Petina Gappah

 3.4 Sterne bei 15 Bewertungen

Lebenslauf von Petina Gappah

Petina Gappah, 1971 in Sambia, im ehemaligen Rhodesien, geboren und in Harare, Simbabwe, aufgewachsen, studierte Jura in Cambridge und Graz und arbeitete über zehn Jahre als Anwältin für internationales Handelsrecht bei der Welthandelsorganisation in Genf. Danach war sie für Simbabwes Regierung und andere Länder als internationale Handelsberaterin tätig. 2009 wurde sie für ihren Erzählband ›An Elegy for Easterly‹ mit dem Guardian First Book Award ausgezeichnet. 2015 folgte ihr Romandebüt ›Die Farben des Nachtfalters‹, 2016 die Erzählungen ›Die Schuldigen von Rotten Row‹. Ihr aktueller Roman ›Aus der Dunkelheit strahlendes Licht‹ entstand während ihrer Zeit im renommierten Künstlerprogramm des DAAD in Berlin. Gappa pendelt derzeit zwischen Harare, Edinburgh und Genf.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Aus der Dunkelheit strahlendes Licht

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Neu erschienen am 28.08.2019 als Hardcover bei S. FISCHER.

Alle Bücher von Petina Gappah

Cover des Buches Die Farben des Nachtfalters (ISBN:9783716040072)

Die Farben des Nachtfalters

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Erschienen am 04.08.2017
Cover des Buches Aus der Dunkelheit strahlendes Licht (ISBN:9783103974492)

Aus der Dunkelheit strahlendes Licht

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Erschienen am 28.08.2019
Cover des Buches Im Herzen des Goldenen Dreiecks (ISBN:9783716040225)

Im Herzen des Goldenen Dreiecks

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Erscheint am 24.04.2020
Cover des Buches Die Schuldigen von Rotten Row (ISBN:9783716027639)

Die Schuldigen von Rotten Row

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Erschienen am 10.11.2017
Cover des Buches The Book of Memory (ISBN:9780571296842)

The Book of Memory

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Erschienen am 03.09.2015
Cover des Buches An Elegy for Easterly (ISBN:9780571246946)

An Elegy for Easterly

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Erschienen am 03.12.2009
Cover des Buches An Elegy for Easterly (ISBN:9780865479302)

An Elegy for Easterly

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Erschienen am 08.06.2010

Neue Rezensionen zu Petina Gappah

Neu

Rezension zu "Aus der Dunkelheit strahlendes Licht" von Petina Gappah

Langatmig und langweilig
anilavor 7 Tagen

Als das Buch von lovelybooks verlost wurde, klang der Klappentext für mich super spannend und ich wollte das Buch unbedingt lesen. Leider wurde ich bitter enttäuscht, denn das Buch ergab ganz und gar nicht das, was ich mir durch den Klappentext erhofft hatte. Inhaltlich kann man die Geschichte in genau einem Satz zusammenfassen: David Livingstone, ein schottischer Missionar und Afrikaforscher, stirbt auf eine seiner Reisen durch Afrika, in der er die Nilquellen sucht, wobei sein Leichnam von seinen Gefolgsleuten quer durch Afrika geschleppt wird, um zurück nach Großbritannien gebracht zu werden. Das war schon die ganze Geschichte, die auf über 400 Seiten langatmig ausgebreitet wird.

Der Klappentext verspricht Folgendes: 

Als Livingstone 1873 auf der Suche stirbt, will seine treue Gefolgschaft seinen Leichnam in seine Heimat zurückbringen. So machen sich 69 Gefährten auf den wagemutigen Weg, ihn quer durch Afrika zu tragen, angeführt von einer jungen Frau – Halima, Livingstones scharfzüngiger Köchin. Eine abenteuerliche und lebensbedrohliche Reise über 1.000 Meilen, auf der ihnen Hunger, Krankheit und Tod begegnen – und immer wieder die Frage: Wie weit sind wir bereit für unsere Freiheit zu gehen? 

Klingt gut, oder? Die Ereignisse treten auch ein, aber leider werden sie in solch einer langweiligen Art und Weise beschrieben, dass ich weder die Hungersnot, noch die Tode als besonders schlimm empfunden habe. Vor allem stellt der Klappentext die Frage, wie weit sie bereit seien für ihre Freiheit zu gehen. Das ergibt für mich gar keinen Sinn. David Livingstones Tod läutet deren Freiheit ein. Ich fand es bemerkenswert, dass sie die Leiche über solche eine Strecke gebracht haben, sie hätten sie schließlich auch einfach liegen lassen können, aber dieser Umstand hat nichts mit deren Freiheit zu tun. 

Neben der langweiligen zugrundeliegenden Geschichte, fand ich die Charaktere besonders schlimm. Halima, die anfangs das Geschehen schildert, ist eine schreckliche Frau. Ich finde sie super nervig und ziemlich unsympathisch. Ihre Art das Geschehen zu beschreiben, ist unstrukturiert und gespickt mit sehr viel überflüssigem Quatsch. Halima wird durch den Missionar (also, er sieht es als seine Aufgabe, ein Missionar zu werden/zusein) Jacob Wainwright abgelöst und bei seinen Beschreibungen bin ich fast eingeschlafen. Er erzählt die Geschichte in Briefform, hat keinerlei Emotionen und schildert das ganze so unfassbar trocken und öde, dass ich es faszinierend finde, dass ich überhaupt bis ans Ende gekommen bin.

Es gibt genau eine spannende Stelle im ganzen Buch, aber dafür lohnt es sich nicht die 400 Seiten durchzuackern. Und das ist es wirklich: Arbeit. Ich empfand keine Freude daran die Geschichte zu lesen, sondern empfand es als Müßiggang. 

Schade, aber leider kann ich das Buch nicht weiterempfehlen. Der Schreibstil war anstrengend, die Geschichte dünn und die Charaktere durchweg unsympathisch und anstrengend. 

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Rezension zu "Aus der Dunkelheit strahlendes Licht" von Petina Gappah

Livingstons letzte Reise
brauchnixvor einem Monat

Der berühmte David Livingston ist gestorben. Mitten im Herzen Afrikas. Seine Köchin Halima setzt alles daran, seinen Leichnam aus der Wildnis zurückzubringen dorthin, wo er richtig beerdigt und gewürdigt werden kann. Der Missionar Jacob, der mit von der Partie ist, beschreibt, was auf dieser langen abenteuerlichen Reise alles passiert. Nebenbei versucht er, so viele Menschen wie möglich zu missionieren, stößt dabei aber auf erheblichen Widerstand. Sein religiöser Glauben grenzt nah an Fanatismus und die Afrikaner lehnen seine Christianisierungsversuche meist ab.

Ich habe mich etwas schwer getan mit dem Text. Wohl auch, weil ich anderes erwartet hatte. Auch wenn Livingston der Dreh- und Angelpunkt ist, so sind es sehr viele Themen, die die Autorin streift. Ihre intensive Recherche legte dies sicher nahe. Mir ist bewusst, dass diese Komplexität der Realität wohl sehr nahekommt, aber mir war es an mancher Stelle etwas zu viel. Skurrilität und Missionarischer Gleichmut, Sklavenproblematik, Aberglaube und viele sehr schräge Darsteller bevölkern die Geschichte. Und natürlich Livingston mit vielen Zitaten und Anekdoten. Das ist es auch, was mir am Besten gefallen hat. Deshalb 4 Sterne.

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Rezension zu "Aus der Dunkelheit strahlendes Licht" von Petina Gappah

Die Suche nach den Nilquellen
schokoloko29vor einem Monat

David Livingstone befindet sich im afrikanischen Dschungel und sucht wie besessen nach den Nilquellen. Er hat eine ganze Gefolgschaft an Leuten (teilweise Sklaven, teilweise freie Menschen), die ihn bei seiner Suche begleiten. Leider verstirbt er und seine Gefolgschaft beratschlagt was zu tun sei. Sie entschließen seinen Leichnam auszuweiden und seine inneren Organe, wie Herz Lunge etc. im afrikanischen Dschungel zu begraben. Der Rest wird an der Sonne getrocknet. Danach schleppen sie seinen Leichnam an die afrikanische Küste, wo ihn ein Boot ihn wieder zurück nach Groß Britanien bringt. Dort soll er begraben werden..

Eigene Meinung:
Ich habe mir sehr viel von diesem Buch versprochen. Ich wollte die afrikanische Hitze spüren und die Anstrengung erlesen wie sie den Leichnam durch den Dschungel zu schleppen. Ich wollte Beschreibungen von dem afrikanischen Dschungel und wie die Menschen miteinander auskommen.
Stattdessen hatte ich im ersten Teil die geschwätzige Köchin Halima. Sie erzählt die Geschichte nicht stringend und ohne jeglichen roten Faden. Sie schwenkt mal in die Vergangenheit dann mal wieder in die Gegenwart, so dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass sie sich wiederholt.
Der zweite Teil wird aus der Sicht von Jacob Wrainwright (ein befreiter Sklave) erzählt. Er ist sehr besessen von Jesus und sieht hinter jedem Ereignis fast immer ein Zeichen Gottes. Ich fand die Sprache in diesem Teil noch schlimmer. Und bei diesem Teil die Autorin hat mich für das Interesse des Buch fast bestraft.

Alles in Allem war das Buch für mich leider eine Zeitverschwendung. Das einzige positive war, dass ich jetzt die geschichtlichen Zusammenhänge jetzt eher verstehen kann.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Starke Autorinnen, die uns inspirieren (ISBN:undefined)

Starke Autorinnen

"Kintsugi" von Miku Sophie Kühmel
"Hier sind Löwen" von Katerina Poladjan
"Nachts in Caracas" von Karina Sainz Borgo
"Aus der Dunkelheit strahlendes Licht" von Petina Gappah

Vier literarische Titel von vier inspirierenden Autorinnen – und ihr könnt bei unserer Buchverlosung selbst wählen, welches der Bücher ihr gewinnen möchtet!

Gemeinsam mit S. FISCHER verlosen wir jeweils 10 Exemplare der vier vorgestellten Titel. Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis einschließlich 21.07.2019 und verratet uns, welches der vier Bücher ihr am liebsten lesen möchtet.

Ich bin schon gespannt, für welches der vier Bücher ihr euch entscheidet und drücke euch ganz fest die Daumen für die Buchverlosung! 

Ein kleiner Hinweis: Das Buch von Petina Gappah erscheint später und kann daher erst Ende August versendet werden.  

Mehr zu den Büchern:

"Kintsugi" von Miku Sophie Kühmel
Es ist Wochenende. Wir sind in einem Haus an einem spätwinterlichen See, das Licht ist hart, die Luft ist schneidend kalt, der gefrorene Boden knirscht unter unseren Füßen. Gerade sind Reik und Max angekommen, sie feiern ihre Liebe, die nun zwanzig ist. Eingeladen sind nur ihr ältester Freund Tonio und seine Tochter Pega, so alt wie die Beziehung von Max und Reik. Sie planen ein ruhiges Wochenende. Doch ruhig bleibt nur der See.

"Hier sind Löwen" von Katerina Poladjan
Die alte Bibel einer armenischen Familie an der Schwarzmeerküste ist das Einzige, was den Geschwistern Anahid und Hrant auf ihrer Flucht bleibt. Hundert Jahre später in Jerewan wird der Restauratorin Helen eine Bibel anvertraut. »Hrant will nicht aufwachen«, hat jemand an den Rand einer Seite gekritzelt. Helen taucht ein in die Rätsel des alten Buches, in das moderne Armenien und verliebt sich in einen Mann. Sie wird erschüttert von Geschichte und Gegenwart, und sie bricht auf zu einer Reise an die Schwarzmeerküste und zur anderen Seite des Ararat.

"Nacht in Caracas" von Karina Sainz Borgo
Adelaida beerdigt ihre Mutter, aber sie bleibt nur kurz am Grab stehen. Auf dem Friedhof ist es gefährlich, genau wie an jedem anderen Ort in Venezuela. Noch vor kurzem kamen die Menschen aus Europa, um hier ihr Glück zu machen. Nun versinkt das Land in Chaos und Elend. Als Adelaida gewaltsam aus ihrer Wohnung vertrieben wird, weiß sie nicht wohin. Alles, was sie geliebt hat, existiert nur noch in ihrer Erinnerung. Wenn sie sich retten will, bleibt ihr nur die Flucht.

Ein intensives literarisches Debüt über das Schicksal einer jungen Frau und das virtuose Portrait eines untergehenden Landes.

"Aus der Dunkelheit strahlendes Licht" von Petina Gappah
Seit ihrer Jugend ist Petina Gappah von der Geschichte um David Livingstone besessen – dem berühmten schottischen Missionar und Afrikaforscher, der sich des großen geografischen Rätsels seiner Zeit verschrieben hatte, der Entdeckung der Nilquellen. Aus Faszination wurde ein Roman: Als Livingstone 1873 auf der Suche stirbt, will seine treue Gefolgschaft seinen Leichnam in seine Heimat zurückbringen. So machen sich 69 Gefährten auf den wagemutigen Weg, ihn quer durch Afrika zu tragen, angeführt von einer jungen Frau – Halima, Livingstones scharfzüngiger Köchin. Eine abenteuerliche und lebensbedrohliche Reise über 1.000 Meilen, auf der ihnen Hunger, Krankheit und Tod begegnen – und immer wieder die Frage: Wie weit sind wir bereit für unsere Freiheit zu gehen?
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Letzter Beitrag von  brauchnixvor einem Monat

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