Peter Torberg Sehr nette egoistische Leute

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Inhaltsangabe zu „Sehr nette egoistische Leute“ von Peter Torberg

Mit einer Prise Humor wäre das Buch vielleicht noch besser geworden, denn so war es zu nachdenklich und an vielen Stellen viel zu zäh, langatmig und langweilig. Schade, denn die Message, die dahinter steht, ist nicht schlecht. Bringt einem aber nichts, wenn man nicht bis zum Ende kommt. Das Ende ist dann erstaunlich gut.

— killerprincess

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  • Rezension zu "Sehr nette egoistische Leute" von Peter Torberg

    Sehr nette egoistische Leute

    killerprincess

    18. July 2011 um 00:08

    "Sehr nette egoistische Leute -SNEL" von Tim Lott Inhalt Francis "Frankie der Flunkerer" Blue lernt eine Frau kennen und nach nur 6 Monaten meint er, dass sie die Frau für's Leben ist. Doch Veronica hat Probleme mit Frankies Freunden -sie meint, sie seien nur aus Gewohnheit zusammen. Nun muss Frankie überlegen, was ihm liebe ist: Eine Weiterentwicklung durch Heirat oder bleibt er weiterhin mit seinen Kumpels zusammen wie auch schon die restlichen 14 Jahre seines Lebens? Meinung Wieder habe ich gemische Gefühle, was das Buch angeht. Ich fand es am Anfang gut, dann immer langweiliger mit dem Tiepfunkt extremer Langeweile in der Mitte und am Ende wurde es dann wieder ein bisschen besser. Woran lag das? -Es war keine konkrete Geschichte vorhanden. Frankies ist sowohl in der Gegenwart durch die Tage gezappt, dass man nach dem einen Kapitel dachte, er würde noch immer in seinem Auto sitzen, aber erst ein paar Absätze später merkt man, er ist Zuhause. Wie viele Tage vergangen sind, ist ein Mysterium. Vor allem erzählt Frankie aus seinem Leben, wie seine Kindheit war, wie er wen seine drei angeblich besten Kumpels kennengelernt hat. Viele Passagen war dabei einfach langweilig, andere waren für kurze Zeit sogar amüsant. Der Humor ist bei diesem Buch aber ein schwieriges Thema. Manchmal konnte er mich zum Lächeln bringen, aber meistens kam es dann doch nicht dazu. Ich weiß nicht recht, ob ich den Humor nicht verstanden habe, oder ob tatsächlich gar keiner da war. Wenn ich die Stimmung des Buches kurz und knapp mit Adjektiven beschreiben soll, dann wären das eher: ernst, nachdenklich, schwelgend, unglücklich, unentschlossen.... Ja, Frankie ist sehr unentschlossen und denkt die ganze Zeit nur nach: Mag ich meine Freunde oder mag ich sie nicht? Hm, nein, ich mag sie nicht, aber muss man Freunde mögen? Bin ich nur aus Gewohnheit mit ihnen zusammen oder könnte ich ohne sie wirklich nicht existieren? Ein weiterer Charakter ist seine Verlobte: Veronica "Vronky" seziert Leichen von Beruf. Ein bisschen gruselig findet Frankie das schon, aber irgendwie auch ungeheuer sexy. Neben ihrer erlernten Logik glaubt Veronica (Ich finde den Spitznamen zu bescheuert, entschuldigt.) aber auch an nicht erklärbare Dinge wie zB Gott und Feng Shui. Viel erfährt man nicht von ihr, aber das, was man erfährt, hat mir auch schon gereicht. Irgendwie fand ich sie nervig. Besonders, dass sie immer meint, alles über die Menschen zu wissen. Sie kennt Frankies Freunde nur aus einem Treffen und kann schon sagen, dass sie sich gar nicht mögen? -Was für eine Menschenkenntnis man scheinbar als Pathologin erlangt. Tja und dann hat diese Frau auch ausgerechnet an dem Tag Geburtstag, an dem sich Frankie und seine Kumpel seit 14 Jahren immer treffen und etwas wirklich cooles miteinander unternehmen, Geburtstag haben. Und sie stellt ihn vor das Ultimatum: Sie oder die Freunde. Also wirklich, ich finde das ein bisschen aus der Luft gegriffen. 1. Hätte Frankie es früher wissen müssen, dass sie dann Geburtstag hat, denn immerhin haben sie sich verlobt. 2. Ich hasse dieses Klischee eines Ultimatums. 3. Was denkt sich diese Frau: Nur weil sie seit 6 Monaten die Frau an Frankies Seite ist, wird er seine 14jährige (!) Tradition entfallen lassen? -Also bitte, Verlobung hin oder her. Ja, man merkt, ich bin an dieser Stelle sehr genervt gewesen. Ehrlich gesagt passiert dann auch nicht viel mehr, als der große Showdown -endlich. Und dann das Ende, das mir erstaunlich gut gefiel. Positiv zu vermerken sind die tiefgründigen Gedanken über die Freundschaft und wie wichtig Freunde sind und in wie weit man welche Personen braucht oder nicht braucht. Fazit Die Geschichte erzählt über Männerfreundschaften und richtet sich auch an Männer, ist aber manchmal so stark mit Details geschmückt, dass ich eher an Frauenliteratur dachte. Vor allem bewegt sich Frankie zwischen seinen vielen Gedanken, die ja eigentlich weiberisch sind und seiner coolen Maske, weil Männer ja angeblich so sind, wenn sie keine Loser sein wollen. Das hat mich genervt und die anderen Charaktere irgendwie auch. Die Geschichte hätte man deutlich flotter und witziger gestalten sollen, denn so kommt die Message zwar schon etwas rüber, aber das wäre mit Witz deutlich besser gegangen. Ich kann mir nämlich vorstellen, dass viele das Buch in der Mitte abbrechen, da es so zäh und langweilig ist. Schade, hatte mehr erhofft. Kann es nicht so richtig empfehlen.

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