Peter Untermaierhofer

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen

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Lost Places fotografieren

Lost Places fotografieren

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Erschienen am 29.08.2016
Vergessene Orte im Ruhrgebiet

Vergessene Orte im Ruhrgebiet

 (1)
Erschienen am 01.10.2013

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Rezension zu "Vergessene Orte im Ruhrgebiet" von Peter Untermaierhofer

Lost Places im Ruhrgebiet
Leuchtturmwaerterinvor 2 Monaten

Inhalt:
Effektvolle Bilder einer untergegangenen Industriekultur. Texte in Deutsch und Englisch

Peter Untermaierhofer hat stillgelegte, verlassene Industrieanlagen, Fabriken und Zechen im Ruhrgebiet fotografiert und in HDR-Technik bearbeitet, so das Schiffshebewerk Walltrop, das Stahlwerk Becker (Willich), die Zeche Consol (Gelsenkirchen) oder die Henrichshütte Hattingen, aber auch das Hallenbad in Krefeld und in Duisburg-Bruckhausen, Schimanskis Revier.
Durch das »Übereinanderlegen« von unterschiedlich belichteten Fotos ein und desselben Motivs wirken die Fotografien fast wie Gemälde. In kurzen, informativen Texten werden die porträtierten Objekte vorgestellt.

Fotograf:
Peter Untermaierhofer, geb. 1983 in Eggenfelden, Dipl.-Ing für Medientechnik (FH) und Fotograf, ein Semester Photography an der James Cook University in Townsville, Australien, fotografiert seit 2008, Schwerpunkte: verlassene Orte aller Art, Architektur, Automobil und Reisefotografie. Lebt und arbeitet derzeit als Fotograf in München.

Autor:
Dr. Thomas Parent, geb. 1949 in Lingen/Ems, Kunsthistoriker, 1983–2013 stellv. Direktor des Westfälischen Industriemuseums in Dortmund, Publikationen u. a. zur Kultur- und Industriegeschichte des Ruhrgebiets und zu museologischen und industriearchäologischen Themen, darunter den Dumont Kunst-Reiseführer „Das Ruhrgebiet“ (2000, 5. Aufl. 2011).

Quelle: Mitteldeutscher Verlag

Meinung:
Nach und nach verschwinden die Zechen von der Landkarte des Ruhrgebiets. Dieses Buch zeigt in beeindruckenden Bildern Erinnerungen und den Verfall der einstmals so wichtigen Industriekultur.
Schon heute sind an vielen Stellen nur noch Ruinen oder gar Neubauten zu entdecken, sodass die einstige Geschichte immer mehr verschwindet. Daher sind solche Bücher wirklich wichtig, denn sie dokumentieren ein Stück der Identität des Ruhrgebiets.

Jede vorgestellte Zeche hat ihren ganz eigenen Charme und auf ihre Weise etwas Besonderes zu bieten. Einige werden mittlerweile anderweitig genutzt oder als Industriedenkmal dem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Hier und da hätte man bei den Bildern vielleicht weniger Weichzeichner nutzen können (ich bin kein Fan davon, weil es zu unrealistisch wirkt), aber die Tiefe und die Aussagekraft haben sie nicht verloren. Allerdings gehen teilweise kleine Details verloren. Und gerade bei Lost Places schaue ich mir auch gerne die unscheinbaren Dinge im Hintergrund an.

Fazit:
Ein besonderer Bildband, da er zweisprachig gehalten ist. Mit vielen schönen Fotos und tollen Texten. Man lernt eine ganze Menge über die Geschichte des Ruhrgebiets. 
Einer der Bildbände, die sich mit der westdeutschen Lost-Place-Kultur beschäftigt und daher eher etwas seltenes. 
Gefällt mir wirklich gut, auch wenn ich so manches Bild vielleicht weniger stark bearbeitet hätte. Es erhält 4 von 5 Sternen von mir.

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Rezension zu "Lost Places fotografieren" von Peter Untermaierhofer

‚Faszination für alte, morbide Gebäude‘
sabatayn76vor 2 Jahren

Inhalt:
In seinem Buch zeigt Peter Untermaierhofer dem Leser, wie dieser ‚besonders gute, stimmungsvolle Bilder von Lost Places machen‘ kann. Dabei ist das Buch unterteilt in die Kapitel ‚Vor dem Shooting‘ (Equipment, Planung und Gefahren), ‚Während des Shootings‘ (Abbilden einzelner Motive, Komposition, Kameraeinstellungen, Belichtungsreihen) und ‚Nach dem Shooting‘ (HDR-Bearbeitung, Nachbearbeitung in Photoshop).

Mein Eindruck:
Ich interessiere mich schon länger für Lost Places, habe selbst aber noch nicht an solchen Orten fotografiert.

Die Bilder im Buch machen große Lust auf das Entdecken verlassener Orte und das Fotografieren von Lost Places. Dabei fand ich es ein bisschen schade, dass man als Leser nicht erfährt, wo die Bilder aufgenommen wurden, auch wenn man beim Lesen die Gründe hierfür erfährt und diese durchaus nachvollziehbar sind. Nichtsdestotrotz hatte ich beim Lesen und Betrachten oft Lust darauf, selbst an den abgebildeten Ort zu fahren und Fotos ‚auf meine Art‘ aufzunehmen.

Die Fotos sind spektakulär, und obwohl ich HDR-Fotos für gewöhnlich wenig schätze, da diese schnell künstlich und kitschig aussehen, haben mir die (HDR-) Fotos im Buch sehr gut gefallen, da sie realistisch wirken und geschmackvoll sind.

Die Texte sind leicht verständlich und geben sehr viele Informationen, so dass man mit dem Buch sehr gut auf erste Erkundungen von Lost Places vorbereitet wird. Durch die detaillierten Hinweise zur Nachbearbeitung ist das Buch meiner Meinung nach jedoch auch sehr gut für Fortgeschrittene geeignet.

Mein Resümee:
Spektakuläre Fotos, lehrreiche Texte.

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