Peter Torberg

 3,5 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf von Peter Torberg

Peter Torberg, geboren 1958 in Dortmund, studierte in Münster und in Milwaukee. Seit 1990 arbeitet er hauptberuflich als freier Übersetzer, u. a. der Werke von Paul Auster, Michael Ondaatje, Ishmael Reed, Mark Twain, Irvine Welsh und Oscar Wilde.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Barrier Highway (ISBN: 9783293005723)

Barrier Highway

 (1)
Neu erschienen am 12.07.2021 als Hardcover bei Unionsverlag.
Cover des Buches Silverview (ISBN: 9783550202063)

Silverview

Erscheint am 18.10.2021 als Hardcover bei Ullstein Buchverlage.

Alle Bücher von Peter Torberg

Cover des Buches Herr der Fliegen (ISBN: 9783596522149)

Herr der Fliegen

 (825)
Erschienen am 23.01.2019
Cover des Buches Trainspotting (ISBN: 9783453676602)

Trainspotting

 (234)
Erschienen am 14.10.2013
Cover des Buches Die Lügen der Anderen (ISBN: 9783453438330)

Die Lügen der Anderen

 (116)
Erschienen am 08.02.2016
Cover des Buches Das Handwerk des Teufels (ISBN: 9783453436923)

Das Handwerk des Teufels

 (91)
Erschienen am 12.08.2013
Cover des Buches Der katholische Bulle (ISBN: 9783518465233)

Der katholische Bulle

 (87)
Erschienen am 14.07.2014
Cover des Buches Rain Dogs (ISBN: 9783518468685)

Rain Dogs

 (77)
Erschienen am 16.04.2018
Cover des Buches Winters Knochen (ISBN: 9783453436459)

Winters Knochen

 (87)
Erschienen am 10.09.2012
Cover des Buches Alter Hund, neue Tricks (ISBN: 9783518470602)

Alter Hund, neue Tricks

 (80)
Erschienen am 20.07.2020

Neue Rezensionen zu Peter Torberg

Cover des Buches Barrier Highway (ISBN: 9783293005723)aus-erlesens avatar

Rezension zu "Barrier Highway" von Garry Disher

Einmal mehr abtauchen in Garry Dishers Kriminalphantasien
aus-erlesenvor 14 Tagen

Das ist sein Revier! Tiverton, tief im Süden Australiens. Eine kleine Stadt, aber von Überschaubarkeit doch ein Stück weit entfernt. Paul Hirschhausen, Constable, hat sich sein Revier im Kopf aufgeteilt. Rundgänge, die Augen offen halten – hier herrscht er. Doch er sitzt nicht auf dem Thron. Er mag es hier. Wer nun denkt, dass es hier ruhig zugeht, irrt sich gewaltig. 

Das beweist schon der Einstieg in den dritten Hirsch-Krimi „Barrier Highway“. Jedes Wort über den Verlauf der Geschichte, würde das Erlebnis Hirsch trüben. Deswegen nur so viel. Es ist August 2019. Winter in Australien – daran muss man sich als Nordkugelbewohner erstmal gewöhnen. Eis am Morgen auf den Gräsern, mitten im August! Das Jahr begann mit den weltweit für Aufsehen erregenden Waldbränden. 

Hirsch bekommt einen Anruf von einer Lehrerin. Sie macht auch Online-Unterricht – das kann man sich mittlerweile ganz gut vorstellen … Eine ihrer Schülerinnen wirkt oft abwesend, ist übermüdet und erzählt, dass sie nur sehr wenig zu essen bekommt. Ob Hirsch sich nicht mal darum kümmern könnte? Als Constable ist er natürlich – und so versteht er seine Arbeit auch – Ansprechpartner, wenn etwas nicht so läuft wie es laufen soll. Oft ist er der Kummerkasten, er hat jedoch gelernt, zwischen Belanglosigkeiten oder Eitelkeiten und echten Problemen unterscheiden zu können. 

Als er bei Lydia, der Elfjährigen ankommt, ist für Hirsch die Sache klar: Hier handelt es sich nicht um eine überbesorgte Lehrerin, die ihr Mütchen kühlen muss, sondern um ein echtes Problem. Die Kleine ist nur Haut und Knochen. Die Haare verfilzt. Sie ist schreckhaft. Dennoch schafft es Hirsch, dass sich Lydia nicht wehrt, als er sie auf den Arm nimmt und mit ihr zum Doktor fährt. Doktor Pillai duscht das Mädchen erstmal. Mehrmals. Die Läuse sind wahrscheinlich noch das kleinste Problem. 

Hirsch passt in diese Stadt wie kein anderer. Ruhig, ausgeglichen, analytisch ist er. Und das muss er sein. Denn hinter noch so kleinem Delikt, verbirgt sich oft etwas Größeres. Das beginnt beim von der Wäscheleine geklauten Schlüpfer und hört noch lange nicht auf, wenn ein Vater in der Schule Krawall macht. 

Garry Disher beweist mit seinem Constable Paul Hirschhausen einmal mehr, dass er ein Meister darin ist feinfühlige Ermittler sich dem Schrecken der Stadt (sei sie auch noch so klein) entgegenzustellen. Paul Hirschhausen bekommt im Laufe der mittlerweile drei erschienen Romane immer mehr Profil. Die langsame Erzählweise stört den Lesefluss in keiner Weise. Man merkt unentwegt wie sich die Geschichte entwickelt. Ohne Pause zieht auch „Barrier Highway“ den Leser in seinen Bann, der erst nach vierhundert Seiten enden wird. Und das ist das Traurige daran: Nun muss man wieder warten bis es endlich weiter geht mit Paul Hirschhausen im wenig beschauliche erscheinenden Tiverton. 


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Cover des Buches Das Handwerk des Teufels (ISBN: 9783453436923)AntonWdNs avatar

Rezension zu "Das Handwerk des Teufels" von Donald Ray Pollock

Eine sehr düstere Geschichte
AntonWdNvor einem Monat

Religiöse Spinner und scheinheilige Gauner, ein psychopathischer Fotograf und seine kaum minderverrückte Frau, Polizisten, die entweder korrupt oder dämlich sind. Und dazwischen Arvin Russel, die Hauptfigur der Geschichte.

Einige interessante Lebenswege werden geschildert. Aberglaube und tiefe Religiosität stehen direkt nebeneinander. Über allem steht der Hang zur Brutalität, der selbst die schlimmsten Gewalttaten allmählich als fast normal für diese Welt erscheinen läßt. 

Mir persönlich ist diese Welt zu düster, zu dreckig, zu verkommen und hoffnungslos. Mir tut der Autor, der das zu Papier gebracht hat, beinahe leid. Was für ein Leben hat er wohl geführt, dass es ihn danach gedrängt hat, diesen Roman zu schreiben?


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Cover des Buches Federball (ISBN: 9783550200540)Josseles avatar

Rezension zu "Federball" von John le Carré

Diesmal leider nur Durchschnitt
Josselevor 3 Monaten

Dieser Roman ist der letzte, den John le Carré geschrieben hat. Er ist im Jahr 2019 erschienen und er steht schon seit dieser Zeit in meinem Regal. Als großer le Carré Anhänger habe ich ihn unberührt gelassen in der vergeblichen Hoffnung, es würde doch noch ein weiterer erscheinen, bevor le Carré das Zeitliche segnet. So ist das nun auch der letzte Roman, den ich von ihm lesen gelesen habe, es sei denn findige Verwandte finden noch ein Manuskript oder ähnliches.

Wie nicht selten beim älteren le Carré ist der Protagonist ein Spion, der seine besten Zeiten bereits hinter sich hat, reich an Erfahrungen, guten wie schlechten, und entsprechend desillusioniert. In diesem heißt er Nat und kehrt nach Jahren an ausländischen Botschaften nach London zurück, wo er die Leitung einer Nebenstelle der Russlandabteilung übernimmt, die als Ruheplatz für abgehalfterte Agenten dient, die „Oase“.

In seinem Badminton-Club wird Nat von Ed Shannon herausgefordert und die beiden spielen fortan einmal die Woche gegeneinander. In den Gesprächen nach den Matches motzt Ed regelmäßig gegen Trump und den Brexit. Damit bringt er seinen Freund Nat erkennbar in die Bredouille, der Eds Meinung zwar teilt, aber andererseits als beamteter Agent loyal zu seinem Land stehen sollte und möchte. Schließlich muss sich Nat gar zwischen Land und Ed entscheiden…

Sprachlich ist der Meister des Spionageromans nach wie vor in Bestform, was im Deutschen sicher auch de Übersetzer Peter Torberg zu verdanken ist. Der Fall an sich könnte allerdings deutlich mehr Spannung vertragen und hätte ein weniger unwahrscheinliches Ende verdient gehabt. Drei Sterne von mir.

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