Céleste

von Peter von Becker 
4,0 Sterne bei3 Bewertungen
Céleste
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Bibliomanias avatar

Hm, das war für mich ein wenig langweilig und hatte in meinen Augen zu wenig mit Céleste zu tun.

Alle 3 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Céleste"

Es sind die Nachwehen des 20. Jahrhunderts und die Vorzeichen einer neuen Zeitenwende: 2013 ist das Jahr der rätselhaften Entführung des menschenscheuen
Erfolgsschriftstellers Jonas Hecker auf einer Insel im Süden Italiens, es ist der letzte Sommer der aus Korsika stammenden Jahrhundertkünstlerin Céleste und das Schicksalsjahr für die Berliner Fotografin Marie Bach und ihren Freund, den Philosophen Julius Seelenberg. Im Zentrum des Romans, der fünf Geschichten spannungsvoll verknüpft und von Europa bis nach Japan reicht,
steht die 99-jährige Céleste Salvatori: eine Königin der Kunstszene, die während des Zweiten Weltkriegs in der französischen Résistance kämpfte und deren Leben ein tödliches Geheimnis birgt. Auf dem Weg zum bestürzenden,
brillant erdachten Finale, geht es um die Vieldeutigkeit der Wahrnehmung, um Blendung und Verirrung – in der Kunst, im Leben und in der Liebe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783866482777
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:mareverlag
Erscheinungsdatum:29.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne2
  • 4 Sterne0
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hm, das war für mich ein wenig langweilig und hatte in meinen Augen zu wenig mit Céleste zu tun.
    Céleste

    Schade, dass Céleste, so wie auch der Titel lautet, so wenig vorkommt. Es sind mehr oder weniger fünf völlig unabhängig voneinander erzählte Geschichten, die in irgendeinem Punkt eine Verbindung zu einer anderen Geschichte haben. Grundsätzlich mag ich das: Verschiedene Erzählstränge, die dann irgendwie zusammenlaufen. Aber hier war es mir einfach zu wenig. Mir reicht es nicht, wenn ein Paar irgendeinen Künstler besucht, der dann zufällig eine Konstruktion der Künstlerin Céleste hängen hat. Und damm hören die Verbindungen auch schon auf. Da schwebt dann für mich auch nicht diese angeblich exzentrische Künstlerin über allem. Für mich war das ganze auch weniger ein Roman, eher Geschichten, die an einer Stelle einen Berührungspunkt hatten. Jede Geschichte für sich genommen ist eigentlich recht interessant und könnte einen eigenen Roman darstellen, oder aber am Ende gibt es wirklich DIE Auflösung, auf die ich noch lange gehofft hatte, die sich aber leider nicht einstellte. Trotz Kürze hatte ich dadurch leider auch immer mal wieder einige Längen, in denen ich mit meinen Gedanken abschweifte.
    Mare hat immer so schöne Bücher, so hochwertig gemacht, mit Lesebändchen und mit dem weißen Streifen am unteren Rand einen schönen Wiedererkennungswert. Doch dieses Mal konnte mich die Geschichte nicht überzeugen.

    Kommentieren0
    35
    Teilen
    serendipity3012s avatar
    serendipity3012vor einem Jahr
    Alles fließt

    Alles fließt 

    Die angesehene Künstlerin Céleste steht kurz vor ihrem 100. Geburtstag, als sie dem Anwalt Edvard, den sie von früher kennt, eine Email sendet, in der sie darum bittet, ihn sehen zu dürfen. Alles Weitere bespricht Célestes Tochter Benedictine mit ihm. Mit ihr hat Edvard eine romantische Vergangenheit. Céleste möchte Edvard etwas erzählen, ja, es ist so etwas wie eine Beichte, die sie ablegen möchte, da sie spürt, dass ihr Lebensende nah ist.

    In Peter von Beckers schmalem Roman „Céleste“ ist die Episode um sie, die daher nur folgerichtig im Titel steht, die zentrale Begebenheit. Er umfasst insgesamt fünf Episoden um fünf Protagonisten, die auf den ersten Blick nichts oder nur wenig miteinander zu tun haben. Wir befinden uns im Jahr 2013, wobei der Aufbau in Beckers Roman nicht chronologisch ist.

    Außerdem lesen wir von dem Autor Jonas Hecker, der gegen seinen Willen auf einer italienischen Insel festgehalten wird und über dessen Verbleib der Allgemeinheit nichts bekannt ist. Wir lernen den Kulturreferent der Deutschen Botschaft in Rom kennen, der nach einem Schicksalsschlag vor einiger Zeit nun während eines Ausflugs eine ungewöhnliche Begegnung mit einer jungen Frau macht. Der Philosoph Julius Seelenberg schließlich erhält eine Einladung nach Sylt, wo er aus seinem aktuellen Buch lesen soll – auch er lernt unerwartet jemanden kennen. Schlussendlich ist es in der letzten Episode dieser Seelenberg, der mit seiner Freundin eine schicksalhafte Reise nach Tokio unternehmen wird.

    Peter von Becker verflicht diese Episoden sehr gekonnt miteinander. Lesen sie sich zu Beginn noch sehr für sich, sehr isoliert von einander, so spürt man während der Lektüre mehr und mehr, wie sie – wenn auch oft nur sehr zaghaft und wie nebenbei – ineinander greifen. Es ist, als würden die Grenzen der einzelnen Begebenheiten mehr und mehr zerfließen, so dass sie immer weniger sichtbar sind.

    Gemeinsamkeiten zwischen den Protagonisten zeigen sich dabei früh: Fast alle sind in irgendeiner Form Künstler, Schriftsteller. Und sie sind Reisende: In von Beckers Roman werden oft die Orte gewechselt, kaum etwas von Bedeutung spielt sich dort ab, wo die Protagonisten leben. Wir befinden uns stets ein wenig abseits des Alltags. Geschildert werden dabei (Wieder-)Begegnungen. Und je weiter man gelesen hat, umso deutlich zeigt sich, wie alles fließt und ineinander greift, spätestens wenn die eigentlich für sich stehenden Episoden sich dann mal zaghaft, mal deutlicher berühren.

    Peter von Becker erzählt all dies in einer sehr leichten Art und Weise, so dass der schnell lesbare Roman seine Tiefe vielleicht nicht sofort offenbart. Wie gut alles miteinander verflochten ist, wie geschickt konstruiert „Céleste“ ist, bemerkt man so erst auf den zweiten Blick.

    Viel mehr gibt es zu diesem wunderbaren, sehr feinen Roman eigentlich nicht zu sagen. Von Becker zeigt uns auf unterhaltsame, teils nachdenkliche Weise einen Ausschnitt Leben. Er hat ein lebendiges, lebenskluges Buch geschrieben, das ich sehr gern gelesen habe.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Frau_Hemingways avatar
    Frau_Hemingwayvor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks