Peter Theisen Liebe in Zeiten der Cola

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Inhaltsangabe zu „Liebe in Zeiten der Cola“ von Peter Theisen

Ein umgelegtes Schafsfell in Georgien bedeutet den ersten Schritt Richtung Ehe. Wenn man in Indonesien auf die falsche Treppe tritt, erklärt man dem Brautpaar den Krieg. Und auf Hochzeiten in Sansibar berauschen sich die Frauen mit Muskatnuss – bis zur Hemmungslosigkeit … Peter Theisen, gerade Single geworden, taucht ein halbes Jahr lang ein in die verschiedenen Kulturen des Erdballs. Er will herausfinden, was Liebe und Zweisamkeit in den diversen Kontinenten ausmacht und ob die Globalisierung darauf Einfluss nimmt. Theisen nimmt an zahlreichen Hochzeiten und Feiern teil ¬- und gerät in manch pikante Situation. Die so spannende wie witzige und informative Schilderung einer „Tour d’amour“ um die Welt.

Anekdoten eines Weltreisenden auf der Suche nach dem Wesen der Liebe.

— Konsumfrau
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  • Liebe in Zeiten der Cola

    Liebe in Zeiten der Cola
    Konsumfrau

    Konsumfrau

    16. January 2016 um 12:03

    Peter Theisen fragt sich, was die Liebe in verschiedenen Kulturen eigentlich ausmacht, und stolpert auf der Suche nach den Antworten einmal rund um die Welt, von einem Fettnäpfchen ins nächste. „Liebe in Zeiten der Cola“ – das ist Online Dating und Couch Surfing, das bedeutet in manchen Gegenden aber nach wie vor auch noch Brautraub und arrangierte Ehe. Der Autor ist TV-Journalist und studierter Ethnologe, sein Interesse an der Liebe ist allerdings durchaus auch privater Natur. Mit über 40 Jahren hat er sie noch nicht gefunden und begibt sich daher für ein halbes Jahr auf „Balzwalz“, also wie ein Handwerksgeselle auf Wanderschaft, um sein Wissen zu erweitern. Wie funktioniert die Liebe in anderen Ländern? Im streng orthodoxen Georgien gerät er bei einer wilden Hochzeitsfeier beinahe in eine Schlägerei, trifft im Hinterland auf Brautraub und in der Stadt auf Kliniken zur Wiederherstellung der Jungfräulichkeit. In Kolumbien sind hingegen gerade Brustvergrößerungen populär, während der Machismo es in Zeiten der Globalisierung zunehmend schwerer hat  – Frauen suchen sich den Mann für’s Leben einfach über das Internet und sind somit nicht mehr auf das lokale Angebot an Machos angewiesen. Im muslimischen Sansibar findet er Gelegenheit, an einer traditionellen Hochzeit teilzunehmen und auf der indonesischen Insel Sumatra lernt er die Sichtweise auf die Liebe in einer matriarchalisch geprägten Gesellschaft kennen, die es irgendwie geschafft hat, mit den islamischen Werten in Harmonie zu leben. In der Südsee schließlich ist er vergeblich der freien Liebe auf der Spur, die von der Ethnologin Margaret Mead in den 1920er Jahren beschrieben wurde. Auch wenn Peter Theisen auf seinen Reisen viele schöne und heiratswillige Frauen kennen lernt – er kehrt allein zurück und das Wesen der Liebe scheint immer noch unergründlich. Trotz der vielen neuen Fragen, die sich während dieser Reise in Sachen Liebe auftun, ist es doch ein sehr interessantes und aufschlussreiches Abenteuer, an dem der Autor den Leser teilhaben lässt. In Zeiten der Globalisierung und schleichenden Emanzipation auch in den entlegensten Winkeln der Erde ist die Liebe überall im Wandel, und gleichzeitig bleibt sie doch auch immer gleich, mit all ihren Sehnsüchten, Hoffnungen und Facetten – eine sehr individuelle Sache. Das Buch bietet nicht nur eine lehrreiche, sondern auch sehr kurzweilige und unterhaltsame Lektüre. Mit viel Selbstironie erzählt Peter Theisen seine Abenteuer in fernen Ländern, wie er sich bei traditionellen Hochzeitsritualen zum Affen macht und sich dank seiner beneidenswerten Naivität in manch brenzliger Situation wiederfindet. Als Reisejournalist macht er keine schlechte Figur, beschreibt Land und Leute bunt und lebendig, weckt Neugier auf fremde Kulturen und wiederlegt, bestätigt manchmal aber auch die ein oder anderen Vorurteile. Einziger Wermutstropfen sind die spärlichen Fotos.

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  • "Cola schmeckt überall gleich"

    Liebe in Zeiten der Cola
    AuroraBorealis

    AuroraBorealis

    06. May 2014 um 23:03

    5 verschiedene Länder - 5 mal  unterschiedliche Auslebung des wichtigsten Themas der Bücher-,Fernseh- und Filmwelt. Und nebenbei gesagt, die wichtigste Sache zwischen zwei Menschen. Die Liebe. Sie ist, in "Zeiten der Cola" wie Peter Theisen sie beschreibt ein ziemlich rar gewordenes Objekt der Begierde nahezu aller Erdbewohner und äußert sich auf jedem Fleckchen Erde unterschiedlich. Ob man in Georgien als Braut geraubt wird ( und das ist auch heute nicht nur ein witziges Hochzeitsspiel um tanzmüde Hochzeitsgäste wieder in Schwung zu bringen) oder ob man in der Südsee dem Mythos der freien Liebe nacheifert. Die Zeit und unsere Kommunikationsmittel haben Einfluss auf die Liebe und ihren Wirkungsort, wie der Klimawandel auf den Lebensraum einer Tierart. Sie muss sich neu anpassen, dennoch werden alte Kulturen und Traditionen nie ganz verschwinden. Der Autor zeichnet fünf verschiedene Bilder in den unterschiedlichsten Kulturkreisen. Dabei setzt er sich sehr umfangreich mit den verschiedensten Themen wie Sex, Ehe, Jungfräulichkeit, Gefühle und Schwangerschaft, aber auch mit Religion auseinander.  Am meisten beeindruckt, hat mich der  Abschnitt über die Kultur der Minangkabau. Eine Tradition in der man sich lieber ein Mädchen wünscht, als einen Sohn und ein System, das für viele wie ein Paradies für die Emanzipation klingt, aber irgendwie nicht ist. Höchstinteressant und sehr informativ! Das Buch ist allemal lesenwert und sehr unterhaltend. Es ist natürlich subjektiv geschrieben und mich hat teilweise der Eigenbezug des Autoren gestört. Vor allem der Verweis auf das  Buch "Gebrauchsanweisung für die Welt" von Andreas Altmann stieß bei mir nicht auf Gegenliebe. Aber Subjektivität ist bei dem Buch natürlich von Nöten, denn es gibt kein Patentrezept für die Liebe und auch dieses Buch soll/ kann keines sein. Nach dem Lesen des Buches ist es genauso wie vorher : Liebe sieht/bleibt/ist für jeden anders (aus). Und das ist gut so.

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