Peter Zimmermann

 4 Sterne bei 12 Bewertungen

Lebenslauf von Peter Zimmermann

Peter Zimmermann, geboren 1972, wuchs in Nidwalden auf. Er promovierte in Philosophie und arbeitet als Fachdidaktiker an der Universität Freiburg. Ab 2016 veröffentlichte er Kurzprosa in diversen Literaturzeitschriften, 2020 erschien sein erster Roman »Was der Igel weiß«. Sein Schaffen wurde mehrfach ausgezeichnet, für die Totentanz-Geschichte »Glanzmann muss gehen« erhielt er 2019 den Irseer Pegasus. Peter Zimmermann lebt in Bern.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Halt mir nur still (ISBN: 9783906907499)

Halt mir nur still

Neu erschienen am 01.09.2021 als Hardcover bei edition bücherlese.

Alle Bücher von Peter Zimmermann

Cover des Buches Was der Igel weiß (ISBN: 9783906907314)

Was der Igel weiß

 (9)
Erschienen am 02.03.2020
Cover des Buches Stille (ISBN: 9783905951233)

Stille

 (1)
Erschienen am 07.10.2013
Cover des Buches Franz Roeckle (ISBN: 9783775740890)

Franz Roeckle

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Erschienen am 11.01.2016
Cover des Buches Corona 2021 (ISBN: 9783752645002)

Corona 2021

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Erschienen am 20.11.2020
Cover des Buches Die Nacht hinter den Wäldern (ISBN: 9783216305251)

Die Nacht hinter den Wäldern

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Erschienen am 27.07.2000
Cover des Buches ... und glauben, es wäre die Liebe (ISBN: 9783902950963)

... und glauben, es wäre die Liebe

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Erschienen am 27.03.2017
Cover des Buches Schule des Scheiterns (ISBN: 9783707602807)

Schule des Scheiterns

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Erschienen am 25.08.2008

Neue Rezensionen zu Peter Zimmermann

Cover des Buches Was der Igel weiß (ISBN: 9783906907314)Bianca_Kabuss avatar

Rezension zu "Was der Igel weiß" von Peter Zimmermann

Wie gehen wir miteinander um?
Bianca_Kabusvor einem Jahr

Im Buch geht es um Freundschaften und Tierethik. Nach vielen Jahren treffen sich, Tom und Patrick, 2 alte Schulfreunde wieder. Sie verbringen ihre Zeit in einem Imbiss um die Ecke zusammen. hier sprechen sie über Vergangenes und wie ihre jetzige Lebenssituation gerade ist.
Zurückblickend geht es im Roman um die Schulzeit und ihre Freundschaften. Ihre ersten Erlebnisse und ihre erste Liebe. Was haben Sie miteinander erlebt. 


Tom ist Vegetarier geworden. Er ist in einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Patricks Elternhaus war besser gestellt.
Sie waren ganz normale Teenager. Zusammen hatte sie viel erlebt.
Eine Geschichte wie im normalen Leben. sie wird flüssig erzählt man kann den Figuren folgen und sich in die jeweilige Situation hineinversetzen. Eine Geschichte mit Tiefgang. Viele Situationen stimmen nachdenklich. Für Menschen die sich dem Schutz der Tiere verschrieben haben unbedingt lesenswert.

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Cover des Buches Was der Igel weiß (ISBN: 9783906907314)mabuereles avatar

Rezension zu "Was der Igel weiß" von Peter Zimmermann

Die Suche nach dem Weg ins Leben
mabuerelevor einem Jahr

„...Es gibt ein Gesetz, das alles zusammenhält. Das die Erscheinungen strukturiert. Das alles durchwebt. Dem bin ich auf der Spur. Der Fuchs weiß viele Dinge. Doch der Igel weiß die eine große Sache...“


Tom lebt in Bern. Er hat eine Nachricht bekommen und wartet nun auf Patrick. Der lebt in London und ist zur Beerdigung seiner Mutter erschienen. Tom und Patrick haben sich viele Jahre nicht gesehen. Die Begegnung ist eigenartig. Ein Geheimnis überschattet ihr Wiedersehen. Und wenige Worte machen deutlich, dass keiner von ihnen das erreicht hat, von dem sie in ihrer Jugend träumten. Warum nicht? Was war geschehen?

Der Autor hat einen spannenden Jugendroman geschrieben, wobei ich mir nicht einmal sicher bin, ob das Buch als Jugendroman gedacht ist. Doch außer der Rahmenhandlung spielt die Geschichte in den Jugendjahren der Protagonisten. Tom erzählt, was damals geschah.

Der Schriftstil ist abwechslungsreich. Er spiegelt die Befindlichkeiten der jungen Leute gut wider.

Tom fällt schon in der Schule durch sein empathisches Verhalten auf. Er hilft Schwächeren. Das gefällt manch Mitschüler gar nicht. Einer aber wendet sich ihm zu. Das ist Patrick. An den traut sich keiner in der Klasse ran.


„...Patrick streckte mir die Hand entgegen und zog mich hoch. Sie fühlte sich gut an, groß und kräftig, wie die eines Erwachsenen...“


Zwischen den Jungen entwickelt sich eine Freundschaft, obwohl beide aus unterschiedlichen Milieu kommen und in wesentlichen Punkten nicht der gleichen Meinung sind. Natürlich sind auch Mädchen ein Thema. Das folgende Zitat zeigt, dass der Autor die Sprache der Altersgruppe der 15 und 16jährigen beherrscht:


„...Die tut, als wäre sie gleichzeitig Model und Genie. Dabei ist sie nicht gerade die hellste Laterne im Umzug, wenn du mich fragst...“


Anfangs ist Patrick derjenige, der das Sagen bei. Bei beiden aber wird deutlich, dass sie auf der Suche sind, auf der Suche nach ihrem Weg ins Leben. Und beide wollen auf keinen Fall so leben wie ihre Altvorderen.

Als sich Tom Jasmin zuwendet, die sich für Tierschutz einsetzt, bekommt die Freundschaft erste Risse. Plötzlich sind ihm anderen Dinge wichtig als die Unternehmungen mit Patrick.

Im Roman wird auf die prekäre Situation in der Tierhaltung aufmerksam gemacht. Wie Jasmin das allerdings macht, führt zu Widerspruch, denn es ist ziemlich heftig.

Bei den Tierschützern herrscht ebenfalls keine Einigkeit. Einige haben hohe moralische Ideale.


„...Wer eine Aktion durchführt, ist Teil der Bewegung. Die Bewegung ist gewaltfrei. Punkt...“


Sachbeschädigung scheint aber nicht unter Gewalt zu fallen. Und wie verhält man sich, wen Gewaltlosigkeit und Einschaltung der Behörden zu keinem Ergebnis führt? Es ist jugendlicher Leichtsinn, der Patrick und Tom für Jahrzehnte trennt und ihren Lebenswegen neue Richtungen gibt. Und es geht um Schuld und Verantwortung.

Zu den besonderen Szenen gehört die Begegnung von Tom mit seinem Onkel Bruno. Der ist ein Freigeist. Von ihm stammt das Eingangszitat.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt, wie eine Fehlentscheidung das ganze Leben prägt.

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Cover des Buches Was der Igel weiß (ISBN: 9783906907314)Leselupe2gos avatar

Rezension zu "Was der Igel weiß" von Peter Zimmermann

Ich will auch wissen, was der Igel weiß!
Leselupe2govor einem Jahr

Siehe auch mein Video auf Youtube


Wegen der Beerdigung seiner Mutter kehrt Patrick nach 25 Jahren in die Schweiz zurück und besucht Tom, seinen besten Freund aus der Gymnasialzeit. Die beiden hätten sich viel zu erzählen, doch etwas Unausgesprochenes lauert zwischen ihnen. Es führt uns zurück in ihre gemeinsame Schulzeit, an den Beginn ihrer Freundschaft bis hin zu deren tragischem Ende.


Erzählt wird uns der Roman aus Toms Sicht, teilweise im Hier und Jetzt, die meisten Abschnitte des Buches jedoch befassen sich mit der Vergangenheit, mit der Schulzeit.


Die Geschichte der beiden Freunde ereignet sich im Kanton Nidwalden in der Schweiz. Sie treffen in einem christlichen Gymnasium aufeinander und zwischen ihnen entwickelt sich eine Freundschaft, die vor allem Toms Leben stark verändert. Durch den attraktiven, allseits beliebten Patrick gerät er in ganz neue Gesellschaftskreise. Gemeinsam besetzen sie die Rohbauten Nidwaldens, hängen in der Disco ab oder handeln vor Konzerten mit Tickets.


Tom ist ein eher mittelmäßiger Mensch und hält sich gerne im Hintergrund. Er tut sich schwer damit, Stellung zu beziehen und mit Überzeugung für etwas einzustehen, schafft es aber doch immer wieder, sich kurzfristig als Held zu zeigen, auch wenn er sich nicht sicher ist, das Richtige zu tun. Um das Mädchen Jasmin zu beeindrucken, muss er seine wenig reflektierten Vorstellungen von der Welt überdenken, denn sie ist Anhängerin der “Straight Edge”-Philosophie. Sie trinkt keinen Alkohol, raucht nicht, ist nicht an Sex interessiert, lebt vegan und setzt sich aktivistisch für Tierrechte ein. Tom hat sich darüber bislang noch keine Gedanken gemacht und saugt Jasmins Weisheiten in sich auf. Durch seine Erfahrungen in einer Fleischverpackungsfabrik, den schrecklichen Szenen in einem heruntergekommenen Schweinestall und nicht zuletzt durch den Einfluss seines Onkels Bruno, wird aus ihm ein überzeugter Vegetarier.


Peter Zimmermann beschäftigt sich in diesem Buch mit den Themen Tierethik, Freundschaft und dem Glauben an moralische Ideale.


Die Darstellung der Grausamkeiten, zu denen es in der Tierhaltung kommen kann und dem daraus resultierenden Tierleid sind mir sehr nahe gegangen, und wenn ich nicht bereits Vegetarierin wäre, hätte mich diese Geschichte vielleicht dazu animiert, diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen.


Den Aktivismus gegen dieses Tierleid erleben wir hier aufgrund der beteiligten Charaktere teils als moralisches Grundbedürfnis, teils jedoch auch etwas selbstverherrlichend. Nichts desto trotz begegnen uns hier junge Menschen, die nach der Erkenntnis ihrer moralischen Werte auch bereit sind, sich für diese einzusetzen und so einiges zu riskieren.


Wir erleben auch, wie schwierig es ist, eine Freundschaft am Leben zu erhalten, wenn sich veränderte Wertvorstellungen dazwischenschieben und sich die Freunde emotional auch an andere binden. Es ist gerade für Jugendfreunde eine enorme Herausforderung, die begonnene Beziehung weiterzuentwickeln und zu verändern, sodass sie zu den sich verändernden Menschen passen kann und man sich nicht auseinanderlebt.


Der Schreibstil ist sehr direkt und kurz angebunden. Die Sätze sind klar strukturiert und aussagekräftig, kein langes drumherum, der Autor kommt stets direkt auf den Punkt. Das Buch ist daher sehr schnell und flüssig zu lesen und schaffte es aber gleichzeitig, die Charaktere in ihren unterschiedlichen Gefühlslagen sehr gut darzustellen. Der Autor hat die Personen sehr realistisch beschrieben, mit ihren Stärken und Schwächen und sie zu echten Menschen werden lassen, denen ich gerne auf diese Reise in eine verhängnisvolle Vergangenheit gefolgt bin.


Obwohl mir der Einstieg in den Roman aufgrund des merkwürdigen Verhaltens der beiden Hauptfiguren etwas schwer gefallen ist, hat mich die Geschichte dann schon bald sehr gefesselt und meiner Meinung nach die angesprochenen Themen auf eine Art aufgearbeitet, die vielen Leser auf gewisse Weise zu denken geben wird. 

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