Peter Walther

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Autor von Hans Fallada, Nicht verzagen - WikipeteR fragen und weiteren Büchern.

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Nicht verzagen - WikipeteR fragen

Neu erschienen am 03.12.2018 als Taschenbuch bei Books on Demand.

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Neu erschienen am 19.11.2018 als Taschenbuch bei Books on Demand.

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Hans Fallada

Hans Fallada

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Erschienen am 16.02.2018
Nicht verzagen - WikipeteR fragen

Nicht verzagen - WikipeteR fragen

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Erschienen am 03.12.2018
Die Dritte Front

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Erschienen am 06.03.2004
Nach dem Ende der Biographie

Nach dem Ende der Biographie

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Erschienen am 01.03.2000
Der Erste Weltkrieg in Farbe

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Erschienen am 30.07.2014
Peter Huchel

Peter Huchel

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Erschienen am 19.12.1995
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Erschienen am 19.11.2018

Neue Rezensionen zu Peter Walther

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HEIDIZs avatar

Rezension zu "Hans Fallada" von Peter Walther

Geniale kompetente und umfassende Biografie Falladas
HEIDIZvor einem Jahr

Hans Fallada - ich mag seine Bücher sehr gern, viele davon habe ich gelesen - sicher nicht alle, aber ich arbeite daran *g" und neulich habe ich mich endlich einmal mit seiner Biografie beschäftigt. Ich habe mich für die von Peter Walther entschieden.

Das Buch gliedert sich in Vorspiel, 27 Kapitel und Nachspiel sowie den Anhang, mit Literatur, Chronik, Personenregister, Werkregister, Dank und Editorische Notizen.

Leseprobe:
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"Am 21. Juni 1893 früh 8 Uhr wurde unser Rudolf geboren. Er war ein sehr kräftiges Kind, 6 3/4 Pf. schwer. Die Freude war groß, auch bei den Schwestern. Nur kam", so fasst die Mutter ihre Sicht auf die Lebensbahn des Sohnes im Abstand eines halben Jahrhunderts zusammen, "leider viel Ungemach hinterher".

•  Gebundene Ausgabe: 527 Seiten
•  Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 2 (19. Januar 2017)
•  Sprache: Deutsch
•  ISBN-10: 3351036698
•  ISBN-13: 978-3351036690
•  Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 4,5 x 22,1 cm
PREIS: 25 Euro

Diese Biografie ist wirklich umfassend und kompetent geschrieben, inhaltlich kenntnisreich und detailliert. Erzählt ist die Biografie dieses großen Schriftstellers wie ein Roman so flüssig und spannend zu lesen, wie ein Krimi und ehrlich ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Viel Material wurde verwendet, welches vorher nicht der Öffentlichkeit zugänglich war - verwendet und ausgewertet muss man sagen. Beim Lesen spürt man, dass der Autor sich intensiv mit Fallada auseinander gesetzt hat. Er stellt Fragen und beantwortet sie gleichzeitig, lässt den Leser nicht im Dunkeln, sondern erhellt sein Wissen.

Der Autor zeigt Fallada als Schriftsteller und Mensch, zeigt seine Höhen und Tiefen auf und seine gesamte Entwicklung vom Kind zum Mann, vom Morphinisten zum Sträfling ...
Es ist zu spüren, wie zerrissen Fallada doch war.

Dem Buch sind zahlreiche Fotografien aus dem Leben Falladas beigefügt.

Ich bin mit dieser Lebensbeschreibung voll und ganz zufrieden. Liest sich spannend und lebendig und gibt alle Infos, die man sich wünscht.
Den Spagat zwischen Roman und Biografie - als Romanbiografie hat der Autor perfekt hinbekommen, hat mir vom Lesevergnügen sehr gut gefallen. Außerdem lernt man neben dem Schriftsteller auch sein Umfeld und seine Zeit kennen, erhält einen Blick hinter die Kulissen der Familiengeschichte.

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TochterAlices avatar

Rezension zu "Hans Fallada" von Peter Walther

Mitreißend wie ein Roman
TochterAlicevor 2 Jahren

oder wie das Leben eben!

Dass Hans Fallada ein - sagen wir es mal so - überaus vielseitiges und abwechslungsreiches Leben lebte, wissen diejenigen seiner Leser, die sich für die Inhalte beziehungsweise deren Herkunft interessieren. Vieles war nämlich vom Leben der Verfassers selbst bzw. den Beobachtungen, die Rudolf Ditzen - so der eigentliche Name des Autors - im Laufe seines leider nicht allzu lang währenden irdischen Daseins so machte, inspiriert.

Aber was genau die Hintergründe waren, die Herkunft, das Umfeld, die Begegnungen, die er so im Laufe seines Lebens machte, das war mir nicht so klar. Näheres erfuhr ich dann aus der Biographie des überaus kreativen und vielseitigen Germanisten Peter Walther, während deren Lektüren man eine besonders stark ausgeprägte Seite des Herren kennenlernt: Peter Walther kann wunderbar schreiben, so anschaulich und dabei klug daher plaudern, dass zumindest ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Und das passiert mir - die ich im Laufe meines (Lese)Lebens schon so einiges an aus meiner Sicht herausragender Lektüre genießen durfte und somit entsprechend verwöhnt bin - ziemlich selten. Jedenfalls hat er mit seinen Ausführungen zu Fallada und der ganzen, reichhaltigen Gestaltung und Ausstattung des Buches die meisten angelsächsischen Autoren dieses Genres in den Schatten stellen können - und die halten aus meiner Sicht in diesem Bereich ganz klar die Top-Position. Naja, bisher jedenfalls.

Nicht nur werden Ereignisse anschaulich dargestellt, nein, auch den Personen, die ja wirkliche sind, die gelebt und Spuren hinterlassen haben, verleiht der Autor eine Präsenz, dass man meint, sie persönlich vor Augen zu haben. Dazu kommt noch seine persönliche wissenschaftliche Wahrnehmung und Eingliederung des Autors, den den rein deutschsprachigen Sprach- und Kulturraum weit übersteigt. Und das alles wird aufs Reichhaltigste ergänzt durch zahlreiche Fotografien und einen ausführlichen Anhang, der zu meiner großen Freude neben Anmerkungen und Literaturverzeichnis auch eine Zeittafel enthält.

Für mich war das Buch in vielerlei Hinsicht ein Gewinn: nicht nur durfte ich viel über Rudolf Ditzen aka Hans Fallada erfahren, der mich als Mensch und als Autor sehr interessiert, sondern auch ein wirklich mitreißendes Buch lesen, das mich mit Sicherheit auch gefesselt hätte, wenn im Fokus eine weniger faszinierende Gestalt als Hans Fallada gestanden hätte!

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M

Rezension zu "Hans Fallada" von Peter Walther

Person im Chaos
michael_lehmann-papevor 2 Jahren

Person im Chaos

Alles, was das später, vor allem im Innern der Person und daraus sich ableitend auch in den äußeren Lebensumständen Hans Falladas maßgebend, entscheidend, antreibend war, ist schon beim jungen Gymnasiasten Fallada bestens zu sehen.

Das bürgerliche Umfeld zu Hause (wie später auch in seiner Ehe), und das Unvermögen, das zu schätzen oder zu ertragen (gerade mit seiner Mutter pflegt Fallada einen sehr verletzenden Umgang).

Das „sich eingliedern können“ (rein äußerlich), wie in der Gastfamilie, als Fallada seine Schule abschließt und doch wieder die Brüche, als er das Haus des Geistlichen wegen Unverträglichkeit wieder zu verlassen hat.

Schriftstellerische Ambitionen schon früh im Leben mit schwankender Qualität. Intelligent, rhetorisch nicht auf den Kund gefallen, wie im späteren Leben auch. Und Menschen um ihn herum, von denen ihn ein Teil sehr schätzt und Großes in ihm vermutet und ein anderer Teil ihn schlichtweg ablehnt. Durch seine offene, freche Renitenz.

Selbst die Mutter eines engen Freunde versucht ihr Kind aus dem Umgang mit diesem „Schädlichen Menschen“ herauszulösen. Was sicher keine dumme Idee war, denn mit seinem engsten Freund plant Fallada aus „Weltüberdruß“ schon als pubertierender Jüngling den gemeinsamen Selbstmord. Der Ernst gemeint ist, wie der Verlauf der Aktion und die dann auf dem Boden liegende eine Leiche zeigt.

Aufenthalte in Sanatorien, Anstalten, eine zerbrechliche, Stimmungen unterworfene Person, in all dem ist bereits das spätere Wanken und Schwanken auszumachen, dass dieses Leben prägt, das neben des Schriftstellerischen Erfolges und des bürgerlichen Lebens mit Frau und Kind den Exzess lebt. Morphinist, Frauenheld, sich von der eigenen Familie Trennend (und doch nicht so richtig), lange, bis zum Sterbebett dauert es, bis ein klares Wort erklingt.

„Geh Du raus!“, soll Fallada seiner Frau Ulla entgegengeworfen haben, die ihn selbst auf der inneren Abteilung der Charité wieder mit Morphium in Berührung gebracht hatte.

„Wir sind alle in unseren Anlagen gefangen“, so drückt es Walther im Gesamtblick auf Fallada, diesen fast schizophren wirkenden Mann und Künstler aus, der von der eisernen Disziplin über das ruhige Leben bis zum ständigen Kampf mit inneren Dämonen, die am Ende den Sieg davontragen viele reibende, einander entgegengesetzte Kräfte in sich und nach außen zeigte.

Einer, der immer „vollauf beschäftigt war mit der Fülle seiner Figuren“, der „kleinen“ Männer und Frauen, des „einfachen Lebens“ mit seinen Verstrickungen. Kein Denker, dennoch einer, dem es gelungen ist, einigermaßen unbeschadet auch am künstlerischen Ruf das dritte Reich zu durchschreiten. Einer, „der maßlos und trieblos reagierte, schon mit gebrochenem Instinkt“, einer, der „guten, aber schwachen Willens war“.

Momente der Person und Etappen des Lebens, denen Walther sehr akribisch und teils auch sehr ausführlich (gerade, was die jungen, prägenden Jahre angeht, gerade auch, was die Werke Falladas angeht (die nicht alle über einen Kamm zu scheren sind), und damit in bester Weise das „Sein“ dieses zerrissenen Menschen, der sich gegen sich selbst kaum zu wehren vermochte, intensiv nachzeichnet. Mitsamt einem guten Stück an Zeit- und Wirkungsgeschichte, denn Fallada hatte ja durchaus internationale Wirkung mit zumindest einigen seiner Werke.

Eine interessante, ruhige, tiefgehende Lektüre.

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