Dies ist der zweite Teil der Zara-Reihe des Autors Peter Uhlmann, was mir erst gar nicht bewusst war. Aber ich bin auch, ohne dass ich den ersten Teil gelesen habe, gut in die Geschichte hinein gekommen.
Den Schreibstil empfand ich als flüssig und angenehm zu lesen - obwohl mir die Rapperei und der Jugendslang manchmal zu viel war. Lieber hätte ich mehr Einblick in die Sichtweise der Jungs bekommen - dies war mir oft zu oberflächlich.
An der Story hat mir gut gefallen, dass auch neben dem Mobbing andere Problemthemen wie z.B. getrennte Eltern, Gewichtsprobleme, Unsicherheiten dominante Eltern etc. aufgegriffen wurden. Allerdings war mir die Handlung manchmal zu langatmig und die Philosphie- und Kunststunden fand ich übertrieben gespickt mit speziellem Fachwissen von Seiten der Schüler - das war mir suspekt und kam mir unglaubwürdig vor.
Mit der Hauptprotagonistin Zara bin ich leider auch nicht so warm geworden. Einerseits wird sie als hoch sensibel beschrieben, aber ein hoch sensibler Mensch hätte mehr Empathie für seine Freunde und würde sie nicht ständig insgeheim abwerten. Zudem ging mir ihre altkluge Art auch ziemlich gegen den Strich - total nervig. Hier waren mir Lia und Cindy eindeutig sympathischer.
Das sehr offene Ende (viele Fragen wurden nicht geklärt) war auch nicht so meins - aber vielleicht gibt es ja auch noch eine Fortsetzung.







