Peter van den Ende

 4,8 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor*in von Treiben lassen.

Lebenslauf von Peter van den Ende

Peter Van den Ende wurde in Antwerpen geboren und zog nach einem abgebrochenen Biologiestudium auf die Kaimaninseln in der Karibik. Dort führte er Touristen durch die Korallenriffe und Mangrovenwälder, deren Wunder ihn zu den Wesen in Treiben lassen inspirierten.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Peter van den Ende

Cover des Buches Treiben lassen (ISBN: 9783848901913)

Treiben lassen

 (5)
Erschienen am 16.07.2020

Neue Rezensionen zu Peter van den Ende

Cover des Buches Treiben lassen (ISBN: 9783848901913)
M

Rezension zu "Treiben lassen" von Peter van den Ende

Treiben lassen
Mitherzundbauchvor 2 Jahren

An einem Segelschiff wird ein Papierboot gefaltet und dann aufs Meer gesetzt. Es beginnt eine unglaubliche und phantastische Reise durch die Welt und irgendwie auch darüber hinaus. Zu Beginn wird es von zahlreichen Möven begleitet. Die ersten Meeresbewohner werden auf das Papierboot aufmerksam und beäugen es neugierig. Je weiter die Reise des kleinen Boots voranschreitet, desto unwirklicher und ausgefallener werden die Begegnungen. 

Ganz in schwarz-weiß gehalten ist jedes einzelne Bild von unglaublicher Intensität und meist nicht mit einem Blick zu erfassen. Wir müssen uns Zeit nehmen, um ganz eintauchen zu können in dieses ganz besondere Buch. Das Ende finde ich auch sehr gut gelungen, verrate es hier aber nicht. 


Die Bilder in diesem Buch erzeugen eine besondere Stimmung bei uns. Am ehesten kann ich sie mit dem Wort „Spannung“ beschreiben. Man weiß nicht, was einen auf der nächsten Seite erwartet, nicht selten wird man überrascht. Die Reise des Papierboots mag gewöhnlich beginnen, wird dann aber schon sehr bald extrem außergewöhnlich und mystisch. Es trifft auf bekannte und völlig neuartige Unterwasserwesen und erlebt viele Abenteuer, bis es in der Stadt ankommt. Meine Tochter kann die Bilder noch nicht immer einordnen, schaut das Buch aber gern an und staunt über das, was sie sieht. Wir schauen es nicht in einem Rutsch an, sondern immer nur ein paar Seiten auf einmal, weil es wirklich sehr viel zu entdecken gibt. Dadurch, dass das Buch ohne Text ist, gibt es einfach noch mehr als sonst zu erzählen.


Dieses Buch gefällt mir sehr, weil es anders ist als andere Bücher, weil es phantastische Elemente enthält, einen sehr besonderen Illustrationsstil hat, Neugierde weckt, mich rätseln lässt und uns gut unterhält. 


Empfehlen können wir es allen Entdeckern ab etwa 7-9 Jahren. Es kommt meiner Meinung nach sehr auf das Kind an.

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Cover des Buches Treiben lassen (ISBN: 9783848901913)
Zeilentaenzers avatar

Rezension zu "Treiben lassen" von Peter van den Ende

Beeindruckende Fantasiereise
Zeilentaenzervor 2 Jahren

Worum es geht

An Bord eines Segelschiffes wird ein Papierboot gefaltet und anschließend dem Meer übergeben. Dort bleibt es allein auf dem Wasser zurück und eine lange und aufregende Reise beginnt.

Meine Meinung

Ganz ohne Worte kommt dieses Buch aus und es besitzt allein durch seine imposanten Bilder eine große Aussagekraft. Dem Schriftsteller ist mit seinen Bildern ein besonderes Kunstwerk gelungen, das neben der Schönheit der Meere auch auf Umweltverschmutzung und die Ausbeutung der Meere aufmerksam macht. Jedes der großformatigen Bilder ist farblos gestaltet, wirkt jedoch deshalb nicht weniger lebendig. Da Peter van den Ende in der Karibik lebt und dort selbst Touristen durch die Korallenriffe führt, lässt sich »Treiben lassen« als Liebeserklärung an sein Leben auf den Kaimaninseln verstehen. Mich haben die Bilder sehr berühren können. Das kleine Papierschiffchen, das sich auf die Reise über die Meere macht und dort an den verschiedensten Orten landet, symbolisiert hier womöglich die Schönheit und Grausamkeit des Lebens. Das Buch stellt Fragen und regt zum Nachdenken an, es löst Meereslust und Erstaunen aus. Eine wunderbare Erfahrung.

Eine intensive Fantasiegeschichte für jedes Alter, die vom Meer träumen lässt und in seinen Betrachtern das Fernweh weckt.

Ich danke dem Thienemann-Esslinger-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Cover des Buches Treiben lassen (ISBN: 9783848901913)
EmmyLs avatar

Rezension zu "Treiben lassen" von Peter van den Ende

Eine inspirierende visuelle Fantasiereise
EmmyLvor 2 Jahren

Ein sorgfältig gefaltetes Papierschiffchen wird mitten auf dem Ozean ins Wasser gesetzt. Begleitet von zahlreichen Möwen schaukelt das winzige Papierboot im strahlenden Sonnenschein sanft über die Wellen. Angezogen von dem leuchtend weißen Papier bestaunen die unterschiedlichsten Meeresbewohner das treibende Objekt und beobachten es skeptisch oder neugierig. Seite für Seite verändern sich Flora und Fauna. Je tiefer das Boot in die unendlich anmutenden Weiten des Ozeans vordringt umso mystischer werden die Wesen welche sich in den Schatten verbergen. Neben beeindruckenden Naturschauspielen, neugierigen Meeresbewohnern und geheimnisvollen Wesen erlebt das Papierboot aber auch gefährliche Abenteuer. 

Dem Autor ist es gelungen nicht nur die Einzigartigkeit der Ozeane perfekt in Szene zu setzen, sondern auch Umweltverschmutzung und Ausbeutung der Meere bildlich festzuhalten. So begegnen dem winzigen Boot riesige Stahlschiffe, welche die Wellen unter dichten, schwarzen Abgaswolken durchpflügen, an ihren seitlichen Auslegern hängen lange Netze prall gefüllt mit Fischen. Etwas später treibt das Papierschiffchen auf schwarzem Wasser, umgeben von toten Fischen und vom Himmel fallenden, sterbenden Möwen auf eine Bohrinsel zu, aus deren Schornsteinen undurchdringliche schwarze Rauchwolken aufsteigen. Sandbänke voller Wohlstandsmüll, Schrottberge unter Wasser stehen im krassen Gegensatz zu lumineszierenden Quallen oder der strahlenden Schönheit von Nordlichtern.

Am Ende treibt das Boot in einen ruhigen Hafen und legt an einer Mauer an. Aus den Tiefen des weißen Papiers materialisiert sich langsam ein geheimnisvoller Passagier.

In den beeindruckenden Illustrationen wird eine interessante Geschichte ganz ohne vorgegebene Worte erzählt. So sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und jeder kann sich durch seine eigene Geschichte treiben lassen.

Die Bildergeschichte beginnt und endet in den Umschlagsseiten. In der vorderen Umschlagseite findet man doppelseitig und vollflächig eine angeschnittene Weltkarte. Der Punkt an welchem das Papierboot ausgesetzt wird ist deutlich mit einem Schiffchen markiert. Auf der hinteren Umschlagseite findet sich die gleiche Karte, allerdings wurde hier der Weg des Bootes über die Ozeane mit einer gepunkteten Linie gekennzeichnet. Einige Reisebekanntschaften bzw. –stationen wurden ebenfalls mit kleinen Bildern festgehalten. Mit den Karten findet man sehr schnell einen Gesprächseinstieg beim Vorlesen oder Präsentieren des Buches.

Dieses bemerkenswerte Werk eignet sich sehr gut für den Einsatz im Unterricht z.B. als Inspiration in Kunst, Gesprächsanlass in Ethik oder als Grundlage für freies Erzählen in Deutsch.

Das Buch mit seinen beeindruckenden schwarz-weißen Illustrationen ist ein grafisches Gesamtkunstwerk und für alle Liebhaber visueller Fantasiereisen sehr zu empfehlen. 

Kommentare: 13
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