Peter Terrin Monte Carlo

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Inhaltsangabe zu „Monte Carlo“ von Peter Terrin

Monaco im Mai 1968. Minuten vor dem Start des Grand Prix. Die Beau Monde tummelt sich zwischen Fahrern und Wagen, so auch die bardothafte Deedee, die Schauspielerin der Stunde.  Ein Treibstoffleck verursacht eine höllische Stichflamme, die Deedee verbrannt hätte, wäre nicht Jack Preston, ein einfacher Mechaniker, dazwischen gesprungen, um sie zu schützen. Er erleidet schwerste Verletzungen. Ein Leibwächter zerrt Deedee fort. Prestons Heldentat wird kaum bemerkt. Er kehrt in sein englisches Heimatdorf zurück, wo er für seine Tat zunächst verehrt wird. Doch dann erscheinen Zeitungsberichte, in denen der Leibwächter als Retter gefeiert, und Preston überhaupt nicht erwähnt wird. Er hofft, ein Fernsehinterview mit Deedee werde seine Ehre retten, doch es kommt ganz anders. Ein Roman über Heldentum, den Wunsch nach Anerkennung und die Fragwürdigkeit dessen, was wir für die Wahrheit halten. Peter Terrin erzählt in eindrucksvollen Bildern voller Glanz und Nostalgie.

Ein Rennen, ein Unfall, ein Leben, das durch ein langes Warten auf Gerechtigkeit bestimmt wird.

— miss_mesmerized

Extrem kurz, wenig spannend und zu hochgestochen "literarisch"...

— BettinaR87

Ein Mann, der auf eine große Geste hofft, sich aber verläuft und seine Umwelt vergisst! Zwar kurz aber grandios...

— Miamou

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  • Peter Terrin - Monte Carlo

    Monte Carlo

    miss_mesmerized

    03. October 2016 um 05:31

    Jack Preston hat es geschafft. Vom kleinen Mechaniker bis zum Teil des Lotus Teams in der Formel 1. Nur noch Minuten sind es bis zum Start in Monte Carlo 1968. Die Stimmung ist ausgelassen, nicht zuletzt wegen Deedee, dem bewunderten Filmstar, die sich im Fürstentum zu diesem sportlichen Ereignis die Ehre gibt. Doch ein tragisches Ereignis wird sich für immer ins Bewusstsein der Zuschauer brennen: eine Stichflamme über dem Lotus. Jack kann sich geistesgegenwärtig auf Deedee werfen, schwere Verbrennungen sind die Folge für den Techniker, das Filmsternchen kommt ohne Verletzungen davon. Wieder im heimatlichen England wartet Jack auf seine Anerkennung als Retter, doch Deedees Bodyguard ist in aller Munde, er bleibt namenlos, unerkannt. Er glaubt an göttliche Gerechtigkeit, ruft den Allmächtigen an. Als dies nicht hilft, versucht er Kontakt aufzunehmen, ebenfalls ohne Erfolg. Doch es wird noch ein Zeichen kommen, das für vermeintliche Gerechtigkeit sorgt, allerdings nicht so, wie Jack sich das gedacht hat.Peter Terrins Roman legt viele Deutungen nahe und hat trotz der Kürze von weniger als 200 Seiten eine ungeahnte Tiefe. „Monte Carlo“ – Hauptstadt des Fürstentums an der Côte d’Azur, seit jeher mit Glanz verbunden, mit Träumen vom Prinzessin sein und Grace Kelly, die diesen Traum für sich verwirklichen konnte. Aber in ihr ist auch schon die Spannung angelegt, denn ein jähes Ende wartete auf sie, das auch im Roman, wenn auch auf andere Weise, wiederholt wird. Die Realität lässt nun einmal Träume nicht zu. Die Formel 1, das legendäre Rennen auf dem schmalen Parcours der städtischen Straßen. Sicherlich eine der bekanntesten und legendärsten Rennstrecken, die unzählige Opfer forderte und dadurch nur ihren Reiz erhöhen konnte. Auch bei Terrin fordert das Rennen Opfer, auf und neben der Rennstrecke, im Rampenlicht und abseits im Schatten. Das Jahr 1968, geprägt von großen Veränderungen, vom Aufbrechen alter Ordnungen und zumindest dem Anschein neuer Möglichkeiten.Große Erwartungen schickt der Autor dem Roman voraus und man wird nicht enttäuscht. Zunächst fängt Terrin die Atmosphäre vor dem Rennen ein. Der Fürstenhof mit den üblichen Ritualen, die Zuschauer zwischen gebanntem Staunen und freudiger Erwartung, die Rennställe mit letzten Handgriffen. Man taucht ein in diese sonderbare Mischung und jeder Moment kann auf seine Weise faszinieren. Terrin schildert Details, vermeintlich unbedeutend und doch mit erheblicher Tragweite, die der Mensch aber noch gar nicht erfassen kann. Danach der Bruch, fernab der Blitzlichter der Weg zurück ins Leben. Die Erwartungen eines einfachen Mannes, der sich immer korrekt verhalten hat und nun ebenso erwartet behandelt zu werden. Das Ausbleiben des Dankes, die fehlende Anerkennung, der langsam aufkommende Spott. Mehr und mehr versinkt Jack Preston in seiner Enttäuschung, die bald zur Wut wird. Seine Welt gerät aus den Fugen, die göttliche Ordnung von Gerechtigkeit ist aus den Fugen geraten und muss korrigiert werden. Man kann diesen Prozess der größer werdenden Verzweiflung förmlich greifen, lange noch ein banges Hoffen, das Ausmalen dessen, was in seiner Vorstellung zwingend geschehen muss; dann die Verzagtheit darüber, dass er von der Welt übergangen und vergessen wird. Das göttliche Korrektiv folgt, doch bleibt auch hier die faire Anerkennung für seine Tat aus. Am Ende ein kurzer Einwurf, die Option auf einen anderen Ausgang, den es jedoch nicht geben wird, weil ein einziger Mensch sich anders entschieden hat, nicht wissend, was dadurch hätte ausgelöst werden können. Der Schlag des Schmetterlings der den Lauf der Dinge hätte verändern können – er bleibt aus.Es sind nicht die großen Themen, die suggeriert werden, sondern der Seelenzustand des kleinen Mannes, der diesen Roman trägt und ihm die Tiefe verleiht. Zahlreiche Anspielungen lehnen den Roman an die Realität an, er bleibt jedoch fiktiv und lässt uns so mit der Frage zurück, welchen Einfluss wir auf das haben, was in unserem Leben geschieht und wo andere Kräfte walten und wir nur tatenlose Zuschauer im eigenen Leben bleiben können. 

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  • Ruhig und tragisch

    Monte Carlo

    raven1711

    27. September 2016 um 17:27

    Klappentext:Monaco im Mai 1968. Minuten vor dem Start des Grand Prix. Die Beau Monde tummelt sich zwischen Fahrern und Wagen, so auch die bardothafte Deedee, die Schauspielerin der Stunde. Ein Treibstoffleck verursacht eine höllische Stichflamme, die Deedee verbrannt hätte, wäre nicht Jack Preston, ein einfacher Mechaniker, dazwischen gesprungen, um sie zu schützen. Er erleidet schwerste Verletzungen. Ein Leibwächter zerrt Deedee fort. Prestons Heldentat wird kaum bemerkt. Er kehrt in sein englisches Heimatdorf zurück, wo er für seine Tat zunächst verehrt wird. Doch dann erscheinen Zeitungsberichte, in denen der Leibwächter als Retter gefeiert, und Preston überhaupt nicht erwähnt wird. Er hofft, ein Fernsehinterview mit Deedee werde seine Ehre retten, doch es kommt ganz anders. Ein Roman über Heldentum, den Wunsch nach Anerkennung und die Fragwürdigkeit dessen, was wir für die Wahrheit halten. Peter Terrin erzählt in eindrucksvollen Bildern voller Glanz und Nostalgie.Meinung:Beim Formel 1 Grand Prix 1968 kommt es zu einem tragischen Unfall. Eine Treibstoffverpuffung sorgt für eine enorme Stichflamme, gerade in dem Moment, als das aufstrebende Model Deedee in dessen Bahn gerät. Der Mechaniker Jack Preston kann sich im letzten Moment auf Deedee stürzen und diese vor den Flammen retten. Er selber erleidet dabei starke Verbrennungen, wegen denen er monatelang im Krankenhaus genesen muss. Jack sieht sich als Held und hofft, dass Deedee und die Veranstalter ihm diese Ehre auch erweisen werden. Als er aus dem Krankenhaus entlassen wird muss er jedoch feststellen, dass der Ruhm einem anderen zugesprochen wurde: Deedees Bodyguard. Jack ist tiefbestürzt und hofft, dass Deedee diesen Fehler richtig stellen wird, doch die Zeichen stehen schlecht für ihn.Jack Preston ist der tragische Held in Monte Carlo, und Peter Terrin schafft es sehr gut, dass man sich tief in diesen hineinversetzen kann. Sein Schicksal hat mich absolut nicht kalt gelassen und seine Erfahrungen, die er hier machen muss, haben mich bestürzt. Leider ist er die einzige Figur in diesem Werk, die wirklich Tiefe aufweist. Seine Gegenspielerin Deedee wird nur oberflächlich behandelt und verschwindet im Buch wieder in den Tiefen der Boulevard-Presse. Mehr als ein paar Sternchen-Momente bekommt man hier leider nicht, und das finde ich sehr schade und hat mich ein wenig enttäuscht.Jacks Geschichte wird hier in der dritten Person erzählt und der Blickwinkel bleibt meistens auf ihn gerichtet. Aber auch andere Personen kommen in diesem Roman zu Wort, so dass sich dem Leser nach und nach ein Gesamtbild über die Ereignisse erschließt. Die Kapitel sind sehr kurz und übersichtlich, was für einen guten Lesefluss sorgt. Peter Terrin erzählt in ruhigen, eleganten Sätzen diese eher unaufgeregte Geschichte, in deren Mittelpunkt die Gefühle und Emotionen der Protagonisten stehen, weniger die Handlung. Alles in allem war der Handlungsverlauf in Ordnung, aber ich habe ihn mir, aufgrund des Klappentextes, um einiges glamouröser vorgestellt.Fazit:Nicht so glamourös wie erhofft, aber sprachlich sehr elegant, erzählt Peter Terrin hier eine nachdenklich machende Geschichte über verdrehte Tatsachen und einsame Helden. Leider blieb mir die Geschichte von der Sichtweise zu einseitig und blass.Von mir gibt es 3 von 5 Punkten.Vielen Dank an den Berlin Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • Verlorene Zeit ...

    Monte Carlo

    BettinaR87

    18. September 2016 um 14:14

    Auf nicht ganz 200 Seiten verteilen sich etwas über 80 Kapitel – viele davon sind nicht mal eine Seite lang. Das zerstückelt das Lesen eigentlich sehr stark, andererseits fokussiert der Autor sich damit auf ganz bestimmte Momentaufnahmen – ein interessanter Ansatz. Trotzdem hat mir das Buch nicht genug gegeben, um den Preis von 18 Euro zu rechtfertigen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Ende mehr als seltsam oder kryptisch ist. Vielleicht habe ich es einfach nicht verstanden? Möglich, aber es hat mir nichts gegeben und mich eher irritiert hinterlassen. Als Leser merkt man natürlich schnell, dass der eigentliche Held an sich zurücksteht und hofft, dass er auf natürlichem Wege zu seinem Heldenruhm gelangt – immerhin hat er eine Hollywoodschönheit vor dem Feuertod bewahrt. Doch so natürlich sein Wunsch auf Anerkennung sein mag: Dadurch, dass sie ihm vorenthalten wird, fixiert er sich extrem darauf und verliert den Kontakt mit der Realität. Er flüchtet sich komplett in den Wunschtraum, gefeiert zu werden – was ihn direkt wieder unsympathisch macht. Aber nicht unrealistisch. Er verhält sich, wie man es von einem durchschnittlichen Mensch erwarten würde. Er wird vom Autor nicht als epische Gestalt überzeichnet, sondern einfach als der Typ, der er ist – mit offensichtlichen Schwächen. So weit so gut. Was ich mir davon nicht ableiten kann ist die Antwort auf die Frage, was der Autor damit sagen möchte.Ein wenig kommt es mir so vor, als würde der Autor ganz versteift versuchen, ein hochwertiges literarisches Ergebnis zu schaffen. Dabei verzettelt er sich aber ganz heftig, denn zumindest in meiner Welt wird dieses Buch keine weitere Bedeutung bekommen. Wie auch, ich konnte nichts daraus ziehen.

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  • Wahrheit und Anerkennung....

    Monte Carlo

    Miamou

    12. September 2016 um 16:28

    Monaco – die Stadt, der teuren Yachten, der prächtigen Villen, der Reichen und Schönen. Die Stadt der schnellen Autos und der Formel 1 - Boliden. Das war immer schon so. Alles ist perfekt, was aber wenn dort ein schrecklicher Unfall passiert. Monte Carlo, 1968. Der Automechaniker Jack Preston macht noch die letzten Verbesserungen an dem Formel 1 - Auto seines Teams. Die Luft sprüht förmlich vor Begeisterung so kurz vor dem Start, nicht zuletzt auch deswegen, weil die weltberühmte Schauspielerin Deedee ebenfalls an diesem Ereignis teilnimmt. Ein Treibstoffleck verursacht eine höllische Stichflamme und Deedee hätte schwerste Verletzungen davon getragen, wenn Jack Preston sie nicht gerettet hätte. Er trägt schwerste Verbrennungen davon. Was aber noch schlimmer scheint, in den Zeitungsartikeln wird nicht er, sondern Deedees Leibwächter als Retter der Stunde gefeiert. Jack hofft auf ein angekündigtes Fernsehinterview von Deedee, der diesen „Fehler“ korrigieren und so seine Ehre wieder herstellen soll. Ich war gleich von den ersten Seiten weg ziemlich begeistert von dem Buch. Zu Beginn schildert Peter Terrin sehr anschaulich, wie es in Monaco der 60er Jahre, im besonderen beim Formel 1 Grand Prix, zu gegangen ist. Auf der einen Seite die Hautevolee der Society, die sich sehr stark von Otto Normalverbraucher abzukapseln versucht. Andererseits gibt es aber dann doch auch die, die hinter den Kulissen des Formel 1 – Spektakels arbeiten und ohne die, ein Rennen in diesen Dimensionen, gar nicht möglich wäre. Auch aus Sicht der begeisterten Zuschauer wird der Beginn der Geschichte erzählt und der Autor hat sich hier einen besonderen Clou einfallen lassen, der vorausblickend, des Rätsels Lösung hätte sein können, aber doch niemals wird. Dann nimmt das Unglück seinen Lauf. Jack erleidet schwerste Verbrennungen auf dem Rücken und dem Hinterkopf. Eine Heldentat. Und er hätte gerne gesehen, dass es die ganze Welt sieht und weiß. Leider läuft dies nicht so. Nachdem er wieder nach England zu seiner Frau zurückgekehrt ist, kann man seine Gefühle sehr gut nachvollziehen. Wer möchte schon, dass sich ein Anderer mit fremden Lorbeeren schmückt. In Jacks Fall ist dies Deedees Bodyguard und Deedee hat scheinbar wenig Absicht die ganze Sache aufzuklären. Jack wird zunächst durch seine Erzählungen in seinem kleinen Dorf der Held der Stunde, bis zu dem fatalen Interview von Deedee, wo sie weder den Unfall von Monaco, noch ihren Retter erwähnt. Jack ist am Boden zerstört und sucht immer weiter nach Deedees Aufmerksamkeit. Er geht sogar soweit, jeden Tag ins Studio, in dem Deedee ihre Filme dreht, zu fahren und sie zur Rede zu stellen. Da er so sehr auf sein Recht auf Anerkennung pocht, verliert er sich schlussendlich darin. Er möchte unbedingt als der große Held gefeiert werden. Wie bereits erwähnt, war das am Anfang noch wirklich gut nachvollziehbar, als Leser merkt man jedoch, dass es gegen Ende hin eine wahre Obsession von Jack wird. Seine Frau, die ihn trotz seiner Entstellungen noch liebt und ihn begehrenswert findet, stößt er von sich. Er beneidet Menschen um etwas, das sie haben, wobei er es selbst auch hat (Stichwort: Ronny und seine Pflegefamilie). Interessant ist dabei, dass Peter Terrin niemals wertend wird und das zu Recht. Wie würde man sich selbst in so einer Situation fühlen? Jack hat sein Leben riskiert und keiner hat davon Notiz genommen. Er erhofft sich eine große Geste, erhält sie nicht und verliert sich auf der Suche danach. „Monte Carlo“ ist ein Roman, der kurz, aber sehr grandios gemacht ist. Nur der Leser kennt die Wahrheit, kann aber herzlich wenig zur Aufklärung beitragen.

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