Petra-Alexandra Buhl

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Cover des Buches Heilung auf Widerruf (ISBN:9783608963731)

Heilung auf Widerruf

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Erscheint am 24.08.2019

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Im Wartesaal des Lebens – »Geheilt« heißt nicht vorbei

Vom Langzeit-Überleben mit Krebs, den psychischen Gefährdungen, den unerwarteten Chancen eines völlig veränderten Lebens und den vielen ungeahnten Möglichkeiten persönlicher Reife.

Liebe Lesende,

Vor gut zwei Jahren habe ich mich gefragt: „Was machen eigentlich die anderen Krebsüberlebenden? Menschen, die wie ich den Krebs überwunden haben und inzwischen 10, 20 oder 30 Jahre als geheilt gelten. Wie kommen sie durch ihr Leben?“ Daraus ist mein Buch „Heilung auf Widerruf - Überleben mit und nach Krebs“ entstanden.

Ich lade Euch herzlich zur Lektüre meines Buches und zur Diskussion ein. „Heilung auf Widerruf“ zeigt zahlreiche Aspekte des Überlebens auf: Angefangen von medizinischen und psychischen Spätfolgen bis hin zu dem, was ein sinnvolles und befriedigendes Leben ausmacht. 

Es ging mir nicht darum, möglichst viele drastische Fälle zu schildern, sondern zu zeigen, wie Menschen Leid verwandeln und Krankheit verarbeiten. Obwohl wir jahrzehntealte Erfahrungen mit Krebstherapie haben, fühlen sich frisch Erkrankte, als wären sie alleine mit einem Ruderboot auf hoher See und ein schwerer Sturm zieht auf. Wir können mit Krebs immer noch nicht gut umgehen. Dabei gibt es Vorbilder für den Umgang mit Krebs, die inspirieren und stärken können. 

Es ist mir unerklärlich, weshalb die Überlebenden von Krebs so schlecht erforscht sind. Sie können davon erzählen, wie man Krisen meistert und extreme Belastungen aushält, wie Menschen Sinn und Würde finden angesichts schwerer Krankheit, wie das Leben nach dem Schrecken weitergeht. 

Langzeitüberlebende sind die größte denkbare Hoffnung und Inspiration für jeden Menschen, der neu an Krebs erkrankt. Mein Anliegen ist, auf ihre Situation aufmerksam zu machen und eine bessere medizinische und psychoonkologische Versorgung für sie zu erreichen. Wir alle können viel dafür tun, Kranke und Menschen mit Behinderung besser zu unterstützen und ihnen mehr Raum in unserer Gemeinschaft zu geben. Menschen heilen nur in Beziehung zu anderen. Voraussetzung ist allerdings, dass wir forderungslos für sie da sind und ihnen eine offene Zukunft lassen. Das bedeutet, sie nicht dazu zu zwingen, in ein vorgezeichnetes Schicksal hineinzuleben.

Bei der Recherche zu meinem Buch hat mich gestört, dass das Überleben von Krebs immer wieder mit „Heldentum“ verbunden wird. Für mich gehört dies zu den Mythen des Überlebens, die ich in meinem Buch beschreibe. Wer überlebt, wird beinahe automatisch als „Held“ dargestellt. Wer an Krebs stirbt, war wohl nicht „heldenhaft“ genug, wird implizit unterstellt. Heldentum als Ideologie. Bei keiner anderen Krankheit ist das so. Kriegsvokabeln sind in der Onkologie höchst beliebt. Da ist die Therapie eine „Schlacht“ gegen den Tumor, Ärzte und Patienten „kämpfen und siegen“ gegen den „Feind“ Krebs usw. Was hat diese Sprache mit unserer Gesellschaft und unserem Umgang mit Krankheit zu tun? Und was muten wir öffentlichen Personen zu, die krank sind?

Es sind nicht nur die Sozialsysteme in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die auf chronisch Kranke nicht eingerichtet sind. Wir als Gesellschaft sind es ebenfalls nicht. Wer krank wird, fällt deshalb häufig aus allen Bezügen - vor allem, wenn die Erwerbsunfähigkeit droht. Wir definieren uns in einem solchen Maße über Arbeit und Leistung, dass gelingende Lebensentwürfe jenseits von Festanstellung und Hochleistungsfähigkeit nicht mehr denkbar scheinen.

Dabei ist Mensch-Sein sehr viel mehr als das, was wir in unseren glanzvollen Zeiten dafür halten. Es sind nicht Statussymbole, Karriere und Besitz, die unseren Wert als Mensch bestimmen und uns Würde geben. Schon gar nicht dann, wenn wir in die unvermeidlichen Turbulenzen des Lebens geraten. Das Außerordentliche ist, Glück in glücksfernen Zeiten zu finden.

Es ist mir deshalb unerklärlich, weshalb die Überlebenden von Krebs so schlecht erforscht sind. Sie können davon erzählen, wie man Krisen meistert und extreme Belastungen aushält, wie Menschen Sinn und Würde finden angesichts schwerer Krankheit und wie das Leben nach dem Schrecken weitergeht. Langzeitüberlebende sind die größte denkbare Hoffnung und Inspiration für jeden Menschen, der neu an Krebs erkrankt. 

Welche Erfahrungen hast Du mit der Krankheit Krebs oder mit Überlebenden gemacht? Was ist für Dich ein gelingendes Leben? Welchen Platz haben darin Krankheit, Sterben und Tod? Welche Wünsche hast Du selbst für diese Situationen?

Wenn Du Lust hast, bei der Verlosung von „Heilung auf Widerruf - Überleben mit und nach Krebs“ mitzumachen, schreib uns, was Dich bewegt. Wir sind gespannt auf Deine Fragen, Deine Gedanken und Deinen Blick auf das Thema Überleben nach Krebs.

Link zur Leseprobe

Während der Leserunde beantworte ich Eure Fragen und freue mich auf den Austausch, auf Eure Kritik und Eure Anregungen. 

Herzliche Grüße

Petra

30 BeiträgeVerlosung beendet
F
Letzter Beitrag von  fantastvor 10 Stunden

Vielen herzlichen Dank! Ich freue mich sehr.

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