Peter Wohlleben , Margret Schneevoigt Die Gefühle der Tiere

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Inhaltsangabe zu „Die Gefühle der Tiere“ von Peter Wohlleben

Sind frei laufende Hühner glücklich? Wovon träumen Fruchtfliegen und Hunde? Welches Zeitgefühl hat ein Schmetterling? Peter Wohlleben schreibt kurzweilig über Gefühlsleben, Intelligenz und Bewusstsein der Tiere und fordert, ganz ohne erhobenen Zeigefinger, zu ethischem Handeln auf. Dabei macht er wenig Unterschiede zwischen liebenswerten Hunden, Milch gebenden Ziegen oder lästigen Fliegen. Und er scheut sich nicht, Parallelen zu menschlichen Gefühlen zu ziehen und provokante Thesen zu vertreten. Seine Ansichten zu Liebe, Mitgefühl, Trauer und Schmerz bei Tieren belegt der Autor anhand aufsehenerregender Studien von Verhaltensforschern und Biologen, aber auch durch viele Beobachtungen der Wildtiere im Eifeler Forst und seiner eigenen Haustiere.
Das Buch räumt mit Vorurteilen über böse Wölfe, ängstliche Hasen oder blöde Ziegen auf und regt vor allem zum Nachdenken über die Konsequenzen unseres alltäglichen Handels an. Seite für Seite wird dabei immer klarer, warum ein achtsamer Umgang mit unseren Mitgeschöpfen auch uns Menschen glücklich macht.

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    Die Gefühle der Tiere

    katze102

    06. November 2015 um 11:44

    In „Die Gefühle der Tiere“ beleuchtet Peter Wohlleben viele Aspekte, die uns vom Tier unterscheiden könnten, aber ganz sicher nicht müssen: Empfinden die Tiere auch Spaß am Sex, Liebe, Trauer, Glück, Freude und Empatie, träumen sie und wie gehen sie mit dem Tod um? Sicher ist, dass man all dieses nicht ausschließen kann und, wenn man die Tiere betrachtet eher zu der Erkenntnis gelangt, dass sie all dieses auch erleben, vielleicht etwas anders als wir Menschen, aber wer weiß das schon... Anhand von vielen Beispielen aus dem Tierreich, z.B. staatenbildender Völker beleuchtet Peter Wohlleben Themen wie gezähmte Emotionen, Spiritualität und religiöses Empfinden, aber auch Überlegungen über Körperhygiene, Traditionen und Symbiosen zwischen Mensch und Tier kommen nicht zu kurz. Einen Bogen spannt Peter Wohlleben auch zu den Pflanzen und stellt Vergleiche an, die er in seinem Buch „Bäume verstehen“ noch viel ausführlicher behandelt. Es folgen Überlegungen, welche Züchtungen sinnvoll waren, welche Tierhaltung vertretbar ist und, ob es eindeutig verwerflich ist, tierische Produkte zu nutzen inkl. Tiere zu essen. Ich fand es sehr interessant seine Überlegungen dazu zu lesen, aber, wie bei so vielem anderen auch, gibt es auch hier keine wirkliche Patentlösung, die alle glücklich machen kann. Ein für mich ganz besonderer und neuer Aspekt war die Betrachtung der Religiösität unter Berücksichtigung der linken Schläfenlappen, die eine körperliche Veranlagung zur Religiösität beinhalten sollen; in diesem Zusammenhang fand ich die Erklärung von religiösen Visionen bei Temporallappenepilepsie ( TLE) äußerst interessant. Und auch in diesem Buch gibt es wieder ein zusätzliches Unterthema, das auf einzelnen Seiten im Buch, quasi parallel zum Buch, abgehandelt wird; in diesem Buch werden alte Redewendungen und Vorurteile über Tiere unte die Lupe genommen: der schlaue Fuchs, die fleißige Biene, der ängstliche Hase.... Was ist dran an diesen alten Sichtweisen? Fazit: Im Laufe des Buches stellt Peter Wohlleben manche provokante These auf, erklärt und beleuchtet leicht verständlich viele verschiedene Aspekte und gibt dem Leser eine gute Hilfe in die Hand, seine Position zu überdenken und für sich selber Strategien und Grenzen zu erkennen, über Respekt und Achtsamkeit gegenüber Tieren ( nicht nur den niedlichen) nachzudenken und sein Verhalten entsprechend zu ändern.

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