Peter Watt

 3,7 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor*in von Weit wie der Horizont, Wer dem Wind folgt und weiteren Büchern.

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Familiendramen und Intrigen

MEINE MEINUNG

In diesem Buch geht es um zwei Familien; um die Macintoshs und die Duffys. Gleich zu Beginn erlebt man, wie die Mister Macintosh in Australien gegen die Eingeborenen kämpfen, um deren Land zu besiedeln. Bei diesem Unternehmen wird der Sohn von Mister Macintosh getötet und sofort haben sie einen Schwarzen Eingeborenen im Visier. Duffy gewährt dem Eingeborenen eine Pause bei ihm und verteidigt ihn gegen Macintosh und seine Schergen. Das kostet ihm und seinen Begleiter dann leider das Leben.


Währenddessen verliebt sich Fiona Macintosh in Michael Duffy. Gerade als die beiden eine unvergessliche Nacht hatten, wird bekannt, was genau passiert ist. Fiona wird weggebracht, denn sie soll Daniel White heiraten, damit dieser dann das Familienunternehmen weiter führen kann.

Michael will nun seinen Vater rächen und reist in die Gegend, wo das alles geschehen ist, doch zuerst will er nochmal mit Fiona sprechen.

Daniel kämpft hier nicht mit fairen Mitteln und er möchte Michael Duffy töten lassen, damit Fiona frei für ihn wird.


Dieses Buch lässt einen nicht mehr los, denn es ist voller Intrigen, voller unsinnigen Morde und voller Rachegelüste.

Macintosh soll gestürzt werden und dazu lässt Kate sich viel Zeit, denn sie will ihn nicht umbringen, sondern stürzen. Sie möchte sich etwas aufbauen und damit vermögender werden als Macintosh.


Das Buch ist so voller Spannung, weil hier so viel passiert. Da geht es einmal um Fiona, dann wieder um Kate, dann ist wieder Tom an der Reihe und Mort treibt auch noch sein bestialisches Unwesen.

Also hier gibt es immer wieder etwas neues zu entdecken und die Spannung flaut hier zu keinem Zeitpunkt ab. Die Spannung nimmt hier zwar auch nicht stetig zu, aber sie ist völlig ausreichend.


Also von mir gibt es hier die vollen 5 Sterne und auch eine klare Leseempfehlung. In diese Familientragödie muss man sich einfach einlesen. Da hofft man nur, das man einer solchen Familie niemals begegnet.





Brennende Seele

Die Geschichte der Macintoshs und der Duffys beginnt. Allerdings ist dieser Beginn für die Familien nicht so leicht zu ertragen. Im Jahr 1863 will Donald Macintosh, dass die australischen Eingeborenen verdrängt werden. Dazu sind ihm übelste Mittel recht. Als Patrick Duffy sich dem Grundbesitzer Macintosh entgegenstellt, lässt dieser ihn von seinen Schergen umbringen. In der Stadt lernen sich derweil Macintoshs Tochter Fiona und Michael Duffy kennen. Sie verlieben sich, was insbesondere der Familie Macintosh nicht recht ist. Die knospende Beziehung der Beiden wird hintertrieben und auch andere Mitglieder der beiden Familie pflegen die gegenseitige Feindschaft.


Bei diesem Roman handelt es sich um den ersten Band der Australien-Saga, von der im englischen Original bereits mehr als zehn Bände erschienen sind. Neben der Fehde zwischen den Familien Duffy und Macintosh geht es hauptsächlich um die frühe Geschichte Australiens nachdem die ersten Generationen der weißen Siedler eingewandert sind. Diese versuchen sich ihr Leben und ein Einkommen aufzubauen. Wenig Rücksicht nehmen die Weißen dabei auf die Ureinwohner. Sie beanspruchen deren angestammtes Land für ihre eigenen Farmen. Gnadenlos werden die Aborigines verjagt oder hingemetzelt. 


Dieser historische Roman, der im Australien des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist, gibt ein realistischeres Bild über das Land als man es anhand des Klappentextes vermuten könnte. Das Leben in diesem Land war hart, die Eingeborenen wurden unterdrückt, vertrieben oder vernichtet. Nicht einmal eine Liebesgeschichte ist süß. Auch wollen einem in diesem Buch nur wenige Akteure sympathisch erscheinen. Deren Leben ist allerdings häufig in Gefahr. Langlebiger wirken die Bösewichte, die einem gerechten Schicksal immer wieder entwischen. Und so tut man sich angelockt von der großen Liebesgeschichte, die der Klappentext verspricht, etwas schwer mit dem Roman, in dem eben diese Liebesgeschichte kaum vorkommt. Dafür bekommt man die harte Realität, raues Land, Mord, Intrigen und diesen Zwist zwischen den Familien Macintosh und Duffy.  Dennoch ist der Roman spannend und zeigt einen anderen weniger verklärten Blickwinkel auf die Geschichte Australiens.

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