Peter Ufer

 4,6 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor*in von Deutschland, deine Sachsen, Feixen im Advent und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Peter Ufer, geboren 1964 in Dresden, ist promovierter Journalist, arbeitet als Autor, schreibt u. a. für die Sächsische Zeitung und den MDR. Er ist Spezialist für sächsische Sprache und Kultur und initiierte die jährliche Kür der „Sächsischen Wörter des Jahres“. Sein „Großer Gogelmosch“ ist das exklusive Wörterbuch der Sachsen, erschienen in fünf Bänden. Gemeinsam mit Tom Pauls betreibt er das Theater in Pirna und schrieb mit ihm Bücher wie „Deutschland, deine Sachsen“ und „Meine Lene. Eine Liebeserklärung an die Dichterin Lene Voigt“, erschienen im Aufbau Verlag.Mehr Informationen unter www.peterufer.de

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Stadtluft Dresden 10 (ISBN: 9783943451542)

Stadtluft Dresden 10

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Neu erschienen am 01.12.2025 als Geheftet bei salomo publishing.

Alle Bücher von Peter Ufer

Cover des Buches Weihnachten in Tohuwabohu (ISBN: 9783351039882)

Weihnachten in Tohuwabohu

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Erschienen am 20.09.2022
Cover des Buches Das wahre Leben der Ilse Bähnert (ISBN: 9783943444438)

Das wahre Leben der Ilse Bähnert

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Erschienen am 19.05.2015
Cover des Buches Deutschland, deine Sachsen (ISBN: 9783943444056)

Deutschland, deine Sachsen

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Erschienen am 30.07.2014
Cover des Buches Stadtluft Dresden 8 (ISBN: 9783943451498)

Stadtluft Dresden 8

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Erschienen am 28.11.2023
Cover des Buches Deutschland, deine Sachsen (ISBN: 9783746631172)

Deutschland, deine Sachsen

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Erschienen am 09.03.2015
Cover des Buches Deutschland einig Lachland (ISBN: 9783579070810)

Deutschland einig Lachland

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Erschienen am 23.11.2015
Cover des Buches Feixen im Advent (ISBN: 9783939669678)

Feixen im Advent

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Erschienen am 22.09.2025
Cover des Buches Sächsisch (ISBN: 9783411756841)

Sächsisch

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Erschienen am 16.10.2023

Neue Rezensionen zu Peter Ufer

Cover des Buches Stadtluft Dresden 10 (ISBN: 9783943451542)
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Rezension zu "Stadtluft Dresden 10" von Amac Garbe

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Erstaunliches und Großartiges

Was waren das für Tage im Mai 2014! Ganz Madrid lag unter einer Bengalo-Glocke. Real Madrid hatte soeben zum zehnten Mal die Champions League (inkl. der Vorgänger-Turniere) gewonnen. „La Décima“ wurde zum Volksfest und zum geflügelten Wort, zu einer Marke. Ganz so euphorisch lassen sich die Macher der  „Stadtluft Dresden“ nicht feiern. Grund hätten sie allerdings dazu.

Zum zehnten Mal erscheint nun die „Stadtluft“. Ein Bookzin, kein Magazin, ein Bookzin. Literarisch, investigativ, lesenswert. Und dieses Mal mit einem Rundumschlag für und mit Dresden. Selbst Außerdresdner dürfen hier schreiben, was ihnen an Dresden nicht zwingend die Euphorie in die Knochen treibt. Poetry-Slammer und Comedy-Autor André Herrmann setzt den Unzulänglichkeiten der Stadt eine qualvoll-stimmgewaltiges Denkmal – die Carolabrücke, die vor Kurzem erst aufwendig saniert wurde, brach später wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Ein gefundenes Fressen für Spötter, Hauptmahlzeit für Comedy-Schwergewichte.

Verleger Michael Faber (aus Leipzig!) sieht sich in einer nicht ganz realen Gerichtsverhandlung, der er sich stellen muss. Denn es geht um ihn, seinen Vater, sein Erbe. Una Giesecke schwärmt für den Schilli, den Schillerplatz, und macht stante pede dem Leser Lust, mehr als nur einen Fuß ins das Viertel zu setzen. Wehmütig blickt Jens Wonneberger auf seine Studentenzeit in Dresden zurück und wirft einen eindrucksvollen Lichtstrahl auf die urbane Baracke, die schon fast ein Sinnbild für die Stadt einmal war. Und wenn Schokolade glücklich macht – was macht dann ein Artikel über die Dresdner Schokoladentradition (hier wurde einst ein Drittel der kompletten deutschen Produktion hergestellt!) mit dem Leser?! Er setzt Lesespeck an. Lecker, anhaltend und tut überhaupt nicht weh, oder gar leid. Charlotte Gneuß, Literaturpreisträgerin und Dresdner Stadtschreiberin 2024, reist einhundert Jahre zurück. In ein Dresden, dass vibriert, glüht, elegantiert, lehrt, Gaststätte für die Großen der Zunft ist, aber auch ein brauner Sumpf ist. Ihre Schlaglichter brennen sich wie Bengalos ins Gedächtnis.

Zehn Jahre sind ein Grund zum Feiern. Die Einen lassen den Himmel verschwinden. Die Anderen strahlen wie ein Honigkuchenpferd und sind stolz auf dieses literarisch einzigartige Jahrzehnt. Zurecht! Die zehnte Ausgabe der Stadtluft brilliert von der ersten bis zur letzten Seite.

Cover des Buches Stadtluft Dresden 9 (ISBN: 9783943451528)
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Rezension zu "Stadtluft Dresden 9" von Amac Garbe

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Durchatmen - Durchlesen

Mit Statistiken ist das so eine Sache. Alles in Zahlen zu (ver-)packen ist ein brauchbares Tool, um sich in Szene zu setzen und der Allgemeinheit etwas an die Hand zu geben. Im Jahr von Wahlen ein lieb gewonnenes Ritual. Doch so richtig nahrhaft sind die wenigsten Statistiken, wenn es bei den bloßen Zahlen und Ziffern bleibt.

In Dresden werden neun der größeren Kulturinstitutionen von Frauen geleitet. Da wird also das letzte I nicht groß geschrieben, sondern gehört zur genauen Definition der Berufsbezeichnung dazu. Ja, und was macht man nun mit dieser Zahl Neun? Man stellt die Eine oder Andere dieser neun „innen“ vor. So wie die Künstlerin Stephanie Lüning. Schaumschlägerin im besten Sinne des Wortes. Weltweit sorgen ihre Objekte – luftig-leichte Schaumskulpturen – für Aufsehen. Nora Schmid verantwortet seit einiger Zeit die Semper-Oper im Herzen der Stadt. Eine Rückkehrerin, die im Interview mit dem Kulturjournalisten Andreas Berger eine selten erlebte Offenheit an den Tag legt. Bedeutend ernster wird es im Gespräch mit Julia Schellong, die die erste Traumaambulanz Seelische Gesundheit“ in Dresden eröffnete. Drei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten, und dabei hat man noch nicht einmal ein Viertel des aktuellen Bookzins „Stadtluft“ erlesen.

Nur einmal im Jahr – da sind sie wieder, die unumgänglichen Zahlen – erscheint das wohl dickste Magazin im gigantischen Buchformat, deswegen Bookzin. Ein guter Brauch zur Weihnachtszeit sich mit der Stadt vertraut zu machen. Und das in jeder Hinsicht. Man muss sich trauen ein dickes Magazin wie dieses in die Hand zu nehmen. Und dann taucht man ein in eine Stadt, die im Jahr 2024 mit vielen Nachrichten zu kämpfen hatte. Allen voran die unzähligen Berichte über den tragischen Einsturz der Carolabrücke und der damit einhergehenden Diskussion über den Zustand deutscher Brücken, deutscher Ingenieurskunst und deutscher Bürokratie inkl. der klammen Kassen. Dresden wurde zum Synonym für das Versagen beim Thema Brückenzustand.

Den Machern gelingt es Jahr um Jahr eine Lektüre dem Leser an die Hand zu geben, die das Offensichtliche als Grund nimmt unter die Oberfläche zu schauen und in den Tiefen der Stadt echte Geschichten zu finden, die es eben nun mal nur hier gibt. Da kann es schon mal passieren, dass die Zeit still steht. Zum Beispiel, wenn Gerd Püschel sich im Residenzschloss Gedanken zur Zeit macht. Sie rennt, muss genutzt werden, und manchmal erscheint sie im Gewand der Vergangenheit. An dieser Stelle muss der Vorteil eines solchen Bookzins einmal in den Vordergrund gehoben werden. Die Artikel sind keine gehetzten Texte, die nach Zeilenzahl eingeordnet werden. Es scheint als ob jedem Autor so viel Platz gegeben wird wie er möchte. Viel Platz (viele Zeilen, um zu den Zahlen – wenn auch nur ungenau – Platz (!) einzuräumen), um sich dem Objekt der Begierde zu nähern. Einleitungen, die man nur noch selten findet, Themenaufbau, Zuspitzen der Geschichte etc. So flaniert Gerd Püschel anfangs durch die philosophischen Abhandlungen des Augustinus von Hippo, der die Zeit in seinen „Confessiones“ in drei Zeiten einteilt: Gegenwart von Vergangenem, von Gegenwärtigem und von Zukünftigem. Alsbald erspäht der Autor chinesische Touristen, die sich in der Kulisse der Ausstellungsräume als stelenhafte Social-Media-Artefakte in Szene setzen. Und wie kommt man da nun auf die Verbindung Dresden-Zeit-Europa? Das ist die große Kunst, die man nur in einem derartigen Bookzin ausleben kann. So viel sei an dieser Stelle verraten, mehr aber auch nicht.

Noch einmal zurück zu den Frauen und Dresden. Julija Nawalnaja muss im Mai 2024 den Friedenspreis entgegennehmen. Ja, sie muss. Denn der eigentliche Preisträger, ihr Mann Alexej Nawalny ist da seit knapp einem Vierteljahr tot. Unter unerklärlichen Umständen im Gulag ums Leben gekommen. Ihr Tag, ihre Geschichte, ihre Emotionen beschließen die neunte Ausgabe der Stadtluft Dresden. Bis zu diesem Punkt hat man die Antwort auf die Frage wie wild der Wilde Mann ist von einer Frau beantwortet bekommen. Es wird die weibliche Seite der Stadt mit all ihren bunten, queeren, nachdenklichen, fröhlichen Seiten gezeigt – von wem? Einer Frau natürlich. Und wie es im Leben nun mal so ist: Auf Frauen zu warten lohnt sich. Die nächste Stadtluft Dresden kommt in einem Jahr…

Cover des Buches Stadtluft Dresden 8 (ISBN: 9783943451498)
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Rezension zu "Stadtluft Dresden 8" von Thomas Walther

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Glanz und Gloria im modernen Gewand

Ein Stadtmagazin ins Leben zu rufen - es am Leben zu halten – „in diesen Zeiten – eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Exklusive Tipps über die ultimativen Hotspots (die keiner kennt) bekommt man im Bruchteil einer Sekunde aufs Smartphone. Wohl deswegen dachten sich die Macher von Stadtluft, dass ein Bookzin wohl die bessere Lösung ist, um Dresdnern und Besuchern die Stadt näherzubringen bzw. schmackhaft zu machen. Es funktioniert!, so viel kann man schon mal verraten. Und das schon zum achten Mal.

Und das nicht nur wegen des Gewichtes: Mit Anderthalb Pfund Lesegewicht in der Hand kann man sich nötigenfalls auch mal den Weg durch pöbelnde Massen erkämpfen. Nein, das Bookzin Stadtluft besticht durch sein gedrucktes Schwergewicht auf 150 Seiten.

Die Artikel sind keine Appetithäppchen, die man zwischen zwei Haltestellen mal schnell liest und dann meist wieder vergisst. Es sind seitenlange Texte, Geschichten, Geschichte, Gedankenspiele, Erinnerungen und Visionen, die im Kopf haften bleiben.

Dresden wird sich niemals seiner Geschichte erwehren können. Der 13. Februar 1945 setzte ein Wundmal, das niemals vergessen wird. Kaum vorstellbar, dass in diesem gigantischen Bombenhagel (heutzutage werden derartige Vergeltungsmaßnahmen ganz anders eingeordnet) Menschen das (dunkle) Licht der Welt erblickten. Kaum zu glauben, dass die ersten Erinnerungen eines Menschen die an Trümmerhaufen und deren Beseitigung sind. Kein leichter Stoff für ein Bookzin, aber dennoch mehr als notwendig und eine Wohltat den Zeilen des Autors zu folgen.

Dann wiederum kommt eine Geschichte im Bookzin über eine Leidenschaft, die wenige mit echter Leidenschaft beseelt, die meisten mit Sammlertrieb gleichsetzen. Eine Bummel über den Flohmarkt. Gerd Püschel gehört seit Jahrzehnten zur ersten Gattung. Er ist leidenschaftlicher Sammler, und Kenner. Der Elbeflohmarkt an der Albertbrücke rühmt sich der älteste in Dresden zu sein. Hier ist Gerd Püschel in seinem Element. Wie ein Spürhund stöbert er, frohlockt, wird skeptisch und saugt die Anmerkungen der Besucher wie ein Staubsauger auf. Und bläst sie wie kleine amuse gueule über seinen Gedankenteppich. Mal zum Schmunzeln, mal echte Wortschätze. Und im Handumdrehen liest man sich in einen Rausch und weiß, dass der nächste Dresdenbesuch früh am Morgen beginnen muss, wenn die Händler ihre Gabentische aufbauen. Das schafft kein Stadtmagazin. Dazu bedarf es eines Bookzins.

Und am Abend geht es ins Konzert – vielleicht sogar zu Sven Helbig. Er arbeitete mit Rammstein und den Pet Shop Boys (die haben ja auch eine innige Verbindung zur sächsischen Landeshauptstadt). Das Interview mit ihm ist ebenso ein Festschmaus für Kulturkenner wie Neuentdeckung für alle, die Helbig noch nicht kannten.

Stadtluft, Nummer Acht ist gerade erschienen und in ausgewählten Buchhandlungen erhältlich, ist ein Magazin, das man lange bei sich behält. Bricht man es auf normales Buchformat runter, so hat man ein echt dickes Stück Lesevorrat bei sich. Der Appetit kommt bekanntlich beim Essen. Hier beginnt er schon beim optisch einmaligen und ausführlichen Inhaltsverzeichnis. Ein Magazin, das auch Leipziger (die sich mit den Dresdnern nicht automatisch gut verstehen – ähnlich der Rivalität zwischen Köln und Düsseldorf) und andere Auswärtige mit Genuss einverleiben können, da die Stadtwerbung wegen ihrer Unaufdringlichkeit so nachhaltig wirkt.

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