Peter Temple Tage des Bösen

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Inhaltsangabe zu „Tage des Bösen“ von Peter Temple

Spionage-Thriller im Stil eines John Le Carré - Tatort Hamburg, London, Johannesburg

Constantine Niemand arbeitete für einen Sicherheitsdienst in Johannesburg. Er ist auf der Flucht, seit er einen Videofilm in seinen Besitz gebracht hat, der international Politikern und Waffenlobbyisten gefährlich werden kann. Es scheint aber kein sicheres Versteck für ihn zu geben - auch in London nicht, wo er versucht, den Film an eine Enthüllungsjournalistin zu verkaufen. Immer wieder spüren ihn die Killer auf. Wie kompromittierend, wie brisant ist die Information, die ihm in die Hände gefallen ist?
Peter Temple zeigt uns erschreckend deutlich eine Welt, in der Informationen gefährlicher sind als Sprengstoff - und Geheimnisse wertvoller als Menschenleben. Ein faszinierender Thriller von meisterhafter Spannung.

dieser roman ist nüchtern, lakonisch und böse. es tut gut einen "noir" in der hand zu halten, dessen story raum hat sich zu entwickeln.

— Pashtun Valley Leader Commander

Fazit: Definitiv kein Spionage-Thriller für Leser, die Action und Hochspannung erwarten. Für Leser jedoch, die sehr viel Wert auf eine vielschichtige, undurchsichtige und hervorragend durchdachte Story legen, eher einen ruhigen, sachlichen Sprachstil bevorzugen und undurchsichtige, facettenreiche Charaktere mögen, liegen mit diesem Thriller genau richtig.

— Bellexr

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  • Rezension zu "Tage des Bösen" von Peter Temple

    Tage des Bösen

    ManfredsBuecherregal

    Niemand, ein ehemaliger Soldat und Söldner arbeitet bei einem Sicherheitsdienst in Südafrika. Doch sein letzter Auftrag läuft schief. Sowohl sein Partner, als auch die Personen die er beschützen soll, kommen bei einem Überfall ums Leben. Dabei fällt ihm ein Videofilm in die Hände. Bei dem Versuch, das Video in London zu Geld zu machen, gerät er ins Visier der Personen, welche mit dem Film in Verbindung stehen. Erzählt werden die Geschichten von Constantine Niemand und John Anselm. Constantine, der ehemalige Söldner, versucht die Informationen, die ihm in die Hände gefallen sind, an den Mann zu bringen. Anselm hingegen, früher ein Journalist in Krisengebieten, der auf Grund seiner dramatischen Erlebnisse einer Entführung sich an vieles aus seiner Vergangenheit nicht mehr erinnern kann, arbeitet für eine Firma, die für ihre Auftraggeber Informationen über Personen beschafft. Wie diese Auftraggeber diese Informationen nutzen wird nicht hinterfragt. So hat der Leser immer den Blick aus Sicht des Gejagten und des Jägers. Peter Temple führt uns in „Tage des Bösen“ vor Augen, welche Dimensionen der Handel mit Informationen in der heutigen Zeit angenommen hat. So empfand ich die Geschichte spannend bis zum Ende.

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    Arun

    11. July 2014 um 13:11
  • Tage des Bösen

    Tage des Bösen

    joshi_82

    23. October 2013 um 20:15

    "Einer der besten Thrillerautoren der Welt" - damit wird schon auf dem Cover geworben. Leider kann ich diese Aussage nicht ganz nachvollziehen. Zwar ist die Story durchaus spannend, teilweise sehr rasant erzählt, aber trotzdem konnte mich Peter Temple nicht komplett überzeugen. Das für mich größte Problem war der Schreibstil des Autors, der oft abgehackt wirkt, fast schon wie eine Aufzählung. Dann wieder sind die Sätze so verschachtelt, dass man sie zweimal lesen muss, damit man den Satz komplett erfassen kann, was den Lesefluß natürlich immer wieder unterbricht. An diesen Stil muss man sich gewöhnen, mich hat er fast dazu gebracht, das Buch wieder beiseite zu legen. Davon abgehalten haben mich nur die doch recht interessanten - wenn auch nicht unbedingt sehr sympathischen - Charaktere, die mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen haben und eher zufällig in Geschehnisse verwickelt werden, die sie in große Gefahr bringen. Leider hatte ich ab und an Probleme damit, die vielen Namen den richtigen Personen zuzuordnen, da es doch einige gab, bei denen ich teilweise nicht mehr wusste, wo sie plötzlich herkommen und auf welcher Seite sie stehen. Deshalb ist wichtig, dass man sich wirklich auf das Buch konzentrieren kann. Spannung ist durchaus vorhanden, denn der Autor erzählt bestimmte Szenen sehr rasant, wobei dieser ungewohnte Schreibstil dann wieder passte. Außerdem ging es oft ziemlich brutal zur Sache und der Autor nimmt selten ein Blatt vor den Mund, wenn es um ebendiese Szenen geht. Die verschiedenen Handlungsstränge verbindet der Autor gekonnt und lässt sie zum Schluß alle zusammenlaufen.  Sehr irritierend fand ich den Namen des Protagonisten Niemand. Hier hatte ich ebenfalls wieder Probleme im Lesefluss, da ich jedes Mal überlegen musste, ob jetzt der Protagonist wirklich gemeint war oder wirklich niemand etwas getan hat (oder eben nicht). Das ist natürlich nur in der deutschen Übersetzung ein Problem. Fazit: Dieses Buch hat mich oft fast zum Verzweifeln gebracht. Der Schreibstil war leider so gar nicht meins - entweder zu abgehackt oder zu verschachtelt- und die Protagonisten sind unübersichtlich und unzureichend beschrieben. Trotzdem gibt es durchaus spannende Szenen, allerdings reicht das für einen guten Thriller einfach nicht aus.

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  • Rezension zu "Tage des Bösen" von Peter Temple

    Tage des Bösen

    Kerry

    26. August 2012 um 20:09

    Constantine Niemand alias Eric Constantine ist ein Söldner, der zur Zeit für eine Sicherheitsfirma in Johannesburg arbeitet. Hier ist seine hauptsächliche Aufgabe, reiche Ausländer sicher durch die Stadt zu bringen. Diesen Job macht er seit einiger Zeit, zusammen mit seinem Partner Zeke. Seit er fünfzehn Jahre alt war, hat er für sich selbst gesorgt, ging später zur Armee und wurde für eine Spezialeinheit ausgebildet. Doch bei seinem letzten Auftrag geht etwas schief. Er soll Mrs. Shawn, eine Engländerin, von einem Einkaufszentrum nach Hause begleiten und so lange bei ihr bleiben, bis ihr Mann auftaucht. Soweit geht alles gut und auch Mr. Shawn erreicht wohlbehalten das Haus. Was jedoch niemand ahnte: In den Zwischenwänden des Hauses haben sich Terroristen versteckt, die die Gruppe angreifen. Constantine und Zeke gelingt es, die Attentäter zu eliminieren, doch sowohl das Ehepaar Shawn, wie auch Zeke sterben bei den Angriff. Constantine, der nicht versteht, warum es schwer bewaffnete Attentäter auf das Ehepaar abgesehen haben, nimmt die Unterlagen, die Mr. Shawn bei sich hatte an sich und verschwindet. Später stellt er fest, dass es sich um einen Bericht handelt und ein Video, auf denen ein Massaker zu sehen ist, das die Welt in den Abgrund stürzen würde. Constantine ist aus Südafrika geflohen, denn er weiß, wer immer die Shawns umgebracht hat, wird jetzt hinter ihm her sein, denn er hat die Unterlagen. Er flüchtet nach London, wo er versucht, die Unterlagen an eine Journalistin zu verkaufen, damit diese sei veröffentlichen kann. Caroline Wishart glaubt erst an einen schlechten Scherz, bis Constantine ihr das Video zeigt. Sie geht auf seine Forderungen ein. Doch während der Übergabe tauchen plötzlich weitere Attentäter auf und schießen auf Constantine. Schwer verletzt kann er entkommen, doch auch Caroline ist geschockt. Wer hat sie/ihn verraten? Sie beschließt auf eigene Faust zu ermitteln, was anschließend mit Constantine passiert ist und was genau auf dem Video zu sehen ist. Ihre Spur führt sie zu einem ehemaligen Journalisten nach Hamburg, John Anselm. John Anselm lebt in Hamburg und arbeitet dort für eine Security-Firma. Allerdings handelt es sich nicht um Personenschutz, sondern um Spionage. Sein Job ist es, Informationen über jeden und alles zu beschaffen, je nach dem, was der Kunde wünscht. In seinem Job ist John sehr gut, doch privat ist er ein Wrack. Vor Jahren ist er während einer Reportage in monatelange Gefangenschaft geraten und hat sich von diesem Erlebnis nie so ganz erholt. Seitdem hat er ein Alkohol- und Gedächtnisproblem. Er kann sich an alles erinnern, was während der Gefangenschaft geschah und danach, doch die Vergangenheit vor der Gefangenschaft sind nicht mehr klar. Als er mit der Suche nach Constantine beauftragt wird, ahnt er noch nicht, dass der Schlüssel zu allem, in seinem Kopf ruht ... Was für ein realistischer Thriller! Der Plot wurde sehr detailliert und gut ausgearbeitet, wobei hier als Handlungsorte Johannesburg, London und Hamburg gewählt wurden. Die Figuren, allen voran die Protagonisten Constantine Niemand und John Anselm wurden sehr facettenreich in Szene gesetzt. Sehr gut fand ich hier die jeweiligen Persönlichkeiten, die kaum unterschiedlicher sein könnten, aufeinander abgestimmt und obwohl die beiden nie direkt miteinander zu tun haben, arbeiten doch beide kontinuierlich auf ein und dasselbe Ziel hin. Den Schreibstil empfand ich als sehr spannend gehalten, doch leider fand ich die jeweiligen Ortswechsel, teilweise von einem Kapitel zum nächsten, etwas anstrengend, hier hätte ich mir etwas längere Spannen für jeden Handlungsort gewünscht.

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  • Rezension zu "Tage des Bösen" von Peter Temple

    Tage des Bösen

    PrinzessinAnne

    16. July 2012 um 20:47

    Worum geht es: Als während eines Auftrages die Auftraggeber ums Leben kommen, gelangt Constantin Niemand an eine Videokassette, deren Aufnahme ebenso brisant wie gefährlich sind. Unter falschem Namen reist er nach Großbritannien und versucht die Aufnahmen zu Geld zu machen. Doch dabei legt er sich mit den falschen Leuten an, und kann den auf ihn angesetzten Auftragskillern nur knapp entkommen. Und auch Anselm, Veteran aus Beiruht, scheint irgendwie in die Sache verwickelt zu sein, auch wenn er sich wegen seiner posttraumatischen Störung nicht an den Grund der Verwicklung erinnern kann. Meine Meinung: Der Klappentext hat mich total angesprochen! Ich bin ja ohnehin ein totaler Thrillerfan, und habe in den letzten Monaten einen Hang zu politischen Themen diesbezüglich entwickelt. Nichts ist heutzutage wichtiger, aber auch zerstörender als die Kraft der Medien. Deshalb hab ich mich auch wahnsinnig auf das Buch gefreut, schon auch deshalb weil sowohl der Spiegel als auch die Times, das Buch in höchsten Tönen loben. Die Realität, bzw. die Umsetzung, des Buches ist aber alles andere als berauschend. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal einen so mieses Thriller gelesen habe. Die Geschichte plätschert nur vor sich hin, es kommt absolut keine Spannung auf, die Charaktere sind unübersichtlich, ungenügend beschrieben, unsympathisch und ehe man einigermaßen begreift, wer wie in welchem Zusammenhang zu den anderen steht, sind schon über 3/4 des Buches vergangen. Andere mögen das als taktisch klug bezeichnen, mir nimmt es einfach das Interesse, wenn ich mich auch nach 300 Seiten noch frage, wer Person XY jetzt nochmal war. Außerdem hat es mich extrem (!) genervt, dass der Autor einen der Protagonisten "Niemand" nennt und die Sätze dann auch folgendermaßen beginnt: Niemand achtete auf die Zeitung am Nachbartisch. Niemand ging voran. Niemand mochte die Gewalt. Das war nicht nur verwirrend sondern Kapitelweise auch sehr störend. Das Thema wäre ein tolles gewesen, weil nicht nur besprochen wird welche Sprengkraft Bildmaterial haben kann, sondern auch das auf dem Video gezeigte Material sehr spannend und interessant ist. Jedoch ist die Umsetzung meiner Meinung nach vollkommen misslungen, und der einzige Grund warum ich noch 2 Sterne gebe, ist der dass mir die Idee gefällt.

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  • Rezension zu "Tage des Bösen" von Peter Temple

    Tage des Bösen

    Bellexr

    03. July 2012 um 19:16

    Das namenlose Dorf . Johannesburg: Zusammen mit seinem Kollegen wird Constantine Niemand von seiner Firma, einem Sicherheitsdienst, mit einem Begleitservice beauftragt. Doch als sie die hochgesicherte Villa zusammen mit der Bewohnerin betreten, warten schon Auftragsmörder auf sie. Als dann der Ehemann nach Hause kommt, schlagen die Eindringlinge zu. Alle sterben, bis auf Niemand. Dieser kann fliehen, allerdings bringt er vorher noch einen Videofilm in seinen Besitz. Und für diesen Film interessieren sich anscheinend einige mächtige Persönlichkeiten, die Niemand prompt ein Killerteam hinterherschicken. Niemand flüchtet nach London und versucht dort, die brisanten Informationen an eine Enthüllungsjournalistin zu verkaufen. . Johannesburg, London, Hamburg: Dies sind die Hauptschauplätze des neuesten Spionage-Thrillers von Peter Temple. Regelmäßig wechselt der Autor die Schauplätze und bindet hierdurch auch immer wieder neue Personen in die Story ein. Neben Constantine Niemand lernt man so auch bald John Anselm kennen, der zusammen mit seinem Partner Baader eine Recherchefirma betreibt. Diese arbeitet nah am Rande der Legalität und somit gibt es keine Informationen, welche die Firma ihren Auftraggebern nicht beschaffen könnte. In einem weiteren Handlungsstrang stellt Peter Temple seinen Lesern die Enthüllungsjournalistin Caroline Wishart vor, mit der Niemand in Kontakt tritt, um das Enthüllungsvideo an deren Zeitung zu verkaufen. . Peter Temple lässt es langsam angehen, um seinen äußerst komplexen Spionage-Thriller zu erzählen, der die volle Konzentration seiner Leser einfordert. Der Autor erklärt nicht viel, man erhält kaum Hintergrundwissen, ist praktisch immer auf dem gleichen Wissenstand von Niemand wie auch von Anselm und dies ist anfangs fast nichts. Zwar weiß man früh, was sich auf dem Videoband befindet, doch das wo, warum und wer werden nicht beantwortet, man weiß nicht, welche Person oder welche Organisation unbedingt das Band erhalten will und hierfür über Leichen geht. Noch weiß man, wie die Erlebnisse von Niemand mit dem Leben von Anselm in Verbindung stehen. Und Peter Temple lässt einen mit den vielen Fragen lange allein. Erst so nach und nach erhält man durch winzige Hinweise langsam eine Ahnung, um was es sich hierbei handelt. . Der Schreibstil von Peter Temple ist sehr abwechslungsreich: mal kurz, knapp, präzise, direkt, fast stichpunktartig und dann wieder ausschweifend, bildhaft und flüssig. Aber zu jeder Zeit sehr einnehmend und fesselnd. Allerdings gibt es bei diesem Thriller fast keine vordergründige Spannung, blutrünstige oder reißerische Szenen sucht man hier vergeblich. Dennoch fehlt sie nicht, ist immer im Hintergrund spürbar, wird dabei aber kaum greifbar. Aber irgendwie stört das nicht, weil die Story an sich so viele Fragen aufwirft, Rätsel aufgibt, sich so vielschichtig entwickelt, dass man fast durchgehend gebannt am Lesen ist. . Die Mitwirkenden sind allesamt schwer einschätzbar. Peter Temple gibt einem auch hier wenig Informationen an die Hand. Oft weiß man anfangs noch nicht einmal welche Funktion eine Person hat, dies alles erfährt man erst im Verlauf des Thrillers. Auch über Constantine Niemand wie auch John Anselm oder Caroline Wishart lässt einem der Autor lange im Dunkeln, lässt anfangs nur einige Andeutungen einfließen und dennoch gelingt es ihm trotzdem problemlos, ihren Charakteren Konturen zu geben. . Fazit: Definitiv kein Spionage-Thriller für Leser, die Action und Hochspannung erwarten. Für Leser jedoch, die sehr viel Wert auf eine vielschichtige, undurchsichtige und hervorragend durchdachte Story legen, eher einen ruhigen, sachlichen Sprachstil bevorzugen und undurchsichtige, facettenreiche Charaktere mögen, liegen mit diesem Thriller genau richtig.

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  • Rezension zu "Tage des Bösen" von Peter Temple

    Tage des Bösen

    michael_lehmann-pape

    07. May 2012 um 14:47

    Die Sprengkraft von Informationen Durchaus mit Grund hat er seinen Namen geändert, der zur Zeit als Sicherheitsbeauftragter in Südafrika arbeitende Constantine Niemand. Da gab es in seiner Vergangenheit eine Einheit, der er angehörte, was es für ihn ratsam erscheinen ließ, seinen alten Namen nicht mehr zu führen, damit nicht mehr in Verbindung gebracht zu werden. John Anselm dagegen trägt durchaus seinen Namen noch. Der ehemalige Journalist aber kann sich, im Gegensatz zu Constantine, an viele Dinge aus seiner Vergangenheit nicht mehr erinnern, bedingt durch die traumatische Erfahrung seiner Entführung und Folterung im Zug einer Recherche. Nun arbeitet Anselm in familiär-freundschaftlicher Atmosphäre in einer kleinen Recherchefirma, die alles und jeden aufzuspüren versteht, gegen gutes Geld natürlich. Constantine Niemand in Südafrika, John Anselm in Hamburg, geographisch weit entfernt aber doch, das wird die Geschichte zeigen, auf vielfachen und sehr hintergründigen Wegen miteinander verbunden. Anselm erhält im Zuge eines Rechercheauftrages immer mehr Informationen zu einem verschwundenen Videofilm, Informationen, die bald anfangen, Leben zu kosten und auch seines bedrohen. Könnte dies jener kleine Videofilm sein, den Constantin Niemand im Rahmen einer missglückten Bewachung eines Schutzbefohlenen in Südafrika in die Hände bekam? Eine Bewachung, die ebenfalls eine Reihe von Todesopfern forderte? Einen Film, den er versucht, in Europa an eine interessierte Partei zu verkaufen. Eine Partei, die ihm allerdings immer einen Schritt voraus ist und die gar nicht darauf erpicht ist, ihm Geld für den Film zu geben, vor weniger, ihn am Leben zu lassen. Gut, dass er eher durch Zufall in London in der Enthüllungsjournalistin Caroline Wishart eine Verbündete findet, die auch, ebenso durch eigene Recherche, den Kontakt zu John Anselm herstellen wird. Kontakte, die alle in Gefahr bringen, Informationen, die ganz weit oben in der Weltpolitik von hohem Interesse sind, ein Ereignis in der Vergangenheit, bei dem eine Eliteeinheit der US Army brutal und sadistisch eingegriffen hatte, ein Katz und Maus Spiel in der Gegenwart, bei dem irgendwann nicht mehr klar ist, wer Freund oder Feind ist. Da wäre es fast besser gewesen, wenn John Anselm bei seiner anfänglichen Weigerung geblieben wäre. „Was soll denn das? Willst du etwa nicht für die arbeiten?. „Für diesen Zweig der amerikanischen Regierung, nein!“. Und doch wird er unaufhaltsam in das Komplott mit eingezogen. Getragen von einer dunklen, spannungsreichen Atmosphäre, getragen auch von durchaus gebrochenen Protagonisten, die Peter Temple nicht heroisch, sondern manches Mal eher taumelnd skizziert, deren Geschichte er geschickt in den Handlungsrahmen einfließen lässt. Persönliche Geschichten und aktuelle Ereignisse, die alle in irgendeiner Form miteinander zusammenhängen und die Temple zum Ende des Buches hin mit handfesten Überraschungsmomenten auflöst. Tage des Bösen“ bildet eine temporeiche, intelligente und hervorragend geschilderte Verschwörungsgeschichte zwischen gestern und heute.

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