Peter Waldbauer

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Peter Waldbauer

Lebenslauf von Peter Waldbauer

Peter Waldbauer, Jahrgang 1966, ist Betriebswirt und wohnt als freiberuflicher Dozent und Autor in der Nähe von Heidelberg. Er veröffentlichte bisher Essays und zehn Bücher.

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Urologie für Anfänger

Neu erschienen am 01.10.2018 als Taschenbuch bei AAVAA Verlag.

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Rezension zu "Lexikon der antisemitischen Klischees: Antijüdische Vorurteile und ihre historische Entstehung" von Peter Waldbauer

Der versteckte Antisemitismus (von Laszlo Trankovits)
Peter_Waldbauervor einem Jahr

Murnau - Der Antisemitismus lebt. Als Hollywood-Star Mel Gibson im vergangenen Sommer betrunken am Steuer seines Autos aufgehalten wurde, beschimpfte er den vermeintlich jüdischen Polizisten mit dem Vorwurf, dass «Juden an allen Kriegen der Welt schuld» seien.
Dieser offen anti-semitische Ausbruch aber ist eher ungewöhnlich. Denn zu ihrer Abscheu vor Juden bekennen sich heute höchstens Verwirrte und Rechtsradikale. Seit dem Holocaust ist zumindest im Westen die offene Diskriminierung von Juden ein Tabu. Im Alltag aber wirken unzählige versteckte Vorurteile. Juden gelten vielen als Weltverschwörer und globale Strippenzieher, als raffgierig und machthungrig. Wer das «Lexikon der antisemitischen Klischees» liest, registriert rasch die brennende Aktualität der oft Jahrhunderte alten Vorurteile.
Der Autor Peter Waldbauer widmet sich in seinem kleinen Buch nicht nur anti-semitischen Hirngespinsten, zum Beispiel dem Vorwurf, Juden würden in ihr ungesäuertes Brot zum Passahfest das Blut ermordeter Christenkinder verarbeiten. Waldbauer entlarvt auch gängige Sichtweisen als abstruse Klischees.
Das beginnt schon mit der Unterstellung, der Gott der Juden sei ein rachsüchtiger Gott, der der Christen ein versöhnender: Schließlich findet sich auch der Satz «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst» zunächst im alttestamentarischen Buch Jesaja. Der Autor beschreibt, wie Jahrhunderte der Verfolgung und Ausgrenzung Juden in Geldgeschäfte und Handel drängten. Und er weist nach, dass es früher wie heute abwegig ist, eine jüdische Dominanz in der Finanzwelt zu unterstellen, gar die Vorstellung, Juden würden in den USA oder anderswo Wirtschaft und Politik manipulieren können.
Über den aktuell wachsenden linken Antisemitismus, die Fragwürdigkeit vieler angeblich nur Israel-kritischer Äußerungen oder die Judenfeindlichkeit in der islamischen Welt geht es in diesem Büchlein nicht. Der Autor, ein Börsenspezialist, beschäftigt sich mit gängigen Vorurteilen und ihrer Entstehungsgeschichte. Dabei begeht er auch mal sachliche Fehler, zum Beispiel unterstellt er, Israel würde aus dem Ausland finanziert. Dabei ist Israel eines der wenigen blühenden Wirtschaftszonen im Nahen Osten.
Manche Klischees über Juden, das macht das Buch auch deutlich, stimmen allerdings: beispielsweise die Tatsache, dass es im Westen einen weit überproportional hohen Anteil jüdischer Wissenschaftler, Ärzte, Denker, Schriftsteller und Nobelpreisträger gibt. Diese «Sonderrolle» von Juden in der Welt erklärt sich wohl auch als eine Reaktion auf die unvergleichliche Verfolgung und Diskriminierung der Juden in der Geschichte.

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Rezension zu "Der Bestattungsratgeber" von Peter Waldbauer

Vorsorgevertrag hilft Angehörigen (von Freya Rickert, EKZ Bibliotheksservice)
Peter_Waldbauervor einem Jahr

Der Betriebswirt, der während seines Studiums als Gehilfe in der Bestattungsbranche gearbeitet hat, will hier vor dubiosen Geschäftemachern warnen. Er wendet sich an
Hinterbliebene und Vorsorgewillige. An den Anfang stellt er die Kosten einer Bestattung und den durchschnittlichen Verdienst des Bestatters, der ins Auge sticht. Es folgt ein Überblick über den Sterbefall, Bestattungsarten (auch Natur- und Sonderbestattungen) sowie Graborte und -arten. Dann werden Ratschläge gegeben, wie man Bestatter auswählt und wie man sanft oder hart mit ihnen verhandelt. Es folgen wirtschaftliche Angaben zu Überführung,
Feuerbestattung, Fremdleistungen, die Rechnung und ihre Fallen, Sterbegeld-
Versicherungen, Vorsorgeverträge, die Gebührenordnung und ihre Tücken sowie wichtige Adressen und Webseiten. Im Schlusswort rät er, man solle sein Geld besser für die Lebenden ausgeben.

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Rezension zu "Homo Saarlandicus. Was es heißt, ein Saarländer zu sein" von Peter Waldbauer

Warum die Saarländer die Besten sind (Saarbrücker Zeitung, 29,08.2015)
Peter_Waldbauervor einem Jahr

Von Berufs wegen befasst sich Peter Waldbauer mit Ökonomie, doch jetzt hat er dem „Homo saarlandicus“ ein Denkmal gesetzt. Um es auf den Punkt zu bringen: Kein Deutscher ist sympathischer als der Saarländer.
Spricht man Peter Waldbauer auf seine Herkunft an, wird der sonst nicht wortkarge Dozent für Betriebswirtschaft und Rechnungswesen, fast ein bisschen verlegen. Ja, gibt er zu, er sei gebürtiger Pfälzer, aus Zweibrücken. „Mit zehn Jahren bin ich aber ins Saarland gezogen.“ Nach Homburg-Einöd. Nicht direkt eine Weltreise. Für ihn aber ein Riesenschritt. Weil er dann wesentliche Zeit seines Lebens, rund 30 Jahre nämlich, im schönsten aller Bundesländer lebte. So sieht Waldbauer das jedenfalls. Und sein Buch, das Anfang September erscheint und am 10. September in Saarbrücken vorgestellt wird, liest sich quasi als eine einzige große Liebeserklärung an unsere Region im Südwesten der Republik und namentlich ihre Bewohner. „Homo saarlandicus – Was es heißt, ein Saarländer zu sein “ hat der Autor es überschrieben. Und in der Tat ist es eine höchst schmeichelhafte, augenzwinkernde, bisweilen aber auch klischeetrunkene Charakterisierung des Landes und seiner Eingeborenen geworden. Die seien quasi Cousins der Franzosen, sogar im Äußeren. Selbst die notorisch hochnäsigen Pariser würden die Saarländer irgendwie als fernen Verwandten anerkennen. Seine Lebensart – „der Saarländer arbeitet, um zu leben, nicht umgekehrt“ – hebe ihn positiv von den ständig sich abrackernden Rest-Deutschen ab. Und er sei der Genießer par excellence: lieber ein kleines Auto fahren und bloß ans Elternhaus anbauen, statt beim guten Essen Abstriche zu machen. Zudem, konstatiert Waldbauer, sei der Saarländer auch angenehm bodenständig und pragmatisch. Der Homo saarlandicus löse Probleme stets mit eenem, denne er kennt, der enner kennt… „Dem offiziellen Weg“ dagegen, so Waldbauer, „misstraut er.“

Fügt man all das zusammen, erscheint der Saarländer wohl wie eine abenteuerliche Mixtur aus dem mittlerweile verrenteten frankophilen „Tatort“-Kommissar Palu, der erst mal dem Rouge zusprach, bevor er ermittelte, und dem Batschkappschwadronierer Heinz Becker. Rein äußerlich also schwerlich die attraktivste Mischung, auf jeden Fall aber sehr reizvoll.

Liest man in Waldbauers Buch freilich Sätze wie diesen, „Die Saarbrücker Bahnhofstraße ist lang, breit und mondän“, und, die Saarlouiser Altstadt erinnere an das „French Quarter in New Orleans“, beschleicht einen doch das leise Gefühl: Dieser Pfälzer macht sich einen Jux mit den Saarländern. „Nein, nein“, entgegnet Waldbauer beinahe schon empört. Man müsse das relativ zur Umgebung sehen. „Man muss schon weit fahren, um eine vergleichbare Großstadtatmosphäre wie in Saarbrücken zu finden. Saarbrücken hat richtigte Glitzerpaläste“, sagt er.

Was man dem Saarland-Freund Waldbauer sicher nicht vorhalten kann, ist, dass er keine Vergleichsmöglichkeiten hätte. Einige Jahre war er mit dem 1999 verstorbenen Börsenguru André Kostalny auf dessen weiten Vortragsreisen unterwegs, hat sich von ihm wohl auch einige Finanztricks abgeguckt. Und heute lebt Waldbauer des Berufs wegen in Schwetzingen, der Spargel-Metropole mit einem der schönsten Schlösser und Barockgärten weit und breit. Doch gerade seine arbeitsamen Mitbürger im Rhein-Neckar-Raum, so Waldbauer, hätten ihn zu seiner Liebeserklärung gereizt: „Im Vergleich zu denen ist der Saarländer zugleich weltoffener und entspannter.“ Das liest man hier natürlich gern. Lateinlehrer allerdings dürften zumindest an Waldbauers Buchtitel wenig Freude haben. „Homo saravianus“ müsste es wohl korrekterweise heißen. „Saarlandicus“ klingt aber besser. Fast wie im „Asterix“-Heft – und wie die sympathischen Ur-Franzosen, meint Waldbauer, lieben die Saarländer „ihren Status als kleines gallisches Dorf“.

 

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