Peter Wilhelm

 4.2 Sterne bei 88 Bewertungen

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Rezension zu "Darf ich meine Oma selbst verbrennen?" von Peter Wilhelm

Sixt feet under
Filzblumevor 2 Jahren

Peter Wilhelm
Knaur-ebook
2011

Ein rundum witziges und informatives Buch zugleich. Der Leser bekommt wichtige Hinweise rund ums Sterben. Oder weis jemand was in einem Vorsorgeordner so alles sein sollte? Wie der Ablauf nach einem Todesfall ist? Welche Unterschiede gibt es zwischen den Bestattungsarten? Das wird an Beispielen gut erklärt, was die Angehörigen so alles bedenken müssen, wie der Bestatter, trotz der merkwürdigen Fragen auf die Belange eingeht.
Was ist zu tun, wenn man auf einem Bestatter verzichten will? Denn manche Kunden fragen da schon, wie der Titel schon sagt, sehr skurril.
Der Autor hat auf wirklich sehr geduldige, einfühlsame und witzige Weise den Berufsalltag des Bestatters in wahre Geschichten verpackt. Dies geschieht oft in einem Frage -Antwort- Dialog. Ferner sind die "Telefonate" zwischen Bestatter und Kunde Anekdoten, da habe ich mich wirklich weggeschmissen!
"Wie verhalte ich mich, wenn ich im Treppenhaus auf eine Leiche treffe?" oder "Kann ich die Knochen meines Opas haben?"

Mir hat das Buch gefallen, es ist für zwischendurch zum Lesen geeignet.  Ich habe mich gut unterhalten und auch einiges dazu gelernt.

 

 

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Yoyomauss avatar

Rezension zu "Darf ich meine Oma selbst verbrennen?" von Peter Wilhelm

Humorvoller einblick in das Leben eines Bestatters. 50 % ernste Themen, 50 % Galgenhumor.
Yoyomausvor 3 Jahren

Darf ich meine Oma selbst verbrennen? Was passiert bei einer Wasserbestattung? Habe ich Anspruch auf die Knochen meiner angehörigen, wenn das Grab aufgelöst wird, beziehungsweise, was passiert dann mit den Knochen? Darf ich mir meinen Sarg selbst bauen?

All diese Fragen und noch viel mehr werden in diesem kleinen Büchlein beantwortet. doch Obacht, es handelt sich hier bereits um den zweiten Teil - jedoch kann dieser getrost unabhängig von Teil 1 durch geschmökert werden. Humorvoll aber auch mit einer gewissen Ernsthaftigkeit betrachtet der Bestatter Peter Wilhelm seine Arbeit und die dinge, mit denen er täglich konfrontiert wird. So erfährt der Leser nicht nur wissenswerte Dinge über Seebestattungen, rechtliche Grundlagen und Hintergründe, nein, er bekommt auch den alltäglichen Wahnsinn eines Bestatters kennen. Denn, was ist für einen Bestatter zu tun, wenn die Grube nicht richtig ausgehoben wurde und der Sarg nicht hinabgesenkt werden kann? Was sind die Pflichten eines Bestatters und wie steht er selbst zu der Thematik des Todes. Während Fakten genau erläutert und dabei sehr nüchtern betrachtet werden, schiebt der Autor immer wieder E-Mails nach, die er von Lesern und Interessenten zugeschickt bekommt. Zwischen fachlich kompetenter Beratung und sarkastischen Antworten erkennt der Leser leicht, dass es nicht einfach ist, ein Bestatter zu sein....

Das Buch möchte ich allen empfehlen, die einen gesunden Humor haben, denn es gibt hier viel zu lachen. Man sollte schon mit Sarkasmus umgehen können, wenn man sich an dieses Büchlein wagt. Eine Portion schwarzer Humor dazu wäre auch nicht schlecht.

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pardens avatar

Rezension zu "Wer zu uns kommt, hat das Gröbste hinter sich" von Peter Wilhelm

Der flapsig formulierte Titel des Buches täuscht über die Ernsthaftigkeit des Inhaltes hinweg...
pardenvor 3 Jahren

DER FLAPSIG FORMULIERTE TITEL DES BUCHES TÄUSCHT ÜBER DIE ERNSTHAFTIGKEIT DES INHALTES HINWEG...

Wie organisiert man das würdige Begräbnis eines ehemaligen Bürgermeisters, wenn zwei verfeindete Ortsvereine um Vorrechte beim Leichenbegängnis streiten? Was tun, wenn Angehörige schon in der Aufbahrungshalle ums Erbe schachern? Peter Wilhelm weiß Rat. Aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Bestattungsgewerbe hat er schon so ziemlich alles erlebt. Mit einem guten Schuss Humor erzählt Wilhelm aus dem Alltag seines Trauerhilfe-Instituts und bietet amüsante und anrührende Blicke hinter die Kulissen.

Wenn man fast dreißig Jahre mit der Bestattungsbranche zu tun hat, davon viele Jahre als Inhaber eines eigenen Bestattungshauses, dann hat man so ziemlich alles erlebt. Das kann der Autor Peter Wilhelm jedenfalls von sich behaupten, und so hat er beschlossen, nun auch noch ein drittes Buch mit seinen Erlebnissen aus dieser Branche zu veröffentlichen. Während er in 'Darf ich meine Oma selbst verbrennen?' meist auf humorvolle Weise zahlreiche Fragen rund um den Tod beantwortet hat, erzählt Wilhelm hier von besonderen Ereignissen, die ihm in eindrücklicher Erinnerung geblieben sind.

Peter Wilhelm ist seit über 30 Jahren im Bestattungsgewerbe tätig. Als 'Tom, der Undertaker' betreibt er seit 2007 den preisgekrönten 'Bestatterweblog' und gewährt humorvolle Einblicke in seinen ungewöhnlichen Arbeitsalltag. Doch hier täuscht der flapsig formulierte Haupttitel des Buches über die Ernsthaftigkeit des Inhaltes hinweg.

Natürlich erfährt der Leser auf durchaus unterhaltsame Weise auch wieder Wissenswertes rund um das Thema Bestattungen - so wusste ich beispielsweise nocht nichts von einem Schleifenprotokoll, das mit dem Verzeichnen des Textes der Schleife, der Sorte und Farbe der Blumen, ggf. Foto und Nummer, die sich dann auch auf einem möglicherweise beigefügen Umschlag befindet, dabei hilft, dass die Angehörigen nach der Trauerfeier alles richtig zuordnen können.

Vor allem aber geht es hier um die Hinterbliebenen, diejenigen, mit denen der Bestatter es zu tun bekommt, wenn es darum geht, eine Beerdigung zu organisieren. Von diesen Begegnungen erzählt Peter Wilhelm hier, von skurrilen, schwierigen, bewegenden Situationen. Da, wo Angehörige vor allem den Geltungsdrang ihrer eigenen Person zu unterstreichen versuchen, Unmögliches verlangen, sich über die Wünsche des Verstorbenen oder anderer Angehöriger hinwegsetzen, greift der Autor durchaus einmal zu einer etwas schärferen Wortwahl. Andererseits präsentiert Wilhelm hier auch tragische und bewegende Situationen und beweist dabei oftmals eine ausgesprochene Sensibilität, die über eine distanzierte Professionalität weit hinausgeht.


"Natürlich ist es schwer, jemanden zu bestatten, den man gekannt hat. Es fehlt die notwendige Distanz, die diesen Job überhaupt erst erträglich und machbar werden lässt. Aber das berufliche Tun wird dadurch auch auf besondere Weise geadelt. Alles, was man macht, die Handgriffe, die man erledigt, bekommen einen neuen Sinn und man spürt ganz deutlich, dass es letzten Endes ein Liebesdienst ist, den man einem Menschen erweist. Daraus kann man dann auch wieder die Kraft und Nähe schöpfen, die man benötigt, um fremde Menschen nicht nur als tote Sachen zu sehen."


Skurriles und Bewegendes wird hier auf unterhaltsame Weise präsentiert, und fast schon nebenbei erfährt der Leser interessante Informationen aus dem Bestatterwesen. Skurril, bewegend humorvoll - eine angenehme Mischung, die auch dazu geeignet ist, Berührungsängste mit dem Thema 'Tod' zu verringern. Klasse!



© Parden

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