Peter von Matt Die Intrige

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Inhaltsangabe zu „Die Intrige“ von Peter von Matt

Intrigen gehören zu unserer Zivilisation

Seit Adam und Eva gehören Intrigen zu unserer Zivilisation. Mit souveränder Leichtigkeit führt uns Peter von Matt ihre zahlreichen Facetten anhand von wunderbaren Beispielen aus der Weltliteratur vor: das Kuckucksei und das Trojanische Pferd, Lady Macbeth, der durchtriebene Fuchs, Mr. Ripley und viele mehr. Es geht um die Täter, ihre Helfer und die Opfer, das Wesen der Intrige und das ihres Hauptakteurs: des Menschen.

"Also", fagte der Fuchs, "ist jede Lüge sittlich schlecht?"

— Joachim_Tiele

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    Die Intrige

    Joachim_Tiele

    10. November 2015 um 16:13

    Was erwartet man von einem Buch mit dem Titel "Die Intrige" und dem Untertitel "Theorie und Praxis der Hinterlist"? Einen psychologischen Ratgeber? Die Praxisanleitung zu einem erfolgreichen Leben im Angesicht einer schlechten Welt? Dies alles darf man hier erwarten und noch viel mehr. Das Werk ist kein "Sachbuch" im üblichen Sinne, sondern es ist tatsächlich ein wissenschaftliches Buch; allein das Inhaltsverzeichnis umfasst elf Seiten, am Ende stehen eindrucksvolle 615 Fußnoten, und das nur zehn Spalten umfassende Namensregister wirkt dann schon fast wieder harmlos... Es ist verblüffend, wenn man, nachdem man schon einige Seiten gelesen hat und sich die Biografie des Verfassers etwas näher ansieht, feststellt, dass es ein literaturwissenschaftliches Werk ist... Mit List und Hinterlist führt der Verfasser in sein Thema ein. Er spricht von Blumen, die Insekten nachahmen, und von Insekten, die Blumen nachahmen, beschreibt das trickreiche Brutverhalten des Kuckucks, der, wie man weiß, seine Jungen nicht selbst ausbrütet, und landet, vermittelt über die Vogelschau altgriechicher Priester, bei Odysseus, dem Listigen, und ist mitten drin in beiden Themen, dem der List und dem der Literatur. Obwohl jedermann weiß, dass der Kuckuck seine Nachkommen von fremden Eltern aufziehen lässt, und das Trojanische Pferd, mit dem Odysseus die Troer überlistet, allen bekannt ist, sind beides gute Geschichten, die davon nicht weniger gut werden, dass sie oft erzählt und beschrieben wurden. Auf diese Weise sozusagen "locker gemacht", wird der Leser als nächstes mit einem Modell konfrontiert. Ja, richtig, einem Modell, wie man es eher in der Physik als in der Literaturwissenschaft erwartet, nämlich wie Intrigen funktionieren, von der Notsituation, die mit ihrer Hilfe gelöst werden soll, über einen guten Plan bis hin zu seiner Ausführung. Bevor es aber zu theoretisch wird, folgt ein Auftritt des talentierten Mr. Ripley, dem sich wenig später noch der Schakal hinzugesellt, und aus beiden extrahiert der Verfasser eine neue literarische Gattung, "den perfekt gemachten Thriller", und löst damit auch den alten Streit auf, ob Krimi und Thriller denn überhaupt "richtige" Literatur sind. Ja, sie sind es, und nach der Lektüre der entsprechenden Kapitel weiß man warum, und kann dies jederzeit vertreten, wenn man mal wieder scheel angesehn wird, weil man vor einem "falschen" Publikum von seiner Wochenendlektüre erzählt hat. Wenn einem die Lektüre dieser Rezension bis hierher gefallen hat, und man etwa Lust bekommt, noch weiterzulesen, dann ist man auch bereit für dieses Buch. Einem bleibt nichts erspart, kein Shakespeare und kein Aristoteles, und es kommen auch richtig schwierige Fremdwörter vor. Das alles wird nicht "leicht" präsentiert, sondern angemessen, was heißt, an einigen Stellen tatsächlich schwer. Aber hier baut sich weder der Verfasser als unerreichbar großer Geist vor dem Leser auf, noch wird er zum herablassenden Erklärer. Peter von Matt gelingt es, Lust auf Wissen zu machen, und darauf, dieses zu gebrauchen. Wie nennt man es, wenn Menschen eigenständigen Gebrauch von ihrem Wissen machen? Richtig: Denken. Und so endet dieses Buch mit dem schönen Satz: "Da zur Natur des Menschen aber die Merkwürdigkeit gehört, daß er sich selbst nicht am Denken hindern kann, wird ihn auch der unbekümmerte Nachvollzug der Intrigenspektakel früher oder später in jene fruchtbare Tätigkeit versetzen, die ihm einst den Zunamen sapiens eingetragen hat." Wunderbar! Joachim Tiele - 10.11.2015 ___________________________ Nachtrag 05.02.2016 Hier noch der Link zu einem Video zum Buch inkl. Interview mit Peter von Matt (kein Youtube Video, daher keine Einbettung, sondern nur der Link): http://www.dctp.tv/filme/theorie-und-praxis-der-hinterlist-10vor11-13112006/

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