Peter Volkmann So viel Zeit muss sein

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Inhaltsangabe zu „So viel Zeit muss sein“ von Peter Volkmann

Der Hausarzt ist Vertrauensperson, Beichtvater, Komplize und für jedermann da. Dr. Peter Volkmann hat sich seine Liebe zu den Menschen bewahrt und nimmt uns mit in seine Berliner Praxis. Seine Erfahrungen sind ein Konzentrat unserer Zeit: Burn-out-Patienten, ein verschnupfter Mafioso, einsame Witwen und Simulanten im Clinch mit der Krankenkasse. Dr. Peter Volkmann kennt sie alle und weiß, was sie bewegt. Eine authentische Schilderung unglaublicher und anrührender Schicksale.

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  • Rezension zu "So viel Zeit muss sein" von Peter Volkmann

    So viel Zeit muss sein
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    06. July 2012 um 22:00

    Ein Arzt, der vorher noch Physik studiert hat, plaudert aus dem Nähkästchen und bringt uns den Alltag einer Hausarztpraxis nahe. Das hat mich sehr interessiert. Einige der Passagen in diesem Buch haben meine Erwartungen auch erfüllt. Die überaus redefreundlichen Rentnerinnen, die den Praxisbetrieb aufhalten, weil sie sonst niemanden haben, mit dem sie sich unterhalten können, lebensgefährliche Notfälle, nervige Angehörige und Patienten mit solidem Halbwissen sind unterhaltsam beschrieben. Auch die Beschreibung des Werdegangs eines Manisch-Depressiven fand ich interessant. Trotzdem bin ich mit dem Buch nicht warm geworden. Mir gefällt einfach die politische Einstellung des Doktors nicht, die in den beschriebenen Fällen sehr deutlich wird. Zum einen in der Auswahl der Patientengeschichten, denn es werden sehr ungewöhnliche Fälle beschrieben, zum anderen an der Kommentierung des Patientenverhaltens durch Dr. Volkmann. Mir fehlte beispielsweise die Kritik am Gesundheitssystem, das die Bedingungen aller Akteure im Gesundheitswesen, besonders aber der Patienten, immer weiter verschlechtert. Ein Arzt, dem die Gesundheit seiner Patienten, und zwar aller Patienten, am Herzen liegt, sollte die durch die sogenannte Gesundheitsreform verursachten Missstände aufzeigen, statt auf den Patienten herumzuhacken. Und auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die Menschen krank machen, werden nicht thematisiert. So zum Beispiel, als es um einen Beschäftigten des Katasteramtes geht. Dass auch im Öffentlichen Dienst der Druck auf die Arbeitnehmer immer mehr steigt, findet keinen Eingang in das gnadenlose Attest des Doktors. Der übrigens, und das finde ich wirklich daneben an dem Buch, mit der Schilderung von Extremfällen die Stammtischmeinung über Hartz IV-Empfänger schürt. Jemand in einer so privilegierten Stellung kann es schlicht und ergreifend nicht nachvollziehen, wie menschenverachtend das Hartz IV-System ist. Da regt er sich auf, dass sich ein Patient viel verschreiben lässt, und wegen seines geringen Einkommens nichts zuzahlen muss. Und? Nimmt der Doktor keine Geschenke von Pharmareferenten an, die sich in den Arzneimittelpreisen und somit den Kosten für die Krankenkassen wiederfinden? Und der einzige im Buch vorkommende Türke hat natürlich die Schule abgebrochen und ist arbeitsscheu. Solche Fälle gibt es, ja. Aber sie sind nicht die Regel, auch wenn das immer wieder kolportiert wird. Schade, ich hatte mir vom diesem Buch mehr erhofft.

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