Peter Wehle

 3,9 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor*in von Kommt Zeit, kommt Mord, Mord heilt alle Wunden und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Peter Wehle

Peter Wehle, 1967 in Wien geboren, ist der Sohn des 1986 verstorbenen Komponisten, Autors und Kabarettisten Peter Wehle. Der Musikwissenschafter und Psychologe stand von seinem fünften Lebensjahr an auf verschiedenen Konzertbühnen. Daneben zahlreiche Radio- und Fernsehaufnahmen sowie mehrere Veröffentlichungen als Autor. Bei HAYMONtb erschien der erste Band in seiner Wien-Krimi-Reihe rund um Hofrat Halb "Kommt Zeit, kommt Mord", gefolgt von seinem dämonischen Kriminalroman "Teufelskoller" (beide 2014) sowie aktuell dem zweiten Hofrat-Halb-Krimi "Mord heilt alle Wunden" (2015).

Alle Bücher von Peter Wehle

Cover des Buches Kommt Zeit, kommt Mord (ISBN: 9783852189659)

Kommt Zeit, kommt Mord

 (7)
Erschienen am 06.08.2015
Cover des Buches Mord heilt alle Wunden (ISBN: 9783709978153)

Mord heilt alle Wunden

 (6)
Erschienen am 17.03.2016
Cover des Buches Auge um Auge, Mord um Mord (ISBN: 9783839202319)

Auge um Auge, Mord um Mord

 (4)
Erschienen am 13.07.2022
Cover des Buches Drum morde, wer sich ewig bindet (ISBN: 9783709978771)

Drum morde, wer sich ewig bindet

 (3)
Erschienen am 16.03.2017
Cover des Buches Wenn einer einen Mord begeht (ISBN: 9783709978436)

Wenn einer einen Mord begeht

 (3)
Erschienen am 05.04.2016
Cover des Buches Teufelskoller (ISBN: 9783852189604)

Teufelskoller

 (3)
Erschienen am 05.08.2014
Cover des Buches Sprechen Sie Wienerisch (ISBN: 9783800078196)

Sprechen Sie Wienerisch

 (2)
Erschienen am 25.01.2022
Cover des Buches Sprechen Sie Ausländisch? (ISBN: 9783800031801)

Sprechen Sie Ausländisch?

 (1)
Erschienen am 01.02.2001

Neue Rezensionen zu Peter Wehle

Cover des Buches Auge um Auge, Mord um Mord (ISBN: 9783839202319)
Sikals avatar

Rezension zu "Auge um Auge, Mord um Mord" von Peter Wehle

Raubrittertum in der Gegenwart
Sikalvor einem Monat


 

Herr Hofrat Magister Ludwig Halb steckt in Hochzeitsvorbereitungen mit seiner Delia. Doch anscheinend treiben Raubritter in der Gegend ihr Unwesen und so haben die Ermittlungen in diese Richtung natürlich oberste Priorität und die Hochzeit gerät ins Hintertreffen. Bei den Überfällen der Raubritter, die mit ihren Pferden Furcht und Schrecken verbreiten, gibt es natürlich auch Tote. Ludwig Halb tappt mit seinem Team lange Zeit im Dunkeln, denn diese mittelalterlichen Methoden sind schon äußerst ungewöhnlich.

 

Mittlerweile darf Ludwig Halb bereits zum fünften Mal ermitteln, ach ja Hofrat darf man nicht vergessen – immerhin sind wir in Österreich. Der Autor Peter Wehle nimmt unseren Titeldschungel gerne aufs Korn. Außerdem muss ich der Herr Hofrat noch um sein Zinshaus kümmern was gar nicht so einfach zu sein scheint und Delias Vergangenheit scheint noch nicht vergessen zu sein.

 

Der Schreibstil des Autors liest sich flüssig und lässt die Seiten nur so verfliegen. Die Spannung steigt kontinuierlich, der Spannungsbogen wird hoch gehalten. Zuletzt wird der Fall in einem fulminanten Showdown aufgelöst. Davor werden aber einige Irrfährten gelegt, die für so manche Überraschung sorgen.

 

Für diesen humorvollen Krimi gibt es auf jeden Fall 4 Sterne und ich freue mich bereits auf die Fortsetzung des Teams rund um den Herrn Hofrat.

Kommentare: 1
Teilen
Cover des Buches Auge um Auge, Mord um Mord (ISBN: 9783839202319)
Thomas_Lawalls avatar

Rezension zu "Auge um Auge, Mord um Mord" von Peter Wehle

Verkopftes Vergnügen!
Thomas_Lawallvor 2 Monaten

Wenn man einen neuen Titel von Peter Wehle in Händen hält, weiß man, was man erwarten darf. Erst einmal nichts Neues, denn dass er den Schalk im Nacken hat, ist allgemein bekannt. Neu, um nicht zu sagen sehr neu, ist jedoch der aktuelle Kriminalfall, der sich von bekannten Mustern wohltuend unterscheidet.

Im Wienerwald tut sich gar Seltsames. Nicht, dass gewalttätige Überfälle in der Kriminalgeschichte etwas Ungewöhnliches darstellen würden, doch derartige schon. Zumindest in diesem Jahrhundert. Was im dunklen Mittelalter wohl gang und gäbe war, passiert vier harmlosen Spaziergänger/innen sehr aktuell. Die beiden Ehepaare werden von sieben stattlich gekleideten Rittern, die hoch zu Ross aus dem Unterholz stürmen, überfallen und ausgeraubt. Leib und Leben wird ebenfalls bedroht, was für ein männliches Opfer umgehend ernste gesundheitliche Probleme verursacht ...

Probleme gibt es auch im engeren sowie weiteren privaten Umfeld des Hofrats Magister Ludwig Halb, denn einerseits steht die Vermählung mit seiner geliebten Delia an, doch andererseits ist es gar nicht so einfach, dafür einen für beide Seiten passenden Termin zu finden. Zudem besteht noch etwas Klärungsbedarf, was Delias illustre Vergangenheit betrifft!

Für Verwirrung und unfreiwillige Komik sorgt eine Angststörung Halbs, der inzwischen zum Leiter des "Referat 3.2.1. - Gewaltkriminalität" im österreichischen Bundeskriminalamt aufgestiegen ist, denn ausgerechnet im Zusammenhang mit den "Raubritterüberfällen", sowie den anstehenden Ermittlungen, erweist sich eine Hippophobie als ausgesprochen unpassend.

Auch eine unerwartete Erbschaft macht dem Hofrat zu schaffen, denn ein Zinshaus mit elf Wohnungen will verwaltet werden. Wenn sich dann Halbs "Sozial-Gewissen" mit dem "Geld-Gewissen" gegenseitig im Weg stehen, gibt es auch hier gewisse Komplikationen.

Mit dem Lesen dieser Kriminalgeschichte dann weniger, denn die Suche nach Antworten auf die vielen Fragen, die sich allein um die aktuellen Fälle ergeben, bereitet höchsten Genuss. Und zwar Seite für Seite, wobei Wehles bildgewaltige Metapherngebirge ein ums andere Mal, zwecks besserem Verständnis oder rein aus Lust und Laune, gerne mehrmals gelesen werden wollen.

Ein paar Schmankerln sollen hier verraten werden. Sozusagen als Appetithäppchen. Es ist einfach eine Gaudi, wenn sich ein Räuspern wie eine "Probesprengung" anhört, und ein Lachen wie "berstendes Holz". Für nachhaltigen Spaß sorgen auch ein "Reserve-James-Bond" oder die allzeit lauernde Ironie im Hinblick auf die "gehobene Klasse".

Philosophisch-existenzielle Betrachtungen fehlen selbstverständlich ebenfalls nicht. Beispielsweise wenn man das Wesentliche zwar erkannt hat, es aber dennoch nicht sieht. Ganz anders eine ebenso verständliche wie glasklare Definition einer "der tödlichsten Waffen Wienerischer Umgangsformen", sowie einer "elektronischen Hundeleine".

Es kann aufgrund der Vielzahl an Charakteren, deren Beziehungsgeflecht, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, schon einmal recht unübersichtlich werden, weshalb eiliges Lesen, zwecks besserem Verständnis der komplexen Handlung, unangebracht ist. Zudem kommt dann der Showdown nicht zu schnell, denn jener unterscheidet sich in seiner Dramaturgie von allen anderen des Genres! Auch eine Zusatzpointe ganz am Schluss kann es ausschließlich in direktem Zusammenhang mit jenem Herrn Hofrat geben.

"Auge um Auge, Mord um Mord" ist ein restlos verkopfter Kriminalroman und ein ganz großes Vergnügen!

Kommentieren
Teilen
Cover des Buches Auge um Auge, Mord um Mord (ISBN: 9783839202319)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Auge um Auge, Mord um Mord" von Peter Wehle

Was steckt hinter den Raubritterspielen?
Bellis-Perennisvor 6 Monaten

Nach einer größeren Pause lässt Autor Peter Wehle seinen Hofrat Magister Ludwig Halb wieder ermitteln. Eigentlich hat er gar keine Zeit dazu, denn er steckt mitten in den Vorbereitungen zur Hochzeit mit seiner Delia.  

Der fünfte Fall für Halb und sein Team beginnt recht eigenartig: Eine Gruppe Ritter überfällt zwei ältere Ehepaare und raubt ihre Wertsachen. Ein Mann kommt nach einem Herzinfarkt gerade noch mit dem Leben davon. Dieser Überfall wird nicht der einzige bleiben und letztlich gibt es auch Tote. 

Nun fragt man sich, wer dahinter stckt bzw. wohin die Truppe verschwindet, denn Ausrüstung und Pferde lassen sich ja nicht ganz so leicht verstecken. Bei den Ermittlungen trifft Hofrat Halb auf einen alten Bekannten, der im neuen Gewand seine Verbrecherkarriere weiterführt. Und auch Delias Vergangenheit, die man tunlichst unter den Tische kehren möchte, kommt wieder ins Spiel. 

Meine Meinung: 

Peter Wehle hat mit seinem Hofrat Halb einen sympathischen Ermittler geschaffen. Immer wieder macht sich der Autor über die Titelsucht in Österreich lustig. Überhaupt trägt Humor, manchmal schwarz und bitterböse, zum Erfolg dieser Reihe bei. Daneben wird den Tafelfreuden inklusive Mehlspeisorgien gefrönt.  

Obwohl es zu Beginn ziemlich gemächlich zugeht, nimmt der Krimi schnell an Fahrt auf und entwickelt sich zu einer komplexen Geschichte, die in einem furiosen Showdown endet. 

Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Immer wieder blitzen Wiener Charme sowie das für Österreich typische „ein bisserl was geht immer“ durch. 

Mir ist Hofrat Ludwig Halb und sein Team ans Herz gewachsen. Ich freue mich schon auf einen nächsten Fall und hoffe, diesmal nicht so lange darauf warten zu müssen. 

Fazit: 

Gerne gebe ich diesem 5. Fall für Hofrat Magister Ludwig Halb, der mich bestens unterhalten hat, 5 Sterne.   

Kommentare: 3
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 26 Bibliotheken

von 12 Leser*innen aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks