Peter Wensierski

 4.3 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von Die verbotene Reise, Schläge im Namen des Herrn und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Peter Wensierski

Peter Wensierski, geboren 1954, begann seine Arbeit als Journalist 1979 mit Berichten und Reportagen aus der DDR. Er war damals der jüngste westliche Reisekorrespondent und schrieb für den SPIEGEL und andere Zeitungen. Als Dokumentarfilmer, Reporter und Buchautor berichtete er über die aufkommende Oppositionsbewegung. Seit 1993 arbeitet er beim SPIEGEL im Deutschlandressort. In seinem neuen Buch erzählt er 25 Jahre nach dem Mauerfall die bislang unbekannte Geschichte einer verbotenen Reise, die auch ein Generationenporträt ist.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Peter Wensierski

Cover des Buches Die verbotene Reise (ISBN:9783421046154)

Die verbotene Reise

 (12)
Erschienen am 03.03.2014
Cover des Buches Schläge im Namen des Herrn (ISBN:9783421047564)

Schläge im Namen des Herrn

 (7)
Erschienen am 18.04.2016
Cover des Buches Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution (ISBN:9783328103493)

Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution

 (2)
Erschienen am 14.01.2019
Cover des Buches Fenster zur Freiheit (ISBN:9783963111129)

Fenster zur Freiheit

 (0)
Erschienen am 01.01.2019

Neue Rezensionen zu Peter Wensierski

Neu

Rezension zu "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution" von Peter Wensierski

Blick hinter die Kulissen der Leipziger Revolution
HEIDIZvor 3 Jahren

Das Buch berichtet von der Rebellion vor der Wende aus Sicht junger Leipziger, die auf die Straße gingen ...
Man liest von den jungen Menschen, die einfach dieses Eingesperrtsein satt hatten, die in besetzten Häusern wohnten und in Hinterhöfen sich trafen. Sie diskutieren und halten mit ihrer Meinung nicht mehr hinter dem Berg. Sie provozieren und radikalisieren - sie treffen sich in der Nikolaikirche ... Sie erobern Leipzig und schließlich die DDR !!! Aktionen, wie Flugblattverteilungen, Filmaufnahmen usw. treiben sie voran und sie lassen sich auch von Stasi und Polizei nicht mehr stoppen.

Davon liest man auf einfache und lebendig zu lesende Art und Weise, man erinnert sich an diese Zeit und es macht wirklich Freude, diese Erinnerungen noch einmal wach und lebendig werden zu lassen. Die Atmosphäre damals wird noch einmal zum Leben erweckt.

Einführend bekommt man eine doppelseitige Karte mit den Orten in Leipzig, die im Buch thematisiert werden, so hat man einen guten Überblick. Kursiv gedruckt sind jeweils die authentischen Äußerungen und Zitate aus der damaligen Zeit. Es gibt außerdem eine Reihe von schwarz/weiß Abbildungen, die dem Buch beigefügt sind.

Im Glossar gibt es eine Auflistung von Begriffen mit entsprechenden Erläuerungen dazu und das Buch erzählt die Geschichte besagter junger Menschen vom Anfang des Jahres 1988 bis zum Sommer 1989 und im letzten Kapitel darüber hinaus.

Ein intensives zusammenfassendes und informatives Buch zur Thematik mit Blick hinter die Kulissen der damaligen Bewegung in Leipzig, mit Gefühlen und Gedanken dieser Menschen und mit den Infos zu den Auswirkungen.

Super geschrieben - lesenswert und informativ !!! 

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Rezension zu "Die verbotene Reise" von Peter Wensierski

Anders aber unbedingt Lesenswert!
Linatostvor 3 Jahren

Vorweg möchte ich sagen, dass dieses Buch nicht vier Sterne bekommen hat, weil es so mitreißend und schön geschrieben ist. Sondern weil ich finde, dass jeder lesen sollte wie es den Protagonisten, aus heutiger Sicht völlig durchschnittlichen Studenten, ergangen ist.

Die Geschichte erzählt von einem Pärchen, Anfang 20, das im Ost-Berlin des Jahres 1987 studiert. Auch wenn sie nicht grundlegend unzufrieden sind mit ihrem Land, stört sie doch die eingeschränkte Reise Freiheit. Zunehmend bekommt der männliche Protagonist, Jens, Probleme mit der Regierung, trotz allem lässt er sich nicht einschüchtern und erschleicht sich Visa für die Mongolei. Anhand der Umstände stellt sich dann irgendwann für beide die Frage: "Wiederkommen oder in die BRD ausreisen."

Zur Abwechslung lese ich immer mal ganz gern Reiseberichte. Dieses Buch ist in vielen Sachen anders. Als ich das Buch beim Stöbern in einer Buchhandlung entdeckte, dachte ich noch, dass dieses Buch von einer der beiden Reisenden verfasst wurde, ja ich weiß wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ebenfalls war ich erst davon ausgegangen, dass der Großteil dieses Buches von der Reise berichtet. Aber, Nein! Wer dies erwartet und hofft mehr von der Mongolei und China zu erfahren ist hier definitiv Falsch. Das Buch beginnt und endet mit der Beziehung der beiden. Ihre Lebensumstände, das gemeinsame Leben und das Milieu in dem sie Leben werden nacherzählt. Es hat mich wirklich sehr berührt, wie einem heute völlig durchschnittlicher Studenten, zu DDR Zeiten die ganze Zukunft verbaut wurde. Darum muss dieses Buch auch unbedingt gelesen werden!

Als die Reise endlich beginnt, ist das schmale Buch auch schon zur Hälfte rum. Wirklich nahe kommt man den beiden nicht. Sie hinterlassen einen Eindruck von flüchtigen Bekannten, von denen uns ein Freund, die neuesten Ereignisse berichtet. Wahrscheinlich war auch genau das die Absicht des Autors. Die zwischenmenschlichen Erzählungen sind erzählerisch eher schwach. Teilwiese wirken sie auch deplatziert. EIn paar Reiseanekdoten, die Ängste erwischt zu werden und auch ein bisschen von dem Leben der Menschen in den bereisten Ländern finden dennoch ihren Platz in dem Buch.

Ich habe es wirklich sehr genossen dieses Buch zu lesen. Ich hoffe noch mehr ähnliche Bücher zu finden. Für Tipps bin ich immer Dankbar!

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Rezension zu "Die verbotene Reise" von Peter Wensierski

Die verbotene Reise
manu62vor 6 Jahren

Kurzbeschreibung
Flucht auf Umwegen

Im Sommer 1987 wagen zwei junge Ostberliner aus dem Prenzlauer Berg das große Abenteuer: Bedrängt von den politischen Verhältnissen, fälschen sie eine Einladung und erhalten daraufhin ein Visum für Russland und die Mongolei, Sehnsuchtsorte der beiden Wildnisliebhaber. Aber ihr geheimes Ziel ist das für DDR-Bürger eigentlich unerreichbare China. Von Ulan Bator aus versuchen sie nach Peking zu gelangen, wo sie in der westdeutschen Botschaft Pässe für den Westen bekommen könnten. Mehrmals drohen sie, bei ihrer verbotenen Reise aufzufliegen, aber nach 10.000 Kilometern stehen sie tatsächlich vor dem Botschaftsgebäude. Und können sich doch nicht entscheiden, gemeinsam hineinzugehen ...

Produktinformation
• Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
• Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 2 (3. März 2014)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3421046158
• ISBN-13: 978-3421046154

Über den Autor 
Peter Wensierski, geboren 1954, begann seine Arbeit als Journalist 1979 mit Berichten und Reportagen aus der DDR. Er war damals der jüngste westliche Reisekorrespondent und schrieb für den SPIEGEL und andere Zeitungen. Als Dokumentarfilmer, Reporter und Buchautor berichtete er über die aufkommende Oppositionsbewegung. Seit 1993 arbeitet er beim SPIEGEL im Deutschlandressort. In seinem neuen Buch erzählt er 25 Jahre nach dem Mauerfall die bislang unbekannte Geschichte einer verbotenen Reise, die auch ein Generationenporträt ist.

Meine Meinung:
Dieses Buch schildert eine etwas andere Flucht aus der DDR in den Westen Deutschlands. Der Autor liefert gute Einblicke in das damalige Leben im Arbeiter- und Bauernstaat. Mit Raffinesse und dem Wissen über mögliche Schlupflöcher gelingt es Jens und Marie bis nach China zu reisen und den Fängen der Stasi fast komplett zu entkommen. Selbst die zuvor geplante Reise in die Mongolei war schließlich kein üblicher Urlaubsort für DDR-Bürger. 
Sachlich und dennoch sehr interessant schildert der Autor die Lebensform von Jens und Marie, die Enge, die speziell Jens umfängt und ihn immer mehr stört. Man kam die Stimmung gut nachempfinden. 
Das Buch ist eine gelungene Darstellung des Lebens auf der anderen Seite der Mauer und es hat Spaß gemacht, es zu lesen. Gefallen haben mir auch die abgedruckten Fotos, die Jens auf seinen verschiedenen Reisen gemacht hat. 

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