Peter Volkmann

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Autor von So viel Zeit muss sein, Charly unterm Türkisbaum und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Peter Volkmann

So viel Zeit muss sein

So viel Zeit muss sein

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Erschienen am 01.05.2012
Charly unterm Türkisbaum

Charly unterm Türkisbaum

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Erschienen am 03.04.2014
Elektrotechnik und Elektronik. Ausgabe B

Elektrotechnik und Elektronik. Ausgabe B

 (0)
Erschienen am 01.07.1998

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Rezension zu "So viel Zeit muss sein" von Peter Volkmann

Rezension zu "So viel Zeit muss sein" von Peter Volkmann
Gospelsingervor 6 Jahren

Ein Arzt, der vorher noch Physik studiert hat, plaudert aus dem Nähkästchen und bringt uns den Alltag einer Hausarztpraxis nahe. Das hat mich sehr interessiert.
Einige der Passagen in diesem Buch haben meine Erwartungen auch erfüllt. Die überaus redefreundlichen Rentnerinnen, die den Praxisbetrieb aufhalten, weil sie sonst niemanden haben, mit dem sie sich unterhalten können, lebensgefährliche Notfälle, nervige Angehörige und Patienten mit solidem Halbwissen sind unterhaltsam beschrieben. Auch die Beschreibung des Werdegangs eines Manisch-Depressiven fand ich interessant.
Trotzdem bin ich mit dem Buch nicht warm geworden. Mir gefällt einfach die politische Einstellung des Doktors nicht, die in den beschriebenen Fällen sehr deutlich wird. Zum einen in der Auswahl der Patientengeschichten, denn es werden sehr ungewöhnliche Fälle beschrieben, zum anderen an der Kommentierung des Patientenverhaltens durch Dr. Volkmann.
Mir fehlte beispielsweise die Kritik am Gesundheitssystem, das die Bedingungen aller Akteure im Gesundheitswesen, besonders aber der Patienten, immer weiter verschlechtert. Ein Arzt, dem die Gesundheit seiner Patienten, und zwar aller Patienten, am Herzen liegt, sollte die durch die sogenannte Gesundheitsreform verursachten Missstände aufzeigen, statt auf den Patienten herumzuhacken.
Und auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die Menschen krank machen, werden nicht thematisiert. So zum Beispiel, als es um einen Beschäftigten des Katasteramtes geht. Dass auch im Öffentlichen Dienst der Druck auf die Arbeitnehmer immer mehr steigt, findet keinen Eingang in das gnadenlose Attest des Doktors.
Der übrigens, und das finde ich wirklich daneben an dem Buch, mit der Schilderung von Extremfällen die Stammtischmeinung über Hartz IV-Empfänger schürt. Jemand in einer so privilegierten Stellung kann es schlicht und ergreifend nicht nachvollziehen, wie menschenverachtend das Hartz IV-System ist. Da regt er sich auf, dass sich ein Patient viel verschreiben lässt, und wegen seines geringen Einkommens nichts zuzahlen muss. Und? Nimmt der Doktor keine Geschenke von Pharmareferenten an, die sich in den Arzneimittelpreisen und somit den Kosten für die Krankenkassen wiederfinden? Und der einzige im Buch vorkommende Türke hat natürlich die Schule abgebrochen und ist arbeitsscheu. Solche Fälle gibt es, ja. Aber sie sind nicht die Regel, auch wenn das immer wieder kolportiert wird.
Schade, ich hatte mir vom diesem Buch mehr erhofft.

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