu einigen Lachern geführt. Aber warum soll man in einem Thriller auch nichts zu lachen haben? Hier macht es diese Mischung zwischen Spannung, Verfolgung, Aufklärung, Humor, Sex und kurzweilige Liebesgeschichten. Der Hauptprotagonist Mac Faraday, ein suspendierter Detective, ist eben ein Frauenheld und ein harter Hund. Einzigster Kritikpunkt, manchmal waren es mir zuviele Personen, die ich gar nicht alle namentlich zuordnen konnte, bzw. wer gehört zu den Guten oder zu den Bösen. Die überraschenden Wendungen und die Art und Weise wie Faraday versucht den Fall zu lösen, war außergewöhnlich spannend und gut beschrieben.

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